Hobbit Tolkien, der Herr der Ringe der Macht

Es wird aktuell jede Serie komplett verrissen, in diesen Kanälen, die teils von echten Mobbern betrieben werden, teils auch bizarren KI-generierten Bullshit verzapfen (siehe Wednesday, wo aktuell 1000 Kanäle eine Blutfehde zwischen den Hauptdarstellerinnen wittern und kurz-vor-suizidale Depressionen)... ziemlich eklig, das alles.

Was "Rings of Power" angeht. Ich mag die Serie. Nicht nur wegen der Schauwerte und Production Values, sondern weil ich einen guten Teil der Figuren sehr gut gemacht finde. Die Kanon-Geschichten, über die wir ja in all diesen Worldbuilding-Epen bis zum Erbrechen diskutieren (Star Wars, Star Trek, Alien, Game of Thrones), finde ich bis zu einem gewissen Grad zumeist müßig. Die Kritiker sehen einen Verstoß gegen die Lore (weil Tolkien das 1953 in einem Brief an Jebbediah Miller anders geschrieben hat), und die Fans und Macher verteidigen es mit teils ebenso hanebüchenen Arks der Rechtfertigung. Ich frag mich dann immer, warum wir allzu biblisch an Aussagen oder Notizen von Tolkien hängen, die er noch nicht einmal selbst zu Lebzeiten so veröffentlicht hat. Er hat oft in Briefen auf Fragen Dinge geschieben wie: "Ich denke, das mit Tom Bombadil könnte so gewesen sein..." - Er hat sich auf vieles nicht festgelegt, und auch selbst oft die Vorgeschichte noch modifiziert, wenn ihm auffiel, dass etwas, das er 30 Jahre vorher aufgeschrieben hat, nimmer zu dem passt, was nun gerade geschrieben wurde. Bei Roddenberry war das doch nicht anders: Er konnte nie vorhersehen, wie unbekannt die Dimensionen sein würden, in welche die Enterprise und ihre Nachfolger noch vorstoßen würden...

Mir ist da immer ein wenig zu viel Hysterie dabei. Klar, darf man auf Widersprüche hinweisen, oder manches auch unschön gelöst finden. Ich finde es beispielsweise ärgerlich, dass der Fremde ausgerechnet Gandalf sein muss, und nicht einer der beiden blauen Zauberer. Ein Istar ist für mich okay, denn das lässt sich - im Gegensatz zu anderen hier genannten Ansichten - aus meiner Sicht durchaus mit der Lore in Einklang bringen. Dass es Gandalf ist, aber eben nicht. Schlimmer als das Lore-Thema ist in der Hinsicht aber für mich, dass die Chance vertan wird, einen neuen Istar zu etablieren, mit eigenem Charakter, eigenen Features, eigener Lore... die Tolkien uns nicht mehr erzählen konnte.

So oder so... mir gefällt die Serie sehr gut, und ich hoffe daher auch, dass sie ihre Geschichte wird zu Ende erzählen können.
 
Wenn wir noch mal kurz von den unseriösen Kanälen reden, das ist leicht gemachtes Geld, weil es immer derselbe Inhalt ist nur mit einem anderen Thumbnail.
Das gute daran ist das die langsam auch den Appeal verlieren, weil es immer derselbe scheiß ist.
Bin mir sicher das diese ganzen Schmutz Kanäle richtig auf die Schnauze fliegen werden.
Schon bei der zweiten Staffel hat man gemerkt das deren Hetze nicht zu den Review Bombing wie bei der ersten Staffel geführt hat.
Das Beste daran ist das deren Incel Anhänger tatsächlich glauben Tolkien hätte über das Zweite Zeitalter ein umfangreiches Buch geschrieben. Das Silmarillion können diese fast Analphabeten gar nicht lesen und erst recht nicht verstehen.
 
