Müssen Headliner eigentlich zwingend immer zum Schluss spielen?

Da in der Einleitung Bezug auf das HOA genommen wurde:
Was man auch bedenken muss ist, dass uns ab und an Bands zur Bedingung machen, der 'Headliner' zu sein.
M.E. ist die Position der letzten Band bei einem Festival kacke, aber das müssen die Bands dann eben selber erkennen, wenn sie es vorher nicht gelernt haben.
Und dieses Jahr hat sich, z.B. bei Catbreath, Cyclone und Strike Master gezeigt, dass es durchaus sinnvoll sein kann, als erste Band zu spielen; kaum einer hat soviel Merch verkauft, wie diese 3!
Hallo Jürgen,
damit bestätigst du meinen Eindruck 1:1. Gerade am Mittag und am Nachmittag war auf dem diesjährigen HOA oftmals die Hölle los und die Stimmung war großartig. Danach wunderte ich mich über den Platz, der plötzlich vor der Bühne war (z.B. Kingdom Of Madness). Mir ist natürlich bewusst, dass die Musikanten jahrzehntelang auf Headliner Status heißt "den Laden zuzumachen" getrimmt sind. Somit liegt das nur bedingt in der Verantwortung der Veranstalter. Aber, vielleicht ist dieser Thread dann doch ganz hilfreich. Ggf. könnte man eine Übersetzung der vielen tollen Argumentationen und Ideen den Protagonisten zukommen lassen. Da habt ihr Veranstalter einfach die besseren Verbindungen. Vielleicht lässt sich der eine oder andere doch überzeugen, lieber vor mehr, und aufnahmefähigerem Publikum zu spielen, als die letzte Position als Prestige zu benötigen.
@alle: Wow, ich hatte mit diesen Reaktionen nicht gerechnet und möchte mit für die extrem konstruktiven Kommentare bedanken. Vielleicht müssen wirklich auch mal die heiligen Kühe ran...
 
Die lungerten jetzt sogar bei der Soester Fehde (Mittelalter Markt und Schauspiel) rum.
Da gibt es kaum einen Bezug zu Heavy Metal. Ach, stimmt ja. Bei der Estländischen Truppe auch nicht :D

Eben gerade beim Rewe bei mir um die Ecke... Das war sogar derselbe Typ wie bei den Maiden Konzerten im Berlin.
 
Bin definitiv dafür, die Headliner nicht nach 0 Uhr spielen zu lassen. 22 Uhr halte ich für optimal. Natürlich kann in Wacken auch ne Band noch um 3 spielen, da hat aber keiner was von.
In London auf'n Desertfest war 23 Uhr Schluss, das ist natürlich Indoor, empfand ich aber sehr angenehm, wenn man seit 14 Uhr unterwegs ist.
 
Mich stören späte Headliner bei Festivals gar nicht , z.b. dem HOH oder auch dem Beyond the Gates sowieso nicht. Da muss der Körper eh 10 Bands vorne durchhalten :D .Ausserdem bin ich im "Festival" Modus, in der Regel also eh am Gelände irgendwo und muss nicht nach Hause fahren.
Beim Beyond the Gates war der Headliner, ausser am Samstag da dort das Festival geeendet hat, nie beendet. Wer noch Bock hatte, für den gabs noch ne "kleinere" rausschmeisser Band. Auch ne schöne Lösung.

Konzerte könnten dagegen zum Teil auch etwas früher Enden, da ich in der Regel noch nach Hause fahren muss. Aber selbst wenn, ist es mir (in meinem Jugendlichem leichtsinn) am nächsten Tag dann Egal. Die eine kurze Nacht halte ich auch mal aus.

Ich kann aber die Problematik und Jeden für den das ein Problem ist (Privat oder aus Bandsicht) verstehen und hätte sicherlich kein Problem damit, würde sich da etwas ändern.
Mitunter sind die Leute dann schon zu voll

Das ist ein Punkt, habe ich oft betont : Selbst als ich noch Alkohol getrunken habe, war ich Nie so dicht, das ich die Bands nicht mehr mitbekommen habe. Auch da Werte frei, muss natürlich jeder für sich wissen. Ich fahre auf ein Konzert / Festival ja um mich der Musik hinzugeben. Saufen kann ich auch im Garten. Sich da jedes mal wegballern, bis zur ersten Vorband, kann ich Persönlich nicht nachvollziehen. Aber jeder wie er mag :) .

