Metal Church

"Losers in the Game" nicht zu vergessen. Aber eigentlich alles, was dieser absolute Ausnahmesänger veredelt hat.

Mir tun noch immer meine damaligen Nachbarn leid, die mit anhören mussten, wie ich mich durchaus lautstark gefreut habe, als die Meldung durchsickerte, Mike würde zu Metal Church zurückkehren. Ich hatte beim XI Album dann sogar die sündhaft teure Edition von Rat Pack Records aus den USA bestellt, die auch einen "Dankeschön-Anruf" von Mike Howe beinhaltete, der dann auch wirklich zur vereinbarten Zeit kam. Wobei ich etwas Star-Struck war und ihm von den 5 Minuten ungefähr erstmal 3 Minuten lang im Detail erzählt habe wie geil ich alles finde, was er mit MC macht und gemacht hat. Erst dann kam er zu Wort ;-) RIP Mike.
 
Ich kann es nicht oft genug schreiben/sagen: David Wayne steht in meiner Gunst sehr deutlich über Mike Howe (beide R.I.P.). Mike war für mich eher son bissel typischer "Powermetal"-Sänger, wogegen David mehr Schärfe und Agressivität in der Stimme hatte, die ihn schon ein wenig einzigartig und auch charismatischer machte.
Was die Platten angeht steht das Debut über allem, nicht nur im MC-Kosmos. Ein Werk für die Ewigkeit, zeitlos und eigentlich auch nicht (mehr) zu übertreffen. Inselplatte und Referenzwerk.
 
Ich kann es nicht oft genug schreiben/sagen: David Wayne steht in meiner Gunst sehr deutlich über Mike Howe (beide R.I.P.). Mike war für mich eher son bissel typischer "Powermetal"-Sänger, wogegen David mehr Schärfe und Agressivität in der Stimme hatte, die ihn schon ein wenig einzigartig und auch charismatischer machte.
Was die Platten angeht steht das Debut über allem, nicht nur im MC-Kosmos. Ein Werk für die Ewigkeit, zeitlos und eigentlich auch nicht (mehr) zu übertreffen. Inselplatte und Referenzwerk.
so true !:top:
 
Mike Howe ist wohl so weit von „typischer Power Metal Sänger“ entfernt, wie man nur weit entfernt sein kann… ;) Er singt unheimlich ausdrucksstark und intensiv, gleichzeitig rau und doch emotional. Kenne keinen Sänger, der so ähnlich klingt. Habe jedes Mal Gänsehaut, und oft einen Kloß im Hals, wenn ich ihn höre, und dass seit über 30 Jahren und nicht weil er gestorben ist :verehr:
 
Da gehe ich komplett mit - obwohl für mich das Dabüt DAS MC-Album schlechthin ist, das über allen anderen steht. Deutlich. Vielleicht auch deshalb, weil das Ding damals so ein mächtiger Urknall war, auf das meine Kumpels und ich so was von dermaßen steil gingen.
Hmnja... Das mit dem Debut sehe ich tatsächlich anders. Für mich ist das lediglich eine von fünf richtig geilen Metal Church-Alben. Ohne exponierte Ausnahmestellung. Allerdings sicher nicht wegen Wayne oder so. Das ist komplett unabhängig von den Alben gemeint, wenn ich sage, dass Howe für mich DER MC-Sänger ist. Wie bereits gesagt trifft der bei mir einfach einen Nerv. Ich kann das gar nicht richtig beschreiben, aber wenn ich Howe höre, ist meine Welt für einen Moment im Gleichgewicht. Ich finde ihn bspw. auch auf Breaking Point überragend, also dieser einen Heretic-Scheibe, auf der er vor seinem Einstieg bei MC gesungen hat.
 
Unabhängig davon das "Hanging in the Balance" für mich wohl eine der besten US-Metal
Scheiben überhaupt ist, halte ich nach wie vor Howes Stimme für absolut einzigartig.
Den Mann erkennt man sofort anhand seiner emotionalen, druckvollen Stimme.
Höre gerade mal wieder "The Final Sermon/Live" und bin aufs Neue wieder mal sehr ergriffen.
WAS FÜR EIN VERLUST!!!
 
