Keep It True 2017

Während mein Körper munter an einer fetten Post-Festival-Erkältung arbeitet (dabei wollte ich doch Donnerstag zu Saint Vitus, argh), versucht sich mein Hirn mal an einer Zusammenfassung der Auftritte, von denen ich genug gesehen habe, um mir einen Eindruck zu bilden.

Freitag:

Nach der wirklich sehr ermüdenden Einlass- und 2018er-Ticket-Sicherungs-Prozedur ging's direkt gut los, nämlich mit Satan's Hallow. In Sachen Ansagen und Frontfrau-Qualitäten sehe ich zwar noch ein wenig Luft nach oben, aber der Gesang war klasse (eh wichtiger), und die Band präsentierte sich insgesamt erfreulich agil und sorgte mit dem schmissigen Material ihres feinen Debüt-Albums direkt für prima Stimmung. Dass der Bassist trotz seiner enormen Leibesfülle derart beweglich unterwegs war und immer wieder das Publikum angestachelt hat, verdient hier noch eine besondere Erwähnung. Ein sehr gelungener Einstieg ins Festival.

Wytch Hazel
Riesige Vofreude meinerseits, der insgesamt sehr positive Eindruck des Gigs wurde aber doch etwas dadurch getrübt, dass ich mit dem Sound nicht gerade glücklich war. Zumindest da, wo ich stand, war der Gesang echt viel zu leise, und den Gitarrensound fand ich auch etwas unangenehm. Die wundervollen Songs gebührend abzufeiern hat aber natürlich trotzdem großen Spaß gemacht, und die Band kam auch sehr sympathisch rüber (beim Sänger würde ich noch "leicht verstrahlt" hinzufügen). Etwas später dann zu erfahren, dass der Drummer blind ist, hat meine Bewunderung dann sogar noch gesteigert. Weiß jetzt eigentlich jemand, warum die keinen Bassisten dabei hatten?

Omen
Die sind ja häufiger auf deutschen Festivals unterwegs, ich hatte sie aber noch nie gesehen und war mir nicht ganz sicher, was mich heutzutage bei denen erwarten würde. Mich erwartete: Viel Spaß. Rein optisch hat die Band zwar irgendwie keinen sehr runden Eindruck hinterlassen, aber das fand ich eher amüsant als störend, und wen interessiert sowas schon, wenn man solchen unsterblichen Klassikern huldigen darf, die zudem mit sichtbar guter Laune in die Menge gefeuert wurden. Sehr vergnüglicher Auftritt.

Demolition Hammer
Jawohl: Ziemlicher Abriss, super-brutal, aufs Maul, aufs Maul, aufs Maul. Mein persönliches Problem dabei ist nur: Nach drei Songs davon bin ich satt. Geht mir mit den Alben von DH allerdings auch so. Von daher: Geiler Auftritt, aber 20 Minuten hätten mir gereicht. Nur jedes fünfte Wort "Fuck" in den Ansagen auch (statt jedes dritte). ;)

Manilla Road
Nach Demolition Hammer war das regelrechte Entspannungsmusik. Bin nicht der größte MR-Experte unter der Sonne und daher nicht ausreichend kompetent, um mich zu den speziellen Besonderheiten dieses Gigs auszulassen, aber es war ein schöner Auftritt, und ich hab mich besonders über "The Empire" gefreut.

Insgesamt also ein sehr gelungener Festivaltag für mich. Das war aber eigentlich nur ein laues Lüftchen gegen den...

Samstag:

Eternal Champion

Ich hatte recht hohe Erwartungen an den Auftritt und wäre wohl zufrieden gewesen, wenn sie so halbwegs erfüllt worden wären. Sie wurden bei weitem übertroffen. Ich kann da selbst jetzt kaum sachlich drüber schreiben, ich war einfach total geflashed, wie unfassbar geil diese eh schon großartigen Songs rübergebracht wurden. Der Sänger klang nicht nur sehr gut, sondern hatte auch eine dem Bandsound angemessene Bühnenpräsenz, und selbst der Einsatz der Requisiten (Schwert, Horn) war erstaunlich unpeinlich. Als Mini-Kritik fällt mir höchstens ein, dass sie "Retaliator" schon ganz als erstes gebracht haben und dass "The Cold Sword" fehlte. War zwar erst mein fünftes KIT, aber ich glaube nicht, dass ich (trotz starker Konkurrenz) dort zuvor schon mal einen derart starken Tages-Opener gesehen habe. Auf vielen anderen Festivals wäre das ein einsames Highlight gewesen.

