MINSTRELS: Wir ermitteln unsere JETHRO TULL Top25!!

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:D
 
Aqualung war für Jethro Tull der endgültige Durchbruch und inhaltlich auch ein Konzeptalbum über weite Strecken. Die positiven Kritiken zu diesem Album
„good heavens, now ian anderson wants us to think“

oder
„Jethro Tull are the most sophisticated and thought-provoking rock bands this time“
haben Ian Andersons Ehrgeiz weiter angestachelt, die mit Aqualung begonnene Idee weiter zu führen. Diese Ambitionen gipfelten 1972 im Album „Thick As A Brick“ , einem nur aus einem einzigen Song bestehendem Album. Ian Anderson spielte mit den Medien und auch mit den Fans eine Art Katz und Maus Spiel und war eines der allerersten Beispiele für Virales Marketing. Anderson erfand die fiktive Zeitungsgeschichte des jungen Schülers Gerald Bostock, welcher bei einem Literarurwettbewerb seiner Grundschule aufgrund des doch sehr provokativen Inhaltes seines Gedichtes „Thick As A Brick“ (zu deutsch etwa: „dumm wie Bohnenstroh“) vom Wettbewerb disqualifiziert wurde.

Diese fiktive Rahmenhandlung wurde in eine eben so fiktive britische Lokalzeitung, den Saint Cleve Chronicle eingebettet. Selbstverständlich sind sowohl Gerald Bostock, als auch der Ort Saint Cleve reine Fiktion. Die Musikpresse damals aber hat die von Ian Anderson ersonnene Geschichte um diesen Jungen tatsächlich gefressen und geglaubt, Anderson hätte seine albenlange Suite um das Gedicht des Jungen herum komponiert. Das Gedicht wurde natürlich von Ian Anderson verfasst, unter Mithilfe des neuen Bassisten und ehemaligen Bandroadie Jeffrey Hammond Hammond. Drummer Clive Bunker stieg bereits im Vorfeld der Aufnahmen des Albums aus der Band aus, weil er musikalisch einfach mit den nur schwer umzusetzenden Ideen Andersons überfordert war. Eine Gesichte in einer Geschichte in einer Geschichte.

Musikalisch ist Thick As A Brick entsprechend der verworrenden Hintergrundgeschichte das musikalisch anspruchsvollste und vielseitigste Werk im Schaffen von Tull – getoppt wurde es in der Hinsicht nur ein Jahr später vom noch eklektizistischeren und noch verworreneren „A Passion Play“ – doch dazu später mehr.

Nirgenwo werden pastoraler britischer Folk, mittelalterliche Elemente, Jazz, Klassik, Hard Rock und verkopfter Frickel-Prog so kongenial verwoben, wie hier. Das Stück dauert gut 45 Minuten und ist an keiner Stelle langweilig, sondern zutiefst bewegend, abwechslungsreich, spannend, voller Wendungen, Irrungen und Wirrungen, die aber am Ende alle aufgelöst werden.