Die Kanon-Geschichten, über die wir ja in all diesen Worldbuilding-Epen bis zum Erbrechen diskutieren (Star Wars, Star Trek, Alien, Game of Thrones), finde ich bis zu einem gewissen Grad zumeist müßig. Die Kritiker sehen einen Verstoß gegen die Lore (weil Tolkien das 1953 in einem Brief an Jebbediah Miller anders geschrieben hat), und die Fans und Macher verteidigen es mit teils ebenso hanebüchenen Arks der Rechtfertigung. Ich frag mich dann immer, warum wir allzu biblisch an Aussagen oder Notizen von Tolkien hängen, die er noch nicht einmal selbst zu Lebzeiten so veröffentlicht hat. Er hat oft in Briefen auf Fragen Dinge geschieben wie: "Ich denke, das mit Tom Bombadil könnte so gewesen sein..." - Er hat sich auf vieles nicht festgelegt, und auch selbst oft die Vorgeschichte noch modifiziert, wenn ihm auffiel, dass etwas, das er 30 Jahre vorher aufgeschrieben hat, nimmer zu dem passt, was nun gerade geschrieben wurde. Bei Roddenberry war das doch nicht anders: Er konnte nie vorhersehen, wie unbekannt die Dimensionen sein würden, in welche die Enterprise und ihre Nachfolger noch vorstoßen würden...

Mir ist da immer ein wenig zu viel Hysterie dabei. Klar, darf man auf Widersprüche hinweisen, oder manches auch unschön gelöst finden.
Ich glaube es war ein Religionswissenschaftler, der dafür den Begriff "mythische Ersatzumiversen" genutzt hat.

Mit der schwindenden Bedeutung von Weltanschauungen und Religiosität suchen sich manche aus der Fiktion eine Art Ersatzreligion und aus Fantum wird Fanatismus.
Eine zugegebenermaßen steile These, aber wenn man sich mal die Diskussionen im Netz zum last jedi so ansieht....?

Edit: Klarstellung das ich hier Diskussionen im Netz meine, nicht hier im Forum.
 
Zuletzt bearbeitet:
Neulich "The Children of Hurin" zum ersten Mal seit der Erscheinung gelesen, inspiriert davon folgten "The Fall of Gondolin" und "Beren and Luthien", die ich als eigentständige Bücher noch nicht gelesen hatte. Besonders das erste muss eine der Höhepunkte des Tolkien'sche Epos sein, ich empfehle es uneingeschränkt allen, die sich mit der Erzählungen der First Age noch nicht beschäftigt haben (vielleicht auch als Einstieg in den Silmarillion).

Dabei musste ich mehrmals auch an die Serie denken, und wie weit sie vom Geist von Tolkien agiert - ich rede jetzt nicht unbedingt von Lore, eher von Atmosphäre und unterliegenden Themen, die wirklich komplett missachtet wurden. Dazu scheitert sie für mich auch noch bei den von einigen gelobten Production Values - platte Charaktere, schleichte Inszenierung und alberne Handlungsstränge (jemand hatte die Entstehung von Mordor als gelungen erwähnt: für mich einer der Tiefpunkte schlechthin).
Ich habe mir seinerzeit die ersten zwei Staffeln angeguckt, ich glaube nicht, dass ich mir die dritte geben wird.
 
Klar den Kritikpunkt bezüglich der Serie der oben erwähnt wird ist ein valider aber das muss jeder für sich entscheiden.
Dennoch hat die Serie einige Elemente die ich für richtig gelungen halte, z.B die Motivation weshalb die Ringe überhaupt geschmiedet werden, etwas was in der Lore nie geklärt wurde.
Die Entstehung von Mithril, kann man halt nur so Darstellen wenn man das Silmarillion verstanden hat.
Die Darstellung von Galadriel, habe mich immer gewundert wieso sie den Tod ihres Bruders nicht rächen wollte, denkt daran wir haben es mit Noldor Elben zutun die lassen nicht fünfe gerade sein.
Die Darstellung von Annatar fand ich perfekt.
Wie gesagt können das auch alles Punkte der Kritik sein die Valide sind, weil was das Zweite Zeitalter angeht ist sehr viel Spielraum für verschiedene Möglichkeiten.

Wenn es um eine Verfilmung des Silmarillions geht vor allem die Geschichte mit Turan Turambar, Fall von Gondolin, Beren und Luthien etc braucht es echt konsequentes Filmemachen ohne kommerziellen Hintergrund, weil von der Art der Geschichten eignen sich diese Geschichten kaum für Wohlfühl Story Telling, gerade die von Turin Turambar alleine schon wegen der Atmosphäre her, düster, melancholisch, geringe Momente der Hoffnung etc etc.
Die Storys haben vielmehr was von einer Griechischen Tragödie als typische Fantasy Geschichten.
In dem Falle wäre ich auch wesentlich kritischer, weil wurde das erste Zeitalter recht genau beschrieben.

