Ein paar Worte auch noch von mir, muss ja keiner mehr lesen

Ich hatte mit diesmal ein Zimmer ab Mittwoch gegönnt und versuche, das nächstes Jahr wieder hinzubekommen. Es ist einfach eine wunderschöne Gegend, so dass ich einfach ein bisschen die Gegend zu Fuß erkundet habe. Ein richtiger Kurzurlaub, der mich wirklich sehr nach vorne gebracht hat.
Ebenfalls zu Fuß gegangen bin ich von Lauda nach Dittigheim zum Warm Up. An der Halle erstmal ein großes Hallo an viele Gesichter, die man halt wieder ein viel zu langes Jahr nicht gesehen hat. In dem Moment weiß man schon: hier ist man einfach richtig.
Irgendwie mag ich die Halle in Dittigheim und mag sie auch wieder nicht. Zepter waren ganz gut, aber haben mich dann doch nicht so ganz überzeugen können. Ich wollte unbedingt Templar sehen, das Album mag ich sehr gerne und habe es vorm KIT auch regelmäßig gehört. Der Sound war nicht ganz so optimal, aber mein Gott, das war ein fantastischer Auftritt, der hier bisher viel zu wenig abgefeiert wurde! Die Jungs nehmen ihr Ding echt ernst, Sword and Sorcery-Metal, wie er kaum besser geht, die spielen bestimmt auch bald mal auf dem regulären KIT.
Blacklyst habe ich verquatscht (und gegessen, vielleicht als Tipp fürs nächste Mal: es gab auch vegetarisches Essen, aber man musste sich ein wenig durchfragen. Das könnte man sicherlich noch etwas ausbauen und wenigstens eine reguläre vegetarische Alternative offen bewerben. War aber lecker und die Crew hat sich auch nett um mich,
@Thalon und
@Fallen Idol 666 gekümmert.
Bei Cruel Force wurde es mir zu drängelig und da ich nicht so sehr auf die stehe und Morbid auch nicht so mein Geschmackszentrum treffen, bin ich irgendwann abgerauscht.
Ich sehe immer sehr auf die frühen, jungen Bands am KIT und so habe ich mir Asedio und Living Fast auch angeschaut, beide haben mich aber nicht komplett überzeugen können. War aber trotzdem ganz schön zum Reinkommen in den Tag. Dragon habe ich geskippt, Muro habe ich mir gemütlich von der Tribüne angeschaut. Immer wieder schön, wie Bands, die ich bis zum Bekanntwerden des Line Ups nicht mal kannte, so viele Menschen zu Emotionen regen können. Stimmung war super, ich fand es auch wirklich gut.
Amulance fand ich tatsächlich voll gut. Hatte mich vorher mit den Songs vertraut gemacht und das hat schon Spaß gemacht, live war es dann nochmal ne Ecke besser. Wieder so eine typische Keep It True-Geschichte, bei der ich mich frage, warum so eine Band nicht mehr Aufmerksamkeit bekommen hat. Verdammt cool, das mal live erlebt zu haben. Traurig, dass solche Geschichten oft danach wieder in der Versenkung verschwinden, ich könnte mir das gerne noch öfter geben.
Über Ruffians wurde ja schon euphorisch geschrieben. Freut mich sehr, ich fand es ebenfalls toll. Tomentor habe ich mir auch angeschaut und wusste nicht so wirklich, warum. Das war schon arg "basisch". Mir ist die geschichtliche Relevanz bewusst und ich fand es auch ganz unterhaltsam, bräuchte das aber auch kein zweites Mal.
Totalis Metal fand ich überragend gut. Kannte das alles auch nur sehr rudimentär. aber das ist eine Band, der ich mich ein wenig aktiver widmen möchte. Manchmal bin ich dann da auch oberflächlich: ich weiß jetzt gar nicht, wer da an Originalmitgliedern dabei war, aber es hat mich gepackt und ich war glücklich. So einfach kann es manchmal sein.
Der Ross The Boss-Tribut hat bei mir Gänsehaut verursacht. Besser kann man so etwas eigentlich nicht machen. Einziger Wermutstropfen: es wäre der Sache angemessen gewesen, einfach mal eine Viertelstunde sein Maul zu halten und auch von Publikumsseite einen würdigeren Rahmen zu schaffen, aber das war bei vielen promillemäßig wohl nicht mehr möglich.
Sanctuary haben mich leider nicht gekriegt, ich fand den Gesang echt schlimm und bin dann irgendwann abgezischt. Da zollt der lange Tag dann doch seinen Tribut.
Samstag dann mit Hell Freezes Over und einem völlig euphorisierten
@Thalon gestartet, der meinte, dass ich mir das unbedingt anschauen müsse. Habe ich dann gemacht, fand es gut, aber nicht sensationell. Violet waren dann so richtig schön. Auch, wenn man ehrlicherweise zugeben muss, dass die Sängerin einige Male etwas unangenehm neben der Spur lag, war das ein klasse Auftritt. Die Dame am Getränkestand hat dann auch direkt nach dem Namen der Band gefallen, für ihre Ohren waren Violet anscheinend eine echte Erholung. Creatures waren wirklich toll in dem, was sie machen. Unterhaltsam, gute Songs, irgendwie war ich da voll dabei. Sehr schöner Farbtupfer für das Festival.
Panzer habe ich kurz angetastet, aber das war nicht so meins, Elixir waren dann gut, habe ich aber auch nicht ganz geschaut. Earthshaker absolute Weltklasse, wer denen keine Ohren geliehen hat, hat wirklich was verpasst. Das war ganz toll, das mal erleben zu dürfen. Auch hier: dafür liebe ich dieses Festival so sehr.
Mortal Sin dann nicht von dieser Welt! Was für ein Abriss, was für eine Energie. Ich bin ja nicht so der Listentyp, aber das hier war einer der Gewinnerauftritte dieses Jahr. Der andere kam danach. Ich liebe Trouble abgöttisch und habe vorher mit vielen philosophiert, dass es Bands für mich gibt, die nach einem Sängerwechsel für mich funktionieren, aber auch welche, wo das nicht der Fall ist. Ich dufte Trouble noch einmal mit Eric live erleben, das war einer der besten Auftritte, bei denen ich je war, obwohl man ihn da schon recht benebelt mehr oder weniger zur Bühne des Turock tragen musste. Dann einmal mit Cory Clarke von Warrior Soul. Super Band, super Sänger, aber nicht bei Trouble, das ging seinerzeit gar nicht. Einmal hatte ich auch mit Kyle das Vergnügen und fand es damals nur okay. Diesmal aber war es göttlich. Würdevoll, trotzdem voller Energie. Man muss eh sagen, dass das Duo Franklin/ Wartell diesen speziellen Klang erzeugen kann, den es kein zweites Mal weltweit gibt und der natürlich genau wie Erics Gesang zum absolut einzigartigen Sound beiträgt. Absolut toller Auftritt und hoffentlich eine Rückkehr zu einer "normalen" Band mit Album und Tour.
Anschließend dann Magnum.
@Nightswan und ich waren ganz aufgeregt und haben
@schattenmorelle vorgeschwärmt, wie toll das gleich werden wird. Für uns war es das dann auch

