Kinder der 90er - die geilste Geschmacksverirrung ever

Ja sehr geil @Bexham! :) Entscheidend wird halt einfach sein, wie alt man da selbst war, als das alles aufkam. So in die Frühjugend hineinzuwachsen Anfang/Mitte der 90er war schon supergeil.
Das war eine Zeit zwischen dem, was damals so den allgemeinen Spirit ausmachte und dem persönlichen Abgleiten in den Metal. Also bei mir war's ja so: das lief halt parallel, gehörte aber einfach zusammen. Die "Smash" und die "Ignition" und das erste Tape von Rotting Christ, "Bleib' tapfer", "Dookie" und die erste Morbid Angel-CD.
Der eigene Kosmos expandierte halt blitzschnell in alle Richtungen, weil noch nicht so wahnsinnig viel da war. Und ich hätte auch gar keinen Sammelbegriff dafür gehabt, weil das ja tatsächlich halbwegs heterogene Musik war, die einfach an allen Ecken und Enden gut ankam. Im Prinzip wecken alle Namen, die bisher in diesem Thread gefallen sind, tolle Erinnerungen in mir - auch wenn ich noch nicht mal alle so wirklich gehört hab'.

Biohazard - natürlich auch, ja! "State of the World Adress" und später dann auch noch "Mata Leao", die gemeinsam mit Pantera, Soundgarden, ersten Anflügen von altem Death Metal und viel klassischem Heavy Metal der Soundtrack zu meinem ersten eigenen Urlaub (ohne meine Mutter, aber mit Freunden) war, da war ich 16.
Und die schon erwähnten Offspring! Alter :) Angefangen hat's mit dem Bombeneinschlag schlechthin, der "Smash". Und später auch die älteren Alben. Das war damals ja krass: "Hey, hast du gewusst, dass Offspring und Green Day auch früher schon was gemacht haben?" Mit 15, ohne Internet, war das schon verschwörerisch und geheimniskrämerisch. Und wie geil die Alben dann auch noch jeweils waren!
Nachts in meinem Zimmer (wo ich einen kleinen Fernseher hatte) dann MTV laufen lassen, um entweder Beavis & Butthead und manchmal alte Metal-Clips mitzunehmen oder mal "Self Esteem" oder "Basket Case", bevor ich die entsprechenden CDs hatte. Oder "Digging the Grave" von Faith No More! Ja, wie geil war die denn! Bevor ich sonst irgendwas von FNM gehört hatte - und die sollten danach für alle Zeiten eine ganz wichtige Band für mich bleiben. Die "King for a Day... Fool for a Lifetime" löffelt mir kiloweise eine Atmosphäre ins Stammhirn, die mir 1995 zurückbringt. Ooooh ja!

Und auch alles, was sonst schon so hier genannt wurde. RATM natürlich, das Debut! Uiuiui. "Take the Power Back"? Ach was? Ich dachte, es hieße "Take the Powerpack!" Haha, also wirklich. Ganz hervorragend.
Zu WIZO und RATM folgten erste Gehversuche am Schlagzeug meinerseits; und mündeten bald in einer Punk-/Grungeband, bevor ich dann '97 oder so in einer Metalband landete.
Und das lief halt auch parallel zu Maiden, Manowar, Helloween, Gamma Ray, Riot, W.A.S.P., Priest und änlichem Zeug, aber auch zu Morbid Angel, Corpse, Entombed, Rotting Christ, Darkthrone, usw. Da schloss sich ja nie irgendwas gegenseitig aus und ich bekam erst relativ spät ein richtiges Übergewicht in eine dieser Richtungen. (Also so mit ca. 17, was eine subjektive Ewigkeit darstellt in diesem Alter.)

Ganz frühe Scheiße halt, Wodka aus Apfelsaftpäckchen aufm Schikurs und sich heimlich zu den Mädels rüberschleichen, während man zu "Vulgar Display of Power" und "Chaos A.D." durchs Zimmer gehüpft ist und intuitiv herumgepogt hat. Und anderhalb Jahre später waren's schon harte Vollräusche in Jugendzentren bei irgendwelchen DM-Bands. Und dann erst: <homer s.> Das Sahnige dazwischen! <h. simpson>

Konsensalben: "Burn My Eyes", "Demanufacture", "Deaf Dumb Blind", eben auch "King for a Day...", und ach: die sind eh schon alle aufgezählt worden bis jetzt. Was ja auch schon die Schnittmenge hin zum härteren Stoff war.
Das war ja auch das schöne an der Zeit. Generationsprägende Sachen.

