So, hab das Album diese Woche auch endlich bekommen und einige Male gehört (läuft gerade wieder) und bin sehr angetan!
Im Heavy-/Doom-Unterforum hätte ich die Band übrigens als letztes erwartet - okay, Speed/Thrash würde hier noch weniger passen aber ich sehe die Band eher im Grenzbereich zwischen melodischem Extrem-Metal und Progressive Metal mit epischer Schlagseite (letzteres steht ja immerhin im Thread-Titel). Am ehesten wirkt das Album auf mich (wenn man Außenstehenden den Stil beschreiben und Vergleiche zu anderen Bands ziehen will) wie ein mit ein paar Melo-Death-Elementen versetzter Mix aus neueren ENSLAVED und dem letzten DISILLUSION-Album (aber in eingängiger und mit diversen anderen Einflüssen).
Ist auf jeden Fall eine richtig tolle Scheibe, die in meiner Jahres-Top-10 eine Rolle spielen dürfte.
An dieser Stelle auch noch mal danke an
Iron Ulf für das tolle Interview im DF mit interessanten Fragen weit jenseits der üblichen Themen! Das hat mich noch einmal richtig neugierig gemacht (nachdem ich auf die Band eigentlich bereits durch die EP wegen des coolen Covers aufmerksam geworden war, sie aber irgendwie wieder aus meinen Gedanken verlor, bevor ich mich wirklich damit beschäftigt hatte).
Übrigens, meintest du mit dem Chorus
"Waves Below" oder
"Access All Worlds" (hattest ja quasi die beiden Titel durcheinandergewürfelt)?
Mein bisheriger Gänsehaut-Refrain des Jahres ist ja der vom Titeltrack und ich finde es jedes Mal schade, dass der nur ein paarmal in der Mitte dieses langen Stücks zu hören ist (auch wenn später noch mal die musikalische Begleitung dazu in abgewandelter Form, bzw. mit Gitarrensolo auftaucht). Das und der mir manchmal zu gröhlige Gesang wären meine einzigen Kritikpunkte an dem Album (den melodischen Klargesang finde ich super und die richtigen Growls gehen auch in Ordnung, nur dieses Gröhlen dazwischen wie z.B. teilweise in "Laihem's Golden Pits"
finde ich irgendwie nicht so toll, gewöhne mich aber langsam daran).
Ach ja, die für mich etwas gesichtslosen ersten vier bis fünf Minuten vom Opener finde ich auch nur okay, dafür wird das Stück gegen Ende dann aber noch richtig großartig!
Die Band hat auf jeden Fall ein tolles Händchen für mitreißende, eingängige aber nicht zu schnell langweilig werdende Refrains und steckt in dem Bereich für mich persönlich z.B. die letzten paar ENSLAVED Werke locker in die Tasche (die in meiner Wahrnehmung zuletzt auf der ersten Hälfte von
"RIITIIR" ähnlich tolle Gesangslinien hatten - wenn überhaupt).