Visigoth mag ich tatsächlich nicht sooo gerne, und ich war nach EC irgendwie auch noch nicht direkt bereit für die nächste Band, daher hab ich von denen kaum was gesehen. So rein in Sachen Performance/Stageacting wirkte das alles aber schon sehr engagiert, von daher wundert mich die allgemeine Begeisterung nicht.

Da ich Glacier nur vom Namen her kannte, hab ich Devil in Disguise ohne Erwartungen von der Tribüne aus angeschaut. Fand ich aber überraschend ansprechend, die scheinen ja richtig gute Songs zu haben, da sollte ich vielleicht noch mal ran. Interessierter war ich hingegen an Traitor's Gate, die mich aber nicht wirklich überzeugen konnten. Für den zeitweiligen Ausfall der Gitarre konnten sie natürlich nichts, aber dass der Sänger die meisten Texte abzulesen schien (so zumindest mein Eindruck) war irgendwie symptomatisch für den ganzen Auftritt. Außer den drei Liedern der alten EP hat mich das Song-Material auch nicht gerade begeistert. Meh.

Night Demon
War meine vierte Live-Begegnung mit denen, daher wusste ich schon, welche Urgewalt hier auf mich zukommen würde. Ich spare mir hier viele Worte - ND sind einfach eine der derzeit geilsten Live-Bands, es ist immer Wahnsinn, welche Energie diese drei Leute auf der Bühne entfesseln. Inzwischen gibt's ja auch eine Live-Version des Band-Maskottchens auf der Bühne, aber noch geiler war natürlich das "Wasted Years"-Cover. Insgesamt der erwartete Abriss - auf vielen anderen Festivals wäre auch das ein einsames Highlight gewesen.

Atlantean Kodex
Dass die Band irgendwie auf allen von mir besuchten Festivals auftritt, ist natürlich erfreulich, aber ich bin jetzt doch ein wenig an dem Punkt, dass die Vorfreude nicht mehr so groß ist, einfach weil ich den Kodex jetzt schon so oft gesehen habe. Spätestens ab "Sooool Sooool Invictus" war ich dann aber doch wieder komplett an Bord und selbst mit "Twelve Stars" bin ich jetzt wieder versöhnt, obwohl ich eine Weile befürchtet hatte, dass die Leute bald anfangen, zu dem Song die Feuerzeuge zu schwenken. ;) Nee, war wieder klasse, aber nächstes Jahr in Hamburg hoffe ich dann doch auf ein paar neue Lieder in der Setlist.

Ashbury
Die "Endless Skies"-Songs waren auch live so wunderwunderschön, dass ich's kaum fassen konnte, und zudem wirkten die älteren Herren auf der Bühne auch super-sympathisch und äußerst beglückt über die euphorischen Reaktionen. Außerdem war der Bassist die zumindest optisch coolste Sau des Festivals. Sieben Lieder lang war's ein einziger Traum - doch dann kamen die Nicht-"Endless Skies"-Songs. Okay, kann man sich anhören, aber wenn man den direkten Vergleich hat, ist der Unterschied schon hart, finde ich. Pure Magie gegen ziemliche Gewöhnlichkeit. Ändert aber natürlich nichts daran, dass auch dieser Auftritt insgesamt ein ganz großes Highlight für mich war.

Cirith Ungol
Dass es nach der jahrelangen Wartezeit auf den Auftritt zu Beginn erst mal keinerlei Licht auf der Bühne gab, kann man amüsant oder tragisch finden (oder als Hommage an den Sortilegia-Auftritt beim HoH sehen), aber derartige Mini-Pannen (was zur Hölle war die spätere Aktion mit der Leiter??) machen so ein Festival ja irgendwie noch spezieller. Ich muss zugeben, dass ich eine Weile gebraucht habe, um mit dem Auftritt so richtig warm zu werden (ich stand allerdings auch etwas ungünstig), hab mich aber sehr über "Edge of a Knife" gefreut, denn "Frost and Fire" ist natürlich das beste CU-Album, weiß ja Jeder. Allerspätestens beim grandiosen Zugaben-Block war ich dann aber auch hin und weg und konstatiere hiermit einen mehr als würdigen Headliner-Auftritt. Tim Baker hat mich nicht nur mit seiner Stimme begeistert (wie geil war dieser super-lange Schrei in "King of the Dead" bitteschön?), sondern ich fand auch sein charmant-ungelenk-tapsig-zauseliges Stageacting absolut entzückend. Von daher: Highlight Nummer vier des Samstags. Kein schlechter Schnitt. ;)

