MINSTRELS: Wir ermitteln unsere JETHRO TULL Top25!!

Kleiner Nachtrag:

Bei mir auf der 23

Kleine Bemerkung im beruflichen Zusammenhang: Mein Arbeitgeber besitzt auch mehrere Hektar Wald, darunter auch auf einer unserer inzwischen rekultivierten Bauschuttdeponien in Bochum.

Wir bewirtschaften unsere Waldflächen seit diesem Jahr auch mit Rückepferden, ebenfalls schwergewichtige Kaltblüter.
 
Kleiner Nachtrag:

Bei mir auf der 23

Kleine Bemerkung im beruflichen Zusammenhang: Mein Arbeitgeber besitzt auch mehrere Hektar Wald, darunter auch auf einer unserer inzwischen rekultivierten Bauschuttdeponien in Bochum.

Wir bewirtschaften unsere Waldflächen seit diesem Jahr auch mit Rückepferden, ebenfalls schwergewichtige Kaltblüter.
Kampfansage an Bodenverdichtung und gleichzeitig Hochhalten von Tradition.... fein, fein! :top:
 
Oh ja, das ist ein hinreißender Song mit wunderschönen Gesangsmelodien (gegen Ende fein zweistimmig) und wunderbar gefühlvoller, schon beinah subtiler Gitarre. Genau genommen ist "Wond'ring Again" Teil 2 von "Wond'ring Aloud", beide Teile zusammen gibt's auf der "Aqualung 40th Anniversary Secial Edition" als "Wond'ring Aloud, Again" im Remaster von Steven Wilson:


:verehr::verehr::verehr:
Und genau, weil ich solche Songs drin haben wollte, tolle Songs aus der zweiten Reihe, mussten halt 3-4 Klassiker weichen.

Kann auch nur noch mal Living in the past empfehlen, tolle Compilation.
 
Erdbär, sehr gut, du hast den Song aufgesogen! :top:

Meine 4, ein wunderbares, perfekt komponiertes Meisterwerk mit Ausnahmequalität auf allen Ebenen.

Dieser Song ist wie ein Gedicht der größten Dichter, wie ein Gemälde von großen Meistern, wie eine Skulptur der besten Bildhauer. Er müsste in ein Museum, damit er seinen angemessenen Platz bekommt. Da läuft er im besten Sound, mit 3D-Videos, mit altenglischem Textblatt, mit Bildern von Pferden und Landschaften. Eine lebensechte Nachbildung eines Kaltblüters und ein Pferdemann im Arbeitsanzug und mit seinen Werkzeugen. Zeitungsartikel über die Ölkrise. Bücher und Artikel über Stellenwert und Ausprägung der Beziehung zwischen Mensch und Pferd in den vergangenen Jahrhunderten.

So viel Impact drin in diesem Lied in gar nicht mal so vielen Minuten. Und dazu dann noch so viele ergreifende Momente und Emotionen. Und doch klingt es so leicht und fluffig. Und von Herzen kommend und nicht konstruiert. Ich glaube der Folkkauz mag Pferde, Tiere, die Natur und tut nicht nur so. :D

Da ich auch so ein gestriger Vogel bin, der noch weiß, wo er herkommt und wo er immer hingehören wird, nämlich in den Wald und zu unseren tierischen Gefährten, schlägt die Mucke bei mir voll an.
 
Und weil der Text so wunderschön und so poetisch ist, stelle ich ihn hiermit in Gänze ein. Hüa, edle Freunde!

Iron-clad feather-feet pounding the dust
An October's day, towards evening
Sweat embossed veins standing proud to the plough
Salt on a deep chest seasoning
Last of the line at an honest day's toil
Turning the deep sod under
Flint at the fetlock, chasing the bone
Flies at the nostrils plunder

The Suffolk, the Clydesdale, the Percheron vie
With the Shire on his feathers floating
Hauling soft timber into the dusk
To bed on a warm straw coating

Heavy horses move the land under me
Behind the plough gliding, slipping and sliding free
Now you're down to the few and there's no work to do
The tractor is on its way

Let me find you a filly for your proud stallion seed
To keep the old line going
And we'll stand you abreast at the back of the wood
Behind the young trees growing
To hide you from eyes that mock at your girth
And your eighteen hands at the shoulder
And one day when the oil barons have all dripped dry
And the nights are seen to draw colder

They'll beg for your strength, your gentle power
Your noble grace and your bearing
And you'll strain once again to the sound of the gulls
In the wake of the deep plough, sharing

Heavy horses move the land under me
Behind the plough gliding, slipping and sliding free
Now you're down to the few and there's no work to do
The tractor is on its way

