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Vieles kenne ich tatsächlich noch nicht. Bereits bekannt ist natürlich Psycho und die Zombie Filme (Day of the Dead, Return of the Living dead etc.) sowie ReAnimator. Häxan kenne ich ebenfalls und Omen sowie Angelheart habe ich ebenfalls vor langer Zeit gesehen. Und Event Horizon war ein Lieblingsfim meiner Ex-Partnerin, daher kenne ich denn auch.
Vom Rest habe ich teilweise gehört, aber gesehen habe ich die noch nicht. Als nächstes wird dann wohl Midsommar, Hereditary und Lighthouse angeschafft.
Vieles kenne ich tatsächlich noch nicht. Bereits bekannt ist natürlich Psycho und die Zombie Filme (Day of the Dead, Return of the Living dead etc.) sowie ReAnimator. Häxan kenne ich ebenfalls und Omen sowie Angelheart habe ich ebenfalls vor langer Zeit gesehen. Und Event Horizon war ein Lieblingsfim meiner Ex-Partnerin, daher kenne ich denn auch.
Vom Rest habe ich teilweise gehört, aber gesehen habe ich die noch nicht. Als nächstes wird dann wohl Midsommar, Hereditary und Lighthouse angeschafft.
Zumindest bei Omen werde ich wohl eh mal irgendeine Sammelbox mir zulegen. Weitere Fortsetzungen, die ich mir noch geben werden, sind die Exorzisten Filme. Teil zwei soll ja recht schlecht sein, aber über Teil 3 habe ich viel gutes gehört
Zumindest bei Omen werde ich wohl eh mal irgendeine Sammelbox mir zulegen. Weitere Fortsetzungen, die ich mir noch geben werden, sind die Exorzisten Filme. Teil zwei soll ja recht schlecht sein, aber über Teil 3 habe ich viel gutes gehört
Da kann ich die Quadrilogy Box mit den Teilen 1-4 empfehlen.
1-3 waren offensichtlich von vornherein als Trilogie geplant, der 4. ist ein TV Film von 1990, der eigentlich nur die Story des 1. wiederholt.
Dann gibt es noch das Remake von 2006 (kam am 6.6.06 in die Kinos ), passenderweise mit Mia Farrow als Gaststar.
Vor 3 Jahren oder so kam dann das Prequel First Omen raus. War OK, mehr nicht.
Vieles kenne ich tatsächlich noch nicht. Bereits bekannt ist natürlich Psycho und die Zombie Filme (Day of the Dead, Return of the Living dead etc.) sowie ReAnimator. Häxan kenne ich ebenfalls und Omen sowie Angelheart habe ich ebenfalls vor langer Zeit gesehen. Und Event Horizon war ein Lieblingsfim meiner Ex-Partnerin, daher kenne ich denn auch.
Vom Rest habe ich teilweise gehört, aber gesehen habe ich die noch nicht. Als nächstes wird dann wohl Midsommar, Hereditary und Lighthouse angeschafft.
Das sind definitiv drei der besten Horrorfilme der Neuzeit, gute Wahl.
Und wie @JustPriest anregte kann man Psycho 2 auch bedingungslos empfehlen. Ist natürlich kein Hitchcock, aber man hat die Prämisse zu einem coolen 80er Slasher gewandelt.
Und wie @JustPriest anregte kann man Psycho 2 auch bedingungslos empfehlen. Ist natürlich kein Hitchcock, aber man hat die Prämisse zu einem coolen 80er Slasher gewandelt.
Und der hat noch einen fantastischen Filmscore von Jerry Goldsmith, der auch schon die Omen-Trilogie und Alien vertont hat. Man kann die Messerschnitte richtig mit der Musik fühlen.
