IQ

Eine Lanze sei gebrochen für das absolut geniale "Far from here"! Alles drin, was die Band ausmacht, selbst die Keys klingen stellenweise gar orfordig (!), das Drumming wunderbar vielseitig (gerade im fast schon metallisch anmutenden Mittelpart), ein wenig psychedelisch-gruseliger Beginn (der mich ganz dezent an Arena zu "Visitor"/"Immortal?"-Zeiten erinnert), dann dieser Wechsel in den 80er-IQ-Modus, plötzlich elektronische Sounds (dezent und songdienlich eingebunden), zum Finale hin wieder ruhig und episch à la Early 00's IQ. Holmes' Gitarre over the Top, Nicholls Gesang makellos und ausdrucksstark. Ich glaube, seit "The Road of Bones" habe ich keinen IQ-Song derart gefeiert, mittlerweile kratzt er an meinem Bandfave "Guiding Light". Wie kann eine Band ihren traditionellen Sound nur derart perfekt modernisieren? Ich schnall ab! Grandios!!!
 
Eine Lanze sei gebrochen für das absolut geniale "Far from here"! Alles drin, was die Band ausmacht, selbst die Keys klingen stellenweise gar orfordig (!), das Drumming wunderbar vielseitig (gerade im fast schon metallisch anmutenden Mittelpart), ein wenig psychedelisch-gruseliger Beginn (der mich ganz dezent an Arena zu "Visitor"/"Immortal?"-Zeiten erinnert), dann dieser Wechsel in den 80er-IQ-Modus, plötzlich elektronische Sounds (dezent und songdienlich eingebunden), zum Finale hin wieder ruhig und episch à la Early 00's IQ. Holmes' Gitarre over the Top, Nicholls Gesang makellos und ausdrucksstark. Ich glaube, seit "The Road of Bones" habe ich keinen IQ-Song derart gefeiert, mittlerweile kratzt er an meinem Bandfave "Guiding Light". Wie kann eine Band ihren traditionellen Sound nur derart perfekt modernisieren? Ich schnall ab! Grandios!!!
Stimmt alles.
 
Eine Lanze sei gebrochen für das absolut geniale "Far from here"! Alles drin, was die Band ausmacht, selbst die Keys klingen stellenweise gar orfordig (!), das Drumming wunderbar vielseitig (gerade im fast schon metallisch anmutenden Mittelpart), ein wenig psychedelisch-gruseliger Beginn (der mich ganz dezent an Arena zu "Visitor"/"Immortal?"-Zeiten erinnert), dann dieser Wechsel in den 80er-IQ-Modus, plötzlich elektronische Sounds (dezent und songdienlich eingebunden), zum Finale hin wieder ruhig und episch à la Early 00's IQ. Holmes' Gitarre over the Top, Nicholls Gesang makellos und ausdrucksstark. Ich glaube, seit "The Road of Bones" habe ich keinen IQ-Song derart gefeiert, mittlerweile kratzt er an meinem Bandfave "Guiding Light". Wie kann eine Band ihren traditionellen Sound nur derart perfekt modernisieren? Ich schnall ab! Grandios!!!
Puh, das liest sich halt absolut großartig aber so wahrgenommen habe ich es bisher nicht.

Ich glaube mein Problem ist nicht das Album sondern, dass ich es bisher nicht aufmerksam genug gehört habe. Muss ich dieses Wochenende mal ändern
 
Dominion läuft bei mir seit ein paar Tagen ununterbrochen. Ich bin im Moment auch sehr empfänglich für etwas ruhigere, melancholischere Musik und da hat mich das Album wirklich gepackt. Die Songs und Texte berühren mich emotional. Habe IQ dieses Jahr in Aschaffenburg in guter Form live gesehen und mit dieser Live-Erfahrung im Rücken erschließt sich mir das neue Album in seiner absoluten Schönheit. Man taucht ein in ferne Welten, ein wenig entrückt denkt man über die Vergangenheit nach, aber immer mit dem Blick in eine unbekannte Zukunft.
 
Früh daheim aus Bochum, daher noch ein paar Worte zum heutigen Abend dort mit IQ.

Briten sind bekanntermaßen sehr pünktlich und so legte die Band um Punkt 19 h und ohne Vorband mit "Frequency" los. Glasklarer Sound, Peter Nicholls bestens bei Stimme, auch, wenn man ihm im Verlauf des Abends gerade bei den älteren Stücken manchmal anmerkte, dass er eben keine 20, 30 oder 40 mehr ist.