Für mich waren ja damals Soundgarden ganz, ganz groß. Ich war gerade 14 geworden und bei Verwandten in den USA, als ich mir zwei Tapes von denen holte. Durch Downtown Cleveland cruisen, das erste Dosenbier trinken, ein paar Kippen rauchen, Mädels auf den Hintern schauen ohne eine Idee zu haben, wie man jemals mit denen in Kontakt treten sollte und dazu endlos: die "Badmotorfinger" und die "Superunknown" in der Anlage meines Cousins. Naja. Gutes Lehrgeld anscheinend, denn ein Jahr später klappte es mit Vollräuschen, dauerrauchen und sich viele Körbe holen dann schon recht gut :D

Und sogar die von @Zahni4674 erwähnten Heroes kamen bald dazu und befinden sich auch heute in dreifacher Ausführung in meinem Regal - der Sound der "Senderos de traición" und der "Avalancha" sind schon ganz toll.

Jo, saugeile Erinnerungen alles. Ich geh' jetzt mal eine Runde Therapy? hören.
I can't remember my own name... I think I've gone insane :feierei:
 
In den 90ern blühte die schönste Planze des US Power Metals auf, die ihre Strahlkraft wie eine gütige, kraftschenkende, warmherzige Sonne über all die im Sumpf der Trostlosigkeit und schleichenden Depression vor sich hinmodernden Kinder der Orientierungslosigkeit verteilte, die immer noch nicht über den Verlust ihres Idols hinweg kamen und ihnen so doch noch etwas Hoffnung in ihren von Minderwertigkeitskomplexen gebeutelten Existenzen schenkte:

STEEL PROPHET

Jede einzelne Note dieser Götterband besaß in etwa das musikalische Gewicht von 10.000 Alternative Bands, das Talent von der gesamten Nu Metal-Bewegung und gab auch uns die nötige Güte, die bemitleidenswerten Kreaturen des musikalischen Nihilismus durchs Leben zu geleiten.

Ja, wir halfen ihnen über die Straße, wenn sie diese, aus Angst vor den Autos nicht zu überqueren wagten. Wir fütterten sie löffelweise mit Griesbrei, wenn ihre verkümmerten Extremitäten zu schwach waren, um ihre seelenlosen Hüllen selbst zu ernähren. Wir sprachen ihnen Mut zu, wenn sie sich zitternd vor der Helligkeit unter ihren Bettdecken verkrochen und tagelang nicht ans Tageslicht wollten. Doch so nach und nach wurde es besser, die Therapie durch neun Songs, nicht irdisch erscheinenden Ursprungs, half ihnen, nach und nach wieder einen Sinn im Leben zu entdecken.

Eine bis dato nicht gekannte Welle der Solidarität erfasste die selbstlosen Ritter des wahren Stahls und rettete somit eine ganze verlorene Generation vor einem Massensuizid. Nach und nach wurden aus verkrüppelten Schattenwesen wieder echte Männer, die mit Zuversicht in die Zukunft blickten, denn das Antiserum des US Power Metals wirkte, heilte alle Befallenen von der Krankheit des Rest-Grunge und führte zu weltweiter Genesung des musikalischen Geschmacks.

Zu verdanken haben wir es dieser Band aus Kalifornien und an dieser Stelle sei ihrer gedacht, denn mit ''The Goddess Principle'' eröffne ich den Tag. Lasst Euch das Frühstück munden, Ihr Kinder der 90er. Auf einen schönen, neuen Tag.
 
Ja sehr geil @Bexham! :) Entscheidend wird halt einfach sein, wie alt man da selbst war, als das alles aufkam. So in die Frühjugend hineinzuwachsen Anfang/Mitte der 90er war schon supergeil.
Das war eine Zeit zwischen dem, was damals so den allgemeinen Spirit ausmachte und dem persönlichen Abgleiten in den Metal. Also bei mir war's ja so: das lief halt parallel, gehörte aber einfach zusammen. Die "Smash" und die "Ignition" und das erste Tape von Rotting Christ, "Bleib' tapfer", "Dookie" und die erste Morbid Angel-CD.
Der eigene Kosmos expandierte halt blitzschnell in alle Richtungen, weil noch nicht so wahnsinnig viel da war. Und ich hätte auch gar keinen Sammelbegriff dafür gehabt, weil das ja tatsächlich halbwegs heterogene Musik war, die einfach an allen Ecken und Enden gut ankam. Im Prinzip wecken alle Namen, die bisher in diesem Thread gefallen sind, tolle Erinnerungen in mir - auch wenn ich noch nicht mal alle so wirklich gehört hab'.

