NEUENTDECKUNGEN traditionell, klassisch, gut

Musikalisch ist der Vorabtrack der Hammer. Aber der Gesang holt mich gar nicht ab, der lässt mich komplett im Regen stehen. Irgendwie hat der was wacklig unsuveränes an sich, schwer zu beschreiben. Gefällt mir halt einfach nicht.
 
Ebenfalls aus Schweden sind "MDXX", die ein wenig klassischer unterwegs sind. Klassischer, rockender Metal. Die Produktion klingt zumindest über YouTube sehr schön organisch, besonders das Schlagzeug hat es mir angetan.
Von den beiden jetzt kurz vorgestellten Bands gefallen mir MDXX schon deutlich besser, aber mal schauen, was die kompletten Alben dann so können. Das hier könnte ein Jahreshighlight des traditionellen Stahls werden!

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Ich muss das aus dem Februar mal hochholen, weil die Scheibe grade bei mir digital rotiert.
Was ein feines Album das geworden ist. Dir sind moderne Produktionen zu modern? Moderne Sänger zu "kristallklar" und "clean"? Du hast Bock auf feinstes Worshipping der goldenen 80er irgendwo zwischen Maiden, Sanctuary und naja weils grade so schön passt Heavy Load?

Dann hereinspaziert, DAS Album sollte genau deins sein.
Gute Scheibe, in die man sich auf Grund des Gesangs etwas reinfuchsen muss, aber dann löppt es.
 
Ich muss das aus dem Februar mal hochholen, weil die Scheibe grade bei mir digital rotiert.
Was ein feines Album das geworden ist. Dir sind moderne Produktionen zu modern? Moderne Sänger zu "kristallklar" und "clean"? Du hast Bock auf feinstes Worshipping der goldenen 80er irgendwo zwischen Maiden, Sanctuary und naja weils grade so schön passt Heavy Load?

Dann hereinspaziert, DAS Album sollte genau deins sein.
Gute Scheibe, in die man sich auf Grund des Gesangs etwas reinfuchsen muss, aber dann löppt es.
Joaaaaaaa, beim Gesang brauchte ich auch ne Weile bis sich meine Ohren daran gewöhnt hatten. Mittlerweile läuft die regelmässig. :top:
 
RECEIVER mit Whispers Of Love scheint großartig zu werden... Der Opener ist ein Ohrenschmeichler vor dem Herrn (oder hier besser der Dame).


Ein herrlicher Kauz-Ohrwurm ist das, gerade 3x mit wachsender Begeisterung reingezogen und direkt in digital vorbestellt, davon brauche ich dringend mehr :verehr:
 
Musikalisch ist der Vorabtrack der Hammer. Aber der Gesang holt mich gar nicht ab, der lässt mich komplett im Regen stehen. Irgendwie hat der was wacklig unsuveränes an sich, schwer zu beschreiben. Gefällt mir halt einfach nicht.
Nichts gegen Nicoletta, die hat ein BLUE ÖYSTER CULT Shirt an, da darf man auch etwas wackliger singen. ;)
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SLAVE KEEPER aus Polen. Die Sängerin hat, so wie es aussieht mit englischen Texten zu kämpfen, deswegen sind wohl die meisten Songs auf polnisch. Aber vielleicht hat der eine oder andere Lust anzutesten, trotz Sprachbarriere. Es gibt sehr gute "maideneske" Parts, leider aber auch symphonic rock Elemente, die für mich gerade noch an der Grenze des erträglichen sind. Dafür sind die Gitarren 1A und die Songs sehr eingängig, fast schon cheesy, aber auf eine gute Art. Damit hat man mich immer recht schnell. Achja, die Stimme kann auch was. Wären da bloß nicht diese grauenhaften Chöre..... :D Bin da noch ziemlich zwiespältig....

Die Videoauskopplung vom letzten Song (Duett mit Grzegorz Kupczyk von TURBO):

Das komplette Album:

Kurz reingehört und für zu glatt empfunden. Technisch geht alles klar und die Stimme ist auch gut, aber die Kompositionen packen mich gar nicht.
 
