KI und Co. - lieber künstliche Intelligenz als selber doof

Die lokalen Modelle müssen ja trainiert werden was mWn. lokal auf 'nem User-PC nicht möglich ist. Wie oben schon erwähnt ist es nicht die Anwendung, beim 0815-Endkunden wie uns, die die Sachen so teuer machen, sondern die nötige Hardware für die Entwicklung von neuem Scheiß, auch den am Ende lokal nutzbaren.
Was den Cloudaspekt betrifft bin ich anderer Meinung, das geht nicht mehr weg. Ohne Clouds wäre das was uA. die Mobilität der Zukunft angeht nicht möglich- zB dass jedes Auto alles (für den Verkehr notwendige) über die Autos in der näheren Umgebung weiß, zB um den Verkehrsfluss zu regeln.

Irgendetwas muss aber passieren um den HiTech-Affen endlich Macht zu nehmen, da sind wir einer Meinung. Ich bin da nur ziemlich skeptisch- ist ja alles "Neuland", und wenn ich daran denke, dass ein Bekannter von mir, der sich beruflich bedingt viel besser auskennt als wir hier alle zusammen, neulich sehr sehr verzweifelt wegen der Nutzung von Microsoft-Hardware in neuen Deutschen Rechenzentren geäußert hat dann bin ich eher um das Thema Infrastruktur-Sicherheit besorgt, als über den Preis für neue Playsis.
 
AAAber: Mit dem Endkunden und seiner Shitposterei, KI-Slop usw. hat das nicht allzuviel zu tun, sondern mit den enormen Investitionen der Techgiganten in deren Infrastruktur. Die benötigen für ihre Rechenzentren bspw. Komponenten die viel leistungsstärker sind als das was Ottonormalverbraucher bei Mediamarkt sucht. Und weil die Gewinnmargen im KI- und Serversektor viel höher sind als die für Consumergedöns haben die ihre Produktion daraufhin ausgerichtet, Prod.-Linien umgerüstet usw, was bedeutet dass das Consumergedöns knapper und dadurch (der Markt regelt das schon) teurer wird.
Natürlich hat das mit der Shitposterei zu tun. Wenn nicht so viele Leute den KI-Käse so exzessiv und inflationär nutzen würden, wäre die Nachfrage der Techgiganten, ihre Rechenzentren etc. dermaßen aufzurüsten erst gar nicht da. Jede Anfrage (also jedes Bild, jeder Song, jedes Prompt) läuft in solch einem Rechenzentrum auf. Je höher die Nachfrage, desto mehr Serverkapazität wird benötigt. Wenn du dann mal holst, wie sich das potenziert, weil mittlerweile halt eben so viele Leute das massiv nutzen, dann weißt du, was Sache ist.

Natürlich ist das nur EIN Faktor unter mehreren. Aber dennoch ein nicht unwesentlicher bzw. ein nicht zu unterschätzender.
 
Natürlich hat das mit der Shitposterei zu tun. Wenn nicht so viele Leute den KI-Käse so exzessiv und inflationär nutzen würden, wäre die Nachfrage der Techgiganten, ihre Rechenzentren etc. dermaßen aufzurüsten erst gar nicht da. Jede Anfrage (also jedes Bild, jeder Song, jedes Prompt) läuft in solch einem Rechenzentrum auf. Je höher die Nachfrage, desto mehr Serverkapazität wird benötigt. Wenn du dann mal holst, wie sich das potenziert, weil mittlerweile halt eben so viele Leute das massiv nutzen, dann weißt du, was Sache ist.

Natürlich ist das nur EIN Faktor unter mehreren. Aber dennoch ein nicht unwesentlicher bzw. ein nicht zu unterschätzender.
Genau das. Ich schaue mich ja nur mal im engsten Bekanntenkreis um, 2/3 nutzen schon ausschließlich ChatGPT für Internetsuchanfragen. Könnte man in der Suchmaschine seiner Wahl ebenso finden, weil hier tatsächlich nur belangsloses Zeug/Trivialwissen mit der KI "besprochen" wird.
 
