Müssen Headliner eigentlich zwingend immer zum Schluss spielen?

Andere Seite: unter der Woche fahre ich nicht selten direkt nach der Maloche (ich muss oft bis später ran) zwischen 70-100 Km für ein Konzert. Da bin ich einerseits froh, wieder früh heimfahren zu können. Anderseits aber auch heilfroh wenn ich es wegen etwas späteren Beginn noch rechtzeitig schaffe. Grade, wenn mich mal die Opener sehr interessieren. Von daher, nicht immer gut, wenn es zu früh beginnt.
 
Die einzigen Konzerte ohne Vorband die ich in den letzten Jahren sehen durfte waren Manowar und Bruce Springsteen.

Dafür dauert ein Springsteen Konzert dann aber auch in etwa so lange wie manch andere Band mit 2 Vorbands.

Ca. 3 Stunden steht der ja selbst jetzt mit fast 76 Lenzen auf dem Buckel immer noch auf der Bühne.
 
Also ein zwei Vorbands sollten schon sein, fahre auch eher länger auf Konzerte und da habe ich schon gerne mehr fürs Geld. Und einmal habe ich es auf einem kleinen Hallengig in Belgien erlebt das Raven als Headliner als vorletzte Band gespielt haben, leider waren zur letzten wirklich guten Band Vicious Nature gerade mal noch zwei!! Personen vor der Bühne und dazu noch vielleicht drei, vier weitere Besucher anwesend, das war echt enttäuschend. Nach Raven waren fast alle Fans weg. Also zweischneidig die ganze Sache:hmmja:
 
Ich finde auch, dass auf Festivals der Headliner aller spätestens um 22 Uhr beginnen sollte (lieber schon um 21 Uhr). Ich habe in den letzten Jahren sehr viele Headliner Gigs sausen lassen oder nur ganz kurz angeschaut. Einfach weil ich schlapp und kaputt war und teilweise schon 6- 8 Stunden vor der Bühne gestanden habe. Und es ist tatsächlich so,dass bei den Headlinern der Zuschauerzuspruch weniger ist. Dieses Jahr beim HOH war die Halle bei Demon schon deutlich geleert.
Bei den Clubkonzerten hielt es sich mit den Vorbands in den letzten Jahren in Grenzen. Meistens waren es maximal 2 Vorbands. Das finde ich noch erträglich.
Ich kann mich aber an ein Six Feet Under Konzert vor ca. 15 Jahren bei uns in der Gegend erinnern. Das fand unter der Woche statt und SFU hatten 5 Vorbands im Gepäck. SFU haben dann erst gegen 1 Uhr angefangen zu spielen. Wir haben uns 2 Songs angeschaut und sind dann nach Hause gefahren. Um 4.30 Uhr klingelte der Wecker wieder für die Arbeit.
Fazit des Abends: 5 eher langweilige Vorbands stundenlang ertragen um 10 Minuten vom Hauptact zu sehen. Und den Hauptact wollten wir uns auch nur ansehen, weil er hier in der Gegend war.
 
Vollstes Verständnis, ab spätestens 22 Uhr ist ja auch Bettchenzeit.

Bei uns (POA) spielt nach dem Headliner immer noch ein Rausschmeißer (so bis 0:50 ca.) und dann noch etwas Disco, 2 Uhr muss eh Stille herrschen. Da gibt das Ordnungsamt die Taktung vor. Für ein Ausnahmewochenende geht das schon mal. Festival ist dabei aber auch echt anders als Tour. Man kann ausschlafen, in Ruhe Frühstücken (wir sind Glamper mit Wohni) und ganz nach eigenem Gutdünken mit oder ohne Mukke durch den Tag schlawenzeln.
Oft genug sind mir die Headliner eh egal, auch auf Touren will ich oft eher wegen ner Vorband hin. Da reichen mir 1-2 völlig. Ich verstehe allerdings auch, wenn sich größere Tourpakete zusammen stellen. Geteilte Infrastruktur ist günstiger. Bei einer Tour mit 4 oder 5 Bands müssten mir schon 2-3 davon gut bis sehr gut gefallen. Und das am liebsten auch nur annem Samstag. Unter der Woche ist das oft genug einfach nur Stress, Tag voll Arbeit, gehetzt fertig machen, schnell irgendwo (oder ne Stulle im Auto) was essen, zur Lokalität fahren, von der zweiten Band (die man eigentlich unbedingt sehen wollte) trotz aller Hektik die Hälfte verpassen - ja meh.
Ich bin da eher ein Festivalliebhaber.