"Sacred Sound" vom Dark-Matter-Album setzte das Programm fort, gefolgt von "No Dominion" vom aktuellen Werk, beide Songs vorgetragen in Perfektion - und Holmes' auf dem Album ärgerlicherweise ausgefadetes Traumsolo gab es in Gänze.

Wie wichtig Groove selbst im (Neo-)Prog sein kann stellt "Subterranea" unter Beweis: der Song wird in eine Hardrockversion umfunktioniert. Das ist einerseits erfrischend, aber gerade diesen absolut markanten Basslauf in Riffs (!) verschwinden zu lassen, das ist schon frech. Ohne Tim Esau zu nah treten zu wollen, aber gerade dieser Basslauf, der braucht einfach einen John Jowitt.

"Shallow Bay" ist für mich einer der zerfahrendsten IQ-Songs "ever", daran ändert auch die erneut perfekt inszenierte Live-Aufführung nichts, was sich auch an den eher verhaltenen Reaktionen des zahlreich erschienen Publikums bemerkbar machte.

Dass man mit "Guiding Light" einen der besten Longtacks aller Zeiten im Repertoire hat, das weiß man im Hause IQ: vorbei mit der Zurückhaltung, Gänsehaut pur bei Holmes' Gitarrenabfahrt zwischen hoch emotional und metallisch-riffend. Dieser Song ist nicht von dieser Welt und das Variieren zwischen hart und zart ist einfach herrlich und gerade in Sachen Gitarrenspiel Holmes Meisterstück.

"The Wake" ist unzerstörbar und heizt die Stimmung noch mal an und ich frage mich manchmal, ob der Band anno '85 bewusst war, wie nah man hier an einem Sound zwischen Doom und der NWoBHM agiert hat. Nicht selten erwische ich mich dabei, mir den Song mal in schneller und mit einer 2. Gitarre vorzustellen...

Egal, ab jetzt hatten sie mich - wieder mal und wie auf allen Konzerten zuvor auch. Der Stimmung in der Halle nach zu urteilen ging es wohl nicht nur mir so...

Warum Metal-Fans IQ mögen? "Rise" vom "Resistance"-Album gibt die Antwort: der Song passt perfekt hinter "The Wake" und ist live schon fast metallisch heavy! Ich lächle und staune über Mike Holmes, der mir einem Mal fast im Stile eines Hardrockgitarristen posiert - im weißen Hemd und mit Studentenbrille.

"Far from Home", der 2. Song vom "Dominion"-Album heute, wird von den Fans aufgenommen wie ein Klassiker. Unfassbar, so ein Ding im Herbst der Karriere zu veröffentlichen, Kinnladen klappen herunter und man sieht der Band auf der Bühne an, wie sehr sie die Resonanz von "vor der Bühne" genießt. Was - für - ein - Song! Mir fehlen die Worte, DANKE für diese Göttergabe, DANKE für diese Livedarbietung.

Es gibt so Songs, die man irgendwie nicht auf dem Zettel hat, "Closer" vom "Frequency"-Album ist so einer: das Ding beginnt überraschend "modern", ja, fast schon "alternativrockig" - und schwenkt zum Ende hin in wunderbar floydigen Prog um. Ganz feines Ding.

Für "The Road of Bones" gehört die Bühne Peter Nicholls: was für eine Darbietung! Gesanglich alles reingelegt, die instrumentale Eruption zum Ende hin galaktisch, das Publikum...gefesselt und fasziniert. Ein schlicht unfassbarer Song, Morbidität und Beklemmung in Tönen.

Noch nichts von "Ever"? Na denn mal los: "Further away" beendet den regulären Set, "Darkest Hour" eröffnet den Zugabeteil. Band und Publikum im Einklang, Peter kämpft hier und da ein wenig mit den Höhen, improvisiert bisweilen - ist zu diesem Zeitpunkt scheißegal, Band und Publikum sind längst eins.

"Ten Million Demons" beschließt den Abend nach rund 135 Minuten. Untermalt mit Fragmenten aus FgtH "Relax" hat sich dieses Stück von der "Road of Bones"-Bonus-CD wohl peut à peut zu einem Mini-Live-Classic gemausert: die Fans lieben das Stück - und ich auch (ach so, bin ja Fan...). Irgendwie..."New-Wave-Prog", aber geil halt.

