MEGA COLOSSUS - Neues Album "Watch Out!" (2026)

Mit Texten habe ich mich noch nicht so viel befasst, da warte ich auf die Analyse von @Dr. Pepe ;)

Also wenn ich schon explizit gefragt werde, kann ich mich natürlich nicht beherrschen, nach dem ersten Mitlesen der Lyrics (danke @Dr. Zoid) direkt mal drei weitere sehr sichere Inspirationen zu nennen. Ich pack's mal in einen Spoiler, vielleicht möchte ja der eine oder die andere ganz unbelastet ans Album gehen.

Also "Grab the Sun" basiert ganz eindeutig auf "Mad Max: Fury Road" und "Show/Down" ziemlich sicher (die Schreibweise deutet es schon an) auf John Woos "Face/Off". Zum Schluss dann noch eine ziemliche Überraschung, denn "Take to the Skies" dürfte auf Hayao Miyazakis "Porco Rosso" zurückgehen, worauf ich ohne die Textzeile "You know the pig has got to fly" aber wohl nicht gekommen wäre (auch wenn die Band mit "Gods and Demons" ja bereits seinen "Prinzessin Mononoke" verarbeitet hatte).

"Grab the Sun" ist musikalisch übrigens ein absolutes Monster, den finde ich nach dem zweiten Durchgang mit Abstand am beeindruckendsten. Bei "Warden of the Wicked Road" muss sich allerdings noch herausstellen, ob der mir nicht eventuell etwas zu 'lieblich' ausgefallen ist. Und den Titelsong finde ich saulässig!
 
Was ist denn DER Übersong, der unbedingt zum überzeugen gehört werden sollte?
Meinst du jetzt vom neuen Album oder überhaupt? Von dem aktuellen würde ich tatsächlich momentan "Fortune and Glory" als Einstieg empfehlen.
Sonst "Sea of Stars" oder "Bug Hunt" oder "Vigilo Confido" oder .... ok ich höre schon auf. :D

Ich hatte mal die Hyperclaive, aber mir hat die nicht gefallen.
"Hyperglaive"
Orrrrdnung muss sein ;)
 
Was ist denn DER Übersong, der unbedingt zum überzeugen gehört werden sollte?
Ich hatte mal die Hyperclaive, aber mir hat die nicht gefallen.

Mir hat die Band am Anfang nicht gefallen. Es hat halt alles mit dem Mindset zu tun, mit dem man herangeht - die Mischung aus Slough Feg-artiger Verschrobenheit, Nerd-Spaß und gefälligem Modern Heavy-Sound, die man auf Hyperglaive antrifft, ist schwer einzuordnen.

Am Ende muss die Musik für sich sprechen. Im Grunde ist es egal, was von (Mega) Colossus man dafür heranzieht. Was hier punkto Songwriting, Melodie, Gitarren (!!) passiert, kriegst du in der letzten Dekade nirgends sonst. Wenn du eine Feuerprobe brauchst, hör einfach die „V“-EP. Ist eh schnell rum. Wer das nicht mag, will Heavy Metal fürs Museum - meine Meinung.
 
Hab die Band erstmalig live auf dem UTH Warm up vor ein paar Jahren gesehen. Finde, die MUSS man live erleben, der Wahnsinn. Seit dem tauche ich auch mit jedem Hören nochmals in die Gigs ab.

Sobald die Platte im Haus ist und aufgelegt wird, stehe ich wieder in der O'Schnitt-Halle in Püchersreuth :D
 
Mich haben sie 2016 (oder war es 17? Hyperglaive waf auf jeden Fall gerade ganz frisch) auf dem Harder Than Steel in Dittigheim "gekriegt" und nicht mehr losgelassen. Ich kannte vorher nullkomanix von denen.
 
Mir hat die Band am Anfang nicht gefallen. Es hat halt alles mit dem Mindset zu tun, mit dem man herangeht - die Mischung aus Slough Feg-artiger Verschrobenheit, Nerd-Spaß und gefälligem Modern Heavy-Sound, die man auf Hyperglaive antrifft, ist schwer einzuordnen.

Am Ende muss die Musik für sich sprechen. Im Grunde ist es egal, was von (Mega) Colossus man dafür heranzieht. Was hier punkto Songwriting, Melodie, Gitarren (!!) passiert, kriegst du in der letzten Dekade nirgends sonst. Wenn du eine Feuerprobe brauchst, hör einfach die „V“-EP. Ist eh schnell rum. Wer das nicht mag, will Heavy Metal fürs Museum - meine Meinung.
Die V würde ich auch empfehlen, auch weil "Navigator" für mich ihr geilster Song ist.
 