Es beginnt ruhig und folkig-poppig, Glockenspiel, Klavier, Akustikgitarren, Querflöte und Gesang. Die ersten drei Minuten sind quasi die Einleitung und das Gitarrenmotiv dieses Intros tauch im gesamten Song immer wieder abgewandelt an anderen Stellen auf, zieht sich also wie ein roter Faden durch den Song, um die innere Konsistenz zu bewahren. Nach drei Minuten aber beginnt ein Parforceritt erster Klasse, eine musikalische Achterbahnfahrt der Instrumente. Wahnwitzig, atemberaubend, schwindelerregend. Mal lustig, mal traurig, mal wütend, mal entspannt. Mal balladesk, mal urwüchsig brachial und voller Spielfreude. Dennoch wirkt das ganze Stück trotz seiner Vielfalt nicht abgehackt und zerstückelt, wie A Passion Play ein Jahr später. Es wirkt in sich geschlossen und auch schlüssig. Keine Melodie ist fehl am Platze, jeder Takt, auch die Krummen – oder vor ALLEM die Krummen – sind wohldurchdacht platziert. Die Interaktion zwischen Bassist Jeffrey Hammond-Hammond, dem neuen Schlagzeuger Barriemore Barlow, der Hammond-Orgel und dem Klavier John Evans und der Gitarre Martin Barres ist absolut P E R F E K T !! Dennoch aber ist an diesem Album nichts wirklich gekünstelt, sondern alles organisch, alles ist im Fluss. Klaviermelodien, die einem die Tränen in die Augen treiben, die Querflöte verschwenderisch, jedoch niemals aufdringlich, hier und da Saxofonmelodien, verzinkte Gitarreleads, Bassläufe zum Niederknien, etwas barockes Cembalo, kurzes Drumsolo, Glockenspiel, fett und wuchtig röhrende Hammondorgel, bratzige Riffs, mal stiller und zerbrechlicher, mal vor Wut regelrecht zerberstender Gesang... Die ganzen Nuancen dieses Songs mit all ihren Details hier wieder zu geben, würde zu weit führen. Ich werde auch keine Videolinks von Youtube zu diesem Song hier rein posten. Man muss dieses Album in seiner Gesamtheit erfahren. Die Instrumentalduelle zwischen Klavier, Flöte, E-Gitarre und Cembalo sind wirklich atemberaubend. Man muss das Album in Gänze hören. Man braucht dafür Zeit, eine Tasse Tee oder auch zwei. Ein verregneter Sonntagnachmittag ist genau richtig dafür.

Das Layout des Albums an sich: Der oben erwähnte, fiktive St. Cleve Chronicle mit ausführlichen, teils britisch kuriosen Lokalnachrichten, in welchen sehr viele dezente Anspielungen auf den Song versteckt sind, eine Art von Humor, die man vielleicht mit Monty Pythons vergleichen kann, abgerundet von den Endergebnissen der Cricket-Meisterschaft und dem Angelwettbewerb in St.Cleve. Auf den Fotos: Natürlich Leute aus dem Bandumfeld, die in die fiktiven Rollen der spießigen und kuriosen Dorfbewohner schlüpfen – Sandburgenbaucontest eingeschlossen.

Es wird klar, warum Clive Bunker mit dieser Art von Musik überfordert war und Barriemore Barlow Platz hinterm Drumkit Platz machen musste. Barlow blieb bis Anfang 1980 in der Band und verhalf später Yngwie Malmsteen bei der Verwirklichung seines ersten Soloalbums „Rising Force“, John Evan läuft an der Hammondorgel und an allen anderen Tasteninstrumenten zu Höchstform auf (auf Synthesizer wird weitestgehend verzichtet – darauf greift die Band ein Jahr später dafür ungleich verschwenderischer zurück), Martin Barre zeigt, dass er sich an seiner Gibson Epiphone keineswegs hinter Ritchie Blackmore, Jeff Beck, Tony Iommi oder Jimmy Page zu verstecken braucht. Jeffrey Hammonds Bass ist klar und akzentuiert, nicht so grob und wuchtig wie der von Glenn Cornick zwei Jahre zuvor. Hammond-Hammond bringt dann noch eine ganze Portion schwarzen Humor und Anarchie mit in die Musik Jethro Tulls – dazu einige Background-Gesangspassagen und kleinere Sprecheinlagen.

Thick As A Brick ist nahe an der Perfektion. Für viele ist es das beste und vielseitigste Tull Album. Neben A Passion Play das einzige reinrassige Frickel-Prog Album, aber alles mit Herz und Seele, nicht kalkuliert. Alles wirkt trotz der Komplexität höchst spontan und voller Herzblut.