IQ sind zurecht eine Prog-Institution - das hat dieser Abend erneut unterstrichen. Besser geht einfach nicht...nur die Sache mit "Subterranea", die bleibt (womöglich aber auch nur für mich Erbsenzähler) ein kleiner Mini-Makel. Nach dem tollen Abend mit den Brüdern unlängst und Leprous vor etwas länger unlängst bleibt die Erkenntnis: Prog is fuckin' alive!
 
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Früh daheim aus Bochum, daher noch ein paar Worte zum heutigen Abend dort mit IQ.

Briten sind bekanntermaßen sehr pünktlich und so legte die Band um Punkt 19 h und ohne Vorband mit "Ryker Skies" los. Glasklarer Sound, Peter Nicholls bestens bei Stimme, auch, wenn man ihm im Verlauf des Abends gerade bei den älteren Stücken manchmal anmerkte, dass er eben keine 20, 30 oder 40 mehr ist.

"Sacred Sound" vom Dark-Matter-Album setzte das Programm fort, gefolgt von "No Dominion" vom aktuellen Werk, beide Songs vorgetragen in Perfektion - und Holmes' auf dem Album ärgerlicherweise ausgefadetes Traumsolo gab es in Gänze.

Wie wichtig Groove selbst im (Neo-)Prog sein kann stellt "Subterranea" unter Beweis: der Song wird in eine Hardrockversion umfunktioniert. Das ist einerseits erfrischend, aber gerade diesen absolut markanten Basslauf in Riffs (!) verschwinden zu lassen, das ist schon frech. Ohne Tim Esau zu nah treten zu wollen, aber gerade dieser Basslauf, der braucht einfach einen John Jowitt.

"Shallow Bay" ist für mich einer der zerfahrendsten IQ-Songs "ever", daran ändert auch die erneut perfekt inszenierte Live-Aufführung nichts, was sich auch an den eher verhaltenen Reaktionen des zahlreich erschienen Publikums bemerkbar machte.

Dass man mit "Guiding Light" einen der besten Longtacks aller Zeiten im Repertoire hat, das weiß man im Hause IQ: vorbei mit der Zurückhaltung, Gänsehaut pur bei Holmes' Gitarrenabfahrt zwischen hoch emotional und metallisch-riffend. Dieser Song ist nicht von dieser Welt und das Variieren zwischen hart und zart ist einfach herrlich und gerade in Sachen Gitarrenspiel Holmes Meisterstück.

"The Wake" ist unzerstörbar und heizt die Stimmung noch mal an und ich frage mich manchmal, ob der Band anno '85 bewusst war, wie nah man hier an einem Sound zwischen Doom und der NWoBHM agiert hat. Nicht selten erwische ich mich dabei, mir den Song mal in schneller und mit einer 2. Gitarre vorzustellen...

Egal, ab jetzt hatten sie mich - wieder mal und wie auf allen Konzerten zuvor auch. Der Stimmung in der Halle nach zu urteilen ging es wohl nicht nur mir so...

Warum Metal-Fans IQ mögen? "Rise" vom "Resistance"-Album gibt die Antwort: der Song passt perfekt hinter "The Wake" und ist live schon fast metallisch heavy! Ich lächle und staune über Mike Holmes, der mir einem Mal fast im Stile eines Hardrockgitarristen posiert - im weißen Hemd und mit Studentenbrille.

"Far from Home", der 2. Song vom "Dominion"-Album heute, wird von den Fans aufgenommen wie ein Klassiker. Unfassbar, so ein Ding im Herbst der Karriere zu veröffentlichen, Kinnladen klappen herunter und man sieht der Band auf der Bühne an, wie sehr sie die Resonanz von "vor der Bühne" genießt. Was - für - ein - Song! Mir fehlen die Worte, DANKE für diese Göttergabe, DANKE für diese Livedarbietung.

Es gibt so Songs, die man irgendwie nicht auf dem Zettel hat, "Closer" vom "Frequency"-Album ist so einer: das Ding beginnt überraschend "modern", ja, fast schon "alternativrockig" - und schwenkt zum Ende hin in wunderbar floydigen Prog um. Ganz feines Ding.

Für "The Road of Bones" gehört die Bühne Peter Nicholls: was für eine Darbietung! Gesanglich alles reingelegt, die instrumentale Eruption zum Ende hin galaktisch, das Publikum...gefesselt und fasziniert. Ein schlicht unfassbarer Song, Morbidität und Beklemmung in Tönen.

Noch nichts von "Ever"? Na denn mal los: "Further away" beendet den regulären Set, "Darkest Hour" eröffnet den Zugabeteil. Band und Publikum im Einklang, Peter kämpft hier und da ein wenig mit den Höhen, improvisiert bisweilen - ist zu diesem Zeitpunkt scheißegal, Band und Publikum sind längst eins.