R: Jeremy Gillespie / Steven Kostanski
mit Aaron Poole, Kenneth Welsh, Kathleen Munroe, Ellen Wong, Daniel Fathers, Mik Byskov, Grace Munro, Art Hindle, Stephanie Belding, Evan Stern
Typischer Fall von "Weniger wäre mehr gewesen". Während die erste Hälfte von THE VOID noch hoffen lässt, verliert sich der Film immer mehr, je weiter es dem Ende zugeht. Letztendlich kann man sich nicht entscheiden zwischen Okkult-, Monster- und SF-Film. Lovecraft lässt eh grüßen, hier dann noch ne Prise Carpenter, da noch nen Löffel Clive Barker... oder darf es vielleicht als Kirschchen obendrauf noch nen Hauch Cronenberg sein? Dröselt man die einzelnen Elemente auf mögen das vielleicht ganz gute Hommage-Häppchen sein, zusammengepackt ergibt sich aber kein schlüssiges Ganzes, so dass der Film schlichtweg überladen wirkt. Und das Ende bzw. die Auflösung ist einfach nur noch kolossaler Quatsch.
R: Jeremy Gillespie / Steven Kostanski
mit Aaron Poole, Kenneth Welsh, Kathleen Munroe, Ellen Wong, Daniel Fathers, Mik Byskov, Grace Munro, Art Hindle, Stephanie Belding, Evan Stern
Typischer Fall von "Weniger wäre mehr gewesen". Während die erste Hälfte von THE VOID noch hoffen lässt, verliert sich der Film immer mehr, je weiter es dem Ende zugeht. Letztendlich kann man sich nicht entscheiden zwischen Okkult-, Monster- und SF-Film. Lovecraft lässt eh grüßen, hier dann noch ne Prise Carpenter, da noch nen Löffel Clive Barker... oder darf es vielleicht als Kirschchen obendrauf noch nen Hauch Cronenberg sein? Dröselt man die einzelnen Elemente auf mögen das vielleicht ganz gute Hommage-Häppchen sein, zusammengepackt ergibt sich aber kein schlüssiges Ganzes, so dass der Film schlichtweg überladen wirkt. Und das Ende bzw. die Auflösung ist einfach nur noch kolossaler Quatsch.
Nee, sehe ich komplett anders. Zum Dahinschmachten emütliches Filmchen, das in den Protohorror alter Tage mitnimmt, ohne angestaubt zu wirken. Das Ende ist dabei nicht mehr oder weniger Quatsch als Lovecraft, Blackwood oder Ligotti. Für mich eines der besten B-Dinger des neuen Jahrtausends.
Anstatt das Ganze im Ungefähren zu belassen, und hier - analog zu den gezeigten spaces - beinahe unendlichen Raum (<— pun also intended) für allerlei mögliche eigene Interpretationen zu lassen, wird die Perspektive dann doch wieder verengt, das kongenial Nebulöse, und eben dadurch so verstörend Wirkende, psychologisiert, und mehr oder weniger doch recht eindeutige Erklärungsmuster, Interpretationshilfen, und Deutungs-Schablonen angeboten.
Habe den Film gestern gesehen und muss an dieser Stelle doch ein bisschen widersprechen bzw. ich habe das anders wahrgenommen.
Das Psychologische ist eben gerade keine Erklärung oder Interpretation für die Backrooms. Es mag sein, dass die Figuren in der Handlung die Backrooms dazu verwenden, um Traumata und dergleichen zu bewältigen. Im Gegensatz zu anderen Filmen (Black Swan) oder Büchern (z.B. Haruki Murakami), ist diese Psychologisierung aber defizitär: Dadurch lässt sich das Surreale nicht wegerklären. Auch kommen die Protagonisten nicht geläutert aus der Situation raus, zumindest nicht so wie sie das gerne hätten. Der Film verzichtet da auf den üblichen Kitsch. Und das macht den Film besonders und dadurch entsteht ein metaphysischer Horror. Hier wird ein Aspekt der Realität offenbart, der allein aufgrund seiner Existenz und seiner Weigerung, sich erklären zu lassen, ein philosophisches Grauen erzeugt. Anders ausgedrückt: Die Figuren verleiten die Zuschauer:innen dazu, eine psychologische Erklärung zu suchen, nur um diesen dann den Mittelfinger zu zeigen.
