KI und Co. - lieber künstliche Intelligenz als selber doof

El Guerrero

Till Deaf Do Us Part
Wenn ich mich recht entsinne, gibt es hier noch gar keinen Thread zum Thema künstliche Intelligenz. Außer den Bilder- und KI-Musik-Themen.

Mich interessiert eure generelle Meinung zu diesem nicht gerade kleinen und unwichtigen Komplex, der gerade alles auf den Kopf stellt und die Zukunft immer weiter der Science Fiction annähert.

Bei allem Unfug, der damit jetzt schon angestellt wird, fände ich es -ohne den Thread beschränken zu wollen- schön, wenn wir uns hier ein wenig auf die positiven Effekte von ChatGPT, Gemini und wie sie sich alle schimpfen, konzentrieren können.

Wo glaubt ihr, liegt der Nutzen dieser ganzen Technik? Wo geht’s hin, was ist für euch vorstellbar? Inwieweit nutzt ihr selbst schon KI für die Arbeit oder privat?

Mich für meinen Teil haben die bisherigen Möglichkeiten schon voll gecatcht. Für die Arbeit als DJ nutze ich ChatGPT um Businessmodelle und Grundgerüste für Social Media-Texte zu erstellen. Als Eventmanager habe ich damit für meinen (jetzt Ex-)Betrieb eine komplette, neue Organisationsstruktur ausgearbeitet. Für die Klage wegen ausstehenden Lohnes dieses Arbeitgebers hat es mir eine Klageschrift erstellt, die die Beamtin beeindruckt 1:1 übernehmen konnte. :D Und meine Webseiten hätte ich über Wordpress nie im Leben in der Qualität ohne seine Unterstützung hinbekommen.

Ich nutze es nicht als Google-Ersatz, aber in vielen Lagen als wertvollen Impulsgeber und starkes Werkzeug, das ich nicht mehr missen möchte.
 
Zuletzt bearbeitet:
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Spaß beiseite, das trifft es zwar etwas, aber erzählt nicht die ganze Geschichte. Ich nutze KI primär als enorm beschleunigte Google -Recherche: ansonsten hätte ich die Infos aus mehreren sinnvoll/vertrauenswürdig wirkenden Artikeln und Forendiskussion kombiniert, jetzt macht das (bei unwichtigen Themen) die KI für mich.

Bezüglich der gesellschaftlichen Implikationen verschärfen sich durch KI die Probleme, die es schon mit dem Internet an sich gab:
- die wenigsten verstehen, wie es funktioniert
- ein guter Teil der User ist zu blöd, es richtig zu benutzen
- es wurde innerhalb kürzester Zeit zu einem Umverteilungstool von unten nach oben umfunktioniert.

Das größte Missverständnis mit der KI sehe ich in der Annahme, dass sie "etwas weiß", intelligent ist oder kreativ etwas leisten kann. KI verdichtet nur bestehende öffentliche Informationen mal mehr, mal weniger gut. Im Grunde ist die Antwort auf jede Frage: "In der Welt, in der du lebst, sieht eine gängige Antwort auf <deine Frage> oft so aus:". Man bekommt also eine Imitation auf Basis oberflächlicher Eigenschaften, die die KI deinem Prompt entnommen hat. Gut für alle Themen, bei denen man wenig wissen muß, um weiterzukommen - schlecht bei allem, was Details, Ganzheitlichkeit oder Tiefgang benötigt.
 
In meinem Job (Backoffice einer Bank) ist KO aktuell schon ein wichtiges Thema und wir werden aktiv aufgefordert, sich damit zu beschäftigen, v.a. auch die entsprechenden Schulungen und Trainings nutzen.

Ich habe Copilot nun schon ein paar Mal erfolgreich angewandt. Sehr hilfreich ist es, um längere Texte zu übersetzen, zusammen zu fassen, strukturieren. Auch zur Analyse von größeren Mengen an Daten kann es sehr hilfreich sein. Ich betone, dass das ein Tool ist, das mein Arbeitgeber auch erlaubt und entsprechend geprüft hat.

Ich bin hier selber erst am Anfang, aber es ist sehr spannend, wenn man es zu seiner eigenen Arbeitserleichterung einsetzt. Hab gehört, dass es in einer erweiterten Version auch Online-Besprechungen protokollieren kann mit den To Do's für alle Teilnehmer usw.
 