@WolfCity der dritten Staffel sind komplett neue Drehbuch Autoren verpflichtet worden, für die zweite konnten sie die nicht austauschen weil alles schon komplett fertig geschrieben wurde.
Jedenfalls kann es besser aber auch schlechter werden, mal schauen. Jedenfalls verschließen sich die Macher keiner validen Kritik.
 
Wenn es um eine Verfilmung des Silmarillions geht vor allem die Geschichte mit Turan Turambar, Fall von Gondolin, Beren und Luthien etc braucht es echt konsequentes Filmemachen ohne kommerziellen Hintergrund, weil von der Art der Geschichten eignen sich diese Geschichten kaum für Wohlfühl Story Telling, gerade die von Turin Turambar alleine schon wegen der Atmosphäre her, düster, melancholisch, geringe Momente der Hoffnung etc etc.
Die Storys haben vielmehr was von einer Griechischen Tragödie als typische Fantasy Geschichten.
In dem Falle wäre ich auch wesentlich kritischer, weil wurde das erste Zeitalter recht genau beschrieben.
Wahrscheinlich auch der Grund, warum die Tolikien-Gesellschaft das Silmarillion und erste Zeitalter im allgemeinen nicht zur Verfilmung freigegeben hat. Wir erinnern uns daran, dass amazon es versucht hat, aber nur die Lizenz für die Anhänge des Herrn der Ringe bekommen hat. WOT hat gezeigt, dass die von amazon arrangierten "Stümper" mit einer fertigen Welt nichts anzufangen wissen. Und bei WOT handelt es sich im Vergleich zu Tolkiens Werken, um ein Nieschenprodukt. Gar nicht auszudenken, wie da die Reaktionen gewesen wären, wenn sie das in den Wind geschossen hätten.......

Ich selber halte solche Serien und Filme irgendwie für Überflüssig, da sie oft sogenannte Kleinigkeiten auslassenden in dem Glauben, es wäre nicht wichtig. Ich sage nur Tom Bombadil bei Jacksons Filmen. Woher hatte Merry noch schnell den Dolch, mit dem er am Schluss den Hexenmeister von Angmar verwundete?

Von dem her kann amazon bei den Ringen der Macht wenigstens nicht so viel kaput machen, da es gar nicht soviel Infos dafür gibt. Was mich bei der Serie eher stört ist, dass Mittelerde so klein ist, als wäre es ein Dorf. ;)
 
Zuletzt bearbeitet:
Neulich "The Children of Hurin" zum ersten Mal seit der Erscheinung gelesen, inspiriert davon folgten "The Fall of Gondolin" und "Beren and Luthien", die ich als eigentständige Bücher noch nicht gelesen hatte. Besonders das erste muss eine der Höhepunkte des Tolkien'sche Epos sein, ich empfehle es uneingeschränkt allen, die sich mit der Erzählungen der First Age noch nicht beschäftigt haben (vielleicht auch als Einstieg in den Silmarillion).

Dabei musste ich mehrmals auch an die Serie denken, und wie weit sie vom Geist von Tolkien agiert - ich rede jetzt nicht unbedingt von Lore, eher von Atmosphäre und unterliegenden Themen, die wirklich komplett missachtet wurden. Dazu scheitert sie für mich auch noch bei den von einigen gelobten Production Values - platte Charaktere, schleichte Inszenierung und alberne Handlungsstränge (jemand hatte die Entstehung von Mordor als gelungen erwähnt: für mich einer der Tiefpunkte schlechthin).
Ich habe mir seinerzeit die ersten zwei Staffeln angeguckt, ich glaube nicht, dass ich mir die dritte geben wird.
Zu empfehlen sind auch "Nachrichten aus Mittelerde" und die beiden Bände "Das Buch der verschollenen Geschichten Teil 1 und Teil 2".

Alle drei Bücher sind keine kompletten Erzählungen, sondern enthalten ergänzende, mehr oder weniger lange Geschichten, die Tolkien teilweise fertig geschrieben hat oder die unfertig geblieben sind - teilweise mit viel Akribie von seinem Sohn durch abweichende Manuskripte ergänzt oder auch nur kritisch kommentiert und ins Gesamtgeschehen einsortiert. Klingt anstrengender als es ist. Man erhält hierdurch viele weitere spannende Zusatzinformationen, die die bekannten Geschichten ergänzen und weitere Handlungsstränge ausführen.

