Keep It True #26 Lauda-Königshofen 23. bis 25.4. 2026

Und: Nach der Erweiterung des Spektrums in Richtung First Wave Black Metal hätte ich auch nichts gegen eine Ausweitung am anderen Rand des Spektrums.

Ich könnte mir z.B. eine Michael Monroe / Hanoi Rocks Classic Show sehr gut vorstellen. Und auch einen Auftritt der L.A. Guns fände ich passend.

Aber wahrscheinlich sind die in den Augen der meisten fürs KIT nicht true genug, weil sie weder einen Bierbauch noch ein Halbglatze haben.
Ich würde mich über Ratt freuen
 
Ratt sind wohl eher in Sweden Rock Budgetsphären zu verorten
Wahrscheinlich leider ja.

Aber die L.A. Guns spielen bei uns eher in den kleineren Clubs. Wie dem Turock oder diesen Herbst in der Matrix in Bochum.

Genau wie Michael Monroe. Den habe ich das letzte Mal in Bochum im Rockpalast gesehen. Aber natürlich auch beim Rock Hard Festival.
 
Mein Limit ist mein persönlicher Geschmack. Eine große Bandbreite im klassischen Bereich hatten wir schon früher, diesmal war es etwas ausgeprägter. Der Begriff "True" in KIT ist für mich eher eine Einstellungssache als eine musikalische Komponente.
Und das ist auch gut so. Du hast mich in den letzten Jahren immer wieder mit tollen Entdeckungen überrascht. Und genau deswegen hängt meine Karte für 2027 auch seit Sonntag an meiner Pinnwand.
 
Weiter geht es mit Tag 2.

Wie schon oben erwähnt, war die Nacht wegen der Kälte und allgemein wegen dem Zelten nicht sehr lange. Dafür musste ich bei den Duschen nicht anstellen und hatte ein frisch abgepumptes Dixiklo zur Verfügung. Sowas sollte man auch mal schätzen. ;)

Highlights Samstag:

Elixir (Festivalsieger für mich)
Trouble

Elixir waren göttlich. Ich kannte die Band vorher noch gar nicht und habe mich erst in den letzten paar Monaten mit ihnen beschäftigt. Die haben das "The Son of Odin" Album aber sowas von souverän und perfekt runtergezockt. Paul Taylor klingt (fast) genau gleich wie am Album. Trouble waren dann das zweite Highlight für mich. Kyle hat seine Sache wirklich sehr gut gemacht und die Wagner Songs sehr würdig gesungen. Der Sound war sowieso genial.

Der Tag hat ideal mit Hell Freezes Over begonnen. Ich bin jetzt nicht so der große Japan-Metal-Fan, aber die Jungs haben die Halle ordentlich eingeheizt. Man hörte im Nachgang auch nur positive Rückmeldungen. Danach kamen Violet, auf die ich unter anderem schon am meisten gespannt war. Und was soll ich sagen? Ich fand die live wirklich super. Ein ganzes Album kann ich mir von der Band nicht geben, aber live ist es dann doch wieder anders. Sex in Harmony ist einfach ein lässiger Song. Weiter ging es mit der ersten brasilianischen Band (stimmt das wirklich?) auf dem KIT, Creatures. Die haben auch sehr überzeugt und boten einen guten Mix aus Heavy Metal und Hard Rock. Panzer haben wir nur zur Hälfte gesehen, da ein verspätetes Mittagessen anstand. Solider Heavy Metal, hat mich aber nicht ganz vom Hocker gehauen. Zu Elixir habe ich eh schon geschrieben. Earthshaker war dann die erste Band, welche wir von den Tribünen angesehen haben. Leider folgte da ein kurzes Tief wegen Schlafmangel, Non-Stop in der Halle drinnen und natürlich auch die Bieraufnahme war Schuld. Das Tief habe ich dann aber pünktlich zu Mortal Sin wieder übertaucht und das war auch gut so. Das war wirklich ein Brett. Mayhemic Destruction ist sowieso ein göttliches Thrash Album. Danach folgte Trouble und dann Magnum. Ich habe mich vor dem Festival ein wenig mit der Band beschäftigt, aber irgendwie ist der Funke nicht wirklich rüber gesprungen. Live war das dann schon auch gut rübergebracht, aber ist wohl einfach nicht meins. Ich muss aber auch eingestehen, dass spätestens bei Magnum mich die Müdigkeit komplett gepackt hat. Danach folgte noch Triumph of Death. Dazu wurde von meinen Vorpostern wohl schon alles gesagt. Besser kann man das Material nicht spielen. Toms Stimme, der Gitarrensound. Da weiß man sofort wo man ist.