Das warten als Künstler auch absolut verständlich. Ich sag nur Destruction beim BTG . Schmier macht Mittags ein Inveriew , die Spielen als letzte Band 23-00 Uhr und sind am nächsten Tag in Portugal gebucht. Den stress möchte ich nicht haben.
 
Was mir gerade noch einfällt, wenn ich irgendwo am Arsch der bin und ich dann ein Taxi benötige, sei es um mein Hotel zu erreichen oder den nächsten Bahnhof, dann gehe ich oft ganz bewusst eher raus, um ein solches abzugreifen. Auch wenn's dann weh tut und vielleicht mal nen Song verpasst den man gerne gehört hätte. Ich mag mich da aber auch nicht einreihen zwischen hundert anderen, die dann ebenfalls ein Taxi benötigen...

Da muss ich dann leider Prioritäten setzen und es ist egal wann dann die "Hauptband" und der große Abmarsch beginnt. Ist zwar manchmal schade aber für meine Nerven besser
 
Ich finde auch, dass auf Festivals der Headliner aller spätestens um 22 Uhr beginnen sollte (lieber schon um 21 Uhr). Ich habe in den letzten Jahren sehr viele Headliner Gigs sausen lassen oder nur ganz kurz angeschaut. Einfach weil ich schlapp und kaputt war und teilweise schon 6- 8 Stunden vor der Bühne gestanden habe. Und es ist tatsächlich so,dass bei den Headlinern der Zuschauerzuspruch weniger ist.

Als Besucher sehe ich das auch so: bei den letzten beiden Party.San habe ich 0/6 Headlinern gesehen. Der Tag beginnt um 12.00h (Samstags sogar um 10h) und die Headliner spielen bis 01.00h. Sonne, Alkohol und langes Rumstehen machen es (mir) fast unmöglich, das zu packen.

Als Teil des Orga-Teams beim Storm Crusher sehe ich aber auch andere Aspekte. Wir planen ohnehin schon etwas weniger stressig: Tagesbeginn um 14h, nur 8 Bands pro Tag und Ende gegen 00.30h, aber als Verein, der nicht nur auf den Ticketverkauf angewiesen ist, sondern auch auf Merch- und Getränkeverkauf, sowie Einnahmen aus Verlosungsaktionen, möchten wir schon möglichst viele Besucher die ganze Zeit an der Halle haben und deswegen auch das Highlight für viele am Schluss präsentieren. Eine Überlegung wäre es, den ganzen Spaß zumindest um 30min nach vorne zu verschieben, also 13.30h Beginn und 00.00h Schicht im Schacht, werde ich als Anregung gerne in unsere Runde geben.
 
Hallo Jürgen,
damit bestätigst du meinen Eindruck 1:1. Gerade am Mittag und am Nachmittag war auf dem diesjährigen HOA oftmals die Hölle los und die Stimmung war großartig. Danach wunderte ich mich über den Platz, der plötzlich vor der Bühne war (z.B. Kingdom Of Madness). Mir ist natürlich bewusst, dass die Musikanten jahrzehntelang auf Headliner Status heißt "den Laden zuzumachen" getrimmt sind. Somit liegt das nur bedingt in der Verantwortung der Veranstalter. Aber, vielleicht ist dieser Thread dann doch ganz hilfreich. Ggf. könnte man eine Übersetzung der vielen tollen Argumentationen und Ideen den Protagonisten zukommen lassen. Da habt ihr Veranstalter einfach die besseren Verbindungen. Vielleicht lässt sich der eine oder andere doch überzeugen, lieber vor mehr, und aufnahmefähigerem Publikum zu spielen, als die letzte Position als Prestige zu benötigen.
@alle: Wow, ich hatte mit diesen Reaktionen nicht gerechnet und möchte mit für die extrem konstruktiven Kommentare bedanken. Vielleicht müssen wirklich auch mal die heiligen Kühe ran...
Hi!
Also zu Kingdom of Madness (gottlob VOR Tankard ☺️) muß ich sagen, dass das unsere Entscheidung war, weil wir die nicht im Hellen spielen lassen wollten.
Ziemlich brüskierend allerdings waren RAM für uns, die frecherweise den Slot von Traitor gefordert hatten, die eigentlich nach ihnen angesetzt waren. Und anschliessend waren sie besoffen... Professionalität sieht für mich anders aus...
Ansonsten war es dieses Jahr für uns als Veranstalter echt entspannt, keine kurzfristigen Absagen, nur gute Bands (auch wenn ich sicher kein Hammerking Fan werde) und zufriedene Besucher, Danke dafür.
 