Im Englischen gibt es meines Wissens nach noch weitere 6 Teile der verschollenen Geschichten, die bisher nicht übersetzt worden sind.

Hätte man dieses Material sorgsam ausgewertet und überarbeitet, wäre ein wesentlich runderes Bild des zweiten Zeitalters entstanden.

Material aus dem Silmarillion durfte aber laut Vertrag ausdrücklich nicht für die Serie verwendet werden. Dafür hätte separat bezahlt werden müssen. Ohne die notwendigen Bezüge zum ersten Zeitalter ist es allerdings kaum möglich das zweite Zeitalter sinnvoll zu erzählen.

Z. B. warum die Numenorer ihr Geschenk, die für sie eigens aus dem Meer gehobene Insel in direkter Sichtweite des Landes der Götter, so mit Füßen treten und warum sie sich von Sauron so haben täuschen lassen. Von Melkors Einfluss wollen wir gar nicht erst reden. Hier fehlt einfach ein Rückblick bezüglich der Entstehung und späteren Entwicklung Numenors.

Neben vielen anderen inhaltlichen Fehlern ist das Ganze auf Climax hin zusammengeschustert und nicht als Fan-Projekt aufgezogen worden. Wobei man fairerweise sagen muss, dass es beim Herrn der Ringe deutlich einfacher war, eben weil die Geschichte in sich geschlossener ist und von Anfang an auf einen Höhepunkt zusteuert. Das Ende von Numenor ist einfach eine Tragöde bei der es keine Gewinner gibt. Und die eigentlich nur ein Bindeglied zwischen den Ereignissen des ersten und denen des dritten Zeitalters darstellt.

Über eine ambitionierte Verfilmung des Silmarillion durch einen echten Nerd würde ich mich super freuen, da das Buch so viele großartige Höhepunkte enthält (wie der Kampf Melkors gegen Fingolfin, die Zerstörung der Bäume durch Melkor und Ungoliant oder das Erscheinen der Elben, ...).

Ich habe aber große Sorge dass Amazon oder wer auch immer sich daran wagt es einfach nur verkackt...
 
Zu empfehlen sind auch "Nachrichten aus Mittelerde" und die beiden Bände "Das Buch der verschollenen Geschichten Teil 1 und Teil 2".

Alle drei Bücher sind keine kompletten Erzählungen, sondern enthalten ergänzende, mehr oder weniger lange Geschichten, die Tolkien teilweise fertig geschrieben hat oder die unfertig geblieben sind - teilweise mit viel Akribie von seinem Sohn durch abweichende Manuskripte ergänzt oder auch nur kritisch kommentiert und ins Gesamtgeschehen einsortiert. Klingt anstrengender als es ist. Man erhält hierdurch viele weitere spannende Zusatzinformationen, die die bekannten Geschichten ergänzen und weitere Handlungsstränge ausführen.

Im Englischen gibt es meines Wissens nach noch weitere 6 Teile der verschollenen Geschichten, die bisher nicht übersetzt worden sind.

Hätte man dieses Material sorgsam ausgewertet und überarbeitet, wäre ein wesentlich runderes Bild des zweiten Zeitalters entstanden.

Material aus dem Silmarillion durfte aber laut Vertrag ausdrücklich nicht für die Serie verwendet werden. Dafür hätte separat bezahlt werden müssen. Ohne die notwendigen Bezüge zum ersten Zeitalter ist es allerdings kaum möglich das zweite Zeitalter sinnvoll zu erzählen.

Z. B. warum die Numenorer ihr Geschenk, die für sie eigens aus dem Meer gehobene Insel in direkter Sichtweite des Landes der Götter, so mit Füßen treten und warum sie sich von Sauron so haben täuschen lassen. Von Melkors Einfluss wollen wir gar nicht erst reden. Hier fehlt einfach ein Rückblick bezüglich der Entstehung und späteren Entwicklung Numenors.

Neben vielen anderen inhaltlichen Fehlern ist das Ganze auf Climax hin zusammengeschustert und nicht als Fan-Projekt aufgezogen worden. Wobei man fairerweise sagen muss, dass es beim Herrn der Ringe deutlich einfacher war, eben weil die Geschichte in sich geschlossener ist und von Anfang an auf einen Höhepunkt zusteuert. Das Ende von Numenor ist einfach eine Tragöde bei der es keine Gewinner gibt. Und die eigentlich nur ein Bindeglied zwischen den Ereignissen des ersten und denen des dritten Zeitalters darstellt.

