Occultmetallum
Till Deaf Do Us Part
besprochenes Interview war das hier:
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kann man so sehen...Dass Battlerap auf eine stark sexistische Tradition zurückblicken kann, ist für mich kein Argument, das gut zu finden. Kann man auch anders machen. Und dass deine Freundinnen sich davon nicht angegriffen fühlen, ist schön, macht solche Inhalte aber nicht weniger dumm (und für mich auch nicht weniger störend).
Naja. Feature und Tour mit MC Bomber muss echt nicht sein, auch sonst sind mir da 'n paar Zeilen ausdrücklich zu frauenfeindlich. Gibt diesbezüglich sicher schlimmere Kandidaten, aber das versaut mir schon ein paar Tracks.
Kann ich zwar nachvollziehen, allerdings hat Morlockk mit Sexismus nichts am Hut. Wie schon erwähnt: der kommt aus der selben Sparte wie ZM, Audio88 oder Amewu. Dazu ist der Eiserne Besen nochmal ein ganz eigenes Konzept und über ein paar Zeilen sollte man eventuell doch nochmal nachdenken. Muss einem aber sicher nicht gefallen, also no offense.
Vielleicht mal eher die Sachen mit Hiob probieren:
Naja. Feature und Tour mit MC Bomber muss echt nicht sein, auch sonst sind mir da 'n paar Zeilen ausdrücklich zu frauenfeindlich. Gibt diesbezüglich sicher schlimmere Kandidaten, aber das versaut mir schon ein paar Tracks.
Dass Battlerap auf eine stark sexistische Tradition zurückblicken kann, ist für mich kein Argument, das gut zu finden. Kann man auch anders machen. Und dass deine Freundinnen sich davon nicht angegriffen fühlen, ist schön, macht solche Inhalte aber nicht weniger dumm (und für mich auch nicht weniger störend).
Prinzipiell hast du mit allem recht, ich bin bei dem Thema nur mittlerweile bisschen pingelig. Ich glaube, in meiner Wahrnehmung fängt Sexismus ziemlich früh an, da gehen die meisten Leute i.d.R. nicht mit. Ist also eher eine Frage der Gewichtung. Dass das im besseren Falle eine ironische Reaktion ist, trifft oft zu, ich freu mich allerdings immer, wenn es mal geschafft wird, dass das entweder gar keine Rolle spielt (frühere Antilopen, Solo-EP von Grim104) oder eben wirklich keine Fragen offen bleiben (Edgar Wassers "Bad Boy").
Antilopen [...]
So eine gewisse Art von total schlauen, hippen Studenten, die dir als nächstes Prinz Pi und Käptn Peng zeigen.
Und ersterer macht seit der Teenage2 richtig guten Stoff - also für mein Geschmack. Aber ja, die Hörerschaft ist teilweise arg grenzdebil weil die diese völlig (absichtlich) platten Texte komplett ernstnehmen und kein Meter nachdenken, geschweige denn differenzieren.
Hab ja den Prinz Porno-Krempel bis auf den neuen KOMPLETT-Ausfall (50 von 100 Punkten) noch gar nicht gehört aber das alter Material von Prinz Pi ist für meinen Geschmack völlig unausgegoren und pendelt zwischen gewolltem Oldschool und gewünschtem "New School", passt also hinten und vorne nicht. Keine Ahnung warum da immer mit dem alten Shit angekommen wird. Aber gut, was Rap angeht habe ich sowieso einen völlig exklusiven Geschmack.Das ist ja so'n typischer Kandidat, wo die Leute immer mit den alten Sachen ankommen.
Hab ja den Prinz Porno-Krempel bis auf den neuen KOMPLETT-Ausfall (50 von 100 Punkten) noch gar nicht gehört aber das alter Material von Prinz Pi ist für meinen Geschmack völlig unausgegoren und pendelt zwischen gewolltem Oldschool und gewünschtem "New School", passt also hinten und vorne nicht. Keine Ahnung warum da immer mit dem alten Shit angekommen wird. Aber gut, was Rap angeht habe ich sowieso einen völlig exklusiven Geschmack.