Kein Mensch braucht Dream Theater, Atheist oder Cynic, wenn er dieses Album gehört hat. Ich zumindest nicht.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ja, ich wollte es dann doch nicht in die Liste nehmen, weil es einfach Songs gibt, die mir besser gefallen.
Hier nun meine Liste:
1. Aqualung
2. Too Old To Rock 'n' Roll: Too Young To Die
3. Locomotive Breath
4. Dun Ringill
5. Songs From The Wood
6. My God
7. Heavy Horses
8. Sweet Dream
9. Living In The Past
10. Cross-Eyed Mary
11. One Brown Mouse
12. Lap Of Luxury
13. The Witch's Promise
14. Dark Ages
15. Jack Frost And The Hooded Crow
16. Ring Out, Solstice Bells
17. Cold Wind To Valhalla
18. Teacher
19. Skating Away On The Thin Ice Of The New Day
20. Hymn 43

Also "nur" 12 von 20, die auf breitere Begeisterung gestoßen sind. Würde mich sehr interessieren, ob es zumindest teilweise noch Überschneidungen gibt und freue mich auf andere Listen!
Danke @Pavlos für die Ausrichtung, war toll wie immer!
 
Erdbärs Top 25 Jethro Tull Songs

1. Baker Street Muse (1975)
2. Minstrel In The Gallery (1975)
3. Black Sunday (1980)
4. My God (1971)
5. Songs From The Wood (1977)

6. Back To The Family (1969)
7. Orion (1979)
8. Bourree (1969)

9. Love Story (1968)
10. Farm On A Freeway (1987)
11. And Further On (1980)
12. Aqualung (1971)
13. Dark Ages (1979)

14. Cheap Day Return (1971)
15. With You There To Help Me (1970)
16. Valley (1996)
17. Budapest (1987)
18. Broadsword (1982)
19. Thick As A Brick (1972)

20. Wondring Again (1971)
21. Pussy Willow (1982)
22. Nothing To Say (1970)
23. Heavy Horses (1978)
24. Velvet Green (1977)
25. From A Dead Beat To An Old Greaser (1976)
 
Eine leichte Vorliebe für die "The Witch's Promise"-Single lässt sich bei mir nicht verleugnen, habe die A- und die B-Seite drinnen...
 
Wie immer DANKE(!!) an alle für's Mitmachen - es hat wie immer viel Spaß gemacht.

Hier noch meine Liste:

01. Thick As A Brick
02. A Passion Play
03. Songs From The Wood
04. Aqualung
05. Baker St. Muse
06. Heavy Horses
07. Hunting Girl
08. Black Sunday
09. Nothing To Say
10. Minstrel In The Gallery
11. To Cry You A Song
12. Pussy Willow
13. Budapest
14. Banker Bets, Banker Wins
15. Cross-Eyed Mary
16. Cold Wind To Valhalla
17. My God
18. Beside Myself
19. With You There To Help Me
20. Farm On The Freeway
 
Wie immer DANKE(!!) an alle für's Mitmachen - es hat wie immer viel Spaß gemacht.

Hier noch meine Liste:

01. Thick As A Brick
02. A Passion Play
03. Songs From The Wood
04. Aqualung
05. Baker St. Muse
06. Heavy Horses
07. Hunting Girl
08. Black Sunday
09. Nothing To Say
10. Minstrel In The Gallery
11. To Cry You A Song
12. Pussy Willow
13. Budapest
14. Banker Bets, Banker Wins
15. Cross-Eyed Mary
16. Cold Wind To Valhalla
17. My God
18. Beside Myself
19. With You There To Help Me
20. Farm On The Freeway

Ich erkenne sehr viele (13 !!!) Übereinstimmungen zwischen Deiner und meiner Liste <3
 
01. Hunting Girl (8)
02. Heavy Horses (3)
03. Songs From The Wood (5)

04. At Last, Forever
05. Aqualung (2)
06. And The Mouse Police Never Sleeps
07. Cold Wind To Valhalla (19)
08. Minstrel In The Gallery (5)
09. Budapest (12)