Über eine ambitionierte Verfilmung des Silmarillion durch einen echten Nerd würde ich mich super freuen, da das Buch so viele großartige Höhepunkte enthält (wie der Kampf Melkors gegen Fingolfin, die Zerstörung der Bäume durch Melkor und Ungoliant oder das Erscheinen der Elben, ...).

Ich habe aber große Sorge dass Amazon oder wer auch immer sich daran wagt es einfach nur verkackt...
Die Bücher der verschollenen Geschichten und der gleichen sind aber auch "Nerd-Kram" hoch fünf. Das kann man niemanden zum lesen empfehlen, der nicht wirklich alles, was Tolkien geschrieben hat lesen muss. Die von @Wolf City genannten Bücher stellen da eine angenehme Ausnahme da. Die Kinder Hurin stehen bei mir auch noch halb gelesen. Da das tragische Ende ja bekannt ist, habe ich da auch keine Musse, das Buch zu ende zu lesen. Meines Erachtens reichen die vier Hauptwerke aus. Da bleibt genügend Mystik für die eigene Fantasie über. Und es ist ja auch nicht so, als wenn Tolkien seine Geschichte, die er erzählen wollte nicht zu ende erzählt hätte, so wie es bei Dune ist. Wo der siebte Teil einfach fehlt. :)
 
Ich muss ehrlicherweise sagen das ich es ok fand Tom Bombadil wegzulassen bei der Verfilmung. Bin der Meinung ein Film muss für sich alleine funktionieren ohne das man die Quelle kennt.
Als ich die Herr der Ringe Filme geschaut habe bin ich immer danach gegangen ob der Film auch funktioniert ohne jegliche Kenntnis der Vorlage. Mir war die Atmosphäre immer wichtiger als sich sklavisch ans Buch zu halten.
Diese unsägliche Bakshi Verfilmung funktioniert ohne Wissen der Vorlage kein Stück. Als dann der Balrog kam war ich komplett raus, habe ich den Fernseher ausgelacht und dann diese ätzende Send Karnevals Musik der Bakshi Verfilmung. Pfui Deibel und zurecht gefloppt.
 
Die Bücher der verschollenen Geschichten und der gleichen sind aber auch "Nerd-Kram" hoch fünf.
Das ist tatsächlich der Hauptgrund, warum ich sie mir noch nie angeschafft habe. Eines Tages, wahrscheinlich. In Sachen Tolkien tendiere ich schon zum Nerdtum. Aber wenn, dann gleich alle 12 Bände der "History of Middle-Earth" :D

Vier?

Diese unsägliche Bakshi Verfilmung funktioniert ohne Wissen der Vorlage kein Stück. Als dann der Balrog kam war ich komplett raus, habe ich den Fernseher ausgelacht und dann diese ätzende Send Karnevals Musik der Bakshi Verfilmung. Pfui Deibel und zurecht gefloppt.
Das hab ich als Kind gesehen und dass hat mich so geflasht, dass ich wochenlang meine Eltern gefragt habe, wann endlich die Fortsetzung kommt, bis ich dann "Der Hobbit" geschenkt bekommen habe. Der Anfang einer lebenslangen Leidenschaft für mich. Habe immer noch ein Poster an der Wand hängen und ich halte den Film, trotz allen seinen Mängeln, immer noch für ein faszinierendes Experiment. Alleine an die Schwarzer Reiter zu denken, bekomme ich Gänsehaut...
 
Ich kann schon nachvollziehen, dass Amazon eine Blockbuster-Serie produzieren will, die möglichst viele Leute mit ins Boot holen soll. Bei den Kosten geht es ja auch nicht anders. Von daher gehen mir Abweichungen von der Lore weniger gegen den Strich, als wenn die Handlung IN SICH keinen Sinn ergibt und haufenweise Plotholes hat. Und das war in der ersten Staffel von ROP leider so. An die zweite hab ich mich noch nicht getraut, aber schon mal eine unterhaltsame, unaufgeregte Kritik zur ersten Folge angesehen (wird wohl nicht viel besser geworden sein...).
 