Was mir nach dem Kinobesuch gleich im Kopf umherschwirrte war foglendes: Die Backrooms sind ja eine Art Abbild unserer Welt und für diese Abbilder gibt es wiederrum ein Abbild, die das ganze verzerrt wiedergeben. Das ist, als würde man ein Bild kopieren und langsam geht einem die Tinte aus. Warum sind sich die Protagonist:innen im Film so sicher, dass ihre Ursprungswelt nicht auch ein Backroom ist und es ein höhergelegener Backroom gibt? Und hier drängt sich Platons Höhlengleichnis auf, wonach unsere Welt nur ein Abbild der ewigen Formen ist. Die Backrooms geben dieser Idee einen neuen Twist, der im Philosophieseminar wegen ontologischem Overkill niemals akzeptiert würde: Die Realität ist nicht einfach aufgeteilt in Platons Ideenhimmel und die physische Welt, sondern sie ist graduell aufgebaut. Beginnend mit dem platonsichen Ideenhimmel, zerfällt die Realität quasi immer in verzerrtere Versionen, bis nichts mehr überig bleibt.
Ich hoffe ja sehr, dass da nicht noch mehr kommt. Gelungener Horror muss nicht erklärt werden und bei Backrooms ist ja gerade dieses Spekulieren und Philosophieren spannend. Da braucht es nicht noch zehn weitere Sequels, aber ich befürchte, dass dem nicht so sein wird.
Auch, dass am Ende eben doch wieder auf eher vordergründigen Schock, und die klassische Verfolgungs-Sequenz gebaut wird, hat mir eher gar nicht gefallen.
Jup. Die Verfolgungs-Sequenz an sich ist ja eigentlich nicht das Problem, sondern eher, dass es einen Unterschied macht, ob das Jack Nicholson oder ein Kostümmonster ist... das war fast so lächerlich wie der Crooked Man in Conjuring 2.
@Daruma wenn du es okkult magst würde ich noch February aka die Tochter des Teufels empfehlen und The Autopsy of Jane Doe um mal bei neueren
Streifen zu bleiben. Im dem Zug durchaus noch Longlegs, falls nicht bekannt. Gleicher Regisseur wie February.
Mein liebster Okkult-Streifen bleibt wohl "Die neuen Pforten". Der hat alles was ich an dem Genre mag.
Die ersten drei Omen natürlich Pflicht.
"The Empty Man" ist ebenfalls ein vorzüglicher Vertreter seines Genres.
"Night of the Demon" von 1957, Angel Heart (!!!), Die Schlange im Regenbogen, Mächte des Wahnsinns, Fürsten der Dunkelheit, Suspiria (Remake),
Carnival of Souls und Black Sunday fallen mir da noch ein.
Das Bildnis der Demi Moore. So könnte man grob die Handlung anreißen.
Der Mindfuck des Jahres kommt völlig aus dem Nichts angeflogen in Form
dieses großartigen Body-Horror-Dramas der französischen Filmemacherin
Coralie Fargeat.
Um was geht's...
Elizabeth Sparkle (Demi Moore) hat ihre besten Jahre hinter sich. Der Produzent (Dennis Quaid)
möchte sie durch eine jüngere und fittere Version ersetzen.
Just zu diesem Zeitpunkt hat sie einen Autounfall, den sie unbeschadet übersteht
aber der Assistent macht seltsame Andeutungen und gibt ihr einen USB-Stick.
Darauf befindet sich ein Angebot, das sie nach anfänglichem Zögern verzweifelt
annimmt. Sie bekommt in einem Schließfach die "Substanz", welche, einmal gespritzt,
eine jüngere Version von ihr erschaffen kann. Sie bekommt die Rolle und ersetzt sich
quasi selbst und nennt sich ab sofort Sue. Doch die Sache hat einen Haken.
Das geht immer nur 7 Tage lang. So lange "schläft" die originale Elizabeth, angeschlossen
an einen Tropf in ihrer Wohnung. Nach den 7 Tagen werden die Rollen getauscht und das junge
Alter Ego regeneriert 7 Tage. Daran muss man sich sklavisch halten. Doch Sue nimmt es damit nicht
so genau, will immer länger sie selbst bleiben. Die Folgen sind monströs....
Mein lieber Scholli, was Demi Moore sich hier traut und auch schauspielerisch leistet gebührt
höchsten Respekt. Das gilt auch für Margaret Qualley, die die jüngere Ausgabe spielt.