Und ersterer macht seit der Teenage2 richtig guten Stoff - also für mein Geschmack. Aber ja, die Hörerschaft ist teilweise arg grenzdebil weil die diese völlig (absichtlich) platten Texte komplett ernstnehmen und kein Meter nachdenken, geschweige denn differenzieren.
So rum läuft's mittlerweile? Ich dachte eigentlich, dass man eher von Prinz Pi/Casper zu Antilopen kommt und nicht andersrum. Aufgrund der Aversion haben anscheinend viele Hörer den Eindruck, dass es sich bei Antilopen um Pädagogenrap handelt. Kann ich auch irgendwo nachvollziehen, ändert aber nix daran, dass "Der Ekelhafte" und "Aschenbecher" zu den besten deutschen Rapalben gehören. und alles andere, was vor "Aversion" kam, auch gut ("Publikumsbeschimpfung", "Traurige Clowns", "Spastik Desaster") bis extrem gut ist ("Ölsardinenindustrie", "Egotrip", "Motto Mobbing").
Prinz Pi ist Katastrophe, Käpt'n Peng keine Ahnung, da kenn ich nur paar Tracks. Halt schon eher auf's Kulturzelt ausgelegt, gibt aber Schlimmeres.
Was für mich aber immer zu den besten deutschen Rap Alben gehören wird, ist Blauer Samt!
Mir gefällt "Normaler Samt" besser. *g* Torch fand ich immer "nur" gut. Eigentlich gibt's da konkret nix zu meckern, mir ist das nur alles ein bisschen zu ernsthaft.
Nach dem dritten Posting mit Beatfabrik als Inhalt muss man jetzt doch mal auf Pubertätslegenden zurückgreifen:
Lyrische Meisterleistung vor allem von Smexer.Den Beat find ich allerdings wirklich sehr gut. Kobra find ich technisch eigentlich auch super (textlich eher hm, "Ich komm in dein Viertel und überrenne jede Nutte wie Büffel" ist vom retarded level schon fast beim jungen Savas), leider hat der solo nie was gerissen. "Deutschland ist krank" war einfach nicht gut, dann gab's noch ein paar eher halbgare features...
Dass Smexer vor ein paar Jahren tatsächlich bewusst hängengeblieben mit Sprayer-Attittüde zurückkam, ist zwar symphathisch, aber leider auch nicht gut:
Torch/AC ist auf jeden Fall wichtig, ich hab da nur nie Bock drauf. Bzgl Retrogott: Seine Parts bei den Tracks mit Audio88 & Yassin find ich hammerstark:
https://www.youtube.com/watch?v=1acNzoGofFA
Ich liebe die Stelle "vielleicht war Eva Braun emanzipierter als Eva Herman/vielleicht hätte Adam von keiner dieser Evas einen Apfel angenommen/und stattdessen den Stamm erklommen/einen Blick über das Paradies geworfen und realisiert/dass das Leben auch ohne jede Erkenntnis funktioniert." Ein entspannter Gedanke. Das gibt's bei ihm so oft, dass man schon merkt, dass ihm vieles auf den Sack geht, er aber trotzdem chilt. Kann ich nicht verstehen, nur bewundern.
Ansonsten natürlich auch "Showtime", das wir zwar weiter oben schon hatten, aber was soll's:
Die Bilder sind der Oberhammer, vor allem das mit den Friedenstauben, die über Kuckuckseier brüten. Wie kommt man auf sowas?
Wobei ich nicht nur die sozialkritik vom Retrogott (Und momentan vielen deutschen Rappern) sehr gut finde, sondern auch die Kritik der eigenen Szene. Rap über Rap. Das fehlt mir manchmal ein bisschen in der Metal Szene, die oft leider über "Fuck Posers" und "Wacken ist voll kommerz" nicht hinaus kommt.
Ja, stimmt.
Edit: Wobei Rap ja eher das Problem hat, zu selbstreferentiell zu sein. Wie es bei K.I.Z. schon hieß: "Für dich ist Rap dein Leben/für mich ist Rap ein Take/wovon willst du rappen, wenn dich außer Rap nichts mehr bewegt?"
Auch ein sehr schöner Song übrigens. Bis auf die gammelige letzte Strophe.
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