Nicht ganz so neu (jedoch neu von mir entdeckt):
NOSFERATU (BRA) - 2 demos (2003 + 2004), split mit Deathhammer 2012, live 2013 und eine neue EP "Law of the streets" 2013
man worshipped frühe Iron Maiden mit einem Sänger, der Gillaneske Schreie sehr beeindruckend zelebrieren kann - höre grad den Demo rerelease von Returning to Slaughter von 2009. Leider etwas dürftiger Sound - aber die Songs: Hammer! NWoBHM meets etwas Horror-Metal ala Death SS kombiniert mit frühen Maiden (Gitarrenleads)!

 
Das Jahr neigt sich langsam dem Ende zu, Zeit ein kleines, allgemeines Resümee zu ziehen…

Wir leben generell schon in einem goldenen Zeitalter (was Konzerte/ Festivals angeht ist das gar in Summe besser!), wirklich viele tolle Veröffentlichungen in den letzten Jahren, in so ziemlich allen Sub-Genres … ja, bis auf eines und das schmerzt mich persönlich, da es eines meiner absoluten Lieblingsstile betrifft… den US Kauz Heavy Metal (ob nun mit epischem oder speed Anschlag, beides lieb ich!) . Da gibt es einfach nichts heutzutage, was an die 80er Sachen rankommt, nein mehr noch- es gibt sogar niemanden (bis auf eine einzige Ausnahme: Vultures Vengeance!!), der danach klingt, authentisch schon gar nicht.
Es gibt zwar n paar Bands, die den Geist dessen versuchen hochzuhalten, Visigoth, Traveler, Eternal Champion oder Legendry- iwo traditionell klingen sie, aber eben nicht old-school, all diesen Bands hört man deutlich an, dass sie aus den 20xx Jahrzehnt sind.

Wirklich sehr seltsam warum es für dieses Genre (man stelle sich vor, dass ein paar Genre "Größen“, wie Omen, Manilla Road und eben Cirith Ungol nicht ihren 2.Frühling gehabt hätten, dann würde in der Hinsicht überhaupt nichts mehr gehen) so düster aussieht, ein Markt dafür (und vor allem
Herzblut!) wäre schon da… solche Bands hatten aber immer ne Portion Wahnsinn (und krasses Können) in ihrer Musik, entsprechend auch die Sänger dazu, eventuell gibt es schlicht und ergreifend solche Frontmänner nicht mehr … Einfach dieser explizite US/ Canada Kauz, ich liebe es einfach!!!! Da gibt es so killer Sachen… Attacker, Griffin, Slaughter Xtroyes, Salem's Wytch, Heathen's Rage, Dark Age, Thunder Rider, Beowolf , Last Descendents, Kraken, Interprid, Brocas Helm, Emerald, Culprid, Breaker, The Lords of the Crimson Alliance etc…
 
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Das Jahr neigt sich langsam dem Ende zu, Zeit ein kleines, allgemeines Resümee zu ziehen…

Wir leben generell schon in einem goldenen Zeitalter (was Konzerte/ Festivals angeht ist das gar in Summe besser!), wirklich viele tolle Veröffentlichungen in den letzten Jahren, in so ziemlich allen Sub-Genres … ja, bis auf eines und das schmerzt mich persönlich, da es eines meiner absoluten Lieblingsstile betrifft… den US Kauz Heavy Metal (ob nun mit epischem oder speed Anschlag, beides lieb ich!) . Da gibt es einfach nichts heutzutage, was an die 80er Sachen rankommt, nein mehr noch- es gibt sogar niemanden (bis auf eine einzige Ausnahme: Vultures Vengeance!!), der danach klingt, authentisch schon gar nicht.
Es gibt zwar n paar Bands, die den Geist dessen versuchen hochzuhalten, Visigoth, Traveler, Eternal Champion oder Legendry- iwo traditionell klingen sie, aber eben nicht old-school, all diesen Bands hört man deutlich an, dass sie aus den 20xx Jahrzehnt sind.