Die lokalen Modelle müssen ja trainiert werden was mWn. lokal auf 'nem User-PC nicht möglich ist.
Für das Generieren von Programmcode oder Anwendungen in Krankenhäusern wäre die Infrastruktur für das Trainieren der Modelle in den jeweiligen Firmen bereits vorhanden und allein aus Datenschutzgründen wäre deren Nutzung sogar vorzuziehen. Das ist keine Hexerei. Ich habe LLMs und GANs auf ganz normalen Gamer-Mühlen trainiert. Zudem gibt es dezentralisierte Technologien, die ein Teilen der Hardware zu Trainingszwecken ermöglichen. Ein hybrider Ansatz, bestehend aus kleineren Datenzentren und den erwähnten dezentralen Lösungen, scheint mir einige Vorzüge gegenüber den Spekulationsprojekten der Techgiganten zu haben. Und zur Cloud: Das ist sicher kein entweder-oder, aber AI-Slob, private Chats und meine verworrenen SQL Querries müssen da jetzt wirklich nicht gespeichert werden und schon gar nicht an die Arschlöcher von Palanthir weitergegeben werden.

Ich vermute, dass wir uns nicht wirklich widersprechen und einfach unterschiedliche Anwendungsbereiche im Sinn haben. Selbstfahrende Autos sind nun mal etwas anderes als lustige Bilder zu erzeugen oder medizinische Berichte zusammenzufassen.
 
Wenn nicht so viele Leute den KI-Käse so exzessiv und inflationär nutzen würden, wäre die Nachfrage der Techgiganten, ihre Rechenzentren etc. dermaßen aufzurüsten erst gar nicht da.
... und KI-Konzerne würde sofort aufhören Chips zu horten? lol .
Jede Anfrage (also jedes Bild, jeder Song, jedes Prompt) läuft in solch einem Rechenzentrum auf.
Sicher, aber KI-Bildchen und Songs machen nur einen Bruchteil an KI-Anwendungen aus (!) und das Training verschlingt die Produktionskapazitäten der Halbleiterindustrie. Deshalb wird der Mist immer teurer.

Ich vermute, dass wir uns nicht wirklich widersprechen und einfach unterschiedliche Anwendungsbereiche im Sinn haben.
:top:
 
Natürlich hat das mit der Shitposterei zu tun. Wenn nicht so viele Leute den KI-Käse so exzessiv und inflationär nutzen würden, wäre die Nachfrage der Techgiganten, ihre Rechenzentren etc. dermaßen aufzurüsten erst gar nicht da
Ihr habt vielleicht beide recht oder keiner, man weiß es nicht. Wenn jemand belastbare Statistiken hat, in welche Anwendungen der Compute tatsächlich geht, gerne her damit. Ich glaube, das fällt unter Geschäftsgeheimnis. Marktbeobachter sind sind aber der vorsichtigen Meinung, dass es auf der Welt keine Nachfrage nach KI-Produkten in einem Maße gibt, welche die Infrastrukturinvestitionen auch nur ansatzweise rechtfertigen würden. Daraus würde ich interpolieren, dass eher @abolesco recht hat: niemand ist im Moment gezwungen, seine Rechenkapaziäten zu erweitern, weil er die Kundennachfrage nach Slop aktuell nicht bedienen kann. Es wird eher um Weiterentwicklung und Training gehen. Der Rechenzentrums-Boom ist schuld an der Hardwareverteuerung, aber "funny" Slop ist eher nicht Schuld am Boom.
 
habt vielleicht beide recht oder keiner, man weiß es nicht. Wenn jemand belastbare Statistiken hat, in welche Anwendungen der Compute tatsächlich geht, gerne her damit. Ich glaube, das fällt unter Geschäftsgeheimnis.

Schau mal hier rein. Algorithmwatch hat dazu vor kurzem etwas veröffentlicht. Vielleicht findest du da ein paar Antworten.

  1. Die meisten Behauptungen über positive Klimaauswirkungen beziehen sich auf „herkömmliche” KI, deren Umweltauswirkungen weit geringer sind als die von generativen KI-Anwendungen für Verbraucher*innen. Selbst wenn es positive Auswirkungen „herkömmlicher“ KI gibt, haben sie wenig mit der massiven Zunahme des Energieverbrauchs durch generative KI zu tun.
  2. Behauptungen über positive Klimaauswirkungen durch herkömmliche KI basieren meist auf schwachen Belegen wie Unternehmenswebseiten, nicht auf wissenschaftlichen Veröffentlichungen. Nur 26% der von uns untersuchten Behauptungen positiver Klimaeffekte stützen sich auf wissenschaftliche Veröffentlichungen, während 36% überhaupt keine Belege anführen.
 