Mich haben sie 2016 (oder war es 17? Hyperglaive waf auf jeden Fall gerade ganz frisch) auf dem Harder Than Steel in Dittigheim "gekriegt" und nicht mehr losgelassen. Ich kannte vorher nullkomanix von denen.
Jo. War 2016. War ihre Europa-Tour. War töfte der Auftritt in Dittigheim. Und die Jungs waren ziemlich gut gelaunt und die Merchpreise waren günstigst. Klasse.
 
Jo. War 2016. War ihre Europa-Tour. War töfte der Auftritt in Dittigheim. Und die Jungs waren ziemlich gut gelaunt und die Merchpreise waren günstigst. Klasse.
Ich bin damals hauptsächlich wegen Indian Nightmare (da waren die ja noch der neue heiße shice) hin und die sind dann kurzfristig abgesprungen. Dann hat Crystal Viper noch abgesagt und ich war nur noch angepisst auf der Hinfahrt :D Dann kamen Mega Colossus auf die Bühne (erste oder zweite Band an dem Tag oder?) Das hat meine Laune sofort verbessert. Und das Bier latürnich.
 
Sehr cooles Interview, danke @Treeser !


Das Interview ist absolut super, danke fürs Verlinken! Am allerbesten gefällt mir natürlich die Aussage "Nun, wir haben schon angefangen, die nächste Platte zu schreiben, und wir wollen so viel wie möglich touren!", aber auch sonst eine wahre Schatzgrube für Fans und ein gutes "Showdown"-Gegenstück zum tollen "Riptime"-Interview von @Tokaro damals im DF (wobei ich natürlich sehr hoffe, dass die Band in der April-Ausgabe auch noch vorkommen wird).

Generell auch sehr schön (und passend zum Gesamteindruck der Band), dass die Interviews mit denen offenbar nie von einem einzelnen Musiker bestritten werden, sondern immer möglichst viele von denen am Start sind (im aktuellen Rock Hard ist ja auch ein Interview, aber natürlich viel kürzer - und deutlich weniger interessant - als das hier). Außerdem schöne Grüße von meinem Profilbild hier an Dozas Filmgeschmack. ;)
 
Wat ne geile Scheibe!!!
Nur Ohrwürmer, gepaart mit einer musikalischen Rasanz, die einem den Atem raubt! Insgesamt vielleicht eine Spur aufgeräumter und etwas weniger chaotisch als auf den Vorgängern, aber immer noch mit dem überbordenden positiven Wahnsinn, der die Band schon immer umgeben hat.
Wicked Road setzt der Torte die Kirsche auf. Mein Gott, dieses Gitarren-Lick im Refrain geht mir seit vorgestern nicht mehr aus der Birne, herrlich!!!

Ach so: Falls einer die V zu einem fairen Kurs abgeben will weil er sie doof findet, ich würde mich für eine Übernahme hergeben. ;)
 
Showdown merkt man definitiv an, dass die Band in möglichst kurzer Zeit ein neues Album fertig haben wollte. Die Spontaneität, Einfachheit und Leichtigkeit steht im hörbaren Kontrast zum Vorgänger Riptime, der unzählige Ideen und Gitarrenparts komprimierte und ultra-präzise präsentierte.

Dazu passt auch der Fokus auf viele eingängige Refrains, die in den meisten Songs auch tatsächlich als solche zu erkennen sind und entsprechend prominent herausgestellt werden - aber halt trotzdem nicht belanglos sind. Schöner Nebeneffekt der neuen Luftigkeit im Sound ist, dass das tolle Zusammenspiel von Doza und Anthony hier sehr gut herauszuhören ist. Einerseits ist das Spiel von Doza deutlich relaxter gegenüber seinem bisher gewohnten Powerhouse-Drumming und andererseits zaubert Anthony einige tolle Basslinien auf’s Band, die die Songs ungemein bereichern. Die Gitarren sind wie üblich nicht von dieser Welt und Sean liefert seine bislang wohl kraftvollste Gesangsleistung ab.

Das oben verlinkte Interview auf metal.de ist in der Tat super interessant und informativ (und weckt das Verlangen nach einem weiteren Mini-Fanzine - analog der kleinen Auflage anlässlich Riptime - mit weiteren Einblicken in die Entstehung der einzelnen Songs). Ich finde es jedenfalls sehr bemerkenswert, dass sich Chris trotz kürzester Bandzugehörigkeit aller Kolossüsse mittlerweile wohl zum Haupt-Songwriter entwickelt hat. Faszinierend ist dann, dass im Ergebnis die Songs weiterhin eindeutig nach MC klingen – wohl auch, weil jeder in der Band weiterhin seine Prise Magie / Wahnsinn / Inspiration in vielfältigster Art und Weise einbringt.

