HELSTAR

Scheißgeil war das leider nicht gestern in München, was zum Großteil am Praktikanten hinterm Mischpult lag.

Voll war es wirklich nicht im kleinen Club, aber am Ende schon ein paar mehr als die 30 vorverkauften Tickets, von denen der Barkeeper berichtete. Die Hausband Reverend Hound gab einen okayen Auftakt, hätte aber alles (Show insgesamt und einzelne Songs) etwas kompakter sein können.

Helstar dann mit angezogener Handbremse eher routiniert als motiviert, James Riviera zwar professionell, aber auch etwas angeschlagen. Hauptproblem der katastrophale Sound: zuerst viel zu laute Drums und fast nicht hörbarer Gesang, was später etwas besser wurde, aber insgesamt viel zu höhenlastig und total übersteuert. Ich verstehe nicht, dass da niemand aus dem Bandumfeld (Tourmanager, Mercherin) dem Hauspraktikanten die Ohren lang zieht, irgendwann ist ein Besucher hin und hat das gemacht, hat leider nur teilweise zum Erfolg geführt.

Songtechnisch war es ok, die neuen Songs tun nicht weh, sind aber auch keine Highlights, sonst ein Mix über alle Alben hinweg.

Fazit: ging so.
Das war wohl der gleiche, der bei Yoth Iria den Sound gemacht hat.
 
Das war wohl der gleiche, der bei Yoth Iria den Sound gemacht hat.

Gerade noch ein paar Hintergrundinfos bekommen zum Thema Sound gestern. Der Soundmann war zwar einsichtig, dass er nicht gerade seine beste Arbeit abgeliefert hat, aber es wurden wohl von der Band die Gitarren viel zu laut eingestellt (was man ja eigentlich beim Soundcheck korrigieren sollte, aber wohl nicht gemacht wurde) und James Erkältung hat sich massiv negativ auf seine Lautstärke ausgewirkt.

Unterstreicht meinen Gesamteindruck gestern, dass die Band nur so halb bei der Sache war.
 
Das war wohl der gleiche, der bei Yoth Iria den Sound gemacht hat.

Ja, war er. Der steht wohl auf bollernde Bassdrums und (zu) lauten Bass. Denn damit hat er nach den beiden Vorbands der Nailed To Obscurity-Tour auch gestern den Auftritt von Reverend Hound ruiniert. Bei Helstar habe ich dann meinen Ohrenschutz gewechselt und mit dem billigen war der Sound dann zumindest hörbar fand ich. Trotzdem waren wir weit weg von gut.


Unterstreicht meinen Gesamteindruck gestern, dass die Band nur so halb bei der Sache war.

Das Urteil finde ich deutlich zu hart. Ich habe eine zwar routinierte Band gesehen, die aber durchaus spielfreudig agierte und die Songs fein umsetzte. Speziell die Performnce des Schlagzeugers fand ich extrem lässig. Und auch beim Rest hatte ich schon das Gefühl ehrlich-freudiger Überraschung, dass dieser Montagabend nach den üblen Vorverkaufszahlen besuchermäßig noch okay ausging (ich schätze um die 80 Leute) und stimmungstechnisch durchaus gut verlief.
Für mich war es trotz des Sounds ein durchaus gelungener Abend. Einzig mein Boss wusste heute nichts davon, dass ich frei haben hätte sollen. Da hat sich der spitzbübische Mr. Riviera wohl in der Telefonnummer vertan, als er mich für heute entschuldigen wollte. :)
 
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