Ansonsten: Hab von den Asi-Aktionen ganz direkt nix mitbekommen, aber das liest sich echt schlimm. In Verbindung mit der unschönen Einlass- und Ticket-Situation denke ich daher irgendwie auch "es muss sich was ändern", aber so richtig gute Vorschläge hab ich leider auch nicht beizutragen, und die entsprechenden Pro- und Contra-Argumente wurden hier ja auch schon ausgiebig diskutiert.

Für mich war's jedenfalls ein sensationell tolles Wochenende mit einigen wirklich herausragenden Auftritten (siehe oben) und ganz vielen tollen Menschen, die ich hier unmöglich alle aufzählen kann. Wenn ich mit Dir gesprochen habe: Es hat mich sehr gefreut. Echt.
Ich hoffe, wir sehen uns auch nächstes Jahr, wenn es wieder heißt: "Lauda, then Hell" (den musste ich noch irgendwie unterbringen). :)
 
Zuletzt bearbeitet:
Während mein Körper munter an einer fetten Post-Festival-Erkältung arbeitet (dabei wollte ich doch Donnerstag zu Saint Vitus, argh), versucht sich mein Hirn mal einer Zusammenfassung der Auftritte, von denen ich genug gesehen habe, um mir einen Eindruck zu bilden.

Freitag:

Nach der wirklich sehr ermüdenden Einlass- und 2018er-Ticket-Sicherungs-Prozedur ging's direkt gut los, nämlich mit Satan's Hallow. In Sachen Ansagen und Frontfrau-Qualitäten sehe ich zwar noch ein wenig Luft nach oben, aber der Gesang war klasse (eh wichtiger), und die Band präsentierte sich insgesamt erfreulich agil und sorgte mit dem schmissigen Material ihres feinen Debüt-Albums direkt für prima Stimmung. Dass der Bassist trotz seiner enormen Leibesfülle derart beweglich unterwegs war und immer wieder das Publikum angestachelt hat, verdient hier noch eine besondere Erwähnung. Ein sehr gelungener Einstieg ins Festival.

Wytch Hazel
Riesige Vofreude meinerseits, der insgesamt sehr positive Eindruck des Gigs wurde aber doch etwas dadurch getrübt, dass ich mit dem Sound nicht gerade glücklich war. Zumindest da, wo ich stand, war der Gesang echt viel zu leise, und den Gitarrensound fand ich auch etwas unangenehm. Die wundervollen Songs gebührend abzufeiern hat aber natürlich trotzdem großen Spaß gemacht, und die Band kam auch sehr sympathisch rüber (beim Sänger würde ich noch "leicht verstrahlt" hinzufügen). Etwas später dann zu erfahren, dass der Drummer blind ist, hat meine Bewunderung dann sogar noch gesteigert. Weiß jetzt eigentlich jemand, warum die keinen Bassist dabei hatten?

Omen
Die sind ja häufiger auf deutschen Festivals unterwegs, ich hatte sie aber noch nie gesehen und war mir nicht ganz sicher, was mich heutzutage bei denen erwarten würde. Mich erwartete: Viel Spaß. Rein optisch hat die Band zwar irgendwie keinen sehr runden Eindruck hinterlassen, aber das fand ich eher amüsant als störend, und wen interessiert sowas schon, wenn man solchen unsterblichen Klassikern huldigen darf, die zudem mit sichtbar guter Laune in die Menge gefeuert wurden. Sehr vergnüglicher Auftritt.

Demolition Hammer
Jawohl: Ziemlicher Abriss, super-brutal, aufs Maul, aufs Maul, aufs Maul. Mein persönliches Problem dabei ist nur: Nach drei Songs davon bin ich satt. Geht mir mit den Alben von DH allerdings auch so. Von daher: Geiler Auftritt, aber 20 Minuten hätten mir gereicht. Nur jedes fünfte Wort "Fuck" in den Ansagen auch (statt jedes dritte). ;)

Manilla Road
Nach Demolition Hammer war das regelrechte Entspannungsmusik. Bin nicht der größte MR-Experte unter der Sonne und daher nicht ausreichend kompetent, um mich zu den speziellen Besonderheiten dieses Gigs auszulassen, aber es war ein schöner Auftritt, und ich hab mich besonders über "The Empire" gefreut.

