Zur Feier der kommenden Scheibe will ich auch gerne eine kleine Facette ergänzen. Vorfreude soll ja die Reinste aller Freunden sein. Hippie!!
Bin Fan seit dem "Eight Of Swords"-Video. Habe die Band dann auch persönlich kennenlernen dürfen, nachdem ich im Rahmen des Crowdfunding kurz vor der Veröffentlichung der "Starbound Beast" einen Coversong meiner ewigen Lieblinge - Raven - "gekauft" hatte (Inquisitor natürlich

).
Kann deswegen hier echt mal eine Lanze für meine Metal-Queen Jill brechen. Die ist nämlich eine ganz wundervolle, liebenswerte und vor allen Dingen facettenreiche Person(und ja, auch die Diva gehört dazu - aber eher nur auf der Bühne)! Ich liebe Dich, Jill!
Glaube der Hype um den Hype der Band ist eher daraus erwachsen, dass Jill dermaßen professionell mit der Band gestartet ist, dass jeder von außen glauben musste, hier sei gleich eine ganze Armada von "Strippenziehern" im Hintergrund planerisch beteiligt gewesen.
Leute lasst Euch sagen - wenn Jill eines ist, dann ein echter Visualisierungsprofi - oder magisch ausgedrückt ein "Wahrträumer" um das manchmal etwas inflationär verwendete Wort Visinonär/in zu vermeiden. Jill hat ihr gesamtes Leben auf diese Gesangskarriere hin gearbeitet. Jill brennt vor Leidenschaft für ihren Traum! Die braucht kein Marketing-Team - es sei denn Jill entscheidet sich dafür derartige Hilfe anzunehmen. Natürlich wirkt vieles geplant - aber nur weil Jill halt viel geplant hat. Leidenschaftlich geplant hat.
Auch die Meet-and-greet Veranstaltungen der Band sind überhaupt nicht aufgesetzt, sondern entstehen aus genau dieser professionalisierten Leidenschaft und aus der Art heraus wie echte, "pagane" Hexen wie Jill ihren Sabbath nun mal feiern: Erst gibt es Musik und Tanz und dann hat man Gelegenheit sich zu begegnen.
Neben der Professionalität ist Jill aber auch leidenschaftlich spontan und so entsteht ihre so spannende Dichotomie, welche ganz-ganz sicher auch noch viele weitere, neue und spannende Facetten entstehen lassen wird. Die zuvor im Forum erwähnten "Imagebrüche" Pelz/Tierschutz, Schüchternheit/Frontdiva oder meistbeachtet Silikon versus Natürlichkeit werden dabei geheilt durch Jills äußerst intergrativen Charakter.
Vielleicht verdichtet sich hierin auch ein deutliches Unterscheidungskriterium zwischen der von Jill praktizierten weißen Magie im Vergleich zur im Metal eher verankerten schwarzen Magie. Eine weisse Hexe - wie Jill - will letztendlich wahrscheinlich eher Integrieren, während ein Schwarzmagier mittels Egoüberbetonung zwangsläufig ausgrenzend wirken muss. Meiner Meinung nach fällt es dem Adepten der weißen Magie dadurch viel leichter auch die dunklen und hässlichen Seiten zu akzeptieren, da er halt eher variabel agiert und auch Anderes eher zulässt. Der Schwarzmagier hat es da wohl deutlich schwieriger. Die Philosophie hinter Huntress ist wesentlich interessanter als die Band einfach nur in die schwarzmagisch geprägte Okkultismus-Schublade zu stecken. Auch kein Wunder also, dass der klassische Metalfan sich erst einmal schwer damit tut, weil liebgewonnene Klischees hier mal in einem anderen Licht erscheinen.
Ich bin übrigens sicher, dass Jill selber das neue Cover liebt. Ich mag es mittlerweile auch sehr - ist ein echter Hingucker. Es mal eben nebenbei konsumieren (alias schönfinden) geht nicht. Man muss sich schon ein bisschen damit auseinandersetzen und es zwingt einen geradezu - wie jede echte Kunst es letztendlich tut- sich dabei einen eigenen Standpunkt zu bilden. Man kann es lieben oder hassen - das Cover repräsentiert Huntress somit perfekt und es ist also auch kein Wunder, dass es Jill in ihrer "Crone-Gestalt" in Nahaufnahme zeigt. Wie auch dieser Thread zeigt, entzündet sich nämlich gerade an (aber auch in) dieser komplexen Künstlerseele namens Jill Janus das künstlerische Feuer. Eben durch Dichotomie, oder als wenn man zwei Feuersteine aneinander schlägt.
Glaube die Band wird uns noch lange erhalten bleiben. Jill und ihr Riffmeister und Seitenhexer Blake haben genug Leidenschaft und Feuer für ihre Musik bis zum Ende aller Zeiten! Beide haben vor allen Dingen auch keinerlei Angst künstlerische Risiken einzugehen. Nicht umsonst unterscheiden sich die ersten beiden Scheiben doch sehr deutlich und auch bei "Static" wird einzig der Wandel stetig sein! Haltet die Hosen fest!
Auch die beiden neuen Musiker - Eli und Tyler - bringen viel frischen Wind mit. Toll wie die Band sich live entwickelt hat! Bin der Band im Februar während des Spanien/Portugal-Teiles der Tour mit Amon Amarth und Savage Messiah nachgereist. Hoffentlich kommt auch Deutschland endlich mal in den Genuss einer richtigen Huntress-Tour. Das Ding mit Dragonforce zählte meiner Meinung nach nur bedingt.
Da freu ich mich auch schon auf das neue Album!
Und ich hab die auf der letzten Toue als Headliner in Koeln im Underground (kleiner Saal) vor gezaehlten 27 Nasen gesehen und die haben Alarm gemacht, als staenden da 27.000. Das war echter, purer Metal mit Leidenschaft!
Jau - sag ich ja (geht also auch mit weniger Worten

) - war auch da. War ein kleiner aber sehr feiner Gig!
Fazit: Die Huntress und ihre Hunter wollen Euch vor allen Dingen Spaß bereiten! Den wünsche ich Euch auch!!! Vielleicht sehen wir uns mal bei Huntress oder Raven oder so. Macht Euch eine schöne Zeit - the vultures can wait!