Die Zeit verging wie im Flug und wir waren einfach nur glücklich und dankbar für jede Sekunde. Nach dem Konzert schauten wir uns völlig beseelt an schwebten auf einem rosa Wölkchen.
@schattenmorelle machte es mit Sätzen wie "Es war ja schon ganz okay" von Minute zu Minute schlimmer

, aber egal, davon lebt das Ganze ja letztlich. Mir konnte das auch gar nichts von meiner Freude nehmen (sollte es ja auch gar nicht) und ich empfinde einfach nur Dankbarkeit, mein erstes Magnum-Konzert erleben zu dürfen. Das werde ich immer im Herzen tragen und ich glaube,
@Nightswan geht es ähnlich, auch wenn ich nicht weiß, ob es auch sein ersten Konzert war.
Danach war es für mich vorbei. Habe noch ein bisschen gequatscht und glücklich weg.
Was für ein zweiter Tag. Wenn man einfach nur mal die Stile der Bands nacheinander Revue passieren lässt, kann echt niemand behaupten, das Keep It True sei nicht verdammt abwechslungsreich. DAs hatte einen ganz eigenen Flow und war für mich tatsächlich einer der besten KIT-Tage, seit ich dabei sein darf.
Ein paar Worte noch zum Drumherum: Organisatorisch war es super, der Eiswagen hat aber gefehlt. Vegetarisch war ich das erste Mal unterwegs und das war gut, beim Warm Up bitte nachbessern. Der Weinstand war nett. Hatte mich ein wenig mit denen unterhalten und die waren ganz überrascht, wie international das war. Ein Pärchen aus Kolumbien kam und erzählte direkt, dass wir unbedingt mal alle nach Kolumbien kommen müssten. Die Einwände der Weinhändlerin, dass das doch gefährlich sein solle, wurde charmant abgebügelt, das werde in den Medien nur aufgebauscht

Ansonsten: Mit Japanern, Griechen, Italienern, Amerikanern und wem noch alles tolle Gespräche geführt,
@Barabas und Anhang kennengelernt, über Berlin gequatscht,
@Albi dann online bedroht, wie soll ein Nachmittag besser laufen?
Ich will niemanden vergessen, daher keine weiteren Markierungen, Ihr wisst, wer Ihr seid. Ich meine das ernst: ich schätze Euch so unglaublich und bin so glücklich, dass ich ein kleiner Teil davon sein darf. Freude aufs nächste Jahr ist bereits groß, bleibt alle gesund bis dahin, das ist alles nicht selbstverständlich, solche Wochenenden zusammen erleben zu dürfen.