Standing like tanks on the brow of the hill
Up into the cold wind facing
In stiff battle harness, chained to the world
Against the low sun racing
Bring me a wheel of oaken woods
A rein of polished leather
A heavy horse and a tumbling sky
Brewing heavy weather

Bring a song for the evening
Clean brass to flash the dawn
Across these acres glistening
Like dew on a carpet lawn
In these dark towns folk lie sleeping
As the heavy horses thunder by
To wake the dying city
With the living horseman's cry

At once the old hands quicken
Bring pick and wisp and curry comb
Thrill to the sound of all
The heavy horses coming home
 
Ok, manchmal doch Konsens ;) Ist aber auch ein unglaublicher Song. Meine 1 wird wohl auch nochmal Konsens, der andere noch fehlende bestimmt nicht:

1.
2. Heavy Horses (3)
3. Acres wild (16)

8. Orion (15)
9. Broadsword (14)
10. Black Sunday (10)

15. Songs from the wood (4)

20.
 
Bei mir auf der 23

Dann bist du der einzige, der "Heavy Horses" nicht in der Liste hatte. :cool:
Einer der wenigen Songs von JETHRO TULL, bei dem mir der Begriff "Hymne" in den Sinn kommt, was in erster Linie am Refrain liegt. Am stärksten finde ich hier jedoch den etwas schnelleren Mittelteil mit den anderen Gesangslinien (meist auch wieder fein zweistimmig), der geht so richtig ab. Natürlich auch insgesamt ein ganz starker Song, bei mir auf Platz 9 gelandet.
"Heavy Horses" ist überhaupt ein brillantes Album, auf dem eben der hymnische Titelsong und das wuchtige "No Lullaby" die Höhepunkte für mich sind, drum herum wurden aber auch ausschließlich Perlen gestreut - egal, ob ich "Acres Wild", "Journeyman" oder "Rover" anspiele, ich erwische immer einen tollen Song. Mit "Weathercock" ist zudem ein sehr feiner, melancholisch-rockiger Ausstieg gelungen.
 
Das wäre meine Nummer 4. Ein wunderbarer Song. Die knapp 9 Minuten vergehen wie im Flug. Keine Note zu viel, keine Note zu wenig.

Durch dieses Album bin ich zu JT gekommen. Gekannt habe ich JT natürlich. Aqualung war geläufig, aus der Kindheit hatte ich noch den Rockpalast Auftritt in Erinnerung, der mich seinerzeit allerdings nicht sehr beeindruckt hatte. Led Zeppelin, Yes und Co. fand ich alles interessanter. Dann schenkte mir ein Kumpel mal zum Geburtstag das 2003 Remaster von Heavy Horses mit dem Hinweise, ich solle doch der Band auch mal eine Chance geben. Der Opener The Mouse Police... hat mich dann förmlich umgeblasen. Dann der Titeltrack mit dem schnellen Mittelteil. Dann instant Klassiker wie The Rover oder Acres Wild. Das waren nicht die JT wie ich sie in meiner nebulösen Erinnerung hatte. Ich habe mir dann nach und nach alle CD's bis Broadsword rangeschafft. Mittlerweile durch die Deluxe Editions ersetzt (leider fehlt mir Stand Up). Aber HH ist auf jeden Fall in meinen Top 3. Alles danach brauche ich nicht.

Heavy Horses ist nicht beste Song des Albums, kommt dafür aber ziemlich dicht an einen perfekten Song ran.
 
50248119fz.jpg


02. Aqualung
(Aqualung, 1971)
Punkte: 257
Votes: 16
Schnitt: 16,1

 
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02. Aqualung
(Aqualung, 1971)
Punkte: 257
Votes: 16
Schnitt: 16,1


Was für ein Paukenschlag! Was für ein Jahrhundertriff! Was für ein schleppender, zähflüssiger und dennoch ungemein kraftvoller Beginn! Archaisch, wild, rauh und dennoch voller Anmut. Wie ein kühler, nebelverhangener Novembermorgen in einem Park. Der Song rein musikalisch ein Triptychon: Der wuchtige Anfang mit dem vor Wut und Hass triefenden Gesang, unterlegt vom GOTTRIFF des Meisters Martin Lancelot Barre. Danach ganz plötzlich still, sanft und ruhig, Nur Ians Akustikgitarre, seine näselde Stimme, etwas Klavier, dezente Drums... Eine sehr traurige, melancholische Passage, als wenn man ein altes vergilbtes Schwarz/Weiß Foto anschauen würde. Dann plötzlich ein erneuter Paukenschlag, eine weitere Zäsur im Song: Es wird rockiger, flotter. Ebenso "hart" wie der Anfang, nur nicht so schleppend. Gefolgt von einer Hasstirade Ian Andersons und der Rezitation des ruhigen Mittelteils mit härteren Mitteln. Das Gitarrensolo ist nicht von dieser Welt. Die Breaks auch nicht. Einer der besten Songs aller Zeiten. Abseits jeder Wertung.