Demi Moore spielt sich quasi selbst, denn wie man unschwer an ihrem operierten Gesicht erkennen kann,
hat sie selbst Probleme mit dem Altern. Beide zeigen sehr viel Haut, was auch nötig ist um den Kontrast
zwischen den beiden hervorzuheben.
Satirisch wird der Film immer dann wenn die Hollywood Macker im Bild sind. Alle männlich, alle oberflächlich
und vor allem Dennis Quaid ist dermaßen überzogen dargestellt, dass er als Karikatur durchgeht.
Der Drama Anteil ist ausgewogen und in diesen Momenten geht der Film ernste und nachdenkliche Wege, was ein
schöner Kontrast zu den satirischen Elementen darstellt und nie aufgesetzt wirkt.
Bis jetzt haben wir ein paar tolle Kameraeinstellungen und eine spannende, nie langweilige Geschichte,
die bereits Body-Horror Elemente hat und diese auch geschickt in die Story einwebt. Hier sei der Sounddesigner
besonders erwähnt, denn die knackenden Knochen und sonstigen unnatürlichen Veränderungen des menschlichen Körpers
bleiben hier vor allem im Ohr hängen und tun auch richtig weh.
Cronenberg und Konsorten lassen grüßen.
Doch dann kommt das letzte Drittel des doch recht langen Films und hier kann ich aus spoilergründen leider
nicht so vom Leder ziehen wie ich das gerne würde.
Die Geister werden sich definitiv dran scheiden.
Ich sag mal so. Wenn Cronenberg und sein Sohn mit den Effektleuten von "Die Fliege" eine bösen Trip schmeißen
würden, würde evtl. was Ähnliches bei raus kommen. David Lynch könnte evtl. auch auf eine Nase voll vorbei schauen.
Muss man wollen und oh ich wills. Hab es böse abgefeiert. Man braucht aber definitiv ein Faible für Groteskes.
Das ganze geht auch größtenteils handgemacht über die Bühne.
Ein Mahnmal an den Jugendwahn und die Oberflächlichkeit Hollywoods, der auf den gehobenen Zeigefinger verzichtet
aber Männlein wie Weiblein völlig gleichberechtigt scheiße aussehen lässt.
Filme die die Welt braucht. Filme die den Mittelfinger Richtung Blockbuster strecken und sehr schön aufzeigen,
dass noch lange nicht alles erzählt ist.
Gesehen im Kino.
Zusammen mit "Late Night with the Devil" und "Longlegs" das Horror-Highlight des Jahres.
"The Substance" auf Paramount+ gesehen.
Meine Meinung ist gespalten. Die erste Hälfte fand ich sehr interessant und spannend, wurde dann aber zunehmend langatmig. Und der Schluss - naja, da wollte man halt nochmal so richtig
auf die Goretube drücken. Auch hatte ich mir erhofft
etwas zu den Hintergründen und Machern der Substanz zu erfahren. Leider kam da nichts.
Wer übrigens mehr von Ich-mach-mich-mit-einer-gemeimnisvollen-Substanz-wieder-jung-und-schön braucht, dem kann ich die Serie "The Beauty" auf Disney+ empfehlen.
@Daruma wenn du es okkult magst würde ich noch February aka die Tochter des Teufels empfehlen und The Autopsy of Jane Doe um mal bei neueren
Streifen zu bleiben. Im dem Zug durchaus noch Longlegs, falls nicht bekannt. Gleicher Regisseur wie February.
Mein liebster Okkult-Streifen bleibt wohl "Die neuen Pforten". Der hat alles was ich an dem Genre mag.
Die ersten drei Omen natürlich Pflicht.
"The Empty Man" ist ebenfalls ein vorzüglicher Vertreter seines Genres.
"Night of the Demon" von 1957, Angel Heart (!!!), Die Schlange im Regenbogen, Mächte des Wahnsinns, Fürsten der Dunkelheit, Suspiria (Remake),
Carnival of Souls und Black Sunday fallen mir da noch ein.
Habe den Film gestern gesehen und muss an dieser Stelle doch ein bisschen widersprechen bzw. ich habe das anders wahrgenommen.