Insgesamt also ein sehr gelungener Festivaltag für mich. Das war aber eigentlich nur ein laues Lüftchen gegen den...

Samstag:

Eternal Champion

Ich hatte recht hohe Erwartungen an den Auftritt und wäre wohl zufrieden gewesen, wenn sie so halbwegs erfüllt worden wären. Sie wurden bei weitem übertroffen. Ich kann da selbst jetzt kaum sachlich drüber schreiben, ich war einfach total geflashed, wie unfassbar geil diese eh schon großartigen Songs rübergebracht wurden. Der Sänger klang nicht nur sehr gut, sondern hatte auch eine dem Bandsound angemessene Bühnenpräsenz, und selbst der Einsatz der Requisiten (Schwert, Horn) war erstaunlich unpeinlich. Als Mini-Kritik fällt mir höchstens ein, dass sie "Retaliator" schon ganz als erstes gebracht haben und dass "The Cold Sword" fehlte. War zwar erst mein fünftes KIT, aber ich glaube nicht, dass ich (trotz starker Konkurrenz) dort zuvor schon mal einen derart starken Tages-Opener gesehen habe. Auf vielen anderen Festivals wäre das ein einsames Highlight gewesen.

Visigoth mag ich tatsächlich nicht sooo gerne, und ich war nach EC irgendwie auch noch nicht direkt bereit für die nächste Band, daher hab ich von denen kaum was gesehen. So rein in Sachen Performance/Stageacting wirkte das alles aber schon sehr engagiert, von daher wundert mich die allgemeine Begeisterung nicht.

Da ich Glacier nur vom Namen her kannte, hab ich Devil in Disguise ohne Erwartungen von der Tribüne aus angeschaut. Fand ich aber überraschend ansprechend, die scheinen ja richtig gute Songs zu haben, da sollte ich vielleicht noch mal ran. Interessierter war ich hingegen an Traitor's Gate, die mich aber nicht wirklich überzeugen konnten. Für den zeitweiligen Ausfall der Gitarre konnten sie natürlich nichts, aber dass der Sänger die meisten Texte abzulesen schien (so zumindest mein Eindruck) war irgendwie symptomatisch für den ganzen Auftritt. Außer den drei Liedern der alten EP hat mich das Song-Material auch nicht gerade begeistert. Meh.

Night Demon
War meine vierte Live-Begegnung mit denen, daher wusste ich schon, welche Urgewalt hier auf mich zukommen würde. Ich spare mir hier viele Worte - ND sind einfach eine der derzeit geilsten Live-Bands, es ist immer Wahnsinn, welche Energie diese drei Leute auf der Bühne entfachen. Inzwischen gibt's ja auch eine Live-Version des Band-Maskottchens auf der Bühne, aber noch geiler war natürlich das "Wasted Years"-Cover. Insgesamt der erwartete Abriss - auf vielen anderen Festivals wäre auch das ein einsames Highlight gewesen.

Atlantean Kodex
Dass die Band irgendwie auf allen von mir besuchten Festivals auftritt, ist natürlich erfreulich, aber ich bin jetzt doch ein wenig an dem Punkt, dass die Vorfreude nicht mehr so groß ist, einfach weil ich den Kodex jetzt schon so oft gesehen habe. Spätestens ab "Sooool Sooool Invictus" war ich dann aber doch wieder komplett an Bord und selbst mit "Twelve Stars" bin ich jetzt wieder versöhnt, obwohl ich eine Weile befürchtet hatte, dass die Leute bald anfangen, zu dem Song die Feuerzeuge zu schwenken. ;) Nee, war wieder klasse, aber nächstes Jahr in Hamburg hoffe ich dann doch auf ein paar neue Lieder in der Setlist.

Ashbury
Die "Endless Skies"-Songs waren auch live so wunderwunderschön, dass ich's kaum fassen konnte, und zudem wirkten die älteren Herren auf der Bühne auch super-sympathisch und äußerst beglückt über die euphorischen Reaktionen. Außerdem war der Bassist die zumindest optisch coolste Sau des Festivals. Sieben Lieder lang war's ein einziger Traum - doch dann kamen die Nicht-"Endless Skies"-Songs. Okay, kann man sich anhören, aber wenn man den direkten Vergleich hat, ist der Unterschied schon hart, finde ich. Pure Magie gegen ziemliche Gewöhnlichkeit. Ändert aber natürlich nichts daran, dass auch dieser Auftritt insgesamt ein ganz großes Highlight für mich war.