Ok, dann habe ich dich wohl falsch verstanden.
@Captain Howdy hat etwas salopp formuliert, dass Arbeitsspeicher teurer wird, weil die Leute Slop ins Internet scheißen. Unzweifelhaft ist, dass Hardware teurer wird, weil die Rechenzentrumsindustrie gerade extremen Bedarf hat. Strittig ist hingegen, dass sie den hat, weil die Leute so viel Slop scheißen wollen, dass die vorhandenen Kapazitäten nicht ausreichen und man deshalb ausbauen muss.
Warum man tatsächlich wie verrückt ausbaut, weiß niemand so genau.
Der Rechenzentrums-Boom ist schuld an der Hardwareverteuerung, aber "funny" Slop ist eher nicht Schuld am Boom.
Am Klondike haben manche Gold gefunden und manche nicht. An beiden richtig geil verdient haben die Werkzeugverkäufer. An KI verdienen im Moment vor allem die Unternehmen, die Rechenzentren bauen können. Der Unterschied zum Klondike ist, das die Auftraggeber oft eigentlich schon genug Gold haben.
 

Mein Kollege kam damit schon vor ein paar Wochen um die Ecke. Jetzt wohl offiziell. Bei uns im Antiquariat zwar noch nicht passiert, aber man ist jetzt doch sensibilisiert.
 

Mein Kollege kam damit schon vor ein paar Wochen um die Ecke. Jetzt wohl offiziell. Bei uns im Antiquariat zwar noch nicht passiert, aber man ist jetzt doch sensibilisiert.

Als wäre das nicht ohnehin schon total bizarr, dass die Tech-Milliardäre einem im Grunde ohne jede Scham das verkaufen, was die Menschheit in den letzten 2000 Jahren so zustande gebracht hat, waren alte Bücher immer noch eine Art Gegenpol. In meinen Lehrveranstaltungen habe ich immer betont, "nicht alles ist im Internet zu finden", weil für neuere Generationen von Studierenden Bücher immer fremder werden bzw. was nicht im Internet steht, für sie nicht zu existieren scheint. Es war eine Frage der Zeit, bis auch hier geräubert wird, wen interessiert schon Eigentumsrecht, aber diese Selbstverständlichkeit, mit der Wissen nicht nur zugänglich gemacht, sondern gleichzeitig privatisiert und monopolisiert wird, macht mich traurig.
 
Dass die KI in der Schule Einzug hält, läßt sich nicht vermeiden, aber wie die Lehrer*innen damit umgehen läßt mich manchmal verzweifeln. Unser Kleiner hat gestern im Musikunterricht einen Film über Bach angesehen, von dem er selber gesagt hat, dass er selten so was Schlechtes gesehen habe. Wer sich das antun möchte: https://www.youtube.com/watch?v=x0WEehdW1EU
Billigst produzierter KI-Schund, zahllose Fehler und falsche Daten. Und sowas wird offiziell im Unterricht gezeigt. Aber klar, kein Aufwand für den Lehrer.

Und beim Großen in der Klasse ist es inzwischen Usus, bei den Schulaufgaben und Exen sein Zweithandy zu benutzen. Man muss vor jeder Arbeit sein Handy abgeben, aber offensichtlich haben viele der Schüler ein Zweithandy. Mit dem werden dann mittels KI die Aufgaben gelöst. Das betreiben vor allem diejenigen, die zu Beginn des Schuljahrs mehr als versetzungsgefährdet waren. Und nun, zappzarapp, in der Matheschulaufgabe eine glatte 1 mit voller Punktzahl. Somit stehen die ganzen Tiefflieger und Klassenclowns plötzlich notentechnisch mehr als gut da. Meinen Sohn kotzt das sehr an, aber er will auch niemanden verpetzen. Dass das den Lehrer*innen nicht auffällt finde ich auch mehr als bedenklich. Wir überlegen schon die ganze Zeit, ob wir das melden sollen.
 
Dass die KI in der Schule Einzug hält, läßt sich nicht vermeiden, aber wie die Lehrer*innen damit umgehen läßt mich manchmal verzweifeln. Unser Kleiner hat gestern im Musikunterricht einen Film über Bach angesehen, von dem er selber gesagt hat, dass er selten so was Schlechtes gesehen habe. Wer sich das antun möchte: https://www.youtube.com/watch?v=x0WEehdW1EU
Billigst produzierter KI-Schund, zahllose Fehler und falsche Daten. Und sowas wird offiziell im Unterricht gezeigt. Aber klar, kein Aufwand für den Lehrer.