Fortune & Glory: Ich habe damals™ das Lucas Arts Adventure zu Indiana Jones and the Last Crusade auf dem AMIGA rauf und runter gespielt (übrigens, noch bevor ich überhaupt einen Indy-Film gesehen hatte). Dass die beste Adventure Metal Band der Welt (nie war das Genre passender) mit diesem Song offene Türen bei mir einrennt, ist also klar. Ein perfekter Opener, eine mir sehr nahegehende Textzeile ("Into the greatest mystery, I go first my friend") und das beste Refrain-Comeback aller Zeiten: Wenn nach dem getragenen "Tombs of hidden epic dynasties…"-Part die Gitarre ihre Feuerwerksrakete in den Himmel schickt und diese dann explodiert - unfassbar!

Outrun Infinity: Aha, endlich mal wieder ein Weltraum-Song…! Vielleicht am ehesten so etwas wie der Song, den man mittlerweile eigentlich auf jedem MC-Album erwarten darf. Tolle Gitarren, interessantes worldbuilding und ein grandioser Refrain mit einem sau-coolen Text, der zum Mitsingen zwingt.

Grab The Sun: Was für ein Monster! Und was für ein krasser Ausreißer in Sachen Komplexität gegenüber den anderen hier vertretenen Songs. Zwischen Start und Ziel passiert hier einfach so unglaublich viel, dass es mir immer noch ein Rätsel ist, wie ein Song, der so anfängt, so enden kann. Im Bandkontext können da möglicherweise noch "Jihad! Jihad!" und "Bug Hunt" mithalten. Dass die letzten Minuten wie neuere Propagandhi klingen, nehme ich dankbar mit.

Show/Down: Auf einer MC-Platte die Textzeile "I’m gonna fuck your wife" zu finden, war jetzt nicht unbedingt zu erwarten. Sehr coole, rockige Nummer mit einem für die Band eher ungewöhnlichen Groove. Aufgrund des lockeren feel-good vibes à la Thin Lizzy oder Kiss war ich mir nach dem ersten Hören sicher, dass Anthony den Song geschrieben haben muss (siehe auch Ähnlichkeiten zu seiner anderen Band Knightmare) - zumal er sich hier ja auch den Gesang mit Sean teilt. Aber auch bei diesem Song scheint Wunderkind Chris für die Musik verantwortlich zu sein. "No time to preach, pass me the peach" ist jetzt ja auch eher so hmm… Muss ich mir jetzt wirklich einen Film mit Nicolas Cage anschauen?

Warden Of The Wicked Road: Die Selbstbeschreibung als "dunklerer zweiter Teil von Navigator" passt so perfekt, dass ich mich ärgere, nicht vor der Band hierauf gekommen zu sein. Ich selbst hätte es unbeholfen mit einer Mischung aus "Wasted Years" und Kansas‘ [bekannt vom Hype-Sticker] "Carry On Wayward Son" probiert. Jedenfalls in der Tat ein ungewohnt persönlicher Song, bei dem der Gegensatz vom grüblerischen Text und potenziellen Radiohit u.a. das Besondere ausmacht. Sollte der hier live im Doppel mit "Navigator" gespielt werden, bleiben meine Augen definitiv nicht trocken.

Take To The Skies: Ehrlicherweise der einzige Song, der mich bislang nicht vollends packen kann. Aber jetzt wo ich weiß, dass der zugrundeliegende Film von einem "Piloten im Ersten Weltkrieg [handelt], der in einen Schweinemenschen verwandelt wird" (*freu*), stehe ich der Sache direkt viel wohlwollender gegenüber.
 

Das war neben dem Powermetal-Review von Dogro der zweite Text zu dem Album, auf den ich aktiv gewartet bzw. gehofft habe. :)

Da ich das Gefühl habe, hier etwas mehr als nur "ja, genau" hinzufügen zu können, schreib ich demnächst vielleicht auch noch was zu den einzelnen Songs. (Bis dahin hoffe ich einfach mal, dass die Nicolas-Cage-Anmerkung ein Scherz war.)
 