Cirith Ungol
Dass es nach der jahrelangen Wartezeit auf den Auftritt zu Beginn erst mal keinerlei Licht auf der Bühne gab, kann man amüsant oder tragisch finden (oder als Hommage an den Sortilegia-Auftritt beim HoH sehen), aber derartige Mini-Pannen (war zur Hölle war die spätere Aktion mit der Leiter??) machen so ein Festival ja irgendwie noch spezieller. Ich muss zugeben, dass ich eine Weile gebraucht habe, um mit dem Auftritt so richtig warm zu werden (ich stand allerdings auch etwas ungünstig), hab mich aber sehr über "Edge of a Knife" gefreut, denn "Frost and Fire" ist natürlich das beste CU-Album, weiß ja Jeder. Allerspätestens beim grandiosen Zugaben-Block war ich dann aber auch hin und weg und konstatiere hiermit einen mehr als würdigen Headliner-Auftritt. Tim Baker hat mich nicht nur mit seiner Stimme begeistert (wie geil war dieser super-lange Schrei in "King of the Dead" bitteschön?), sondern ich fand auch sein charmant-ungelenk-tapsig-zauseliges Stageacting absolut entzückend. Von daher: Highlight Nummer vier des Samstags. Kein schlechter Schnitt. ;)

Ansonsten: Hab von den Asi-Aktionen ganz direkt nix mitbekommen, aber das liest sich echt schlimm. In Verbindung mit der unschönen Einlass- und Ticket-Situation denke ich daher irgendwie auch "es muss sich was ändern", aber so richtig gute Vorschläge hab ich leider auch nicht beizutragen, und die entsprechenden Pro- und Contra-Argumente wurden hier ja auch schon ausgiebig diskutiert.

Für mich war's jedenfalls ein sensationell tolles Wochenende mit einigen wirklich herausragenden Auftritten (siehe oben) und ganz vielen tollen Menschen, die ich hier unmöglich alle aufzählen kann. Wenn ich mit Dir gesprochen habe: Es hat mich sehr gefreut. Echt.
Ich hoffe, wir sehen uns auch nächstes Jahr, wenn es wieder heißt: "Lauda, then Hell" (den musste ich noch irgendwie unterbringen). :)
Die haben anscheinend echt einfach vergessen, die vier Bühnenscheinwerfer einzuschalten, was dann nach 3 oder 4 Songs endlich bereinigt wurde. Daher kletterte der da rum und hat die Dinger angemacht. Purer Slapstick und irgendwie auch trageisch. ich stand direkt am Mischpult und da sah alles sehr danach aus, als sollte der Auftritt ähnlich wie der von Fates Warning letztes Jahr aufgezeichnet werden. Hoffentlich wird das trotzdem passieren.
 
Ich fahre seit dem dritten KIT dorthin (obwohl ich zwischendurch leider ein paar auslassen musste), und was du im letzten Halbsatz schreibst, ist nicht richtig. Das Festival ist halt gewachsen, und die eine oder andere Entwicklung war so sicher nicht geplant und auf einem Festival wie diesem in dieser Größenordnung auch kaum zu erwarten - siehe Zeltplatzidioten.
Ansonsten kann ich nur sagen, dass Oli und Team immer auf Kritik hören und auch nach Kräften reagieren. Dass nicht jede Neuerung immer sofort funktioniert, liegt nun einmal in der Natur der Sache - siehe zum Beispiel die Entwicklung des Merch-Zeltes. Aber dass hier einer mutwillig schlechte Dinge zulässt, weil "die Leute ja eh kommen" ist eine Unterstellung, die ich als Stammgast nicht auf den Veranstaltern sitzen lassen kann.

Und zum Thema überbewertet: ich habe dort schon DUTZENDE Bands gesehen, die ohne Olis Engagement nie in Deutschland gespielt bzw. sich niemals reformiert hätten, und das kann ich ihm und seinem Team gar nicht hoch genug anrechnen.
Dieses Festival ist eins der wichtigsten überhaupt und alles andere als überbewertet. In einer gerechten Welt würden 50.000 Leute dorthin fahren und nur 2.000 zu der Kirmes im Norden. Denn hier geht es nur um Musik und Überzeugungstäter!
Die Bands wollte ich mal komplett aussen vor lassen, da das Geschmacksache ist und bleibt.

