Malokarpatan

Dieses Thema im Forum "INFERNO - Death Metal & Black Metal" wurde erstellt von Bez Milosti, 4. Dezember 2015.

  1. zopilote

    zopilote Till Deaf Do Us Part

    Habe erst einen Durchgang geschafft aber ich fand's schön, aufregend, besonders. Einen Schritt weg vom BM und hinein in den Kaninchenbau.
     
  2. G0ri

    G0ri Till Deaf Do Us Part

    Ich finde das Debüt super. Die anderen Alben sind leider nicht so mein Stil. Debüt ist aber top. Schön räudiger Sound. Und das Riffing ist ziemlich Old School. Jo, das kickt mich!
     
    Cypher gefällt das.
  3. exumer

    exumer Till Deaf Do Us Part

    Finde ich momentan sogar fast besser als Nordkarpatenland. Irgendwie erwischt mich das Album grad echt gut.

    Und Prog ist hier grad mal 0,0 drin. Akustikgitarren, Folk-Parts und Quorthon-Gedächtnis-Hohohos machen noch keinen Prog. Zumindest kann ich da wirklich nichts raushören. Sound geht auch in Ordnung. Die Gitarren braten recht schön los und der Sound der Vocals ist echt Hammer! Genau richtig viel Hall und genau richtig im Mix. Top!
     
    Ironborn, avi, Wolf City und 2 anderen gefällt das.
  4. Noisenberg

    Noisenberg Till Deaf Do Us Part

    Unterschreib ich komplett.
     
  5. exumer

    exumer Till Deaf Do Us Part

    Weiß eigentlich jemand, wo die Band sich das klassische Stück am Anfang des ersten Liedes ausgeliehen hat? Ist das von einem Soundtrack? Klingt für meine Ohren an manchen Stellen nach Poledouris, aber ich wüsste beim besten Willen nicht, von welchem Film.
     
  6. Franz Meersdonk

    Franz Meersdonk Deaf Dealer

    Eben, steht ja weiter oben, dass es null Prog ist. Die Adaption von 70s Prog in den Malo-Sound wurde im Vorfeld von der Band aber als bewusst gewählter Ansatz zur Komposition des Albums kommuniziert (u.a. hier https://toiletovhell.com/interview-as-from-malokarpatan/). Kompositorisch ist ihnen das m.E. nicht gelungen, dafür klingt es mir zu sehr nach überambitionierter Collage. Geht schon in Ordnung, fürs nächsten Mal wünsche ich mir aber wieder eine Vertonung aus der örtlichen Spilunke.
     
  7. zopilote

    zopilote Till Deaf Do Us Part

    Also Adam hat ja in dem Zusammenhang u.a. von Transsylvania Phoenix geredet, und als ich dann Krupínske Ohne endlich gehört hab, wusste ich sofort was er damit meint.
     
  8. deleted_53

    deleted_53 Guest

    Heute Nacht im Delirium lief die neue nochmal durch und durfte dann doch mal taugen. Wenn die LP draußen ist, werde ich mich ihr nochmal in Ruhe widmen.
     
  9. Delirium

    Delirium Deaf Dealer

    o_O
     
  10. Fire Down Under

    Fire Down Under Redakteur Roadcrew

    Wirst Du ja doch noch vernünftig. Ehrlich, als ich Deinen Erstkommentar hier im Thread las, wollte ich Dich eigentlich schon virtuell ohrfeigen, und zwar mit Anlauf...!
     
  11. Wolf City

    Wolf City Till Deaf Do Us Part

    Beim dritten Lauf hat er mich auch endgültig abgeholt. Wie schon von anderen erwähnt, vor allem die letzte 3 Songs sind besonders stark. Ich wollte es mir ursprünglich auf die kommende Tour kaufen... naja. Bestellung wird bald rausgehen.
     
    Fire Down Under gefällt das.
  12. Panzergeneral

    Panzergeneral Deaf Dealer

    Ich warte bis die Scheibe der Postmann bringt.
    Und dann wird eskaliert...!
     