"Ten Million Demons" beschließt den Abend nach rund 135 Minuten. Untermalt mit Fragmenten aus FgtH "Relax" hat sich dieses Stück von der "Road of Bones"-Bonus-CD wohl peut à peut zu einem Mini-Live-Classic gemausert: die Fans lieben das Stück - und ich auch (ach so, bin ja Fan...). Irgendwie..."New-Wave-Prog", aber geil halt.

IQ sind zurecht eine Prog-Institution - das hat dieser Abend erneut unterstrichen. Besser geht einfach nicht...nur die Sache mit "Subterranea", die bleibt (womöglich aber auch nur für mich Erbsenzähler) ein kleiner Mini-Makel. Nach dem tollen Abend mit den Brüdern unlängst und Leprous vor etwas länger unlängst bleibt die Erkenntnis: Prog is fuckin' alive!
Sehr geiler Konzert Bericht. Applaus
 
Stimmt soweit alles zum Bochum-Gig, bloß war das erste Lied nicht "Ryker Skies" sondern der Titelsong von "Frequency" :)
 
Sehr schöne "Best of"-Setlist, die für mich mit 'Ryker Skies' statt 'Frequency' sogar noch besser gewesen wäre. So oder so echt schade, sie verpasst zu haben. Vielleicht sollten wir nächstes Jahr doch mal das IQ-WE in Aschaffenburg mitnehemn. Hätte man auch ausreichend Zeit zum nerden zwischen den Gigs.
 
Gerade IQ - The seventh house - Genial

Es ist für mich der in der Zeitleiste der 1. Übertitel von IQ - lange nicht gehört, ZU LANGE.....

In unserer Familie bin ich der Romantiker ... und was für einer.... :jubel:

Für mich begann dann die Dark Matter Zeit - Wunderbar ....
Sehr schön, bei der The Seventh House Tour habe ich sie das erste Mal Live gesehen, fantastisch.
 
Martin Orford ... gerade im Radio und ich glaub er gehört hier hinein...

Martin Orford - The Old Road - Grand Designs


 
Die "Ever ist wieder auf Vinyl erhältlich (https://www.justforkicks.de/shop/progressive/ever-ltd-gatefold-2lp-aquamarine). Streng limitiert auf nur 500 Exemplare – und zum allerersten Mal mit Original-Cover-Artwork im Klappcover! 2LP im edlen Aquamarine-Blue Vinyl.
Wunderschöne Platte. Aber 45 Euro ist für mich über der Grenze. Das ist im Moment grausam was da an Preisen aufgerufen wird.
Im Endeffekt drehen sie sich auf dem Plattenteller und es kommt Musik raus. Mehr nicht
 
Zuletzt bearbeitet:
Wunderschöne Platte. Aber 45 Euro ist für mich über der Grenze. Das ist im Moment grausam was da an Preisen aufgerufen wird.
Im Endeffekt drehen sie sich auf dem Plattenteller und es kommt Musik raus. Mehr nicht
Alles richtig, allerdings muss jeder wissen, wo er den Rotstift ansetzt. Ich z.B. gehe nicht mehr in Restaurants, wo mittlerweile das Erlebnis eines Besuches sehr teuer geworden ist. Das ganze landet dann später in der Toi... dann doch lieber ab und zu eine seltene Platte für 45 Euro.
 
Alles richtig, allerdings muss jeder wissen, wo er den Rotstift ansetzt. Ich z.B. gehe nicht mehr in Restaurants, wo mittlerweile das Erlebnis eines Besuches sehr teuer geworden ist. Das ganze landet dann später in der Toi... dann doch lieber ab und zu eine seltene Platte für 45 Euro.

Alles richtig, allerdings muss jeder wissen, wo er den Rotstift ansetzt. Ich z.B. gehe nicht mehr in Restaurants, wo mittlerweile das Erlebnis eines Besuches sehr teuer geworden ist. Das ganze landet dann später in der Toi... dann doch lieber ab und zu eine seltene Platte für 45 Euro.
Ja sicher, Vieles (Alles?) ist teurer geworden. Man kann jetzt die Liste unendlich fortsetzen, und auch Zustimmung , jeder muß Einschränkungen machen.
Ich kaufe mir auch ab und an hübsche Platten (sammeln tue ich nur CDs). Die Death Neuauflagen zum Beispiel haben alle unter 30 Euro gekostet und die find ich auch hübsch.
 
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