Karnivool

Das Carlswerk in Köln war gefühlt ausverkauft und das ist ja nicht grade klein.
Wiesbaden war sehr luftig...Teil der Halle war abgehangen. Schwer zu schätzen....800 Leute vielleicht. Auf jeden Fall zu wenig für so ne Band!!
So unterschiedlich kann es sein. Ja, das Carlswerk fasst sicher 1500 Leute. 800 in Wiesbaden ist auch okay. Bin gespannt wie es hier in Leipzig wird. Die Halle fasst wohl auch 1200. Anno 2010 habe ich sie im Berliner Magnet vor 100 Leuten gesehen. Ist also schon Fortschritt. :)
 
Wenn ich das gewusst hätte wäre ich gestern ganz kurzfristig nach Wiesbaden gefahren. Habe seit gestern den TÜV Stempel für 6 Monate bekommen und dachte das Karnivool ausverkauft sein MUSS !
Es gibt keine ( musikalische ) Gerechtigkeit auf dieser Welt. Könnte mir gerade in den Allerwertesten beissen. Next Time, wenn es meine Gesundheit zulässt.
Viel Spaß in Leipzig @Vauxdvihl
 
Danke, den hatte ich.

Intervals als Vorband hat bisher niemand erwähnt, was ich durchaus verständlich finde. Ohne Vorkenntnisse ist das halt technisch sehr beeindruckender, instrumentaler Prog-Metal mit Djent-Schlagseite, aber emotional passiert da halt nix. Dennoch sympathisch und guter Anheizer.

Karnivool ist dann im gut gefüllten WERK2 (ca. 800-900 Leute, schätze ich) natürlich eine ganz andere Hausnummer. Beim eröffnenden 'Ghost' ist der Sound anfangs noch nicht ganz optimal, weil Ian etwas im Wall untergeht, aber daas reguliert sich noch während des Songs und sobald das behoben ist, wird es ein einziges Fest. Bei der Setlist fehlt mir lediglich 'All I Know', ansonsten ist die für mich absolut perfekt. Nicht nur in der Songauswahl, sondern auch im gewählten Spannungsbogen. Live entfalten gerade etwas sperrigere Songs wie 'Drone' und 'All It Takes' noch einmal eine ganz andere Wirkung und Klassiker wie 'We Are', 'Deadman', 'Roquefort' oder 'Themata' werden von der Halle stellenweise regelrecht zelebriert. Ich bin wahrlich nicht der einzige, der hier sehr textsicher unterwegs ist. Das wird natürlich bei 'New Day' einmal mehr besonders deutlich. Es ist immer wieder ein absoluter Genuss den Song live zu erleben, wenn wirklich fast jeder die komplette Nummer mitsingt. Die Zugaben 'Opal' & 'Salva' können da zwar stimmungstechnisch (noch) nicht mithalten, aber wie sagte @kev2punkt0 treffend zu 'Salva'? Jahrhundertsong! Richtiger ist aber der Plural, weil das für 'Opal' genauso gilt.

Dass ich das dann noch mit einem Kumpel, den ich seit Prä-Corona nicht mehr gesehen hatte, erleben durfte, war dann die Mango auf der Torte. Oder so.
 
Ich bin oft Mitleser und selten Mitschreiber, aber heute muss ich mal wieder :)
Karnivool im Stuttgarter Wizemann, die große Halle nicht ganz voll, hundert oder zweihundert Leiber hätte man schon noch reinschieben können. Intervals hatte einen zu bollerigen Sound, live kam das wie ADHS-Prog auf Redbull rüber, verdammt viele Noten und Rhythmen, dazu Breakbeats vom Band. Sympathisch, aber anstrengend. Auf Platte klingt das alles etwas wärmer und zugänglicher.
Karnivool war dann aber ein anderes Kaliber, der Sound immer noch ein bisschen zu kapital, aber die Musik atmete. Ich fand es erstaunlich, wie jung und textsicher das Publikum war. Neben mir standen drei junge Frauen, die knapp zwei Stunden durchgesungen haben. Das war großes Tennis, handwerklich saugut und es war sogar schön, den Herren bei der Arbeit zuzusehen. Und das Finale mit Opal und Salva war so emotional, dass es auch Tage später noch nachwirkt.
Ich war eher zufällig zum Ticket gekommen und alles andere als ein Karnivool-Kenner - dafür dann aber komplett geflasht. Hätten The Notwist in der Woche davor in Heidelberg nicht ein Zehnjahreskonzert hingelegt, wäre das mal eben auf die Pole gesprungen.
 
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