Das Psychologische ist eben gerade keine Erklärung oder Interpretation für die Backrooms. Es mag sein, dass die Figuren in der Handlung die Backrooms dazu verwenden, um Traumata und dergleichen zu bewältigen. Im Gegensatz zu anderen Filmen (Black Swan) oder Büchern (z.B. Haruki Murakami), ist diese Psychologisierung aber defizitär: Dadurch lässt sich das Surreale nicht wegerklären. Auch kommen die Protagonisten nicht geläutert aus der Situation raus, zumindest nicht so wie sie das gerne hätten. Der Film verzichtet da auf den üblichen Kitsch. Und das macht den Film besonders und dadurch entsteht ein metaphysischer Horror. Hier wird ein Aspekt der Realität offenbart, der allein aufgrund seiner Existenz und seiner Weigerung, sich erklären zu lassen, ein philosophisches Grauen erzeugt. Anders ausgedrückt: Die Figuren verleiten die Zuschauer:innen dazu, eine psychologische Erklärung zu suchen, nur um diesen dann den Mittelfinger zu zeigen.
Ja, naja... Sicherlich ist die psychologisierende Komponente keine hinreichende Erklärung für die Existenz und das Vorhandensein der backrooms. IMHO legen der Film bzw. die "Erklärungs-Versuche" seiner Protagonist:Innen dann aber doch wiederum recht nahe, bestimmte in deren jeweiligen backroom experiences sich ereignende Phänomene, und Gestalten so zu interpretieren... Clarks bekundeter Unwille, sich und sein destruktives Beziehungsverhalten wirklich ändern zu wollen, im Dinner-Gespräch mit Mary beispielsweise... was ja auch schon vorher in der Therapie-Sitzung und dem dort aufgeführten Rollenspiel deutlich wurde. Und ebenso Marys Kindheits-Trauma mit ihrer Messie-Mutter und der Vertreibung, bzw. Zwangsräumung aus ihrem Wohnhaus. Das hat mich halt Alles ein bisschen genervt, hat aber auf das kongenial-beunruhigende, und weird-creepy Phänomen der backrooms an sich für mich kaum Auswirkungen. Diesen von Dir beschriebenen "Verfall" der Erinnerungen, mit seinen verzerrenden Auswirkungen zum Beispiel fand ich auch wahnsinnig stark, und superb-kongenial ver(sinn)bildlicht. Kam ja auch gut in Clarks Ausspruch zur Geltung ("The more times it remembers something, the less it does.") Also so von wegen, dass die subjektiven und individuellen Erinnerungen an bestimmte, psychisch belastende Ereignisse mit den Jahren immer mehr eine Art Eigenleben annehmen, und dann aber dabei das tatsächliche Ereignis durch den Prozess der ständigen und immer neuen Erinnerung quasi verzerrt "überschrieben" wird. Und diese traumatizing memories irgendwann dann aber auch nur noch verzerrt-sinnentstellend in unserem Unterbewusstsein / Gedächtnis herumspuken. Das fand ich soweit Alles auch vollkommen grandios. Mich hat aber eben gestört, dass die backrooms überhaupt durch diese Rahmen-Geschichte(n) der beiden Figuren geframed wurden, und hätte mir das Alles ohne diese angebotenen Interpretations-Möglichkeiten (welche sich in manchen Sequenzen IMHO doch schon sehr aufgedrängt haben, siehe zum Beispiel die Figur dieses überlebensgrossen Piraten-Maskottchens als "Monster", welches seinen Schöpfer tötet / auffrisst) mehr getaugt. Aber das sind im Grunde auch eher vernachlässigenswerte Niggeligkeiten, weil sie der unangenehm-verstörenden creepyness des Films ja kaum etwas nehmen. Bloss im letzten Drittel fand ich dann einige Drehbuch-Entwicklungen und Story-Entscheidungen doch reichlich unglücklich. Ich hatte halt während der ersten zwei Drittel ständig gedacht, dass, sobald Renate Reinsves Figur dann auch endlich die backrooms betritt, dass der Film ab da und dann erst so richtig losgeht, und zum Ende bestimmt noch RRRichtig grossartig wird. Letzten Endes war’s dann (leider, leider) genau fast umgekehrt: Ab da, und dann, verlor der Film für mich selbst leider ziemlich an Faszination. Mir persönlich hätt’s weitaus mehr getaugt, sie hätten die ganze chose dann doch mehr im Ungefähren belassen, und nicht so (allzu) überdeutlich erklärt, bzw. doch recht offensichtliche Hilfen zum eigenen Dechiffrieren in die story eingebaut.. In Einem dürften wir uns dann aber wieder einig sein, denke ich: Dass nämlich "Backrooms" schon reichlich grossartiger, kongenial surrealer existenzphilosopischer Horror voller unangenehm-subtiler, verunsichernd-sensuell beklemmender atmosphärischer Störungen und ein Grauen voller beängstigend-unterschwelliger Implikationen ist. Ein superb verfilmter Alptraum, dessen Regisseur mal eben so eine ganze Welt neu erschafft, und auf unnachahmlich-souveräne Art und Weise auf die Leinwand bannt. Und der Typ ist gerade mal 21 Jahre alt! Hammer! Ist ja auch immer wieder schön, wenn ein Film Eine:n dann so sehr zum Nach- und Weiterdenken anregt, und uns und Andere so dermaßen angeregt darüber diskutieren lässt.