  13. exumer

    exumer Till Deaf Do Us Part

    Der erste Song klingt, als ob As und Bergtatt-Garm bei so ner 90er Body-Switch-Komödie mit am Start sind, dann aber was schief läuft und beide in den Körper eines slowakischen Glasnost-Bauern fahren, der vom Geist Quorthons besessen ist. Und Schnaps.

    Ansonsten weiß ich immer noch nicht, was das für ein Stück ist, welches Malokarpatran am Anfang geklaut haben. Ich hoffe da weiß mittlerweile jemand mehr?
     
    avi und Fire Down Under gefällt das.
  14. Schosser

    Schosser Dawn Of The Deaf

  15. Dr. Zoid

    Dr. Zoid Till Deaf Do Us Part

    Die späte April-Sonne senkt sich langsam hinter dem Fenster meiner Küche, in der eine interessant aussehende Pilzpfanne gemächlich vor sich hinköchelt. Aus dem Küchenradio ertönt fremdländisch klingende Musik – die Antenne muss sich wieder an irgendwelchen fernen Frequenzen festgebissen haben. Hm, scheint der Auftakt zu einem Märchen-Hörspiel jenseits des Eisernen Vorhangs zu sein. Nun gut. Ich entkorke einen Rotwein aus den Kleinen Karpaten (Hanglage!), beiße gedankenverloren in eine Knoblauchknolle und höre genauer hin.

    Aber irgendetwas scheint nunmehr durcheinander zu gehen. Erkennt doch der geschulte Hörer, dass hier Elemente zwielichtiger Götter, Lagerfeuer-Beschallung und eingestaubte synthetische Klangerzeuger ein gar ko(s)misches Bündnis eingehen. Ich probiere einen Löffel von der nunmehr leicht schimmernden Pilzpfanne und vermag plötzlich die merkwürdige Sprache dieses Heckenpenners (mit wahrscheinlich viel zu großer Sonnenbrille) zu verstehen. Beispiel gefällig? „Čérny Feldmaršál“. Sieht geschrieben schon sehr sexy aus. Klingt gebrüllt noch viel, viel schöner. Und die dem zugrundeliegende Tonfolge erstmal…! Namen alter und neuer Helden wie Mercyful Fate und Negative Plane schießen mir durch den Kopf, während ich mir mein blutrotes Koch-Cape um die Schulter werfe und mit beiden Händen unsichtbare Orangen auspresse.

    Beim nächsten Kapitel beschleicht mich so langsam der Gedanke, dass mir wichtige Informationen vorenthalten werden. Denn scheinbar nimmt die Geschichte eine Wendung, die nur mit einem Blick in das Libretto – ach, wenn es ein solches doch nur gäbe! – nachvollzogen werden kann. Da die Aufspielenden ganz überwiegend aber nicht den Eindruck vermitteln, im Besitz eines Opern-Abonnements zu sein, begnüge ich mich halt mit dem, was mir zu Ohren kommt. Und das ist hier ein Kondensat der schönsten Schäbi-Metal-Riffs aller Zeiten, die mit einem unscheinbar-genialen Twist jeweils noch um weitere zwei Takte verlängert und so bis in die letzte Faser erkundet werden. Jedenfalls scheint mir der Rotwein so langsam zu Kopf zu steigen, denn ich meine zu vernehmen, dass hier lang und breit nützliche Haushalts-Tipps zur Verwendung und Zubereitung der Wurzel der Gemeinen Alraune besungen werden – nur um nach zehn Minuten zum Schluss zu kommen, dass diese Pflanze eventuell, also unter Umständen, eben nur ganz so von vorne an zum Zwecke der Hexerei vielleicht doch ganz nützlich wäre. Na, die Bewertungen dieses Rezepts bei chefkoch.de will ich lieber nicht sehen...