Aqualung ist eines der wichtigsten Alben der Rockgeschichte und garantiert eines der zehn Alben, die ich auf die sprichwörtliche einsame Insel mitnehmen würde. Es war mein erster vollständiger Kontakt mit Jethro Tull, nachdem ich vor zehn Jahren durch einen Sampler mit der Band in Kontakt gekommen bin. Ian Anderson jedoch mag dieses Album nicht so sehr. Dabei hat er ein zeitloses Jahrhunderwerk geschaffen, voller wundervoller Gefühle, intimer und nachdenklicher Momente, Kraft und Wut, Trauer und Hoffnung und auch unbekümmerten Humor. Alles vereint auf diesem Album. Den Smash-Hit "Locomotive Breath" kennen garantiert auch viele Menschen, die mit Jethro Tull ansonsten nichts am Hut haben. Der Klang dieses Albums ist sehr - nun wie soll ich sagen - staubig. Altbacken. Grau. Wie aus einer alten miefigen Holzkiste kommend - dennoch sehr transparent und auch druckvoll. Jede Nuance ist deutlich wahrnehmbar. Wie man diese "Staubigkeit" hinbekommen hat, ohne Abstriche hinsichtlich der klanglichen Transparenz zu machen, ist mir ein Rätsel.

Erstmals an Board nachdem Glenn Cornick aus der Band ausgeschieden ist: Der legendäre und bisher schon in drei Songs besungene Bandroadie Jeffrey Hammon-Hammond. Ein wichtiger Faktor im Schaffen der Band und neben Ian Anderson die tragende intellektuelle Säule der Band in den Jahren 1971 bis 1975. Warum Glenn Cornick ausscheiden musste: Zu viele Parties, zu viele Frauen, zu viel Wein... Beim Rest der Band: Zu viel Bücher und Intellekt. Das ging nicht gut.

Mein Platz 12
 
Tja und damit haben wir auch noch das A und eigentlich kann dann ja wirklich nur noch das T kommen. Ist natürlich auch in meiner Liste - auch der hier nur knapp hinter "Songs from The Wood" und aufgrund meiner "1 Song pro Album Einschränkung" auch der einzige Song vom Gleichnamigen Album und was für einer!
 
"Aqualung" ist in meiner Liste auf der 7 gelandet. Klassiker. Und die schweren Pferde haben die Hürde nicht geschafft; Platz 22. Es gab einen anderen Song auf dem Album, der es mir mehr angetan hat.
 
Zuletzt bearbeitet:
Mitreißend und ansteckend, ein Fabelwerk der Inspiration und Zaubermelodien. Sehr anspruchsvoll und doch zugleich superluftig, für mich eh eine der größten Stärken der Band. Deshalb auch kompositorisch auf dem Niveau der alten Meister (das Bach-Cover passt ins Bild). Der Song befremdet, treibt und berührt zugleich, einfach fantastisch. Subversiv-harter Anfangspart, Übergänge vom Allerfeinsten, eines der genialsten Gitarrensoli überhaupt (wieviel Melodie und Gefühl kann man mit Noten ausdrücken und dabei so wolkenweich klingen?...ich liebe es auch, dass das Solo sehr lang ist, am liebsten dürfte es sogar nie enden!), dazu Ians Gesang wie auf dem ganzen Album auf dem Zenit seiner Karriere. Und damit meine ich nicht nur, was er singt oder wie, sondern seine Stimme an sich. Absolut göttlich und für mich nie wieder so erreicht. Das gibt noch mal einen fetten Pluspunkt obendrauf!

Meine Nummer 3 hinter Bouree und TAAB. Aber sind alle gleich stark und das ganze Aqualung-Album gehört für mich zum immateriellen Weltkulturerbe. Ich sehe es als Gesamtkunstwerk, einzelne Songs zählen da gar nicht. Man wird noch über 50 Jahre nach Veröffentlichung in einen totalen Bann gezogen. Band und Album eine große Inspiration für die absoluten Obergötter von Psychotic Waltz. Mehr braucht man auch gar nicht zu sagen. Das Meiste hat eh der kleine Erdbär schon wieder getan. :)
 
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