JAG PANZER

I...
Klingt nach dem guten, alten Jagdpanzer, und mehr verlange ich gar nicht.
Gesanglich top, ...
Das höre ich zwar ganz anders, dennoch ist es immer wieder interessant, wie unterschiedlich Musik trotz langjährigem Metalfandasein ankommt.

Wie der Spruch zuletzt von der Nachbarin, "Ah Du hörst doch auch so a Zeich wie mein Cousin, Metal und so, bist bald in Wacken, gell?!" , "Ja und Nein", so stets meine Antwort. Was Wacken nicht abwerten soll, da ich noch nie vor Ort war.
 
Na, ich habe sie nicht nur gerne, ich höre sie schon auch gerne. Wenn ich denn nach der Erkundungsphase nochmal dazu komme. Das ist irgendwie schwer zu beschreiben, was da wirklich das Delta ist. Mir fehlt es sicherlich nicht am Emotionalität im Bezug auf Musik, aber vielleicht ein bisschen an Impulsivität und an den Extremen in Sachen Begeisterung und Ablehnung. Es kommt seltenst vor, dass ich angesichts einer neuen Scheibe vor Begeisterung ausflippe, aber es kommt auch genauso selten oder eher noch seltener vor, dass ich ernsthaft enttäuscht oder gar abgestoßen bin. Mir fehlt weitgehend die große Erwartungshaltung an Bands und deren neue Alben, sondern ich freue mich in erster Linie, dass was Neues von einer Band kommt, die ich mag, und ich freue mich darauf, es kennenzulernen und für mich einzuordnen (also nicht nur ins Regal, sondern auch in meine persönliche Musiklandkarte), das ist für mich das größte Faszinosum an neuer Musik. Bekommen, kennenlernen, (für mich) analysieren und einordnen. Wenn sich dann doch irgendwann noch echte Begeisterung Bahn bricht, dann ist das der Bonus, aber das ist nicht die Erwartungshaltung, die ich habe. Die Erwartungshaltung ist vor allem "Spannung beim Kennenlernen" und das Hinzufügen weiterer Facetten zu einem Bild von einer Band. Das klingt ein wenig so, als wäre deine Aussage "unabhängig der Klasse oder des Gefalles einer Scheibe" richtig, aber für mich fühlt sich des doch a weng andersch an: Denn es ist ja tatsächlich nicht so, dass mir eine solche Scheibe nicht gefallen würde. Die gefällt mir schon, aber halt auf eine andere Art und Weise, als das vielleicht andere Menschen von Scheiben ihrer Lieblingsbands erwarten. Und "Klasse einer Scheibe" ist mir eh ein viel zu objektiver Begriff für meine sehr subjektive kleine Welt. Schwierig...
Episch erklärt, wie oft mit vielen Worten, denen ich so nicht folgen kann, da ist mir das persönliche Gespräch lieber. Dein Ansatz ist ein anderer als meiner. Ich kaufe nur noch was stetig und gerne gehört wird. Ich kenne Begeisterung nach wie vor, aber nur noch selten, weil eben schon alles irgendwie da war. Mit etwas, was nur so ganz nett (ungleich Scheiße) ist, beschäftige ich mich nicht mehr, kauftechnisch sowieso nicht.

Du sammelst nach archivarischen Gesichtspunkten und kaufst auch "Nettes", wenn etwas eben Overstock ist. Darfst und sollst Du so machen. Die Jag Panzer werde ich komplett anhören, dank des Sounds und des ersten Songs ist das Interesse eher gering. Ob die Scheibe in Gänze gefällt und sogar erworben wird, werden wir hören und sehen.
 
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Erkenntnisgewinn aus dem neuen JAG PANZER-Song:
- Nett im positiven Sinne, kein Überflieger, aber doch einer, der in mir die Vorfreude auf das kommende Album nochmal deutlich gesteigert hat.

Erkenntnisgewinn aus den letzten paar Seiten des Threads:
- Jag Panzer hat sich selbst überlebt, Harry Conklins schiefer und austauschbarer Gesang muss mit Autotune zurecht gebogen werden, Tafolla spielt seelenlos gniedelnde Scheißsoli und der (leibhaftig/elektronische) Rikard trommelt dynamikfrei und steril. In anderen Foren hat man gar schon Mark als neuen Sänger identifiziert. Nur John geht bisher prügelfrei aus... weil man ihn nicht hört?