Dafür, dass so viele Idioten da waren, dafür kann Oli nichts.

Ich habe ja oben aufgelistet was gestört hat. Und das sind Fehler der Orga, die nicht passieren dürfen wenn man Wert darauf legt, dass sich die Gäste wohl fühlen. Diese Fehler dürfen woanders nicht passieren, da sonst keiner mehr hingeht. Hier wird etwas gehyped was es nicht verdient hat.

Achja: dass hier die Orga Kritik ernst nimmt, da habe ich das ganze WE einen komplett anderen Eindruck gehabt. Stammgäste nannten das eher "beratungsresistent".
 
Freitag 28.04

Satan’s Hallow
Hatte ich mich erst kurz vor dem KIT mit beschäftigt, CD gefällt mir sehr gut und live war das ein toller Start ins Festival.

Wytch Hazel
Da habe ich mich sehr drauf gefreut und wurde nicht enttäuscht. Sound war nicht perfekt aber egal. Auch bei mir ein erstes Highlight!

Majesty
Hätte ich eigentlich ausgelassen aber @Irrlicht wollte rein und ich bin mal mit. Durch den Auftritt von Oli dann durchaus sehenswert ;)

Atrophy
Sound auch hier durchwachsen, hatte trotzdem meinen Spaß und bin sehr dankbar die Band mal live gesehen zu haben. Gerade deren Erstling liebe ich seit vielen Jahren!

Q5
Hier war die erste Pause nachdem mich von denen nur "Steel the light" wirklich packt. Was ich gehört habe war aber durchaus ok.

Medieval Steel

Ich mag ja auch die anderen Songs und hab entsprechend abgefeiert. Und DIE Hymne am Schluss ist einfach Gänsehaut pur gewesen!

Omen
Waren ordentlich auch wenn ich die Songauswahl etwas enttäuschend fand, hat doch einiges gefehlt. Wird beim Headliner Gig am Bavarian Metalheadz wohl besser.

Demolition Hammer
War das heftig! Wahnsinn! Auf Dauer auch eine Ecke zu monoton aber so ein Comeback, Respekt!

Manilla Road
Der 1. Teil kam ja bei einigen nicht so an, ich fand beide Teile grandios zumal im ersten einige meiner Lieblingssongs drin waren. Immer wieder schöne Variation in der Setlist. Nur "Cage of Mirrors" wäre noch das Sahnehäupchen gewesen.



Samstag , 28.04.

Eternal Champion
Großartig! Absolut großartig! Und mit @Thalon & Co. abzufeiern hat doppelt Spaß gemacht

Visigoth
Waren dann noch besser als EC - nur hat "Iron Brotherhood" echt gefehlt. Absolutes Highlight trotzdem.

Devil in Disguise
"Eastern guns" mal live erleben ... war auch richtig stark!

Traitors Gate
Musste eine Pause sein, hab dann noch 3 Songs gehört die waren ok aber nicht mehr in meinen Ohren.

Night Demon
Abriss! Richtig starker Auftriff und das Wasted Years Cover war genial. Danach war ich richtig durch.

Atlantean Kodex
Aber nicht lange ;) - wie immer eine wunderbare Liveband. Ich liebe die Band, auf der Rückfahrt haben wir dann gleich die Theuern CD angehört.

Leather
Bis "Angel of Mercy" geschaut, hat gefallen. Dann war eine Pause nötig und endlich mal was essen.

Ashbury
War wieder grandios auch wenn ich den Auftriff letztes Jahr beim Bavarian Metalheadz noch eine Ecke geiler fand. Ich gebe etwa 20 CDs eine 10/10 - die Endless Skies ist eine davon. Und live ist das noch magischer. Auch der perfekte Platz im Billing um runterzukommen und zu träumen ...

Fifth Angel
Da war ich eigentlich richtig platt und bin von ein paar besoffenen Idioten nach oben vertrieben worden. Dort neben @Vinylian ging der Akku wieder auf 100% und wir hatten mächtig Spaß!