    Huch, ein kalter Wind weht plötzlich zum Fenster hinein. Ich schließe es und wringe auf dem Rückweg geschwind einen Salamander über der Pfanne aus. Nochmal abschmecken – nicht übel! Halt, was war das? Flog da draußen etwa ein schwarzes Pferd vorbei? Schnell noch etwas Rotwein nachgießen und sicherheitshalber einen Pferdeschädel unter der Türschwelle vergraben. Also: Fliegende Pferde – pfft, so ein Quatsch. Was denn noch? ̶ö̶̶f̶̶f̶̶n̶̶u̶̶n̶̶g̶̶s̶̶d̶̶i̶̶s̶̶k̶̶u̶̶s̶̶s̶̶i̶̶o̶̶n̶̶s̶Hexenorgien? Naturgeister? Ziegenfürsten in Designeranzügen? Ich muss doch sehr bitten. Zurück zur Musik: Ach, wie schön sich dieses eine Riff zum Ende hin öffnet…! Und das andere erst, zu dem ich durch die Küche tanze…! Und das zum Schluss, bei dem ich glückselig auf dem Boden liege…!

    Lieblingshexe: Žofia Krištofíčka
    Lieblingsjahreszahl: šesnástémsedemdesátempátém
    Lieblingsmusiker: Peter Motorfuck – Bass

    Verdammt, das Radio spinnt wieder rum. Anscheinend ist es beim Ritt durch die Mittel- und Kurzwelle nun bei der ersten Welle des hellenischen Schwarzmetalls gelandet. Mir soll’s recht sein. Umgehend wird mir wärmer. Wobei das allerdings auch mit dem Schein der Fackeln vor meinem Fenster zu tun haben könnte. Was ist denn da draußen schon wieder los? Die leichtbekleideten Damen da auf dem Hügel gegenüber scheinen das mit der Kontaktbeschränkung jedenfalls nicht wirklich ernst zu nehmen. Naja, die sich ihnen nähernde gehörnte Gestalt mit grüner Haut und grünem Haar wird da mit Sicherheit schon für Recht und Ordnung sorgen…!

    Hmm, wie das duftet… Die Pilzpfanne dürfte gleich fertig sein. Aber was macht diese Biker-Gang auf einmal in meiner Küche? Warum stimmt sie so einen unverschämt eingängigen Chorgesang an? Und seit wann kann man auf slowakisch reimen? Mit letzter Kraft murmle ich in Trance die Worte „vzplanuli … stanuli …“ vor mich hin, bevor ich das Bewusstsein verliere. Keine Ahnung, wie lange ich da in Ohnmacht lag. Langsam komme ich wieder zu mir. Aus dem Radio vernehme ich das Geräusch knisternden Feuers. Vom Herd in meiner Küche allerdings auch – und alles steht voller Rauch! Verflucht, die Pilzpfanne ist angebrannt! Schnell springe ich auf meine vier Hufe, um noch zu retten, was zu retten ist.
     
    Zuletzt bearbeitet: 21. April 2020
  16. deleted_53

    deleted_53 Guest

    LP vs Lobi 1:0. Steht jetzt im Regal.
     
    Wolf City, Barabas und Albi gefällt das.
  17. Sgt T.

    Sgt T. Till Deaf Do Us Part

    Mh dann hör ich doch nochmal rein vorm verkauf.. o_O
     
  18. Noisenberg

    Noisenberg Till Deaf Do Us Part

    Ich find die nach wie vor top.
     
  19. Sgt T.

    Sgt T. Till Deaf Do Us Part

    Zy·nis·mus
    /Zynísmus/

    Substantiv, maskulin [der]
    1. 1.
      [ohne Plural]
      zynische Art, Haltung
      "jemandes Zynismus unerträglich finden"

    2. 2.
      [meist im Plural]
      zynische Bemerkung
      "er ist bekannt für seine Zynismen"
    Edit: gefällt mir...
     
  20. Franz Meersdonk

    Franz Meersdonk Deaf Dealer

    Ich finde das Album ja nicht ungeniessbar, aber schon nicht so wie erhofft. @Dr. Zoid hat das präzise auf den Punkt gebracht:
    :D
     
    Dr. Zoid und Henna gefällt das.
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