Ich wähne mich in einer äußerst bizarren Welt, muss ich sagen. Irgendwie sind die Grautöne verloren gegangen, scheint mir. Bei uns im Verein haben wir uns, solidarisch, mal T-Shirts mit dem Aufdruck "I Love Scheißverein" drucken lassen, als gewisse Nörgelkreise über alles meckern mussten. Jetzt brauch ich ein "I Love Scheißband"-Shirt.
Da trommelt Rikard? Bitte in einem Interview erfragen, das wäre sehr interessant. Für mich ist bei dem Song Ez- oder Superior-Drummer aus dem Hause Toontrack an den Kesseln.

Der werte Lord Stahl spielte mir zuletzt Sleazer vor, da klang das ähnlich "menschlich". Wenn's gefällt, okay, aber warum darf man das nicht kritisieren oder in Frage stellen?
 
Mit etwas, was nur so ganz nett (ungleich Scheiße) ist, beschäftige ich mich nicht mehr, kauftechnisch sowieso nicht.
Dies.
Habe die aktuelle Diskussion mal zum Anlass genommen, mir die beiden Scheiben, die hier schon seit Jahren nie gehört wurden, namentlich "Thane to the Throne" und "Mechanized Warfare", erstmals anzuhören.
Und puh, das ist alles irgendwie so ein stocksteifer angezogene-Handbremse-Metal, der zwar zwischendurch auch mal ganz nett ist, aber eben: das wird hier in Zukunft sowieso nie wieder laufen und kann demzufolge mal gepflegt nach Hause gehen. Und schon hab ich wieder Platz für 2 CDs.
 
Der eine hält Conklin für nen Dilletanten (daher meine Frage), der andere findet Mechanized Warfare scheisse, aber ansonsten jeden Schrott (sic) gut...was für eine arme Welt!!! :hmmja:
 
Wenn's gefällt, okay, aber warum darf man das nicht kritisieren oder in Frage stellen?
Hat ja nun keiner gesagt, dass man das nicht darf. Genauso darf man sich aber auch über die Schärfe und Massiertheit der Kritik, sowie über die Stoßrichtung derselben wundern. Es verblüfft mich halt ein wenig, wie scharf teilweise geschossen wurde, und was im Einzelnen kritisiert wird, denn das hätte ich tatsächlich weder vor noch nach dem Hören des ersten Songs erwartet. Und die Sache mit dem Drumsound empfinde ich inzwischen ein wenig als "haunting spirit" der Szene, weil es kaum mehr eine Banddebatte gibt, wo nicht der Drumsound ein großes, wenn nicht das große Thema ist. Auch legitim, natürlich, aber es verstört mich halt ein wenig, weil ich das bis vor ein paar Jahren in dem Ausmaß nicht kannte. Plötzlich weiß jeder, dass überall der Herr Sasso oder ein naher Blutsverwandter trommelt. Ich bin ja sogar geneigt, euch das zu glauben, trotzdem find ich's krass. Gut, vielleicht empfindet ihr den sich ausbreitetenden Drumsound vieler Produktionen ebenso als "haunting spirit". Dann macht's wieder Sinn.
 
Hat ja nun keiner gesagt, dass man das nicht darf. Genauso darf man sich aber auch über die Schärfe und Massiertheit der Kritik, sowie über die Stoßrichtung derselben wundern. Es verblüfft mich halt ein wenig, wie scharf teilweise geschossen wurde, und was im Einzelnen kritisiert wird, denn das hätte ich tatsächlich weder vor noch nach dem Hören des ersten Songs erwartet. Und die Sache mit dem Drumsound empfinde ich inzwischen ein wenig als "haunting spirit" der Szene, weil es kaum mehr eine Banddebatte gibt, wo nicht der Drumsound ein großes, wenn nicht das große Thema ist. Auch legitim, natürlich, aber es verstört mich halt ein wenig, weil ich das bis vor ein paar Jahren in dem Ausmaß nicht kannte. Plötzlich weiß jeder, dass überall der Herr Sasso oder ein naher Blutsverwandter trommelt. Ich bin ja sogar geneigt, euch das zu glauben, trotzdem find ich's krass. Gut, vielleicht empfindet ihr den sich ausbreitetenden Drumsound vieler Produktionen ebenso als "haunting spirit". Dann macht's wieder Sinn.
Die letzten zwei Sätze relativieren wieder, okay, gebongt. Meine Konsequenz wird sein, zum Drumsound nichts mehr zu sagen. Dein mantramäßiges erwähnen, dass Du es "Gott sei Dank" nicht hörst, kann ich leider nicht mehr hören. Belassen wir es dabei, im SMB war das auch wiederholt Karussell. Schadet unser ansonsten sehr freundlich gesinnten Atmosphäre, weil für mich das Thema eben sehr wichtig ist.
 