Cirith Ungol
War großartig, aber ab der Mitte des Sets war bei mir endgültig die Luft raus. Nachdem mein absoluter Liebling "Fallen Idols" kam haben wir uns dann auf den Heimweg gemacht. Zum Glück kann ich die Band am HoD nochmal gebühren abfeiern.


Ansonsten war es super euch alle wiederzutreffen und ein paar neue Leute kennenzulernen!
 
Achja: dass hier die Orga Kritik ernst nimmt, da habe ich das ganze WE einen komplett anderen Eindruck gehabt. Stammgäste nannten das eher "beratungsresistent".

Vor allem gibt es ja einige Probleme wie Einlass, Tickets, Toiletten usw nicht erst seit vergangenen Wochenende. Seit dem die Ticketsituation so angespannt ist fahr ich auch nicht mehr hin. Obwohl es seit dem KIT 5 immer ein schöner Familienausflug war.:top:
 
Ob es wohl noch Reste von den Kodex-Shirts in 3XL gibt???

Ansonsten nen Dank für die lebhaften Berichte. Da hab ich dann in der Nacht was zu lesen.
Was das Pack angeht, welches den einen oder anderen gestört und/oder belästigt hat... Es ist echt schade sowas zu lesen, zumal ich bei ner Veranstaltung wie dem KIT sowas gerade NICHT erwartet hätte. Keine Frage, ein paar Assis sind immer dabei, egal wo man ist... Aber da schien die Zahl nun weitaus höher als die üblichen 5%...
Ich fürchte, da gibt es keine Rest mehr. Die freundliche Dame am Merch-Stand sagte mir: "Da haste aber Glück gehabt, das ist das letzte in 3XL"...
 
So, mein Kumpel und ich sind gestern auch gut daheim angekommen, ich war aber schlichtweg zu müde, um gleich was ins Forum zu schreiben, zudem hatte ich noch längst nicht alle Eindrücke verarbeitet, wobei, das wird ohnehin noch geraume Zeit in Anspruch nehmen.
Das war jetzt mein viertes Mal beim KIT, und ich muss sagen, dass es mein bisheriger Höhepunkt war!!! Von den sinnlosen und nicht ungefährlichen nächtlichen Asi-Aktionen am Campingplatz habe ich erst beim Forumstreffen erfahren, das stimmt mich echt traurig und die Tatsache, dass es solche Idioten gibt, macht mich echt wütend und verzweifelt zugleich.
Von den dargebotenen Konzerten waren meine Höhepunkte auf jeden Fall DEMOLITION HAMMER (obwohl normalerweise nicht so meine Baustelle, aber die Performance war astrein!), MANILLA ROAD, VISIGOTH, NIGHT DEMON, FIFTH ANGEL und CIRITH UNGOL.

Ich habe mich total darüber gefreut, viele von Euch aus dem Forum persönlich kennen zu lernen und die Gespräche mit Euch sehr genossen! Bevor ich irgendjemand bei meiner Aufzählung vergesse (obwohl ich meine, mir Eure Gesichter und Usernamen einigermaßen gut eingeprägt zu haben), lasse ich es lieber bleiben, Ihr wisst hoffentlich, dass Ihr gemeint seid! Manchen habe ich nur kurz die Hand schütteln können und viele habe ich noch gar nicht kennen gelernt, aber ich hoffe doch sehr, dass sich das bei künftigen Festivals ändern wird!

Tja, was soll ich abschließend sagen, ich freue mich schon auf das nächste KIT 2018!
 
Die Bands wollte ich mal komplett aussen vor lassen, da das Geschmacksache ist und bleibt.

Dafür, dass so viele Idioten da waren, dafür kann Oli nichts.

Ich habe ja oben aufgelistet was gestört hat. Und das sind Fehler der Orga, die nicht passieren dürfen wenn man Wert darauf legt, dass sich die Gäste wohl fühlen. Diese Fehler dürfen woanders nicht passieren, da sonst keiner mehr hingeht. Hier wird etwas gehyped was es nicht verdient hat.

Achja: dass hier die Orga Kritik ernst nimmt, da habe ich das ganze WE einen komplett anderen Eindruck gehabt. Stammgäste nannten das eher "beratungsresistent".