Ein wirklich tolles song by song review @Dr. Zoid :top: Bei mir wächst das Album gerade ganz schön. Ich würde auch vieles in dem Review so unterschreiben. Z.B. Grab the Sun aber auch Outrun Infinity rangieren gerade ganz weit vorne bei mir, vermutlich weil sie die meisten "alten" MC Vibes versprühen. Was da in ein paar Minuten alles passiert, ey! :verehr: Und mit so Ohrwurmgranaten wie Fortune and Glory und Wardens of the Wicken Road hat man mich eh ganz schnell. Den Titelsong habe ich am Anfang unterschätzt, aber da ist wirklich viel Lässigkeit Marke Thin Lizzy drin, wenn auch in deutlich modernem Soundgewand. Überhaupt empfinde ich den Sound bei dem neuen Album, wie eigentlich auch schon immer bei MC als passend. Relativ "modern", aber eben nicht zu modern. Halt mehr "Powerslave" als "Sad Wings of Destiny" um zwei Klassiker mal als Vergleich zu bemühen ;) Bleibt auch bei mir nur noch " Take to the Skies" das mich bisher auch nicht so richtig gepackt hat und lediglich unter "solide" verbucht wird. Vielleicht wäre der an einer anderen Stelle des Albums besser aufgehoben anstatt als Rausschmeißer (?). Wie auch immer, der Abstand zu den anderen Alben verkürzt sich gerade bei mir, es geht schon wieder stark Richtung 9/10.
 
So, ich jetzt auch, ohne große Vorrede.

Fortune & Glory
Ein Einstieg nach Maß, würde ich sagen. Man fühlt sich als Hörer, als würde man in dieser Loren-Achterbahn unter dem Tempel des Todes herum sausen, so rasant und schwungvoll geht's hier zu. Und halt direkt auch wieder derart frisch, positiv-aufgeputscht und mit den ganzen liebevollen kleinen Schnörkeln versehen, über die ich mich bei Mega Colossus immer so freuen kann. Dass es diese Band (wenn auch natürlich nicht in gleichbleibender Besetzung) jetzt seit fast 20 Jahren gibt, erscheint mir beim Lauschen dieses Songs kaum zu glauben, ich höre hier eigentlich eher ein Rudel junger Hunde, die kaum wissen wohin mit ihrer Energie. Beim "BAM" vor der Wiederkehr des Chorus hüpft mein Herz immer mit - so glücklich kann Musik machen. Ganz groß.

Outrun Infinity
Ein sehr starker, packender und kurzweiliger Song, der einerseits extrem typisch für diese Band ist (sowohl musikalisch als auch mit seinen Sci-Fi-Lyrics), mir aber bei aller Qualität seltsamerweise ein wenig das Gefühl vermittelt, dass ich sowas in der Art auch von einer anderen Band bekommen könnte (ohne dass ich sagen könnte, von welcher genau). Möglicherweise fehlen mir hier ein wenig die besagten Schnörkel und besonderen Details? Kann eigentlich über nichts meckern, aber für die ganz große Begeisterung, die die drei besten Songs des Albums in mir auslösen, reicht es hier nicht ganz. Oder noch nicht - vielleicht wird das ja auch so ein Fall wie damals bei "Atlas", der sich erst nach vielen Wochen als weiteres Mega-Highlight entpuppt hat.

Grab the Sun
Das isser. Der Song, auf den ich schon total gespannt war, bevor ich wusste, wie er heißt. Hab nämlich nach dem Konzert in Wien beim Plausch mit Chris erwähnt, dass mein absoluter MC-Favorit "Bug Hunt" sei, woraufhin er sinngemäß meinte, auf dem neuen Album gäb's eine Nummer von Bill, die mir dann sicher gefallen dürfte (und außerdem besonders komplex oder schwer zu spielen wäre oder sowas). War dann beim ersten Durchlauf des Albums sehr schnell klar, um welches Lied es sich handelt. Uff. Im Rahmen dieser Band fast schon als Riff-Massaker zu beschreiben, dabei mit massenhaft Twists and Turns und tausend geilen Momenten bzw. Text-Zeilen zum Mitbrüllen. Und dann halt ab dem "These people are not things"-Part auch noch ein kleines (eigentlich großes) Melodien-Festival. Oder anders gesagt: Fünf Minuten gefletschte Zähne plus zwei Minuten feuchte Augen - a winning combination! An "Bug Hunt" dürfte "Grab the Sun" in meiner Gunst zwar nicht ganz rankommen (besser als "Bug Hunt" wird diese 'Heavy Metal Musik' allerdings eh nur ganz, ganz selten), aber ein klarer Song-des-Jahres-2024-Kandidat für mich.