David Wayne war wohl das etwas schlichtere Gemüt, welches oberflächlich gesehen einfach nur drauflos geschrien hat, Mike Howe dagegen der deutlich filigranere und feingeistrigere Sänger. Bei aller Klasse von Howe und der Scheiben mit ihm, die ich ohne Einschränkungen zutiefst verehre, steht für mich das Debüt ganz klar an der Spitze des Metal Church'en Universums. Was Vanderhoof und seine Bande hier 1984 von der Leine gelassen haben, ist für mich auch 40! Jahre später immer noch der Inbegriff von Heavy Metal und sucht nicht nur als Debüt Scheibe vergeblich seinesgleichen.
Das Maß der Dinge, trotz Blessing in Disguise oder Human Factor.
 
David Wayne war wohl das etwas schlichtere Gemüt, welches oberflächlich gesehen einfach nur drauflos geschrien hat, Mike Howe dagegen der deutlich filigranere und feingeistrigere Sänger. Bei aller Klasse von Howe und der Scheiben mit ihm, die ich ohne Einschränkungen zutiefst verehre, steht für mich das Debüt ganz klar an der Spitze des Metal Church'en Universums. Was Vanderhoof und seine Bande hier 1984 von der Leine gelassen haben, ist für mich auch 40! Jahre später immer noch der Inbegriff von Heavy Metal und sucht nicht nur als Debüt Scheibe vergeblich seinesgleichen.
Das Maß der Dinge, trotz Blessing in Disguise oder Human Factor.
..genau...nur oberfläch gesehen (gehört). David hat auch durchaus nuanciert zwischen aggressiven und Klargesang gewechselt. Zum Metal Church-Debut: 100% D´accord !! Allein wie Metal Church Deep Purple mit dem Cover von "Highway Star" wie kleine Milchbubis aussehen lassen, ist grandios und mit klarer Ansage: "Hey Ritchie und Ian, sooo muss das Ding knallen."
 
Zuletzt bearbeitet:
Was Vanderhoof und seine Bande hier 1984 von der Leine gelassen haben, ist für mich auch 40! Jahre später immer noch der Inbegriff von Heavy Metal und sucht nicht nur als Debüt Scheibe vergeblich seinesgleichen.
Das Maß der Dinge. (...)
Es reicht diese paar Worte zu lesen und in Gedanken die ersten Sekunden von "Beyond the Black" zu hören und sofort läuft die dickst mögliche Gänsehaut runter.

In der Tat die Definition des Begriffs Heavy Metal.

Der Moment irgendwann 1984 als die Steamhammer Pressung sich erstmalig auf meinem Plattenspieler drehte ist und bleibt unvergessen. Nix erwartet, hab die wegen des Covers gekauft. Ich kannte nur den einen Demo Song "The Brave" von Metal Massacre V und den fand ich arg langweilig.

Und dann das...

Läuft gerade hier, einige Jahre auch nicht mehr gehört. Immer noch dieselbe Gänsehaut immer noch die selbe Begeisterung wie 84.
 
Es reicht diese paar Worte zu lesen und in Gedanken die ersten Sekunden von "Beyond the Black" zu hören und sofort läuft die dickst mögliche Gänsehaut runter.

In der Tat die Definition des Begriffs Heavy Metal.
So nämlich! :top:
Leider kann man ja alles nur zum ersten Mal machen, und die meisten ersten Momente verblassen mit der Zeit - aber ich werde nie vergessen, wie ich innerlich fast Amok lief, als ich zum ersten Mal dieses so unfassbar mächtige Eröffnungsriff hörte. Das ist die pure Essenz des Heavy Metal für mich, die Geburtsstunde des wahren Power Metal. Auch 40 Jahre danach kann ich dieses Riff nicht hören, ohne komplett auszurasten. Das passiert mir sonst eigentlich nur bei diesem monstergeilen Break in "Chemical Warfare".
 
