Zerberus
Till Deaf Do Us Part
Ich fand's großartig gestern in "Oberstraubing", wie Mille in seiner ersten Ansage den Ort des Geschehens nannte. Später verbesserte er sich dann zu "Obertraubling", um dann doch beim schlichten "Regensburg" zu landen ("das klingt besser, ähhmm, ich meine, ich kann das besser sprechen" - klassiche Fettnäpfchenvermeidungsstrategie?).
Aber egal, er und auch die anderen drei hatten scheinbar richtig Lust, bewegten sich viel und strahlten ehrliche Spielfreude aus. Die Halle dankte es ihnen und gab die 85 Minuten über Vollgas. Endlich mal wieder ein Konzert, bei dem es richtig eng und schön kuschlig war ganz vorne in der ersten Reihe. Die Leute um mich herum und ich selbst haben es genossen. Die Security im Graben hatte ab Betrayer zwar einen schweren Stand, aber sie haben sehr gut gearbeitet, was in dieser Halle leider nicht immer der Fall war.
Zwar hätte ich es begrüßt, wenn Kreator ihren Show-Firlefanz (Feuer, Konfetti, usw.) weggelassen und einfach nur eine Thrash-Show am Bühnenrand geliefert hätten, aber aus Bandsicht gehört dieser mittlerweile wohl einfach fix dazu. Die Setlist war in den ersten 60 Minuten ein Traum, der Rest dann in Ordnung. Klar hätte ich noch gerne Toxic trace oder Blind faith (von der Terrible Certainty gab's leider gar nichts zu hören), Some pain will last, Terror zone eine Komplettversion von Awakening of the gods oder, oder, oder gehört, aber dass sie den Mut hatten, normalerweise absolut gesetzte Songs eben nicht zu spielen (etwa Pleasure to kill oder Phobia etc.) fand ich klasse. Dass mir der souverän trommelnde Ventor am Ende noch sein Armband zuwarf, war dann natürlich das Tüpfelchen an dem Abend.
Im Vergleich fand ich zwar die beide Shows von Sodom 2023 (110 Minuten) und 2024 (100 Minuten) an gleicher Stelle noch einen Hauch stärker, weil sich deren Attitüde noch etwas direkter, ehrlicher anfühlte. Aber dass Kreator dem gestern so nahe kamen, hat mich positiv überrascht.
Stark waren auch Warbringer (30 Minuten), deren Thrash für mich immer wieder etwas (zu) eintönig klingt, die ohne Basser auskommen mussten, weil der Flieger überbucht war und insbesondere Rotting Christ (45 Minuten), die genau die richtige Mischung aus hart, schnell und episch zelebrierten. Die Griechen zauberten damit eine schon unglaublich tolle Stimmung in die Halle. Vor allem der Bassist Kostas war ein absoluter Blickfang, wie er so über die Bühne tobte und bangte, und mich in seiner Intensität an Frank Bello von Anthrax erinnerte. Absolut herausragend!
(Letzte Anmerkung: In der Umbaupause nach Warbringer gab es Flash of the blade zu hören. Mensch Steve, wann schenkst uns Du diese Perle endlich einmal live?)
Aber egal, er und auch die anderen drei hatten scheinbar richtig Lust, bewegten sich viel und strahlten ehrliche Spielfreude aus. Die Halle dankte es ihnen und gab die 85 Minuten über Vollgas. Endlich mal wieder ein Konzert, bei dem es richtig eng und schön kuschlig war ganz vorne in der ersten Reihe. Die Leute um mich herum und ich selbst haben es genossen. Die Security im Graben hatte ab Betrayer zwar einen schweren Stand, aber sie haben sehr gut gearbeitet, was in dieser Halle leider nicht immer der Fall war.
Zwar hätte ich es begrüßt, wenn Kreator ihren Show-Firlefanz (Feuer, Konfetti, usw.) weggelassen und einfach nur eine Thrash-Show am Bühnenrand geliefert hätten, aber aus Bandsicht gehört dieser mittlerweile wohl einfach fix dazu. Die Setlist war in den ersten 60 Minuten ein Traum, der Rest dann in Ordnung. Klar hätte ich noch gerne Toxic trace oder Blind faith (von der Terrible Certainty gab's leider gar nichts zu hören), Some pain will last, Terror zone eine Komplettversion von Awakening of the gods oder, oder, oder gehört, aber dass sie den Mut hatten, normalerweise absolut gesetzte Songs eben nicht zu spielen (etwa Pleasure to kill oder Phobia etc.) fand ich klasse. Dass mir der souverän trommelnde Ventor am Ende noch sein Armband zuwarf, war dann natürlich das Tüpfelchen an dem Abend.
Im Vergleich fand ich zwar die beide Shows von Sodom 2023 (110 Minuten) und 2024 (100 Minuten) an gleicher Stelle noch einen Hauch stärker, weil sich deren Attitüde noch etwas direkter, ehrlicher anfühlte. Aber dass Kreator dem gestern so nahe kamen, hat mich positiv überrascht.
Stark waren auch Warbringer (30 Minuten), deren Thrash für mich immer wieder etwas (zu) eintönig klingt, die ohne Basser auskommen mussten, weil der Flieger überbucht war und insbesondere Rotting Christ (45 Minuten), die genau die richtige Mischung aus hart, schnell und episch zelebrierten. Die Griechen zauberten damit eine schon unglaublich tolle Stimmung in die Halle. Vor allem der Bassist Kostas war ein absoluter Blickfang, wie er so über die Bühne tobte und bangte, und mich in seiner Intensität an Frank Bello von Anthrax erinnerte. Absolut herausragend!
(Letzte Anmerkung: In der Umbaupause nach Warbringer gab es Flash of the blade zu hören. Mensch Steve, wann schenkst uns Du diese Perle endlich einmal live?)