Ich als Softwareentwickler nutze natürlich all diese Tools, ChatGPT und GitHub CoPilot haben bei mir Google zu 90% abgelöst. In der gleichen Zeit bekomme ich damit locker das dreifache abgearbeitet. Die elendige Suche nach dämlichen Tippfehlern hat nun ein Ende :D Die KI ermöglicht es einem sich in vielen Dingen mehr mit der Sache, dem Ziel zu beschäftigten als mit lästigen Nebenarbeiten. Auch bei Dokumentationen und Anforderungsbeschreibung ist das sehr hilfreich und spart einem jede Menge Zeit.
Ich finde das alles ist eine Riesen Chance und öffnet jede Menge Türen, schließt natürlich aber auch viele.
Privat nutze ich das mittlerweile auch sehr viel da ich mich am Ende viel mehr mit den wichtigeren Themen beschäftigen kann.
 
In meinem Job (Backoffice einer Bank) ist KO aktuell schon ein wichtiges Thema und wir werden aktiv aufgefordert, sich damit zu beschäftigen, v.a. auch die entsprechenden Schulungen und Trainings nutzen.

Ich habe Copilot nun schon ein paar Mal erfolgreich angewandt. Sehr hilfreich ist es, um längere Texte zu übersetzen, zusammen zu fassen, strukturieren. Auch zur Analyse von größeren Mengen an Daten kann es sehr hilfreich sein. Ich betone, dass das ein Tool ist, das mein Arbeitgeber auch erlaubt und entsprechend geprüft hat.

Ich bin hier selber erst am Anfang, aber es ist sehr spannend, wenn man es zu seiner eigenen Arbeitserleichterung einsetzt. Hab gehört, dass es in einer erweiterten Version auch Online-Besprechungen protokollieren kann mit den To Do's für alle Teilnehmer usw.

Ich nutze die KI auch dafür um Texte zusammen zu fassen oder als Denkanstoß um ein Schriftstück oder eine längere E-Mail zu formulieren. Ganz will ich einen Text nicht einfach aus der KI kopieren, aber sie hat mir wirklich schon das ein oder andere mal u. a. für die Strukturierung geholfen.

Auch sehr hilfreich ist die Möglichkeit, dass man einen komplexen Sachverhalt reinhauen kann und eine entsprechend ausführliche Antwort bekommt. Selbst mit prüfen ob die Antwort und ggf. Rechtsgrundlagen stimmen kann man mit der KI um einiges schneller und effizienter arbeiten als einzelne Stichworte über google zu suchen.
 
Kurzfassung:

- Midi-Drums für eigene Songs (Suno Studio) erstellt
- Apps in Google Studio (Build) gebaut, zB: eine Bildbearbeitungsapp mit den wichtigsten Funktionen und Voreinstellungen die ich immer wieder mal brauche (da ist jetzt Banana Pro und Gemini 3 drin verknüpft, Hamma)
- in ChatGPT spezielle GPTs zu ganz verschiedenen Themen und für verschiedene Aufgaben gebastelt (Zusammenfassungen, Faktencheck, DAW-Themen)
- Notebook LLM
 
Benutze keine KI. Bi ja auch selber schlau (genug bisher).
Ich kontere mal mit KI:

„Na dann ist KI ja genau das Richtige für dich: schlau trifft schlau.“
„Selbst schlau sein schließt externe Hilfe nicht aus. Sonst gäbe es auch keine Taschenrechner.“
„Klar bist du schlau genug — aber offenbar nicht schlau genug, um zu merken, wann du Unterstützung brauchen könntest.“
„Dein Satz klingt nach Selbstbewusstsein – aber eigentlich verrät er nur, dass du Angst hast, mit echter Kompetenz konkurrieren zu müssen.“
„Wer wirklich schlau ist, verweigert sich nicht aus Prinzip – das machen nur Leute, die fürchten, dass ein Vergleich ihnen schadet.“

:D;)
 
Ich kontere mal mit KI:

„Na dann ist KI ja genau das Richtige für dich: schlau trifft schlau.“
„Selbst schlau sein schließt externe Hilfe nicht aus. Sonst gäbe es auch keine Taschenrechner.“
„Klar bist du schlau genug — aber offenbar nicht schlau genug, um zu merken, wann du Unterstützung brauchen könntest.“
„Dein Satz klingt nach Selbstbewusstsein – aber eigentlich verrät er nur, dass du Angst hast, mit echter Kompetenz konkurrieren zu müssen.“
„Wer wirklich schlau ist, verweigert sich nicht aus Prinzip – das machen nur Leute, die fürchten, dass ein Vergleich ihnen schadet.“

:D;)

Ist das schon Cybermobbing?
 