10. Mother Goose
11. Dark Ages (13)
12. Black Sunday (10)
13. The Clasp (25)
14. Locomotive Breath (6)

15. Moths
16. Pibroch (Cap In Hand)

17. My God (11)
18. To Cry You A Song (20)

19. Beastie
20. Rover


21. Thick As A Brick (1)
22. Sealion
23. Sweet Dream
24. Living In The Past
25. Cross Eyed-Mary (23)
 
Komm an meine Brust, Bruder :)

1.Minstrel in the Gallery
2.Dark Ages
3.Aqualung
4.TAAB
5.Bouree
6.Hymn 43
7.Pibroch
8.Black Satin Dancer
9.Songs From The Wood
10.Nothing is Easy
11.Too Old to Rock `n`Roll, Too Young To Die
12.My God
13.Orion
14.Black Sunday
15.Baker St. Muse
16.Skating Away On A Thin Ice Of A New Day
17.Cross Eyed Mary
18.For Michael Collins, Jeffrey And Me
19.A Passion Play
20.Heavy Horses
 
TAAB war zu erwarten und völlig verdient. Ich habe ein paar Bootlegs aus der Zeit und live muß das erst recht unglaublich gewesen sein.

Und zu guter Letzt noch meine Liste.

1. The Mouse Police Never Sleeps
2. With You There To Help Me
3. Thick As A Brick (1)
4. Heavy Horses (3)
5. Orion (15)
6. To Cry You A Song (20)
7. Hunting Girl (8)

8.. Rover
9. Locomotive Breath (6)
10. Acres Wild (16)

11. Living In These Hard Times
12. For A Thousand Mothers
13. A Song For Jeffrey
14. Songs From The Wood (4)
15. Singing All Day
16. My God (11)
17. Minstrell In The Gallery (5)

18. War Child
19. Taxi Grab
20. Black Sunday (10)
 
Und jetzt
Kurz und schmerzlos - The list to end all other lists:

1. Thick as A Brick
2. Songs from the Wood
3. Aqualung
4. Heavy Horses
5. Fylingdale Flyer
6. The Whistler
7. Broadsword
8. North Sea Oil
9. Living in The Past
10. Minstrel in the Gallery
11. A Passion Play
12. To Cry You A Song
13. Skatin Away on the thin Ice Oft he new Day
14. A Song For Jeffrey
15. Nothing Is Easy
16. Too Old To Rock'n'Roll : Too Young To Die
17. Kissing Willie
18. Steel Monkey
19. Lap Of Luxury
20. Rocks On The Road
 
hier meine Top 70:

01. Aqualung
02. Minstrel In The Gallery
03. My God
04. Songs From The Wood
05. Black Sunday
06. Dark Ages
07. Heavy Horses
08. Pibroch (Cap In Hand)
09. Locomotive Breath
10. Baker St. Muse
11. Life Is A Long Song
12. Velvet Green
13. The Chateau d’Isaster Tapes: Scenario/Audition/No Rehearsal (From 25 Years Of Jethro Tull)
14. Back-Door Angels
15. The Chequered Flag (Dead Or Alive)
16. Black Satin Dancer
17. Jack-A-Lynn (Early Version 10/77)
18. Dun Ringill
19. Rainbow Blues
20. One White Duck/010= Nothing At All


Just for Fun die Plätze 21-70


021. Sweet Dream
022. Reasons For Waiting
023. Too Old To Rock ’n‘ Roll, Too Young To Die
024. Cross-Eyed Mary
025. With You There To Help Me
026. Skating Away On The Thin Ice Of A New Day
027. Bungle In The Jungle
028. Wond’rin Aloud/Again (Outtake 6/70)
029. Seal Driver
030. Farm On The Freeway
031. We Used To Know
032. Wind-Up
033. Roots To Branches
034. Fire At Midnight (Unedited Master)
035. Cold Wind To Valhalla
036. …And The Mouse Police Never Sleeps
037. Weathercock
038. Hunting Girl
039. Fylingdale Flyer
040. Strange Avenues