Ziemlich brüskierend allerdings waren RAM für uns, die frecherweise den Slot von Traitor gefordert hatten, die eigentlich nach ihnen angesetzt waren. Und anschliessend waren sie besoffen... Professionalität sieht für mich anders aus...
Hmm, von der Seite habe ich pegelkonforme Running Order noch garnicht betrachtet. Aber ist ja logisch, daß manche Bands auch Zeit brauchen, um auf ihren Bühnenpegel zu kommen. Und wenn es zu spät wird vielleicht schon drüber hinaus sind...
 
auf Festivals ist es mir echt egal wann der Headliner spielt, dann komm ich halt erst zur dritten Band, entscheidend ist doch wie viele Bands pro Tag spielen und nicht unbedingt wann. Konzerte, die unter der Woche oder am Wochenende stattfinden enden doch meinem Empfinden nach eh schon früher als in der Vergangenheit und die Spielzeiten insbesondere der US-Bands nehmen doch gefühlt ständig ab nur der Eintrittspreis wird höher:hmmja:
Zu früh unter der Woche Konzerte beginnen zu lassen ist auch deshalb nicht besonders glücklich, da viele Fans lange Arbeitszeiten und Anfahrten haben und somit dann den Beginn verpassen, das fände ich nicht so geil...
 
Ich bin sowieso in der beschissenen Lage, dass Salzburg der nähest mögliche Metalveranstaltungsort ist und ich da sowieso ein Auto brauche. Für weiter weg muss man sowieso mehr als einen Abend einplanen, deshalb ist mir das letzte Erreichen der Öffis egal. Natürlich ist es besser, wenn man nicht erst um Mitternacht die fast einstündige Heimreise mit dem Auto antreten muss.

Bei Festivals ist mir das auch eher mehr egal, weil ich da auch in meinem "Festivalmodus" bin. Aber nach Mitternacht wird es dann schon oft hart, siehe letztes Jahr SummerBreeze. Wenn man von Mittag bis 3 Uhr Nachts fast konstant auf den Bühnen ist, dann geht einem schon irgendwann der Saft aus.
 
Hi!
Also zu Kingdom of Madness (gottlob VOR Tankard ☺️) muß ich sagen, dass das unsere Entscheidung war, weil wir die nicht im Hellen spielen lassen wollten.
Ziemlich brüskierend allerdings waren RAM für uns, die frecherweise den Slot von Traitor gefordert hatten, die eigentlich nach ihnen angesetzt waren. Und anschliessend waren sie besoffen... Professionalität sieht für mich anders aus...
Ansonsten war es dieses Jahr für uns als Veranstalter echt entspannt, keine kurzfristigen Absagen, nur gute Bands (auch wenn ich sicher kein Hammerking Fan werde) und zufriedene Besucher, Danke dafür.
Für mich waren KIngdom of Madness der eigentliche Headliner und die Rumpelband Tankard der Rausschmeisser hinterher. Nur fünf Minuten von denen angehört und das schmiss mich dann raus. ;)
 
Auf Grund meines Alters bin ich eher empfänglich dass die Headliner ca 23h auf die Bühne gehen.
Vor 20 Jahren hätte ich das zumindest recht früh gefunden.
Ne zeitlang war aber auch die Sitte öfters, dass dann eben um 0.30h ein kleiner, qualitativ ordentlicher Rausschmeißer aufgetreten ist.
Ich finde jedenfalls Headliner um 0.30h zu bringen einfach mittlerweile an der Altersstruktur der meisten Festivals vorbei organisiert.
Aber da frag mal nen 20jährigen…
 

Müssen Headliner eigentlich zwingend immer zum Schluss spielen?​


Nö. Aber da mich die zumeist nicht interessieren bin ich ganz froh drum.