Da fällt mir noch ein:

Betrifft zwar nur indirekt mich, aber unser Tierarzt nutzt seit kurzem auch eine KI-Sprechstundenhilfe am Telefon. Es ist anfangs etwas gewöhnungsbedürftig mit einer KI zu sprechen, aber die zwei Anrufe die wir bisher tätigen mussten haben wirklich super funktioniert.
Vorteile sind natürlich ganz klar, dass man nicht mehr in der Warteschleife hängt und auch außerhalb der üblichen Geschäftszeiten anrufen und einen Termin vereinbaren oder ggf. etwas nachfragen kann. Und auch in der Praxis ist es um einiges ruhiger wenn nicht ständig das Telefon klingelt.
 
Das wird schon alles eine ziemlich große Scheisse werden. Zum Glück bin ich alt.
Das wird für dich noch zum Problem. Ich arbeite mehr oder weniger im medizinischen Umfeld. Und wieviele Doktoren ich mittlerweile die verschrienen "ChatGPT-Diagnosen" stellen sehe, ist mehr als beunruhigend.

AI wird das Ende der Menschheit einläuten. AI hat nicht die Aufgabe "intelligent" zu sein. AI hat für die Masse die Aufgabe, der Masse das zu liefern, was die Masse will. Angefangen aktuell vom Raten zu Selbstmord, Streuen von Falschinformationen/Lügen grade im politischen Diskurs und demUnterdrücken von Wahrheit (Beste Beispiel hier wohl Tiananment-Square) - und natürlich die hier im Forum schon abgeklapperten Themen, Kunst mit AI zu ersetzen.

Ich sehe in einer "freien" AI exakt das, was SciFi-Autoren schon vor 60 Jahren geschrieben haben.
 
Das wird für dich noch zum Problem. Ich arbeite mehr oder weniger im medizinischen Umfeld. Und wieviele Doktoren ich mittlerweile die verschrienen "ChatGPT-Diagnosen" stellen sehe, ist mehr als beunruhigend.

AI wird das Ende der Menschheit einläuten. AI hat nicht die Aufgabe "intelligent" zu sein. AI hat für die Masse die Aufgabe, der Masse das zu liefern, was die Masse will. Angefangen aktuell vom Raten zu Selbstmord, Streuen von Falschinformationen/Lügen grade im politischen Diskurs und demUnterdrücken von Wahrheit (Beste Beispiel hier wohl Tiananment-Square) - und natürlich die hier im Forum schon abgeklapperten Themen, Kunst mit AI zu ersetzen.

Ich sehe in einer "freien" AI exakt das, was SciFi-Autoren schon vor 60 Jahren geschrieben haben.
Ich tendiere selten zu apokalyptischen Zukunftvisionen aber ja, ich sehe auch schwarz. Jetzt kurz die Debatte um die Kunst ausklammern: was mit der KI in Sachen automatisierte Arbeit, Überwachung, Information und Aufrüstung gemacht werden könnte, bereitet mir große Sorgen. Und ihr könnt davon ausgehen, dass diejenige, die diesen Prozess in die Wege leiten, das Wohl der Menschheit nicht im Visier haben. Da ist Elon Musk nur der prominenteste unter den wichtigen Akteuren.

Ich war am Anfang neugierig, bei der Arbeit war KI auch schon Thema und ich habe es ausprobiert, um Texte zu schreiben (sowohl arbeitsbedingt als auch privat) und für Recherche. Fand ich tendenziell mittelmäßig bis korrekturbedürftig, um zu schweigen von der fehlenden persönlichen Note (das mittlerweile schon berühmt/berüchtigte "das ist wohl mit KI geschrieben worden"-Effekt).
Inzwischen gehöre ich eher zur Luddisten-Fraktion. Die KI wird meinen fehlenden Talent in bestimmten Bereichen nicht ersetzen können. Da ist die Lösung nur eine: sich anstrengend und weiter lernen, oder eine kreative Lösung finden. In Kürze: den menschlichen Geist und Verstand aktivieren.

Wer noch ein paar Stunden Zeit hat, hier eine Diskussion zwischen Bernie Sanders und Geoffrey Hinton, Physik-Nobelpreisträger und KI-Papst, der mittlerweile eine sehr kritische Sicht auf das gesamte Unterfangen hat:

(Fängt bei 30:10 an)
 
Das wird für dich noch zum Problem. Ich arbeite mehr oder weniger im medizinischen Umfeld. Und wieviele Doktoren ich mittlerweile die verschrienen "ChatGPT-Diagnosen" stellen sehe, ist mehr als beunruhigend.