Danach ging es auch sofort ins Bett, da ging auch die Kellerbar nicht mehr. Zusammenfassend war mein zweites KIT wieder perfekt. Geiles Wetter, super Bands und auch nette, wenn auch kurze Gespräche. Derweil habe ich noch ein wenig die Einstellung, dass ich mir jede Band ansehen will. ;)
 
Waren den CREATURE wirklich so gut wie viele hier schreiben?

Ich hab mir den Stream in voller Länge angeschaut und fand vor allem die Vocals ziemlich fürchterlich neben der Spur.

Mag die Band auf Platte ja eigentlich und werde sie nächstes Jahr in Pisek dann auch live sehen, aber Vorfreude hat der Auftritt bei mir nicht wirklich geweckt.
 
Sooo Ticket und Hotelbestätigung sind geregelt … keine zwölf Monate mehr :cool:

Es war wahrlich wieder ein Hochfest, von dem ich noch lange zehren werden.

Die stilistische Erweiterung in beiderlei Richtungen fand ich auch klasse.
Hätte ich geahnt, dass Dragon zwei Nummern von KAT spielen, hätte ich mir die wohl auch komplett angeguckt.
 
Waren den CREATURE wirklich so gut wie viele hier schreiben?

Ich hab mir den Stream in voller Länge angeschaut und fand vor allem die Vocals ziemlich fürchterlich neben der Spur.

Mag die Band auf Platte ja eigentlich und werde sie nächstes Jahr in Pisek dann auch live sehen, aber Vorfreude hat der Auftritt bei mir nicht wirklich geweckt.
Das lag vor allem an der unbändigen Spielfreude der Band. Im Stream kommt das nicht ganz so gut rüber. Ich denke Du kannst Dich auf den Auftritt in Pisek freuen. Vor allem der Gitarrist ist echt phänomenal.
 
Das KIT, ein nimmermüdes Festival!

Wobei ich dieses Jahr ganz bewusst einige Bands ausgelassen habe, die mir vorab schon nichts gegeben haben. Oder ich habe mich draußen einfach verquatscht. Sonne-T-Shirt-KIT? Hat Vor- und Nachteile ... ;)

Mein absolutes Highlight waren Sanctuary und ich verstehe die teilweise kritischen Stimmen hier gar nicht. Schon bei "Battle Angels" und der magischen Textzeile "Slaughtering the lost souls, the fruit of evil's womb - their heathen ways have sealed their doom" war klar, dass Joseph Michael hier ausschließlich für einen Triumphzug zu haben ist. Bei allem Respekt, aber das war natürlich deutlich besser gesungen als alles, was Warrel Dane in seiner zweiten Phase mit Sanctuary abgeliefert hat. Die ersten neun Songs im Set waren pures Gold, erst zum Ende des "Into The Mirror Black"-Teils wurde es imho etwas schwächer und die Band konnte mit den folgenden Songs leider auch nicht mehr zulegen. "Termination Force" oder "The Third War" wären da noch Knaller gewesen, die ich gerne gehört hätte und die das Level nochmals gepusht hätten. Dennoch: TOP!