041. Teacher (Us Album Version)
042. Jack-In-The-Green
043. Lick Your Fingers Clean
044. Up To Me
045. Nothing Is Easy
046. Beastie
047. Sea Lion
048. Rock Island
049. Beside Myself
050. Paradise Steakhouse
051. Witch’s Promise
052. For A Thousand Mothers
053. Pussy Willow
054. Rover
055. Orion
056. Boureé
057. Salamander
058. Mother Goose
059. To Cry You A Song
060. Requiem


061. Broadsword
062. Queen And Country
063. No Lullaby
064. Kelpie
065. Clasp
066. Down At The End Of Your Road
067. Overhang
068. Living In The Past
069. Up The Pool
070. At Last, Forever
 
Ich nehm' mir den @Eiswalzer als Blaupause und liste jetzt der Übersichtlichkeit halber nur meine rausgefallenen Titel:

6) Wind Up

8) Lick Your Fingers Clean

10) Witch's Promise

17) Bungle In The Jungle

19) Dr. Bogenbroom

20) The Whistler


Eine tiefe Verbeugung vor @Pavlos ~möge er noch lange Spaß daran haben, den Zeremonienmeister bei zukünftigen Battles zu geben~ und ein herzliches Dankeschön an die Mitspieler, die ihre Verbundenheit/Anekdoten mit den jeweiligen Songs durch teilweise sehr umfangreiche Beiträge mit uns anderen geteilt haben.
 
Wie immer DANKE(!!) an alle für's Mitmachen - es hat wie immer viel Spaß gemacht.

Hier noch meine Liste:

14. Banker Bets, Banker Wins
Oh Mann, hätte ich die Anderson-Solosongs von 2012 und 2014 auch mal mit reingenommen. "Old School Song", "Give Til It Hurts", "Heavy Metals", "The Engineer", "Pax Britannica" und "Cold Dead Reckoning" (!) hätten bei mir auf jeden Fall auch gute Chancen gehabt.

Eine tiefe Verbeugung vor @Pavlos ~möge er noch lange Spaß daran haben, den Zeremonienmeister bei zukünftigen Battles zu geben~ und ein herzliches Dankeschön an die Mitspieler, die ihre Verbundenheit/Anekdoten mit den jeweiligen Songs durch teilweise sehr umfangreiche Beiträge mit uns anderen geteilt haben.
Und hierzu noch: Amen! :jubel:
 
Wahrscheinlich wird auch das überraschen, aber bei mir ist das Stück nur deshalb noch in die Top 25 gerutscht , weil beide Teile von "A Passion Play" zusammengezogen wurden. Hinter letzterem steht es für mich dann mehr oder weniger deutlich zurück angesichts etwas kruderer musikalischer Ausdrucksmöglichkeiten einschließlich der dominierenden Instrumentierung aus Gitarre, Orgel, Klavier, Bass und Querflöte, und auch den Gesang variiert Anderson hier nicht so sehr wie ein Jahr darauf, auch wenn der Text (oder überhaupt das ganze Konzept - über den vollen Sermon von St. Cleve's Chronicle kann ich mich ohne Ende beömmeln) natürlich allererste Sahne ist. Aber, wie gesagt: Hier meckere ich auf sehr hohem Niveau und speziell der etwas folkigere dritte Abschnitt des ersten Teils ("The Poet And The Painter") ist wirklich dufte. :)

Übrigens ist mir im Direktvergleich noch aufgefallen: Der Text von "Thick As A Brick" ist eher eine Art Essay mit der Diskussion und Entwicklung verschiedener Gedanken, während der von "A Passion Play" tatsächlich eine durchgehende Handlung erzählt. Auch das markiert wohl den Unterschied zwischen den beiden Alben.