Biohazard - natürlich auch, ja! "State of the World Adress" und später dann auch noch "Mata Leao", die gemeinsam mit Pantera, Soundgarden, ersten Anflügen von altem Death Metal und viel klassischem Heavy Metal der Soundtrack zu meinem ersten eigenen Urlaub (ohne meine Mutter, aber mit Freunden) war, da war ich 16.
Und die schon erwähnten Offspring! Alter :) Angefangen hat's mit dem Bombeneinschlag schlechthin, der "Smash". Und später auch die älteren Alben. Das war damals ja krass: "Hey, hast du gewusst, dass Offspring und Green Day auch früher schon was gemacht haben?" Mit 15, ohne Internet, war das schon verschwörerisch und geheimniskrämerisch. Und wie geil die Alben dann auch noch jeweils waren!
Nachts in meinem Zimmer (wo ich einen kleinen Fernseher hatte) dann MTV laufen lassen, um entweder Beavis & Butthead und manchmal alte Metal-Clips mitzunehmen oder mal "Self Esteem" oder "Basket Case", bevor ich die entsprechenden CDs hatte. Oder "Digging the Grave" von Faith No More! Ja, wie geil war die denn! Bevor ich sonst irgendwas von FNM gehört hatte - und die sollten danach für alle Zeiten eine ganz wichtige Band für mich bleiben. Die "King for a Day... Fool for a Lifetime" löffelt mir kiloweise eine Atmosphäre ins Stammhirn, die mir 1995 zurückbringt. Ooooh ja!

Und auch alles, was sonst schon so hier genannt wurde. RATM natürlich, das Debut! Uiuiui. "Take the Power Back"? Ach was? Ich dachte, es hieße "Take the Powerpack!" Haha, also wirklich. Ganz hervorragend.
Zu WIZO und RATM folgten erste Gehversuche am Schlagzeug meinerseits; und mündeten bald in einer Punk-/Grungeband, bevor ich dann '97 oder so in einer Metalband landete.
Und das lief halt auch parallel zu Maiden, Manowar, Helloween, Gamma Ray, Riot, W.A.S.P., Priest und änlichem Zeug, aber auch zu Morbid Angel, Corpse, Entombed, Rotting Christ, Darkthrone, usw. Da schloss sich ja nie irgendwas gegenseitig aus und ich bekam erst relativ spät ein richtiges Übergewicht in eine dieser Richtungen. (Also so mit ca. 17, was eine subjektive Ewigkeit darstellt in diesem Alter.)

Ganz frühe Scheiße halt, Wodka aus Apfelsaftpäckchen aufm Schikurs und sich heimlich zu den Mädels rüberschleichen, während man zu "Vulgar Display of Power" und "Chaos A.D." durchs Zimmer gehüpft ist und intuitiv herumgepogt hat. Und anderhalb Jahre später waren's schon harte Vollräusche in Jugendzentren bei irgendwelchen DM-Bands. Und dann erst: <homer s.> Das Sahnige dazwischen! <h. simpson>

Konsensalben: "Burn My Eyes", "Demanufacture", "Deaf Dumb Blind", eben auch "King for a Day...", und ach: die sind eh schon alle aufgezählt worden bis jetzt. Was ja auch schon die Schnittmenge hin zum härteren Stoff war.
Das war ja auch das schöne an der Zeit. Generationsprägende Sachen.

Für mich waren ja damals Soundgarden ganz, ganz groß. Ich war gerade 14 geworden und bei Verwandten in den USA, als ich mir zwei Tapes von denen holte. Durch Downtown Cleveland cruisen, das erste Dosenbier trinken, ein paar Kippen rauchen, Mädels auf den Hintern schauen ohne eine Idee zu haben, wie man jemals mit denen in Kontakt treten sollte und dazu endlos: die "Badmotorfinger" und die "Superunknown" in der Anlage meines Cousins. Naja. Gutes Lehrgeld anscheinend, denn ein Jahr später klappte es mit Vollräuschen, dauerrauchen und sich viele Körbe holen dann schon recht gut :D

Und sogar die von @Zahni4674 erwähnten Heroes kamen bald dazu und befinden sich auch heute in dreifacher Ausführung in meinem Regal - der Sound der "Senderos de traición" und der "Avalancha" sind schon ganz toll.

Jo, saugeile Erinnerungen alles. Ich geh' jetzt mal eine Runde Therapy? hören.
I can't remember my own name... I think I've gone insane :feierei:

:top: mehr kann ich dazu nicht sagen
 
Gut, ich bin ein paar Tage älter... aber Grunge habe ich erst wesentlich später 'entdeckt'. Pearl Jam oder auch Nirvana mochte ich überhaupt nicht damals. Leider sind auch die genannten Größen wie Biohazard, RatM, Therapy, Machine Head, SotD und anderen komplett an mir vorbeigegangen. Ich habe in den 90er zum Großteil an klassischem Heavy Metal festgehalten und (dafür schäme ich mich überhaupt nicht, vielleicht ein wenig...) auch viel Pop gehört.

u.a. diese Alben habe ich Anfang der 90er rauf und runter gehört

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@OctoberCrust sprach es schon an. Faith no More!