Vor allem gibt es ja einige Probleme wie Einlass, Tickets, Toiletten usw nicht erst seit vergangenen Wochenende. Seit dem die Ticketsituation so angespannt ist fahr ich auch nicht mehr hin. Obwohl es seit dem KIT 5 immer ein schöner Familienausflug war.:top:

Ich habe das bisher immer so erlebt, dass Probleme im nächsten Jahr angegangen worden sind.
Und bei einem 2.000-Leute-Festival von Hype zu reden ist nun wirklich mehr als übertrieben. Das KIT hat angefangen, als sich wirklich kaum jemand für solche Musik interessiert hat, und die Veranstalter haben das einfach durchgezogen. Dass jetzt Zwanzigjährige dorthin fahren und das Festival abfeiern (oder wahlweise den Zeltplatz zerstören), ist doch nun wirklich nicht auf Olis Mist gewachsen.
 
Ich habe das bisher immer so erlebt, dass Probleme im nächsten Jahr angegangen worden sind.
Und bei einem 2.000-Leute-Festival von Hype zu reden ist nun wirklich mehr als übertrieben. Das KIT hat angefangen, als sich wirklich kaum jemand für solche Musik interessiert hat, und die Veranstalter haben das einfach durchgezogen. Dass jetzt Zwanzigjährige dorthin fahren und das Festival abfeiern (oder wahlweise den Zeltplatz zerstören), ist doch nun wirklich nicht auf Olis Mist gewachsen.


Ja, das stimmt alles. Und man muss auch mehr als dankbar sein dass so etwas überhaupt zustande gekommen ist und man so Bands zu sehen bekommt die man sonst nie sehen würde. Wie geschrieben mir geht die Ticketsituation schwer auf den Sack aber da kann natürlich @Oliver Weinsheimer auch nichts dafür.
Irgendwie bleib ich ja trotzdem treu, als Stammbesucher des Metal Assault und des HTS.:top:
 
Ich habe das bisher immer so erlebt, dass Probleme im nächsten Jahr angegangen worden sind.
Und bei einem 2.000-Leute-Festival von Hype zu reden ist nun wirklich mehr als übertrieben. Das KIT hat angefangen, als sich wirklich kaum jemand für solche Musik interessiert hat, und die Veranstalter haben das einfach durchgezogen. Dass jetzt Zwanzigjährige dorthin fahren und das Festival abfeiern (oder wahlweise den Zeltplatz zerstören), ist doch nun wirklich nicht auf Olis Mist gewachsen.
Wie aswang schon sagte: die Probleme die ich meine sind nicht erst seit gestern da. Und von "Hype" Rede ich, weil man ständig hört, dass es DAS Festival ist, dass man unbedingt dort gewesen sein muss, dass es nichts besseres gibt usw....
Und das stimmt alles nicht. Da gibt es wesentlich schönere und bessere Festivals. Das KIT punktet nur durch die Bands.
 
...Das waren aber Leute aus unseren Reihen ...
Wir konnten uns das ganze WE nicht gemütlich auf unseren Platz setzen weil unsere Jungspunde es nicht gelernt haben aufzuräumen. Und ich räume denen nicht hinterher um 5 Minuten später wieder zugemüllt zu sein...
Ne ähnliche Situation hatten wir mal vor zig Jahren im "hohen Norden".
Ich sag mal so: es wurde mal eben erklärt, dass gewisse Leute kurz davor stünden von der "Backpfeiffensuppe zu kosten" und schon war für den Rest des Festivals Ruhe;)

Gerade wenn Mitglieder der eigenen Reisegruppe anfangen anderen Leuten auf die Nüsse zu gehen, wird bei uns immer durch gegriffen!
 
Zuletzt bearbeitet:
Das KIT punktet nur durch die Bands.

Der Standort ist halt für ein Festival in dieser Größe nicht mehr geeignet. War ja schon früher so dass man Abend oft Stundenlang auf ein Taxi warten musste um in die Kilometer entfernte Unterkunft zu kommen.
Früher war das alles viel entspannter, da waren Bands und Fans im "Grünen Baum" untergebracht. :top:
 
Mist! Das kam zu spät! Anscheinend kann man heutzutage nicht mal mehr Festivals erfolgreich ohne Smartphone bestreiten, schon samstags wurde ich von ner Runde 50-Jähriger ausgelacht weil ich kein WhatsApp hatte ... Beim nächsten Mal!
Ich war so wie auch Du ohne moderne Technik unterwegs, @The Witcher kann es übrigens bezeugen, dem hab ich mein noch immer funktionierendes Nokia von 2009 gezeigt, wie auch immer, beim nächsten Mal wird ein Treffen hoffentlich klappen!
 
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