Ebenfalls super am Freitag: Ruffians, der etwas andere Ross-The-Boss-Tribute und die sehr kurzweilige und coole Venom-Show, die (auch, aber nicht nur) durch die vielen Gäste angenehm chaotisch war. Mir war von vorne herein klar, dass diese unglaubliche Venom-Inc.-Show auf dem KIT Rising niemals zu toppen sein wird, aber darum ging es nicht. Das hier war absolut geschmackvoll gestaltet und historisch wertvoll. Lediglich die unvermittelte Mikroständer-Wurf-Aktion von Attila war mega-asozial. Wurde eigentlich jemand verletzt? Was kann @Oliver Weinsheimer dazu berichten?

Am Samstag haben mich Elixir, Mortal Sin, Triumph Of Death (auch ich habe mich nicht der Müdigkeit unterworfen ... @Thalon zuzwinker) und Trouble am meisten gekickt. Kyle Thomas singt die Songs absolut großartig und Bruce Franklin könnte ich stundenlang beim Gitarre spielen zusehen. Dieser Mann ist beseelte Doom-Metal-Geschichte ... Rick Wartell natürlich auch. :verehr:

Die neu eingebauten Türen in der Halle kann man nicht genug loben. Die entspannte Security ebenso. Warum aber erst am Samstag plötzlich damit angefangen wurde, Taschen zu kontrollieren, erschließt sich mir nicht ganz.

Schade übrigens, dass wir kein Forums-Foto gemacht haben, zumal @Dunkeltroll mit dem riesigen DFF-Banner an seinem Bus am Start war. Mir ist das am Samstagnachmittag eingefallen, aber da war es freilich zu spät, das Team noch irgendwie seriös zu mobilisieren. Next time!

Neu auf meiner endlich-mal-beschnackt-oder-zumindest-persönlich-hallo-gesagt-Liste: @Daskeks, @Mani, @Matty Shredmaster und @helstar666. Wen vergessen?

Heavy-Metal-Stadt Lauda-Königshofen? Hell yeah!
 
Zuletzt bearbeitet:
Mein absolutes Highlight waren Sanctuary und ich verstehe die teilweise kritischen Stimmen hier gar nicht. Schon bei "Battle Angels" und der magischen Textzeile "Slaughtering the lost souls, the fruit of evil's womb - their heathen ways have sealed their doom" war klar, dass Joseph Michael hier ausschließlich für einen Triumphzug zu haben ist. Bei allem Respekt, aber das war natürlich deutlich besser gesungen als alles, was Warrel Dane in seiner zweiten Phase mit Sanctuary abgeliefert hat.
Genau so! ❤️
 
So, jetzt auch mal meinen Senf dazu:

Das wichtigste Fazit vorneweg: Ich bin mindestens zu 50 Prozent wg. der Stimmung und der Leute dort. Einfach ein wundervolles Event! Und es hat sich schon wie ein Nachhausekommen angefühlt, obwohl es erst mein zweites KIT war. Das gute Wetter tat dann sein Übriges.

Mein gerafftes musikalisches Fazit:

Muro, Panzer und Totalis Metal kannte ich vorher gar nicht bzw. kaum, haben mich aber alle drei sehr gut unterhalten. Und ich habe mich sehr gefreut, dass sie auch reichlich landessprachlichen Zuspruch im Publikum bekommen haben. Einfach schön.

Tormentor waren dann dank Attila einfach ne Freakshow, die mich aber auch sehr gut mitgenommen hat.

Sanctuary hatten einen starken Auftritt, aber die Band erreicht mich emotional leider nicht. Obwohl ich ihre Musik eigentlich mögen müsste.