Ich muss ehrlicherweise sagen das ich es ok fand Tom Bombadil wegzulassen bei der Verfilmung. Bin der Meinung ein Film muss für sich alleine funktionieren ohne das man die Quelle kennt.
Als ich die Herr der Ringe Filme geschaut habe bin ich immer danach gegangen ob der Film auch funktioniert ohne jegliche Kenntnis der Vorlage. Mir war die Atmosphäre immer wichtiger als sich sklavisch ans Buch zu halten.
Diese unsägliche Bakshi Verfilmung funktioniert ohne Wissen der Vorlage kein Stück. Als dann der Balrog kam war ich komplett raus, habe ich den Fernseher ausgelacht und dann diese ätzende Send Karnevals Musik der Bakshi Verfilmung. Pfui Deibel und zurecht gefloppt.
Das kann man natürlich so sehen. Ich weiss noch, wie ich bei der Anfangssequenz im Kino fassungslos war, da ich zu dem Zeitpunkt das Buch bereits dreimal gelesen hatte, dass ich schreiend aus dem Kino rennen wollte. Spass hatte ich danach dann trotzdem. Aber gefallen tut mir eigentlich nur die Extended Version. Da ich den ersten Teil vom HDR gerade mit meinem Sohn lesen, wir sind mittlerweile bei der Wetterspitzen Angekommen und der Kampf gegen vier dunkle Reiter steht an, ist mir das alles wieder sehr present und ich musste wieder feststellen, was für ein Zeitloses Buch das doch ist. Lesen tun wir natürlich die erste deutsche Übersetzung von 1979(?).
 
Das ist tatsächlich der Hauptgrund, warum ich sie mir noch nie angeschafft habe. Eines Tages, wahrscheinlich. In Sachen Tolkien tendiere ich schon zum Nerdtum. Aber wenn, dann gleich alle 12 Bände der "History of Middle-Earth" :D


Vier?


Das hab ich als Kind gesehen und dass hat mich so geflasht, dass ich wochenlang meine Eltern gefragt habe, wann endlich die Fortsetzung kommt, bis ich dann "Der Hobbit" geschenkt bekommen habe. Der Anfang einer lebenslangen Leidenschaft für mich. Habe immer noch ein Poster an der Wand hängen und ich halte den Film, trotz allen seinen Mängeln, immer noch für ein faszinierendes Experiment. Alleine an die Schwarzer Reiter zu denken, bekomme ich Gänsehaut...
Ich zähle die Bücher vom Herr der Ringe als Trilogie und nehme den Hobbit dazu. Ich habe aber noch eine Ausgabe mit 6 Büchern. ;) Das Silmarillion ist schon Nerd-Zeugs.:D
 
Ich muss ehrlicherweise sagen das ich es ok fand Tom Bombadil wegzulassen bei der Verfilmung. Bin der Meinung ein Film muss für sich alleine funktionieren ohne das man die Quelle kennt.
Als ich die Herr der Ringe Filme geschaut habe bin ich immer danach gegangen ob der Film auch funktioniert ohne jegliche Kenntnis der Vorlage. Mir war die Atmosphäre immer wichtiger als sich sklavisch ans Buch zu halten.
Diese unsägliche Bakshi Verfilmung funktioniert ohne Wissen der Vorlage kein Stück. Als dann der Balrog kam war ich komplett raus, habe ich den Fernseher ausgelacht und dann diese ätzende Send Karnevals Musik der Bakshi Verfilmung. Pfui Deibel und zurecht gefloppt.
Das Weglassen von Tom Bombadil war für den runden Erzählfluss des Films praktisch unumgänglich.

Auf der einen Seite ist Tom ein Charakter den man aufgrund seines simplen, freundlichen Gemüts eher im Hobbit, einem Gute-Nacht-Buch für Kinder vermuten würde, auf der anderen Seite ist er so unfassbar mächtig, dass man sein Nicht-Eingreifen kaum logisch erklären kann. Er wäre die aller stärkste Waffe gegen Sauron gewesen - wenn er nur gewollt hätte. Mit ihm im Team wäre Sauron lange nicht so bedrohlich und unbesiegbar erschienen.

Vieles spricht dafür, auch wenn Tolkien dies immer abgestritten hat, dass es sich bei ihm um eine Inkarnation von Eru Iluvatar handelt.