Mein Erstkontakt mit der Band dürfte so 93/94 mit Hanging in the Balance gewesen sein. Fand ich schweinegeil, ultracool. War aber nicht vergleichbar mit dem Moment als ich 1,2 Jahre später das Debutalbum auf Cd erworben habe. Was für eine Machtdemonstration. Was war die Band 1984!! heavy. Was für Riffs!! Was für ein Gesang!! Genau die richtige Produktion!! Trotz vieler weiterer fast perfekter Alben bleibt dieses für mich unerreicht. Wie schon mehrmals im Thread erwähnt, der Inbegriff von wahrem Power Metal. Keine einzige schwache Note auf dem Album. So sei es
 
Ich finde das echt ein Faszinosum wie kultisch gerade die erste teilweise verehrt wird. Hab mir geswegen gerade eben den 84er Hiatory Battle noch mal rausgesucht und da hat das Album Platz 4 der Jahresliste geholt. Für mich persönlich trifft es das wirklich sehr, sehr gut. Wenn ich an das prägendste, wichtigste, größte, beste... ja, schlicht an DAS Album des Jahres 1984 denke soll, dann kommt dafür definitiv nur eines in Frage: Ride The Lightning.

Metal Church für sich betrachtet, ist natürlich nichtsdestotrotz ein wahnsinnig hochwertiges Stücke Edelmetall. Rang 4 ist dafür definitiv nicht zu hoch gegriffen, vielleicht sogar noch einer höher. Die drei wirklich galaktisch starken Songs auf Seite 1 machen's möglich. Der Rest kann dieses Niveau jedoch nicht halten und rangiert für mich auf einem "nur" sehr gutem Level. Zumindest im Großen und Ganzen. Das Purple-Cover halte ich für komplett entbehrlich und das Instrumental wirkt bis heute irgendwie unfertig. Das sind die beiden Nummern, die für mich am Glanz des Debuts zehren.

Ich weiß nicht... Wenn ich zum Vergleich The Dark daneben halte, finde ich zwar immer, dass Metal Church in Summe die noch besseren Highlights hat, aber The Dark dafür als Gesamtwerk ausgewogener und das in sich schlüssigere Album ist. Keine Ahnung daher, welches davon ich höher werten soll.
Das funktioniert übrigens auch mit jedem anderen aus dem ersten Fünferpack, aber ich wollte bewusst diesem Wayne/Howe-Vergleich aus dem Weg gehen, der dann jedes Mal unweigerlich kommt.
 
Es gibt ein neues Projekt vom ehemaligen Warlock Gitarrist Tommy Bolan und der aktuellen Rhythmussektion von Metal Church (Schlagzeuger Stet Howland und Bassist Steve Unger) namens N.Y.C.. Das Debütalbum Built To Destroy erscheint am 14. November. Das Musikvideo zum Titeltrack gibt es hier:

https://www.youtube.com/watch?v=LaAg219fZ-E

Tracklist:
01. Heavy As Hell
02. Twisted
03. United
04. Tired Of Smiling
05. Lyin' Eyes
06. Let's Roll (40 Brave)
07. Central Park
08. Fight
09. Full Tilt
10. Highway To Nowhere
11. Gasoline
12. 244
13. Built To Destroy
 
Zuletzt bearbeitet:
aber The Dark dafür als Gesamtwerk ausgewogener und das in sich schlüssigere Album ist.
Dem könnte ich allein schon deswegen nicht zustimmen, weil da dieser für mich unsägliche Schunkler "Start the Fire" drauf ist. Der Rest ist ohne Zweifel saustark, aber doch schon etwas ... wie soll ich es nennen? ... domestizierter als dieses wilde, urwüchsige, archaische Debüt.
Aber bevor wir uns missverstehen: Auch diese mit Howe bei seinem ersten Stint mit der Band ja auf absolute neue höhen geführte Kombination aus kompositorischer Brillanz, unvergleichlichem Melodiegespür und unprätentiöser Power verehre ich zutiefst. Diese drei Scheiben laufen hier ebenfalls regelmäßig und häufig - die gehen einfach immer, bei jeder Stimmung.
 
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