Das Debut hat mich damals in Nullkommanix in den Veitstanz der Begeisterung getrieben, der Nachfolger haute mich dann nicht mehr ganz so konsequent um, weswegen ich mit recht nüchterner Erwartungshaltung an Nattesferd herangegangen bin. Aber, nagel mir mal einer die Pantoletten fest, diese Mischung aus Sunnyboy-Sound der Marke Boston, Journey, Loverboy oder sogar Triumph in Verbindung mit den Einflüssen aus Black Metal und Punk funktioniert für mich ganz famos, so dass ich bereits in der Jungfernfahrt befindlich fast schon vom besten Album der Band sprechen wollte. Diese Atmosphäre, die kalifornische Sonnenuntergänge, deren warmes, staubiges, vom Smog ganz goldenes Licht sich auf den Messerklingen blutgieriger Serienkiller bricht und diese gewisse fjordhaftige Verhangenheit vereint, sucht wirklich ihresgleichen und ist nicht nur verdammt originell, sondern in ihrer Ambivalenz und emotionalen Dissonanz sogar noch ganz besonders aufwühlend. Astreiner Good Time Hate...!