Matinee klingt erstmal ganz cool, würde für mich jedoch zu noch weniger Konzertbesuchen führen.

Fazit: Zwiegespalten. Ich verstehe es, würde es aber auch doof finden, weil es mir eher noch längere Konzertabende bringen würde, da ich nicht mehr nur 2-3 Songs vom Headliner, der mich eh oft genug nicht so interessiert, anschauen könnte - mich ergo öfter 90 bis 120 min langweile, weil der wirkliche Knaller erst danach kommt.
 
Bei Touren find ich vor allem immer wichtig die letztern öffentlichen (vernünftigen) Verbindungen im Blick zu haben. Gern auch früher, aber ich kann auch mal mit 3-4 Stunden Schlaft leben, wenn ich nicht jeden Tag unter Woche ist.

Auf Festival gern früh. Gerade bei so Dingerm mit Zelten ist man ja eh' meist früh wach (warm, hell, nass, wasauchimmer). Da kann die erste Band auch um 11 oder so spielen. Da hat man ja eh' schon 5 Bier drin. Und nach 23Uhr habe brauch ich eh' nichts mehr. Und ganz wichtig: Bands immer zeitlich pegelkonform spielen lassen...

Habe aber generell den Eindruck das ist im Schnitt besser geworden. Stundenlange Verspätungen wegen technischer Probleme hatte ich schon lange nicht mehr. Weder bei Touren noch bei Festivals. Denke moderne Technik macht schon manches da einfacher. Denke auch mit moderner Routenplaung passiert es auch seltener, daß tourenden Bands ewig im Stau stehen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Weil gerade durch Zufall gesehen:

11:30 Uhr Einlass
12:20 Uhr Siamese
13:20 Uhr Future Palace
14:25 Uhr The Chats
15:25 Uhr Smash Into Pieces
16:30 Uhr Kissin’ Dynamite
17:40 Uhr Kerry King
19:00 Uhr Kreator
20:45 Uhr Papa Roach

Das das Elbriot nächsten Samstag hier in HH. Ist zeitlich nicht verkehrt. Nur an den Bands müssen die noch arbeiten....
 
Weil gerade durch Zufall gesehen:

11:30 Uhr Einlass
12:20 Uhr Siamese
13:20 Uhr Future Palace
14:25 Uhr The Chats
15:25 Uhr Smash Into Pieces
16:30 Uhr Kissin’ Dynamite
17:40 Uhr Kerry King
19:00 Uhr Kreator
20:45 Uhr Papa Roach

Das das Elbriot nächsten Samstag hier in HH. Ist zeitlich nicht verkehrt. Nur an den Bands müssen die noch arbeiten....

Von den Bands vor Kissin' Dynamite habe ich noch nie gehört.

Ich war in den ersten Jahren ein paar Mal auf dem Elbriot, weil da teilweise doch ganz interessante Bands gespielt haben und das preislich damals auch noch ganz in Ordnung war.

Vom Line Up in diesem Jahr würden mich allenfalls Kerry King und Kreator interessieren, aber selbst die nur bedingt.
 
Von den Bands vor Kissin' Dynamite habe ich noch nie gehört.

Ich war in den ersten Jahren ein paar Mal auf dem Elbriot, weil da teilweise doch ganz interessante Bands gespielt haben und das preislich damals auch noch ganz in Ordnung war.

Vom Line Up in diesem Jahr würden mich allenfalls Kerry King und Kreator interessieren, aber selbst die nur bedingt.
ok
 
Reguläre Clubshow unter der Woche:

19 Uhr Einlass. 19:30 Uhr Beginn mit 2 Vorbands (bisschen Zeit zum socializen und in Stimmung kommen. Andernfalls geht es mir doch oft alles zu zackig) und ÖPNV-passendes Ende rund um 23 Uhr.

Matinee am Sonntag? Geil!

Festivals:

Uhrzeit ist mir eigentlich recht egal, nur zu früh starten finde ich hart (12 Uhr herausfordernd, 13 Uhr gut).
Viel wichtiger finde ich eine passende Abfolge und da kann eine energische Post-Headliner-Band wie beim Dying Victims schon echt oft gut kommen. Grundsätzlich sind die Fitness Peaks alleine bei mir individuell schon so verschieden und erst recht auf die Gesamtheit gesehen, dass ich da keine große Tendenz sehe. (Post-)Headliner können hinter Mitternacht vollkommen steil gehen, heimliche um 16 Uhr gespielt haben und Bands um 21 Uhr die Halle leer spielen.
Performance und kollektive Dynamik bedingt durch RO sind meiner Meinung nach einfach wichtiger als die Uhrzeit.
 