So, und zum Abschluss: Weil's langweilig wäre, hier meine komplette Top 25 herunterzurattern, hier mal die Stücke, die es nicht in den hiesigen Konsens geschafft haben:

02. Queen And Country
03. Weathercock
07. North Sea Oil
11. Heat
13. European Legacy
14. Flying Dutchman
17. From A Dead Beat To An Old Greaser
18. Nobody's Car
19. Beastie
20. Automotive Engineering
21. Fylingdale Flyer
22. Pussy Willow
23. Moths

Also mit deinem Tull-Kosmos kann ich fast gar nix anfangen. Dann würde ich die Band nicht oder eher deutlich weniger mögen. Aber ich versuche mal das Einende statt des Trennende zu sehen, weil ich dich sehr lieb und nett finde und du immer gut auf meine augenzwinkernden Sprüche reagiert hast :)

Queen and county habe ich bei weitem nicht so hoch, aber ich habe es in der Liste und es war mir auch wichtig. Finde das einen richtig schön-schrägen Ohrwurm, der irgendwie eine Dringlichkeit ausstrahlt, die mir gefällt.

Und vor allem North Sea Oil...ist bei mir leider nur auf 19 gelandet, was ich schnell im Nachhinein bedauert habe. Das ist ein sensationeller Song. Superviele geile Melodien+toller Gesang, technisch/von den Arrangements her extrem gut und anspruchsvoll und er klingt trotzdem so locker und fluffig wie ein absolut perfekter Käsekuchen. Für mich die unterschätzteste Bandperle überhaupt, fast auf dem Niveau der Klassiker und das will was heißen. Dein Platz ist ziemlich gut für den Song, ich würde ihn auch so auf 7-9 setzen mittlerweile.

Also hat ein blindes Huhn auch hier mal wieder zwei Körner gefunden! :top:

Wir sehen uns beim nächsten Spiel. Dream Theater, Manowar oder siehe dein Avatar, The Who, mal schauen :cool:
 
Zuletzt bearbeitet:
1. Bouree
2. Thick as a brick
3. Aqualung
4. Heavy horses
5. Locomotive breath
6. Cold wind to Valhalla
7. Baker Street Muse
8. Up to me
9. A time for everything
10. One White Duck 0^10 = Nothing At All
11. With you there to help me
12. Requiem
13. Orion
14. Black satin dancer
15. Wondring again
16. A christmas song
17. Queen and country
18. Rainbow blues
19. North sea oil
20. Skating away on thin ice of a new day
 
Natürlich auch meine Nummer 1, hier mal meine Liste mit den ganzen zu Unrecht von euch vernachlässigten Tracks hervorgehoben ;)

1. Thick as a brick (1)
2. Heavy Horses (3)
3. Acres wild (16)
4. Elegy (-)
5. Fire at midnight (-)
6. Beastie (-)
7. Moths (-)
8. Orion (15)
9. Broadsword (14)
10. Black Sunday (10)
11. Home (-)
12. One brown mouse (-)
13. Slow marching band (-)
14. Requiem (-)
15. Songs from the wood (4)
16. Flyingdale Flyer (-)
17. Fallen on hard times (-)
18. Weathercock (-)
19. Curious Ruminant (-)
20. Thick as a brick 2 (-)
 
Meine letzten Worte zur Nummer 1, meine Nummer 2: PURE MAGIE. Wegen solcher Sachen bin ich Musikfreak seit ich jung bin eigentlich schon. Es fing an mit Marillion, Queen und sowas, da muss ich 10, 11 gewesen sein. Seitdem ist es die große Liebe und eine der großen Leidenschaften. Ein Ausnahmealbum wie TAAB beamt dich in eine sowas von tolle Gegenwelt, die dich mit Haut und Haaren erfasst und nicht mehr loslässt. Aber es beschränkt sich nicht nur auf Musik, es ist auch Malerei, Film, Architektur, einfach großartige Kunst. Es gibt die Schattenseiten des Lebens und hier haben wir die Sonnenseiten des Lebens. Für die man aber Zeit, Disziplin und Aufmerksamkeit mitbringen muss. Sonst landet man halt bei Dieter Bohlen oder vielleicht irgendwas solidem. Aber zum Glück, wenn man geübt ist und drin in der jeweiligen Musik, dann weicht die "Arbeit" dem Genuss. Dafür lohnt sich jeder Aufwand. Danke für solche Alben und Danke Jethro Tull für so viele Stunden schönsten Musikhörens.