Und wie wäre man dann mit Goldbeere, seiner Frau, umgegangen? Hätte man ihn im Film gebracht, wäre es nur logisch gewesen, dass auch sie erscheint. Spätestens dann wäre der Kontrast zu den schwarzen Reitern für Leute die das Buch nicht kennen, wohl zu groß gewesen und hätte eine Menge Fragezeichen hinterlassen. Peter Jackson wusste, dass er sich damit eine Falle gestellt hätte, aus der er nur schwerlich wieder raugekommen wäre.
 
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Ja klar bei dem Buch die Übersetzung von 1979, diese andere Übersetzung dessen Name nicht genannt werden darf ist ein Verbrechen.
Bei der Verfilmung gilt auch nur die Extended Fassung für mich, gerade was den zweiten und dritten Film.
Das macht die Filme wesentlich runder und in sich sinniger.
Gerade beim zweiten Film, der Rückblick von Faramir, Boromir und Denethor das erklärt komplett sein Handeln, seine Motivation etc, was in der Kinofassung etwas holprig war.
 
Die Bücher der verschollenen Geschichten und der gleichen sind aber auch "Nerd-Kram" hoch fünf. Das kann man niemanden zum lesen empfehlen, der nicht wirklich alles, was Tolkien geschrieben hat lesen muss. Die von @Wolf City genannten Bücher stellen da eine angenehme Ausnahme da. Die Kinder Hurin stehen bei mir auch noch halb gelesen. Da das tragische Ende ja bekannt ist, habe ich da auch keine Musse, das Buch zu ende zu lesen. Meines Erachtens reichen die vier Hauptwerke aus. Da bleibt genügend Mystik für die eigene Fantasie über. Und es ist ja auch nicht so, als wenn Tolkien seine Geschichte, die er erzählen wollte nicht zu ende erzählt hätte, so wie es bei Dune ist. Wo der siebte Teil einfach fehlt. :)
Ach, so nerdig sind die meisten gar nicht. Es gibt da aber tatsächlich schon große Unterschiede. Einige Geschichten sind sehr gut lesbar und nur mit wenigen Anmerkungen versehen. Die machen dann richtig Spaß.

Andere wiederum sind Teile aus Briefen und grobe Skizzen. Da wird es dann schon speziell.

Die fehlenden 6 Bücher sind wahrscheinlich aus gutem Grund noch nicht ins Deutsche übersetzt worden. Trotz des ganzen Hypes vor ein paar Jahren.
 
Ja klar bei dem Buch die Übersetzung von 1979, diese andere Übersetzung dessen Name nicht genannt werden darf ist ein Verbrechen.
Beim Hauptwerk gehe ich mit. Aber beim Hobbit - den der deutsche Verlag in den 70ern offenbar als Kinderbuch vermarkten wollte - rettet Krege einiges und gibt dem Ganzen viel von seinem High-Fantasy-Vibe zurück.
Letztendlich gilt natürlich: Übersetzungen sind immer auch Interpretationen und damit, streng genommen, Verfälschungen. Das muss man zwar nicht so streng sehen, wie Korangeleherte, aber letztendlich ist einfach keine Fassung so nah an dem, was Tolkien gemeint hat, wie - na ja, halt Tolkien. Also das englische Original. Zumal seine Sprache zwar sehr wortmächtig, aber auch strukturiert und quasi frei von Slang/Dialekt und damit auch für Nicht-Muttersprachler sehr zugänglich ist.
 
Meinte auch nur Herr der Ringe und nicht den Hobbit, da ist soweit ich mich erinnern kann alles im grünen Bereich
 
Ich hoffe weiterhin auf volle 5 Staffeln! Ich empfand die Serie, als sehr unterhaltend und wurde wieder voll nach Mittelerde verfrachtet- handwerklich war das großartig produziert, der Cast war zudem größtenteils sehr stimmig… ich habe tatsächlich relativ wenig zu monieren.
Bei Fanboys- ich würde mich definitiv, als solcher bezeichnen, gibt es 2 Grundtypen, jene die super kritisch sind, selbst kleine Mängel verteufeln und Projekte so in Gänze leidenschaftlich ablehnen… und dann gibt es die Fraktion, die sehr viel verzeiht, einfach froh ist, dass einer geliebten Franchise wieder Leben eingehaucht wird, um in die explizite Welt wieder eintauschen zu können, trotzt mancher objektiv und/ oder subjektiv empfundenen Schwäche… ich gehöre klar zur letzteren Gruppe.
 
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