AI wird das Ende der Menschheit einläuten. AI hat nicht die Aufgabe "intelligent" zu sein. AI hat für die Masse die Aufgabe, der Masse das zu liefern, was die Masse will. Angefangen aktuell vom Raten zu Selbstmord, Streuen von Falschinformationen/Lügen grade im politischen Diskurs und demUnterdrücken von Wahrheit (Beste Beispiel hier wohl Tiananment-Square) - und natürlich die hier im Forum schon abgeklapperten Themen, Kunst mit AI zu ersetzen.

Ich sehe in einer "freien" AI exakt das, was SciFi-Autoren schon vor 60 Jahren geschrieben haben.

Bei allem Unfug, der damit jetzt schon angestellt wird, fände ich es -ohne den Thread beschränken zu wollen- schön, wenn wir uns hier ein wenig auf die positiven Effekte von ChatGPT, Gemini und wie sie sich alle schimpfen, konzentrieren können.
 
Ich nutze auch KI als Hilfe im Studium, teilweise beruflich (Formulieren/Umschreiben von Texten) und gelegentlich auch privat.

Für mich ist es ein zweischneidiges Schwert und ich bin mir auch gar nicht mal so sicher, wie hilfreich es wirklich ist.

Bspw liefert es sehr gute Anstöße, wenn es um Ideen oder Herangehensweisen für Hausarbeiten etc geht. Wenn es dann aber in die Tiefe geht, kommt die KI an ihre Grenzen. Man kann sich zwar Vorschläge für Literatur etc geben lassen, aber alles weitere muss man dann eh selbst in die Hand nehmen.

Zudem ist KI meiner Erfahrung nach sehr fehleranfällig. Hab bspw mal nach einer recht simplen Lösung für ein Rätsel in nem Videospiel gesucht und die der KI war einfach falsch. Oder letztens hab ich nach relevanten Kapiteln eines Buches für meine Arbeit gefragt und die KI nennt den falschen Autor - wie richtig dann die Angabe der entsprechenden Kapitel ist, ist also auch fraglich.

Also im Endeffekt nutze ich es nur als Starthilfe oder Korrektur für Arbeiten und Texte, alles andere muss ich weiterhin selbst machen und wenn ich eine KI einsetze, darf ich jedesmal prüfen, ob das Ergebnis brauchbar bzw richtig ist. Insofern fraglich, ob es da wirklich eine (massive) Arbeitserleichterung ist oder einfach nur eine Verschiebung von Tätigkeiten (weniger selbst schreiben, dafür mehr Aufwand bei Recherche).
 
KI ist für mich ein schwer greifbarer Begriff, hinter dem sich unzählige verschiedene Dinge verbergen. Manche gruselig, viele komplett bescheuert oder völlig unnütz, manche aber auch nützlich.

Ich bewerte eine Lösung, die mit KI arbeitet erstmal nicht anders als andere Tools. Für mich ist entscheidend, was mir eine Sache bringt, wobei sie mir hilft - und wobei nicht.

Grundsätzlich bin ich eigentlich Jemand, der viele dieser Entwicklungen sehr kritisch sieht, im Einzelfall bin ich jedoch sehr pragmatisch. Ich befasse mich durchaus damit, wo es mich beruflich und privat berührt. Ich zwinge mich regelrecht dazu, denn ich will wissen, womit ich es zu tun hab, was zu erwarten ist, wo Risiken liegen und wo Chancen.

Eine grundsätzliche Verweigerungshaltung oder ein demonstrativ Kulturpessimismus bringen aus meiner Sicht nichts. Gesellschaftlich und Wirtschaftlich wird sich aus meiner Sicht viel verändern - vieles wahrscheinlich nicht zum Guten, aber damit will ICH für MICH trotzdem so pragmatisch umgehen, wie es eben geht, denn stehen bleibt die Entwicklung meinetwegen ja sowieso nicht.
 
Ach, privat spiele ich ja gerne mal mit Suno oder ChatGPT herum, aber auf der Arbeit? Es hat mich immer noch abgeschreckt, dass ein Kollege vor einem Jahr oder so mal eine Liste mit Dateien per ChatGPT sortiert haben wollte und am Ende in der Liste Dateienamen auftauchten, die es gar nicht gab, aber die halt sehr ähnlich zu vorhandenen klangen - das Ergebnis war also voll und ganz unbrauchbar, und es hätte mich auch nicht gewundert, wenn irgendwas auf der anderen Seite gefehlt hätte. Da brauche ich noch einige positive Gegenbeispiele für, bis ich diese Skepsis abgelegt haben dürfte.
 
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