Dem Venom-Auftritt hätte ich vor Triumph Of Death eine 7/10 gegeben (also sehr nett, aber kein Muss), weil da sehr viel Extrem-Metal-Geschichte auf der Bühne versammelt war und gerade bei den Sodom-Gästen sogar mal etwas Fahrt reinkam. Aber Tom Warrior und seine Truppe haben dann halt wirklich gezeigt, wie geil man auch primitive Musik rüberbringen kann. Ich hatte mir die Darbietung irgendwie dunkler vorgestellt angesichts der Musik, aber mit Toms erster Ansage „Rock’n’Roll“ war der Ton gesetzt für einen in jeder Hinsicht sehr, sehr starken Auftritt mit einem mörderischen Sound. Wow!

Violet würde ich mir nie im Leben zuhause anhören (sorry, boys and girls), aber live hat diese vertonte Nostalgie total Laune gemacht. Aber ich verstehe, wenn manche es grenzwertig cheesy finden.

Auf den Elixir-Auftritt hatte ich mich sehr gefreut und die Jungs waren auch ziemlich gut drauf. In das „The Son Of Odin“-Album könnte ich mich einfach reinlegen. Sehr schönes Konzert. Und SEHR spartanische T-Shirt-Vorräte, leider.

Mortal Sin und Trouble haben mich beide auf ihre Art total überzeugt. Zwei sehr starke Auftritte, die ich so nicht auf meiner Bingo-Karte hatte.

Magnum, die ich eigentlich mag und schätze, waren dann sehr zwiespältig für mich. Die Band war gut drauf, aber ich persönlich halte es – ähnlich wie bei den Scorpions – nur noch schwer aus, wenn die Sänger mit ihren offensichtlichen Alterserscheinungen kämpfen. Das macht mich dann eher traurig. So richtig gefunzt hat es für mich nur, wenn Bassist Dennis Ward mitgesungen hat. Trotzdem habe ich mir 6, 7 Songs angeschaut und da hat der Fuß dann auch unweigerlich mitgewippt.

See you next year!
 