Mir ist übrigens gerade noch der Gedanke gekommen, um mal Deinen Satz aufzugreifen, dass sich das Surreale in "Backrooms" ja nicht wirklich ausdeutend erklären, und somit eben auch nicht sinnhaft verstehen lässt (und ich dem ja auch zustimmen würde, siehe auch mein ursprüngliches review, da hatte ich das, IIRC, auch schon nebenbei mal erwähnt), ich das so auffassen würde, dass das auch nie wird geschehen können, oder überhaupt möglich sein könnte. Da IMHO die Backrooms sich ja aus der jeweiligen, aber eben "falsch" und verzerrt wiedergegebenen Erinnerung der sie durchschreitenden Personen speisen (Wichtig: Nicht diese Erinnerungen sind !!!), und als solches zwar durchaus erfahrbar, begehbar, und sogar (wortwörtlich, nicht metaphorisch) begreifbar sind, sie sehr wohl durchschritten, und erkundet werden können, aber das Sur-Reale (die verzerrten Erinnerungen) gerade auch in seiner Verwirklichung als Reales (eben die Backrooms) sich dadurch dennoch nicht seines Ursprungs berauben lässt, und auch weiterhin eine - gerade weil als eigentlich Meta-Physisches aber dennoch plötzlich quasi Physisch Gewordenes - verstörend bedrohlich wirkende Dimension beibehält, ja vermutlich das Element des Verstörenden und Verunsichernden sogar in ebendieser Gestalt-Werdung sogar noch verstärkt wird. Und dieses aber eben dennoch nicht sich entschlüsseln, und / oder verstehen lässt. Weiss nun nicht, ob ich selbst das für mich schon als Paradoxon würde sehen wollen, aber eine interessante Vereinigung von (scheinbaren?) Widersprüchen ist es in meinem Verständnis allemal. Interessant in dem Zusammenhang dann auch die im Film einmal kurz anklingende Möglichkeit, und Andeutung, dass es durchaus so sein könnte, dass die backrooms aller Menschen miteinander verbunden sind, und zusammenhängen könnten, bzw. es da vermutlich auch Verbindungen von dem einen Bereich zum Anderen geben könnte, also eine Art shared subconscious zu existieren scheint (wird IMHO auch am Ende noch einmal schön verdeutlicht, als Mary vor dem Werbe-Piraten flieht, und dann in der einen Einstellung diese schier ungeheuerlichen, unfassbaren Dimensionen der backrooms kurz offenbar, und klar werden). Also noch x-mal mehr Dimensionen.
Ich hoffe ja sehr, dass da nicht noch mehr kommt. Gelungener Horror muss nicht erklärt werden und bei Backrooms ist ja gerade dieses Spekulieren und Philosophieren spannend. Da braucht es nicht noch zehn weitere Sequels, aber ich befürchte, dass dem nicht so sein wird.