Noch gesehen: Mouse police never sleeps, geiler Song. Living in the past, super. Witches promises, klasse. Muss mal wieder Living in the past hören. Farm on the freeway, das ganze Crest-Album hat echt seinen Reiz. Beside myself von Pavlos, echt gute Spätwahl, mag ich auch! Sealion, vor allem Cheap day return, Mother goose, so viele starke Songs noch. Steel monkey gut, aber vor allem Lick your fingers clean, ein richtig geiles Bonushighlight so wie Rainbow blues! Wahnsinn, was da noch über die Tischkante gefallen ist. Da kannste noch ein Tippspiel nur mit Bonussongs machen.

Zepfan mit Mouse police auf 1 und With you there to help me auf 2, du hast dich was getraut, aber sind auch geile Songs. Den zweiten hab ich auch, sogar relativ weit oben. Singing all day noch dazu und das tolle War child, deine Liste hat es mir angetan! Listenersteller der Herzen :top:

Megainteressant: Erdbärs Worte über TAAB. Und dann nur auf Platz 19 :D

Danke Erdbär für all die Infos und vor allem Pavlos für die ganze Sause. Sehr interessant und hat Spaß gemacht und habe viel Tull gehört und werde es auch in nächster Zeit.
 
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"Thick As A Brick" thront sicher zurecht da ganz oben (wenn auch nur gaaanz knapp, 1 Pünktchen), aber ich seh's mittlerweile bißl wie Ray Lomas, der hätte (wie auch "A Passion Play") doch besser außer Konkurrenz laufen sollen ("Skandal!" :D @Pavlos). In den Listen taucht bei einigen z.B. "The Whistler" auf, den ich auch in der engeren Auswahl hatte, ein Dreieinhalb-Minuten-Song - da fehlt ein bißchen die Verhältnismäßigkeit oder so... Bei mir ist "Thick As A Brick" auf Platz 11 gelandet, das ist für die originale Albumversion von 1972, die ich auch ursprünglich gemeint hatte, eigentlich zu niedrig. Wenn ich hier auch die alternative (und verkürzte) Version aus der "25th Anniversary"-Zigarrenkiste gemeint hätte, dann käme das wohl eher hin:

 
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Meine Liste sah so aus (wobei ich nun die Version von "Thick As A Brick" aktualisiert habe):

1Baker St. MuseMinstrel In The Gallery1975
2Minstrel In The GalleryMinstrel In The Gallery1975
3Velvet GreenSongs From The Wood1977
4Dark AgesStormwatch1979
5BroadswordThe Broadsword And The Beast1982
6Mountain MenCrest Of A Knave1987
7Orion (full length version)Stormwatch1979
8Flying DutchmanStormwatch1979
9Heavy HorsesHeavy Horses1978
10Black SundayA1980
11Thick As A BrickThe Beacons Bottom Tapes1993
12BudapestCrest Of A Knave1987
13Part Of The Machine (bonus)Crest Of A Knave1987
14Black Satin DancerMinstrel In The Gallery1975
15No LullabyHeavy Horses1978
16Jack-A-Lynn (bonus)The Broadsword And The Beast1982
17Pied PiperToo Old To Rock'n'Roll...1976
18Pibroch (Cap In Hand)Songs From The Wood1977
19The Whaler's DuesRock Island1989
20ApogeeUnder Wraps1984

Würde ich heute vielleicht klein bißl anders sortieren (z.B. "Heavy Horses" und "No Lullaby" die Plätze tauschen), "Pied Piper" könnte für 'nen anderen Song ganz rausfallen.
Diese 5 Songs wären noch in der engsten Auswahl (gewesen):

Wond'ring Aloud, Again (1970) --> hätte statt "Pied Piper" in der Liste stehen sollen
The Third Hoorah (1974)
The Whistler (1977)
Fylingdale Flyer (1980)
Jack Frost And The Hooded Crow (bonus, 1982)
 
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