Helm-Fest, 1.-3.8.2024, 38372 Büddenstedt

Alt-Metaller

Till Deaf Do Us Part
War noch nie dort, meist aber auch nicht so interessant für mich.
Nun könnte das anders werden, vor allem, wenn HOA nichts wird:

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66,66 Euro hält sich ja auch noch in akzeptablen Grenzen.


 
War dieses Jahr dort. Vom gesamten drumherum ein sehr gemütliches Festival mit jederzeit netten und engagierten Leuten. Man merkt schon, dass die das mit sehr viel Liebe und Hingabe machen. Verstehe aber dieses Jahr das Billing/Booking irgendwie nicht.

Im letzten Jahr hat mich das mehr angesprochen. Samstag Illdiposed und Eradicator, Freitag Firewind und Kambrium als Head und Co-headliner. Selbst am Anreise Donnerstag hatte man mit Final Cry schon was zu bieten. Dazwischen noch Klasse Bands wie Headshot (wenn auch zu früh), Skelfir, Aeonblack, ...
Dieses Jahr hat mich das musikalisch etwas enttäuscht. Die Hälfte der Bands nie gehört (okay, kann man bei einem Festival mit Underground Charakter machen, bzw geht man bisweilen auch gerade deswegen hin, also kein wirklicher Minuspunkt) - aber das stilistische Mittel ist gefühlt etwas verrutscht. Zudem wiedermal seltsame Zeitfenster: Etwas "bekanntere" Underground Bands wie Godsnake, Deliver The Galaxy z.B. irgendwann am (frühen) Nachmittag. Unterm Strich fehlte an allen 3 Tagen irgendwie ein Block bei dem es sich gelohnt hätte mal 3-4 Bands am Stück auf'm Infield zu sein. Gerade so ab späten Nachmittag/frühen Abend: Empire Of Giants, Demored, Turbokill, Stellvris, Bedlam Broke Loose ... alles jetzt keine schlechten Bands, aber irgendwie dann doch auch nix was einen nachhaltig vom Hocker (oder eben vom Zelt) reißen kann. Mit Winterstorm, Velvet Viper, Seven Thorns, Wizard zu den späteren Stunden wirkte das Billing dann insgesamt sehr Heavy/Power Metal lastig und einseitig zusammengestellt, was seltsam ist, denn mit Nocturnis, Gefrierbrand, Skiltron und auch Praise The Plague war eigentlich genug Stilvielfalt da. Einige Bands konnten aber auch kaum mehr als Stadtfest Feeling versprühen.

Klingt jetzt negativer als es war. Am Ende hats Spaß gemacht, nette Leute, gute Preise - ich denke aber das der metallische Underground interesantere Zusammenstellungen eines Gesamtbillings hergibt, ohne das Konzept des Supports kleinerer Bands über den Haufen zu werfen.
Bin gespannt in welche Richtung es 2025 geht. Solange gibts das Festival ja noch nicht. Nachdem man letztes Jahr viele abgewiesene Wacken Besucher abfangen konnte und so ein bisschen Hype verspürt hat, steht es für mich jetzt ein bisschen am Scheideweg zwischen "könnte mittelfristig ein relevantes Festival in der 500-1000er Größenordnung sein" und "geht etwas in Belanglosigkeit unter".
 
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