Sicherlich sind The Real Thing und Angel Dust großartige Alben, aber mein FnM Album bleibt auf ewig

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Digging the Grave war tatsächlich mein Überhit, aber das gesamte Album hat sich ins Hirn gefressen. Aus meiner urpersönlichen Warte waren die Jungs weder davor, noch danach so gut wie 1995.
 
Zuletzt bearbeitet:
Findet und fandet ihr Bands wie

Nirvana, Pearl Jam, Machine Head, The Offspring, Threapy?! , Fear Factory, Soundgarden, Biohazard, Rage Against The Machine, Sepultura's Chaos A.D. und Roots, Clawfinger, Dog Eat Dog, Mr. Ed Jumps the Gun (ok, ok, das war ein Scherz ;) ) Green Day's Dookie, WIZO,

und was weiß ich nicht noch alles gut und hört es auch heute noch? Zumindest manchmal?
Dann seit ihr hier richtig. Hier ist unser Revier.

Ja, absolut!
Nö, auf gar keinen Fall!
Dummerweise bin ich ein Kind der 70er (also zumindest was die musikalische Erziehung angeht), kann also nicht mitdiskutieren. :hmmja:
 
Ich hab das Problem, dass ich die meisten Sachen, die ich damals mochte, noch immer mag. Zum melodischen HC/Punk/Skate-Kram kam ich aber erst dieses Jahr wieder etwas zurück. Ansonsten waren meine 90er schon sehr dominiert von Metal und HC und etwas Grunge. Aber vielleicht fallen mir noch ein paar Leichen aus Teenagertagen ein. ;)
 
I've got posters on the wall
My favorite rock group KISS
I've got Ace Frehley
I've got Peter Criss
Waiting there for me
Yes I do, I do

Cool, das hat mich gerade an dieses Lied von No Use For A Name erinnert. Die Aufnahme ist zwar von 2001, die Band aber schon deutlich älter und sie passt mit ihrem klebrig-süßen Pop-Punk in Hochgeschwindigkeit wohl auch hier rein.


Edit: Jetzt höre ich einfach mal ihr Best Of-Album, das eine endlos maändernde Dauerbeschallung im Auto meiner damaligen Freundin war. Mal gucken, wie lange ich das aushalte...:D
 
Cool, das hat mich gerade an dieses Lied von No Use For A Name erinnert. Die Aufnahme ist zwar von 2001, die Band aber schon deutlich älter und sie passt mit ihrem klebrig-süßen Pop-Punk in Hochgeschwindigkeit wohl auch hier rein.


Edit: Jetzt höre ich einfach mal ihr Best Of-Album, das eine endlos maändernde Dauerbeschallung im Auto meiner damaligen Freundin war. Mal gucken, wie lange ich das aushalte...:D
Grandios!!!! Kannte ich noch gar nicht :jubel::jubel::jubel::jubel:
 
Ich hab angefangen 1991 Metal/Rock zu hören, bin also absolut in den 90ern musikalisch sozialisiert worden. Und ich kann bis heute nicht begreifen und widerlege entschieden, dass in den 90ern der Metal tot war!!! Was für eine massive Flut an erstklassigen Veröffentlichungen vor allem im DM/BM/Prog/Extremmetalsektor wurde uns in den 90ern beschert. Klar gab es auch neue Rockgenres wie Grunge oder New Metal aber die haben mich nie interessiert und ich find sie bis auf Ausnahmen heute noch kacke. Aber ich musste mich auch gar nicht für diese neuen Trendgenres interessieren weil es ja soviel geile Metalveröffentlichungen gab!!!
Bands wie Amorphis, Anacrusis, Asphyx, At The Gates, Atheist, Blind Guardian, Bolt Thrower, Brutal Truth, Burzum, Cannibal Corpse, Carcass, Cryptopsy, Cynic, Darkthrone, Death, Dream Theater, Edge Of Sanity, Emperor, Enslaved, Entombed, Fates Warning, Fear Factory, Gorefest, Hypocrisy, Iced Earth, Life Of Agony, Machine Head, Malevolent Creation, Massacre, Mayhem, Mekong Delta, Meshuggah, Ministry, Morbid Angel, Nagelfar, Napalm Death, Neurosis, Nile, Obituary, Opeth, Pain Of Salvation, Pantera, Porcupine Tree, Rage Against The Machine, Rush, Savatage, Sepultura, Sodom, Solstice (US), Spock*s Beard, Strapping Young Lad, Suffocation, Tool, Totenmond, Type O Negative, Ulver, Vader nur um ein paar zu nennen haben dermaßen viele geile bis meisterhafte Scheiben bzw. Meisterwerke rausgehauen dass ich den 90ern auf ewig dankbar sein werde:verehr:

 
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