Joa, so ziemlich genau das hatte ich einige Tage nach dem Kinobesuch drüben im f3a-net-Forum auch geschrieben... Nämlich (Zitat ich selbst): "Also, für mich persönlich braucht’s dazu jetzt eigentlich nicht zwingend eine wie auch immer geartete Fortsetzung. Auch wenn ja die backrooms selbst, und an und für sich, (glücklicher Weise) im und vom Film gar nicht wirklich "erklärt" werden. Genau das aber sollten sie IMHO bitte auch in einem möglichen (und wohl auch höchstwahrscheinlich kommenden, aber dazu gleich noch mehr) Sequel nicht. Weil das die creepyness, und diese unangenehme weirdness, diese ganzen eerily strange off vibes des Phänomens, viel zu sehr entzaubern, und dessen Wirkung damit "kaputt machen" würde. Der Regisseur hat aber wohl schon gesagt, dass er gerne eine franchise daraus machen würde, und kann sich diesbezüglich wohl sogar auch eine ganze Filmreihe, sowie auch eine thematisch entsprechende TV-Serie vorstellen."
Ich muss es mir ja nicht zwingend dann auch ansehen, aber wirklich vonnöten ist, TBH, auch für meine Wenigkeit ein Sequel (oder mehrere, oder gar noch eine ganze Serie) auch nicht. Genauso wenig, wie ich mir auch nicht sicher bin, ob ich vom nicht minder grossartigen (und "Backrooms" in meiner Wahrnehmung sogar noch übertreffenden) "It Follows" nun wirklich noch einen zweiten Teil (der ja wohl irgendwann nächstes Jahr kommen soll) brauche.
Zwei kurze Anmerkungen noch: Im Zuge meiner Beschäftigung mit dem Film, und dem creepypasta phenomenon als solches, bin ich noch über die (unbeabsichtigte) Handlung des "no-clipping", welche den Gamer:innen unter uns ja aus dem Bereich der Computer- und Videospiele bekannt sein dürfte, und in der Tat auch genau daher entlehnt wurde, gestolpert. Unter Anderem geht wohl auch Kane Parsons' vor dem Film gedrehte und komplett auf youtube ansehbare "Backrooms"-Web-Serie auch damit los, dass jemand quasi aus Versehen in die Backrooms no-clipped, also durch eine scheinbare Wand in einen ansonsten unzugänglichen Bereich der Welt hinein gelangt, welchen sie oder er eigentlich niemals hätten betreten sollen. Was ja im Film auch so ist. Und mir selbst auch schon des Öfteren in dem einen oder anderen Videospiel passiert ist (unter Anderem kenne ich dieses Phänomen aus dem ersten "Guild Wars", aber auch in "The Last Of Us, Part 2" ist mir das schon mehrmals passiert). Fand ich eine schöne Denkfigur, weil sie auch nochmal dieses Gewahrwerden einer ansonsten verborgenen (Gedanken-)Welt nochmal sehr schön aufgreift, und verdeutlicht. Siehe dazu auch folgendes Video, das zudem auch sehr schön auf die Dimensionen des Räumlichen, zumal auch in kapitalistischen Kontexten, eingeht (Leere Räume des Mono-Funktionalen):
Auf YouTube findest du die angesagtesten Videos und Tracks. Außerdem kannst du eigene Inhalte hochladen und mit Freunden oder gleich der ganzen Welt teilen.
www.youtube.com
Und in seinem - wie eigentlich so ziemlich immer - sowieso sehr empfehlenswerten Video-review von "Backrooms" greift der neomarxistische Film-Kritiker Wolfgang "Wolle" M. Schmitt noch die Figur der "readymades" von Marcel Duchamps auf. Also Alltags-Gegenstände, die - ihrem eigentlichen Verwendungszweck, und üblichem und normalerweise verstandenem Gebrauchs-Kontext enthoben - eine andere, oder aber vielleicht auch gar keine erkenn- und verstehbare Bedeutung mehr erlangen, und / oder haben. Und somit in einem vöiig neuen (Neonröhren-)Licht erscheinen (ab Minute 10:20):
Auf YouTube findest du die angesagtesten Videos und Tracks. Außerdem kannst du eigene Inhalte hochladen und mit Freunden oder gleich der ganzen Welt teilen.
www.youtube.com
Plus, auch wenn ich's ja schon mal ge-posted hatte, hier trotzdem nochmal mein mit krudesten Mitteln selbst-generiertes "Backrooms"- / "Disclosure Day"-mash up:
Die 9 Conjuring Filme sind durch und jetzt fühle ich mich wie damals, als ich eine Flasche Rivella (Schweizer Softdrink mit Milchserum *würg) getrunken, eine Tüte Chips gefressen und eine komplette Staffel der Ludolfs geguckt habe. Ich brauche nun was richtiges, habe aber im Genre noch einiges nachzuholen.