Show/Down
Wo mir "Fortune & Glory" schon ein fettes Grinsen ins Gesicht meißelt, muss ich hier aufpassen, dass sich meine Mundwinkel nicht am Hinterkopf treffen. Alles andere als ein typischer MC-Song, aber für mich ein Riesen-Spaß. Find's besonders geil, wie dem eigentlich lockeren Groove hier teils so eine Art Stakkato-Riffing ("trt-trt-trt") hinterlegt ist - haben vermutlich tausend andere Bands auch schon so gemacht, keine Ahnung, aber dann isses hier halt besonders gut eingesetzt. Ansonsten natürlich auch besonders ein Song des Gesangs und der (herrlich bescheuerten, das ist halt auch eine Seite von "Face/Off") Lyrics, die bei mir in Kombination immer für blendende Laune sorgen. "Hallelujah!"

Warden of the Wicked Road
Immer blöd, wenn man am Jetzt-schon-Fan-Favourite rummäkelt, aber es hilft ja nix, ich will ja ehrlich sein. Wo "Grab the Sun" ein wenig als musikalisches Sequel von "Bug Hunt" durchgeht, ist das hier dann der Nachfolger vom "Navigator" und wie schon angemerkt halt auch sowas wie die MC-Variante großer Classic-Rock-Nummern wie "Carry on Wayward Son". Wobei ich "Wicked Road" (okay, ich kürz den Titel jetzt auch so ab) aber tatsächlich gar nicht als "dunkler" als den "Navigator" empfinde, dessen schön melancholischen Touch (und leicht mystischen Text) ich hier einfach nicht so raushöre bzw. im direkten Vergleich ganz klar bevorzuge. Komplett fröhlich und ausgelassen klingt "Wicked Road" natürlich keineswegs, und über Hoffnung-spendende Lyrics beschwer ich mich ganz sicher auch nicht (die kann man ja von Tag zu Tag mehr brauchen), aber, puh, gerade der Chorus ist mir wohl einfach einen Touch zu 'schön', der löst fast eher leichte Abwehr in mir aus. Tatsächlich finde ich andere Parts des Songs ziemlich gut, und vermutlich ist das ganze Lied für das, was es halt sein soll, auch fabelhaft gelungen, aber so in Gänze ist es einfach nicht wirklich meins. Ich bin aber bereit, meinen Eindruck eher auf eigene emotionale Verkrustungen als auf die Band zu schieben. ;)

Take to the Skies
Wo ich den sehr beliebten "Wicked Road" ein wenig schmähe, springe ich aber dafür gerne für das hässliche Entlein "Take to the Skies" in die Bresche. Sicher, zu den spektakulärsten MC-Nummern zählt der Track nicht, und wenn man den wenig eleganten Fade-Out am Ende mit der Hintergrund-Info, dass die Band wenig Zeit für das Album hatte, in Verbindung setzt, kann man schon den Eindruck bekommen, dass das Ding noch schnell fertig werden musste, um es dann am Ende der Platte zu verstecken. Und doch: Mir macht der Song viel Spaß, und wenn ich ehrlich bin, gefällt der mir aktuell sogar etwas besser als "Outrun Infinity". Ich mag's, wie die Lead-Gitarre die Flug-Bewegungen des Schweine-Piloten aus "Porco Rosso" nachempfindet, und ich mag einige Parts wie z. B. "Arrogant American / I'll show this yank what's what" - der Song hat einfach Persönlichkeit und dazu einen gewissen luftigen Drive, den ich sehr ansprechend finde. Kein Riesen-Highlight, aber eine coole Nummer.

Vorläufiges (!) Fazit zu "Showdown": Drei der sechs Songs sind für meine Ohren richtig großartig, der Rest mindestens ziemlich gut. Möglicherweise der Schnellschuss (passt ja zum Gunslinger-Cover, haha) unter den MC-Releases, für mich aber dabei immer noch besser als alle mir bekannten 2023er-Alben (was aus meiner Sicht aber auch kein gutes Musik-Jahr war). Die beste derzeit aktive Metal-Band sind sie natürlich sowieso. Will Konzerte.
 
Zuletzt bearbeitet:
ACHTUNG:
Mega Colossus suchen noch 2 Auftrittsmöglichkeiten!
31. Juli grob Hessen, Saarland, Rheinland-Pfalz
3. August: grob neue Bundesländer, Niedersachsen

Interessenten bitte PN
 
Heißt das neue Album eigentlich Showdown oder Show/Down?
Ich habe die CD Version und dort steht auf dem 'Jewelcase-Rücken' und auf der CD Show/Down.
Das ist ja sicherlich ein Fehler oder?
 
Zurück
Oben Unten