Und ich finde Opener dürften gerne auch mal als drittes oder so ran. Dann könnt ich länger ausschlafen bei Festivals.
 
Dass die ersten 3 Bands oft interessanter sind als das Mittelfeld, wenn dann arg viel „Nummer sicher/Ach, die schon wieder“ kommt, stimmt schon.

Paradebeispiel Thronehammer einst um 12 :D
 

Müssen Headliner eigentlich zwingend immer zum Schluss spielen?​


Nö. Aber da mich die zumeist nicht interessieren bin ich ganz froh drum.

Und ich finde Opener dürften gerne auch mal als drittes oder so ran. Dann könnt ich länger ausschlafen bei Festivals.

Wer auf Festivals schläft oder ausschläft, ist mir suspekt. Wenn die erste Band um 10.00 Uhr spielt, hat man gefälligst vor der Bühne zu sein und erst wenn die letzte Band um 03.00 Uhr von Bühne geht, darf man gehen: Infield Warrior Code.
 
Ich finde es bei Open Airs tatsächlich eher wichtig, dass die dunklen Stunden auch von Bands genutzt werden, die die Dunkelheit für ihre Musik brauchen. Was hab ich mich seinerzeit aufgeregt, dass Wacken Emperor im hellen spielen lassen haben... Und dass die das mit sich machen lassen haben.

Ansonsten finde ich es bei der Zusammenstellung der Spielreihenfolge in erster Linie wichtig, dass das ganze irgendwie einer Dramatik folgt. Chaos Descends haben dieses Jahr Freitag immer einmal barbarisches Geknüppel mit irgendwas verträumtem abgewechselt, das fand ich cool. Da ist mir dann auch reichlich egal, wer Headliner ist.

Bei großen Festivals (groß = PartySan und größer) sind mir die Headliner eh in der Tendenz egal, einfach weil kaum noch was kommt, was man nicht schon mehrfach gesehen hat. Dieses Jahr Marduk oder Abbath? Mal wieder Saxon oder doch lieber Anthrax? Die Gemeinsamer Nenner Bands sind begrenzt. Da hab ich dann auch überhaupt keinen Schmerz damit, dass die als letztes spielen, die Chance, dass ich nach ein paar Songs abziehe, wenn ich zu müde bin, ist eh recht groß.

Wenn es dann doch mal eine Leib und Magen Band erwischt - ja, dann heißt es halt durchhalten.
 
Das Chaos Descends wurde ja schon genannt als Festival das das anders macht. Auf Festivals stör ich mich als Berufssportler anfang dreißig noch nicht so an der Uhrzeit. Dann trink ich eben einen Espresso um acht und lass von da an das Bier weg.
Auf dem Brutal Assault war es die letzten Jahre so, dass man jeden Abend noch mit einer anständigen Band um 0:30 rechnen konnte. Und auch um 02:00 kann da was kommen. Da waren die Headliner davor (Mastodon, Gojira, etc.) dann eher so eine Fußwippband die halt besser war als rumzusitzen. Also die hier beschriebene oft-gesehen/kenn-ich-mit-besserer-Setlist-Bands.
Das mit der Dunkelheit ist ein guter Punkt. In der Sonne krustig gewordenes Corpspaint wirkt doch recht lächerlich (oder noch lächerlicher?).
Aber mal ein Punkt dagegen: Je älter man wird, desto spannender werden doch die Bands die vor den Headlinern spielen, also wenn das Festival sowohl auf gute Bands als auch populäre Headliner setzen, was für mich der beste Kompromiss ist.
Mit 50+ wird wohl kaum einer mehr auf Campingplätzen schlafen, aber dort ist es auf größeren Festivals (5k+) meist so laut, dass ich vor halb zwei gar nicht versuchen muss einzuschlafen. Anständige Bands bis dahin sind für mich daher wichtig.

Zu den Konzerten: ich würde vermutlich auf doppelt so viele Konzerte fahren, wenn der Spuk um acht oder neun schon vorbei wäre, weil ich dann problemlos auch mal abends 200-300km zurückfahren könnte.
Aber bei den meisten anderen Fans steht da der 9 to 5 Beruf wohl im weg.
 
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