Die letzten zwei Sätze relativieren wieder, okay, gebongt. Meine Konsequenz wird sein, zum Drumsound nichts mehr zu sagen. Dein mantramäßiges erwähnen, dass Du es "Gott sei Dank" nicht hörst, kann ich leider nicht mehr hören. Belassen wir es dabei, im SMB war das auch wiederholt Karussell. Schadet unser ansonsten sehr freundlich gesinnten Atmosphäre, weil für mich das Thema eben sehr wichtig ist.

Siebi, ich hab keinerlei Interesse daran, dass du nichts mehr zum Drumsound sagst; ganz im Gegenteil. Mich interessiert das sogar, wer, wann, was, wie empfindet. Wenn das, was ich dazu sage, ein so ätzendes Mantra ist, wäre es definitiv sinniger, wenn ich nichts mehr dazu sagen würde, als wenn es diejenigen tun, die dafür ein feineres Gehör und einen höheren Anspruch daran haben. Es ist nämlich nicht meine Absicht jemanden damit zu nerven, und noch viel weniger, der Anlass dafür zu sein, dass jemand zu einem Thema nichts mehr sagen will. Man teilt halt seine Gedanken zu dem, was man hört. Wenn die in meinem Fall zu einer langweiligen Gebetsmühle in Sachen "Drumsound - höre ich nicht!" geworden sind, dann tut mir das (ehrlich) leid, denn das war nicht meine Absicht. Wird korrigiert werden, denn ich kann es tatsächlich nachvollziehen. Das Relativieren wird man aber nicht los bekommen, denn der Relativismus ist ganz tief in mir drin; Dinge nur durch meine Brille zu sehen, fällt mir irrsinnig schwer; war schon immer so. Hmm... bin jetzt ein wenig konsterniert.
 
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Neuer Song: Nett. Gitarren sind gut, die Strophen klasse. Leider kann der Chorus sehr wenig. Abwarten. Wann kommt das ganze Teil?
 
Ich verstehe die leicht aufkommende Aufregung mal wieder nicht. Habe den Song insgesamt drei Mal angehört und habe ihn komplett vergessen. Natürlich singt Harry gut und natürlich ist der Song nicht kagge, aber ohne den Namen Jag Panzer obendrüber würde man das als weiteren Pure-Steel Newcomer schnell wieder vergessen. Dass mich das Klangbild grundsätzlich stört, ist jetzt auch nichts Neues. Ich schreibe das nicht bei jeder Option, aber wenn ein fröhliches Hallelujah zu einem neuen Song einer einstmals tollen Band hier zu Beginn abgefeiert wird, kommt von mir eben ein Kommentar zum Sound. So klingt mein Metal eben nicht (mehr).
 
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Bei mir ist alles mal wieder ein bisschen anders....
Ich habe Jag Panzer eigentlich erst so Mitte bis Ende der 90er kennen gelernt, also mit der Conklin-Reunion. Ich mag auch die letzten Alben sehr gerne und habe mich erst nach und nach mit den älteren Sachen beschäftigt, angefangen mit der "Decade Of The Nail Spiked Bat"-Compilation.
Wie auch immer, ich mag halt die letzten Alben sehr gerne und mir gefällt der Song ganz gut. Netter Basssound, finde ich, dafür haben die Drums wirklich keinerlei natürlichen Wumms, gar keine Durchschlagskraft. Schade, dass da vielen Künstlern anscheinend der Anspruch verloren gegangen ist, besonders bei einer Veröffentlichung nach so vielen Jahren.
Ich habe Jag Panzer nur einmal live gesehen, beim Bang Your Head 2000 und fand es damals überirdisch gut.
Daher wäre mein Traum, die einfach nochmal live erleben zu dürfen. Das Album kommt natürlich auch ins Haus.
 