Ein paar Worte auch noch von mir, muss ja keiner mehr lesen ;)
Ich hatte mit diesmal ein Zimmer ab Mittwoch gegönnt und versuche, das nächstes Jahr wieder hinzubekommen. Es ist einfach eine wunderschöne Gegend, so dass ich einfach ein bisschen die Gegend zu Fuß erkundet habe. Ein richtiger Kurzurlaub, der mich wirklich sehr nach vorne gebracht hat.
Ebenfalls zu Fuß gegangen bin ich von Lauda nach Dittigheim zum Warm Up. An der Halle erstmal ein großes Hallo an viele Gesichter, die man halt wieder ein viel zu langes Jahr nicht gesehen hat. In dem Moment weiß man schon: hier ist man einfach richtig.
Irgendwie mag ich die Halle in Dittigheim und mag sie auch wieder nicht. Zepter waren ganz gut, aber haben mich dann doch nicht so ganz überzeugen können. Ich wollte unbedingt Templar sehen, das Album mag ich sehr gerne und habe es vorm KIT auch regelmäßig gehört. Der Sound war nicht ganz so optimal, aber mein Gott, das war ein fantastischer Auftritt, der hier bisher viel zu wenig abgefeiert wurde! Die Jungs nehmen ihr Ding echt ernst, Sword and Sorcery-Metal, wie er kaum besser geht, die spielen bestimmt auch bald mal auf dem regulären KIT.
Blacklyst habe ich verquatscht (und gegessen, vielleicht als Tipp fürs nächste Mal: es gab auch vegetarisches Essen, aber man musste sich ein wenig durchfragen. Das könnte man sicherlich noch etwas ausbauen und wenigstens eine reguläre vegetarische Alternative offen bewerben. War aber lecker und die Crew hat sich auch nett um mich, @Thalon und @Fallen Idol 666 gekümmert.
Bei Cruel Force wurde es mir zu drängelig und da ich nicht so sehr auf die stehe und Morbid auch nicht so mein Geschmackszentrum treffen, bin ich irgendwann abgerauscht.
Ich sehe immer sehr auf die frühen, jungen Bands am KIT und so habe ich mir Asedio und Living Fast auch angeschaut, beide haben mich aber nicht komplett überzeugen können. War aber trotzdem ganz schön zum Reinkommen in den Tag. Dragon habe ich geskippt, Muro habe ich mir gemütlich von der Tribüne angeschaut. Immer wieder schön, wie Bands, die ich bis zum Bekanntwerden des Line Ups nicht mal kannte, so viele Menschen zu Emotionen regen können. Stimmung war super, ich fand es auch wirklich gut.
Amulance fand ich tatsächlich voll gut. Hatte mich vorher mit den Songs vertraut gemacht und das hat schon Spaß gemacht, live war es dann nochmal ne Ecke besser. Wieder so eine typische Keep It True-Geschichte, bei der ich mich frage, warum so eine Band nicht mehr Aufmerksamkeit bekommen hat. Verdammt cool, das mal live erlebt zu haben. Traurig, dass solche Geschichten oft danach wieder in der Versenkung verschwinden, ich könnte mir das gerne noch öfter geben.
Über Ruffians wurde ja schon euphorisch geschrieben. Freut mich sehr, ich fand es ebenfalls toll. Tomentor habe ich mir auch angeschaut und wusste nicht so wirklich, warum. Das war schon arg "basisch". Mir ist die geschichtliche Relevanz bewusst und ich fand es auch ganz unterhaltsam, bräuchte das aber auch kein zweites Mal.
Totalis Metal fand ich überragend gut. Kannte das alles auch nur sehr rudimentär. aber das ist eine Band, der ich mich ein wenig aktiver widmen möchte. Manchmal bin ich dann da auch oberflächlich: ich weiß jetzt gar nicht, wer da an Originalmitgliedern dabei war, aber es hat mich gepackt und ich war glücklich. So einfach kann es manchmal sein.
Der Ross The Boss-Tribut hat bei mir Gänsehaut verursacht. Besser kann man so etwas eigentlich nicht machen. Einziger Wermutstropfen: es wäre der Sache angemessen gewesen, einfach mal eine Viertelstunde sein Maul zu halten und auch von Publikumsseite einen würdigeren Rahmen zu schaffen, aber das war bei vielen promillemäßig wohl nicht mehr möglich.
Sanctuary haben mich leider nicht gekriegt, ich fand den Gesang echt schlimm und bin dann irgendwann abgezischt. Da zollt der lange Tag dann doch seinen Tribut.