Ihr hört euch alle plötzlich so... alt an :D :D
:D ...habe ich auch schon gedacht, aber wat willste machen...

Bei mir ist es auch weniger die Uhrzeit, eher die Aufmerksamkeitsspanne, mehr als zwei intensive Gigs (besser nur eins) hintereinander geht nicht, da braucht mein Kopf (und mein Körper oft auch ) eine Pause, sonst stehe ich nur noch abgestumpft da, egal wie gut der Gig ist.
 
Als Besucher ist mir vor allem das Gesamtpaket wichtig, also eine stimmige oder zumindest interessante Kombination von Bands. Zwei Support-Acts gehen völlig klar, mehr müssen es wirklich nicht sein. Themen wie Anbindung, letzte Zug- und Busverbindung und derlei sollte ein guter Veranstalter im Blick haben und den Abend entsprechend so planen, dass es nicht zu Abwanderungen während der letzten Band kommt. Was natürlich dennoch passieren kann, je nach Wochentag, Lage des Clubs oder auch einfach nur technischer oder logistischer Pannen im Ablauf.

Aus Musikersicht kann ich nur sagen, dass man natürlich darauf hinarbeitet, als Headliner unterwegs zu sein. Und es ist auch wirklich schmeichelhaft, wenn man ganz oben im Billing steht und merkt, dass man tatsächlich auch Leute zieht. Allerdings ist es nicht unbedingt eine Erfüllung, als letzter zu spielen. Mitunter sind die Leute dann schon zu voll, um nochmal richtig abzugehen. Und die ganze Warterei ist schon echt nervig. Da lungert man backstage rum und pimmelt die Zeit weg (oder schreibt seine Stories fürs DF) während die Vorbands das ganze Bier aussaufen. Am Ende kommst du komplett ausgenudelt von der Bühne und musst in aller Hast zusammenpacken, weil der Laden dichtmacht. Was natürlich Gejammer auf hohem Niveau ist. Was ich nur sagen wollte: Als Band ist meiner Erfahrung nach der beste Slot meistens so am Anfang des letzten Drittels des Abends.
 
@Iron Ulf, alles gut nachvollziehbar, nur ist Anfang des letzten Drittels, bei drei Bands nicht der letzte Slot oder bin ich einfach noch nicht richtig auf Koffein eingestellt?

Das meine ich eher allgemein, also auch auf Festivals bezogen. Bei drei Bands kann der zweite Slot recht komfortabel sein, je nach Konstellation. Wobei mit zwei Support-Acts auch die Headliner-Position cool ist.
 
Und in einer anderen Stadt. :D

Wieso nehmen Maiden eigentlich nie diese "Band" aus Estland als Vorgruppe?

Die Typen lungern doch eh bei jedem Konzert rum, um ihre CDs zu verticken.
Die lungerten jetzt sogar bei der Soester Fehde (Mittelalter Markt und Schauspiel) rum.
Da gibt es kaum einen Bezug zu Heavy Metal. Ach, stimmt ja. Bei der Estländischen Truppe auch nicht :D
 
...oder diese neue Erfindung namens Mediathek. Hab jetzt schon echt viele Folgen mehrfach gesehen, meistens aber nur die ersten 30min. Weiß meistens immer noch nicht wer der Mörder ist.

Ontopic: pro Headliner-Slot um 21 Uhr!

Machen das die ganz großen Festivals nicht so?

Schön zu sehen, dass es noch andere Barnaby-Freunde hier gibt. Ist auch eines meiner liebsten Einschlafrituale: In die ZDF-Mediathek gehen und eine der teilweise schon sieben Mal gesehenen Folge anmachen. Natürlich nur eines der ersten 13 Alb ... ich meine eine der ersten 13 Staffeln im Original-Lineup mit John Nettles ;)

Zum eigentlichen Thema: Ich wäre auch dafür, dass die Headliner sowohl auf größeren Festivals als auch bei Konzerten spätestens um 21 Uhr spielen. Dann ab 22:30 Uhr gerne noch eine kleinere Band als Nachgang - für alle, die dann noch Bock haben.

Man muss aber natürlich - neben dem für Sommerfestivals schon angesprochenen Punkt Lichtshow - bedenken, dass es für die Veranstalter aus wirtschaftlicher Sicht durchaus Sinn macht, die Hauptattraktion so spät wie möglich spielen zu lassen. Je später diese spielen, desto mehr Stunden, in denen der gemeine Fan seine Kohle für Getränke, Essen und Merch an den Buden lässt.
 
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