Der Song an sich ist ja gar nicht so übel, aber die Darbietung... :thumbsdown:

Die Soli fangen brauchbar an und Enden in Notengedudel, hört sich an wie, mir fällt gerade nix mehr ein es fehlt aber noch ne Minute. Wenn das live passiert, o.k. man hat nicht immer seine besten Momente, aber so eine Studioaufnahme kann man ja durchaus wiederholen. Wenn man will. Wollte man aber nicht. :hmmja:
Und ein wirklich guter Sänger würde da auch mehr rausholen. Mehr als Durchschnitt ist das wirklich nicht. Das schlimmste ist aber, ich fürchte das ist noch der beste Song der uns da kredenzt wurde.

Ich gebe Dir in mehreren Punkten recht. Natürlich ist der "Sänger" (wo ist das überragende Können?) relativ, na ja, nicht so gut (hier MUSS @Atgerdian Kodex 'ran!) . Das Schlagzeug, welches keines ist, viel zu präsent.

Gitarren klingen unecht. Aber der Song an sich und im Gesamtkontext ist in Ordnung. Die Band war für dieses Album vermutlicherweise in keinem Studio.

Bzw. mit Sicherheit nicht.
 
Dies.
Habe die aktuelle Diskussion mal zum Anlass genommen, mir die beiden Scheiben, die hier schon seit Jahren nie gehört wurden, namentlich "Thane to the Throne" und "Mechanized Warfare", erstmals anzuhören.
Und puh, das ist alles irgendwie so ein stocksteifer angezogene-Handbremse-Metal, der zwar zwischendurch auch mal ganz nett ist, aber eben: das wird hier in Zukunft sowieso nie wieder laufen und kann demzufolge mal gepflegt nach Hause gehen. Und schon hab ich wieder Platz für 2 CDs.

So sehr ich Deine Meinung schätze. Dies ist zu viel und nicht fair. Zwischen den Zeilen (da lese ich gern!) sind die Scheiben Deiner Meinung nach scheiße. Und das sind sie - mit Verlaub - nicht.

Zumindest in meiner Mini-Welt nicht.
 
So sehr ich Deine Meinung schätze. Dies ist zu viel und nicht fair. Zwischen den Zeilen (da lese ich gern!) sind die Scheiben Deiner Meinung nach scheiße. Und das sind sie - mit Verlaub - nicht.

Zumindest in meiner Mini-Welt nicht.
Nein, scheiße sind sie nicht. Das schrieb ich aber auch nicht, auch nicht zwischen den Zeilen. Ich meine es schon so, wie es da steht. Mein Metal klingt jedenfalls anders.

Vielleicht gehöre ich auch einfach nicht (mehr) zur Zielgruppe, wer weiß.
 
Ich gebe Dir in mehreren Punkten recht. Natürlich ist der "Sänger" (wo ist das überragende Können?) relativ, na ja, nicht so gut (hier MUSS @Atgerdian Kodex 'ran!) . Das Schlagzeug, welches keines ist, viel zu präsent.

Gitarren klingen unecht. Aber der Song an sich und im Gesamtkontext ist in Ordnung. Die Band war für dieses Album vermutlicherweise in keinem Studio.

Bzw. mit Sicherheit nicht.


:D
 
Siebi, ich hab keinerlei Interesse daran, dass du nichts mehr zum Drumsound sagst; ganz im Gegenteil. Mich interessiert das sogar, wer, wann, was, wie empfindet. Wenn das, was ich dazu sage, ein so ätzendes Mantra ist, wäre es definitiv sinniger, wenn ich nichts mehr dazu sagen würde, als wenn es diejenigen tun, die dafür ein feineres Gehör und einen höheren Anspruch daran haben. Es ist nämlich nicht meine Absicht jemanden damit zu nerven, und noch viel weniger, der Anlass dafür zu sein, dass jemand zu einem Thema nichts mehr sagen will. Man teilt halt seine Gedanken zu dem, was man hört. Wenn die in meinem Fall zu einer langweiligen Gebetsmühle in Sachen "Drumsound - höre ich nicht!" geworden sind, dann tut mir das (ehrlich) leid, denn das war nicht meine Absicht. Wird korrigiert werden, denn ich kann es tatsächlich nachvollziehen. Das Relativieren wird man aber nicht los bekommen, denn der Relativismus ist ganz tief in mir drin; Dinge nur durch meine Brille zu sehen, fällt mir irrsinnig schwer; war schon immer so. Hmm... bin jetzt ein wenig konsterniert.
Kurz und gut, Friede sei uns, wir sehen uns wieder und dann lass uns da reden.
 
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