Samstag dann mit Hell Freezes Over und einem völlig euphorisierten @Thalon gestartet, der meinte, dass ich mir das unbedingt anschauen müsse. Habe ich dann gemacht, fand es gut, aber nicht sensationell. Violet waren dann so richtig schön. Auch, wenn man ehrlicherweise zugeben muss, dass die Sängerin einige Male etwas unangenehm neben der Spur lag, war das ein klasse Auftritt. Die Dame am Getränkestand hat dann auch direkt nach dem Namen der Band gefallen, für ihre Ohren waren Violet anscheinend eine echte Erholung. Creatures waren wirklich toll in dem, was sie machen. Unterhaltsam, gute Songs, irgendwie war ich da voll dabei. Sehr schöner Farbtupfer für das Festival.
Panzer habe ich kurz angetastet, aber das war nicht so meins, Elixir waren dann gut, habe ich aber auch nicht ganz geschaut. Earthshaker absolute Weltklasse, wer denen keine Ohren geliehen hat, hat wirklich was verpasst. Das war ganz toll, das mal erleben zu dürfen. Auch hier: dafür liebe ich dieses Festival so sehr.
Mortal Sin dann nicht von dieser Welt! Was für ein Abriss, was für eine Energie. Ich bin ja nicht so der Listentyp, aber das hier war einer der Gewinnerauftritte dieses Jahr. Der andere kam danach. Ich liebe Trouble abgöttisch und habe vorher mit vielen philosophiert, dass es Bands für mich gibt, die nach einem Sängerwechsel für mich funktionieren, aber auch welche, wo das nicht der Fall ist. Ich dufte Trouble noch einmal mit Eric live erleben, das war einer der besten Auftritte, bei denen ich je war, obwohl man ihn da schon recht benebelt mehr oder weniger zur Bühne des Turock tragen musste. Dann einmal mit Cory Clarke von Warrior Soul. Super Band, super Sänger, aber nicht bei Trouble, das ging seinerzeit gar nicht. Einmal hatte ich auch mit Kyle das Vergnügen und fand es damals nur okay. Diesmal aber war es göttlich. Würdevoll, trotzdem voller Energie. Man muss eh sagen, dass das Duo Franklin/ Wartell diesen speziellen Klang erzeugen kann, den es kein zweites Mal weltweit gibt und der natürlich genau wie Erics Gesang zum absolut einzigartigen Sound beiträgt. Absolut toller Auftritt und hoffentlich eine Rückkehr zu einer "normalen" Band mit Album und Tour.
Anschließend dann Magnum. @Nightswan und ich waren ganz aufgeregt und haben @schattenmorelle vorgeschwärmt, wie toll das gleich werden wird. Für uns war es das dann auch :D Die Zeit verging wie im Flug und wir waren einfach nur glücklich und dankbar für jede Sekunde. Nach dem Konzert schauten wir uns völlig beseelt an schwebten auf einem rosa Wölkchen. @schattenmorelle machte es mit Sätzen wie "Es war ja schon ganz okay" von Minute zu Minute schlimmer :D, aber egal, davon lebt das Ganze ja letztlich. Mir konnte das auch gar nichts von meiner Freude nehmen (sollte es ja auch gar nicht) und ich empfinde einfach nur Dankbarkeit, mein erstes Magnum-Konzert erleben zu dürfen. Das werde ich immer im Herzen tragen und ich glaube, @Nightswan geht es ähnlich, auch wenn ich nicht weiß, ob es auch sein ersten Konzert war.
Danach war es für mich vorbei. Habe noch ein bisschen gequatscht und glücklich weg.
Was für ein zweiter Tag. Wenn man einfach nur mal die Stile der Bands nacheinander Revue passieren lässt, kann echt niemand behaupten, das Keep It True sei nicht verdammt abwechslungsreich. DAs hatte einen ganz eigenen Flow und war für mich tatsächlich einer der besten KIT-Tage, seit ich dabei sein darf.

Ein paar Worte noch zum Drumherum: Organisatorisch war es super, der Eiswagen hat aber gefehlt. Vegetarisch war ich das erste Mal unterwegs und das war gut, beim Warm Up bitte nachbessern. Der Weinstand war nett. Hatte mich ein wenig mit denen unterhalten und die waren ganz überrascht, wie international das war. Ein Pärchen aus Kolumbien kam und erzählte direkt, dass wir unbedingt mal alle nach Kolumbien kommen müssten. Die Einwände der Weinhändlerin, dass das doch gefährlich sein solle, wurde charmant abgebügelt, das werde in den Medien nur aufgebauscht :) Ansonsten: Mit Japanern, Griechen, Italienern, Amerikanern und wem noch alles tolle Gespräche geführt, @Barabas und Anhang kennengelernt, über Berlin gequatscht, @Albi dann online bedroht, wie soll ein Nachmittag besser laufen?
Ich will niemanden vergessen, daher keine weiteren Markierungen, Ihr wisst, wer Ihr seid. Ich meine das ernst: ich schätze Euch so unglaublich und bin so glücklich, dass ich ein kleiner Teil davon sein darf. Freude aufs nächste Jahr ist bereits groß, bleibt alle gesund bis dahin, das ist alles nicht selbstverständlich, solche Wochenenden zusammen erleben zu dürfen.
 
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