Am liebsten mag ich Horror, der entweder subtil (Witch, Shining, Exorcist, Incantation), blutig (alle Evil Dead, Braindead, Hellraiser 1+2), schräg (David Lynch Filme, Suspiria), okkult (Rosmaries Baby, Neun Pforten), gothisch kitschig (Sleepy Hollow, The Crow) oder futuristisch (Alien, the Thing) sind. Was ich nicht ausstehen kann ist lautes 0815 Gedöhns (Conjuring), Slasher/Folter (Halloween, Scream, Saw, Hostel), billige Monster und CGI-Fest (IT, Eggers Nosferatu). Kann mir jemand ein paar Filme empfehlen? Darf auch gerne underground oder schwarz/weiss sein.
hier mal noch paar 2000er-Filme, damit es nicht nur alte Must-Have's gibt. Erstaulich, aber in den Nuller-Jahren gab es echt ne Latte an Horrofilmen, die alle gut - und oft blutig - das Genre vertreten:
The Descent
The Hills Have Eyes (Remake)
Cabin Fever
[Rec]
High Tension (auch wenn du Slasher nicht magst, der muss!)
Paranormal Activity
Drag Me To Hell
Inside
Frontier(s)
Martyrs
28 Days Later
Planet Terror
Severance
30 Days Of Night
Haus der 1000 Leichen
Wrong Turn
My Bloody Valentine (Remake)
Kultfilme meiner Jugend. Besonders [Rec] halte ich für ein forgotten Jewel, das ich unbedingt mal wieder schauen muss. Mit Paranormal Activity konnte ich hingegen damals nicht viel anfangen. Den Rest merke ich mir gerne mal. Danke!
hier mal noch paar 2000er-Filme, damit es nicht nur alte Must-Have's gibt. Erstaulich, aber in den Nuller-Jahren gab es echt ne Latte an Horrofilmen, die alle gut - und oft blutig - das Genre vertreten:
The Descent
The Hills Have Eyes (Remake)
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Paranormal Activity
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Kultfilme meiner Jugend. Besonders [Rec] halte ich für ein forgotten Jewel, das ich unbedingt mal wieder schauen muss. Mit Paranormal Activity konnte ich hingegen damals nicht viel anfangen. Den Rest merke ich mir gerne mal. Danke!
eigentlich kannst auch noch den zwar als Kinohit aufgebauten, sehr actionlastigen, aber dennoch sehr guten ersten Teil der Underworld-Reihe nehmen. Den Rest brauchst du da aber nicht mehr.
Jetzt gräbst du aber tief in der Mottenkiste meiner Jugend Ich mochte damals tatsächlich auch die anderen Teile, kann mich aber nicht mehr an viel erinnern. Blade, van Helsing oder League of Extraordinary Gentleman waren auch so Filme, die der schwarzgekleidete, 15 jährige Daruma und Cradle of Filth Ultra damals abgefeiert hat.
Jetzt gräbst du aber tief in der Mottenkiste meiner Jugend Ich mochte damals tatsächlich auch die anderen Teile, kann mich aber nicht mehr an viel erinnern. Blade, van Helsing oder League of Extraordinary Gentleman waren auch so Filme, die der schwarzgekleidete, 15 jährige Daruma und Cradle of Filth Ultra damals abgefeiert hat.
den ertsen Blade mag ich noch immer, die andern genannten sind nicht so mein Fall. Und Cradle meine ewige schon-1000mal-versucht-aber-zündet-nie-Band. Aber geb dir mal noch ein paar von der Liste, sind alle Untergenres vertreten. In den Nullern gab es echt ne zeitlang geile Horrorfilme, wo sich viele davon im Kino gelohnt haben.