Und beim Großen in der Klasse ist es inzwischen Usus, bei den Schulaufgaben und Exen sein Zweithandy zu benutzen. Man muss vor jeder Arbeit sein Handy abgeben, aber offensichtlich haben viele der Schüler ein Zweithandy. Mit dem werden dann mittels KI die Aufgaben gelöst. Das betreiben vor allem diejenigen, die zu Beginn des Schuljahrs mehr als versetzungsgefährdet waren. Und nun, zappzarapp, in der Matheschulaufgabe eine glatte 1 mit voller Punktzahl. Somit stehen die ganzen Tiefflieger und Klassenclowns plötzlich notentechnisch mehr als gut da. Meinen Sohn kotzt das sehr an, aber er will auch niemanden verpetzen. Dass das den Lehrer*innen nicht auffällt finde ich auch mehr als bedenklich. Wir überlegen schon die ganze Zeit, ob wir das melden sollen.
Facharbeiten etc. lassen sich doch viele auch schon mit Hilfe von KI schreiben. Da muss es doch Prüfsoftware geben?!?
 
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Facharbeiten etc. lassen sich dich viele auch schon mit Hilfe von KI schreiben. Da muss es dich Prüfsoftware geben?!?
Nee, ich glaube, da hinkt das Schulsystem der technischen Entwicklung meilenweit hinterher. Aufholen unmöglich. Ich kenne jemanden, der gerade Soziale Arbeit an einer Fernuni studiert. Da brüsten sich auch viele Student*innen, dass sie ihre Hausarbeiten von der KI machen lassen. Die Uni scheint das nicht zu merken und zu allem Überfluß sind auch deren Prüfungen inzwischen hauptsächlich KI-generiert. Zeigt sich daran, dass in einer Prüfung die selbe Frage oft mehrfach gestellt wird, nur in einer etwas anderen Formulierung. Zudem werden oft Fragen zu komplett redundanten Themen gestellt, was ein normaler Prüfer nie und nimmer abfragen würde. Scheinbar gibt es aber auch dort keine Qualitätskontrolle mehr.
 
Wir überlegen schon die ganze Zeit, ob wir das melden sollen.
Was gibt es da zu überlegen? Ernstgemeinte Frage!
Ich bin ja nicht generell dagegen, dass Lehrer und Schüler (abseits von Tests) KI nutzen, aber wenn ein Lehrer Kindern solchen (auch in der überarbeiteten Version) Scheiß vorsetzt muss man mMn. beim Direx intervenieren.
 
Nee, ich glaube, da hinkt das Schulsystem der technischen Entwicklung meilenweit hinterher. Aufholen unmöglich. Ich kenne jemanden, der gerade Soziale Arbeit an einer Fernuni studiert. Da brüsten sich auch viele Student*innen, dass sie ihre Hausarbeiten von der KI machen lassen. Die Uni scheint das nicht zu merken und zu allem Überfluß sind auch deren Prüfungen inzwischen hauptsächlich KI-generiert. Zeigt sich daran, dass in einer Prüfung die selbe Frage oft mehrfach gestellt wird, nur in einer etwas anderen Formulierung. Zudem werden oft Fragen zu komplett redundanten Themen gestellt, was ein normaler Prüfer nie und nimmer abfragen würde. Scheinbar gibt es aber auch dort keine Qualitätskontrolle mehr.
Ein Problem von Fernunis ist, dass sie Geld bekommen und zufriedene Kunden wichtiger sind als der individuelle Erfolg.
Aber egal ob Grundschule oder Uni, wer sein Denkvermögen leichtfertig auslagert, wird früher oder später auf der Nase landen. Leider macht uns das als Gesellschaft im Ganzen schwächer.
 
Da muss es doch Prüfsoftware geben?!?
Die gibt es, ist aber teuer. Kann sich keine Schule leisten, die schon marode ist, Sanierungsstau hat und eher mal die Toiletten sanieren oder Klimaanlagen installieren müsste. Desweiteren gibt es für die Lehrkräfte auch keine extra bezahlte Überprüfungszeit zur Kontrolle der Arbeiten, d.h. dies muss, wenn es denn geschieht, noch ehrenamtlich in der Freizeit gemacht werden. Das jeweiligen Länder/Bildungsministerien stellen da leider keine Prüfsoftware für alle Schulen bereit und haben keine extra Stellen für Prüfer:innen geschaffen.
 
Was gibt es da zu überlegen? Ernstgemeinte Frage!
Ich bin ja nicht generell dagegen, dass Lehrer und Schüler (abseits von Tests) KI nutzen, aber wenn ein Lehrer Kindern solchen (auch in der überarbeiteten Version) Scheiß vorsetzt muss man mMn. beim Direx intervenieren.
Ich meinte in dem Fall eher das Nutzen der KI bei den Prüfungen. Der Film gestern...Das Problem mit der Schule ist, je länger man den ganzen Scheiß mitmacht, desto desillusionierter wird man, dass sich da irgendetwas ändert.
 
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