Wirklich sehr seltsam warum es für dieses Genre (man stelle sich vor, dass ein paar Genre "Größen“, wie Omen, Manilla Road und eben Cirith Ungol nicht ihren 2.Frühling gehabt hätten, dann würde in der Hinsicht überhaupt nichts mehr gehen) so düster aussieht, ein Markt dafür (und vor allem
Herzblut!) wäre schon da… solche Bands hatten aber immer ne Portion Wahnsinn (und krasses Können) in ihrer Musik, entsprechend auch die Sänger dazu, eventuell gibt es schlicht und ergreifend solche Frontmänner nicht mehr … Einfach dieser explizite US/ Canada Kauz, ich liebe es einfach!!!! Da gibt es so killer Sachen… Attacker, Griffin, Slaughter Xtroyes, Salem's Wytch, Heathen's Rage, Dark Age, Thunder Rider, Beowolf , Last Descendents, Kraken, Interprid, Brocas Helm, Emerald, Culprid, Breaker etc…
Das like ich jetzt einfach mal :)
 
Das Jahr neigt sich langsam dem Ende zu, Zeit ein kleines, allgemeines Resümee zu ziehen…

Wir leben generell schon in einem goldenen Zeitalter (was Konzerte/ Festivals angeht ist das gar in Summe besser!), wirklich viele tolle Veröffentlichungen in den letzten Jahren, in so ziemlich allen Sub-Genres … ja, bis auf eines und das schmerzt mich persönlich, da es eines meiner absoluten Lieblingsstile betrifft… den US Kauz Heavy Metal (ob nun mit epischem oder speed Anschlag, beides lieb ich!) . Da gibt es einfach nichts heutzutage, was an die 80er Sachen rankommt, nein mehr noch- es gibt sogar niemanden (bis auf eine einzige Ausnahme: Vultures Vengeance!!), der danach klingt, authentisch schon gar nicht.
Es gibt zwar n paar Bands, die den Geist dessen versuchen hochzuhalten, Visigoth, Traveler, Eternal Champion oder Legendry- iwo traditionell klingen sie, aber eben nicht old-school, all diesen Bands hört man deutlich an, dass sie aus den 20xx Jahrzehnt sind.

Wirklich sehr seltsam warum es für dieses Genre (man stelle sich vor, dass ein paar Genre "Größen“, wie Omen, Manilla Road und eben Cirith Ungol nicht ihren 2.Frühling gehabt hätten, dann würde in der Hinsicht überhaupt nichts mehr gehen) so düster aussieht, ein Markt dafür (und vor allem
Herzblut!) wäre schon da… solche Bands hatten aber immer ne Portion Wahnsinn (und krasses Können) in ihrer Musik, entsprechend auch die Sänger dazu, eventuell gibt es schlicht und ergreifend solche Frontmänner nicht mehr … Einfach dieser explizite US/ Canada Kauz, ich liebe es einfach!!!! Da gibt es so killer Sachen… Attacker, Griffin, Slaughter Xtroyes, Salem's Wytch, Heathen's Rage, Dark Age, Thunder Rider, Beowolf , Last Descendents, Kraken, Interprid, Brocas Helm, Emerald, Culprid, Breaker, The Lords of the Crimson Alliance etc…
Seit ich deinen Post gelesen habe, denk ich intensiv (aus unterschiedlichen Gründen) darüber nach. Prinzipiell sprichst du mir aus der Seele und dennoch ist da für mich irgendetwas nicht stimmig. So richtig komme ich aber nicht dahinter. Ich versuche mich mal mit Fragen (die ich zunächst noch nicht beantworten werde/kann) an meine Haltung zu deinem Post heranzutasten.

Erste und wichtigste Frage: Kann ich dir in deiner "Kernthese", dass es diese Musik von Bands abseits der "Altvorderen" gar nicht mehr gibt wirklich zustimmen?
Zweite Frage: Lässt sich eine solche Musik nur im Kontext eines bestimmten Zeitgeistes erschaffen? Oder zumindest nur, wenn dieser bestimmte Zeitgeist in die DNA der Musiker aufgenommen wurde?
Dritte Frage: Wären mehr junge Bands, die die beschriebene Kauz-Musik 80er getreu wiedergeben können überhaupt wünschenswert oder gar notwendig?
Bonus Frage: Brauchen wir zur Diskussion zu diesem Thema einen eigenen Faden? "Kauz Metal Attacks (Again)" (oder so ähnlich...:))
to be continued...
 
Erste und wichtigste Frage: Kann ich dir in deiner "Kernthese", dass es diese Musik von Bands abseits der "Altvorderen" gar nicht mehr gibt wirklich zustimmen?
Zweite Frage: Lässt sich eine solche Musik nur im Kontext eines bestimmten Zeitgeistes erschaffen? Oder zumindest nur, wenn dieser bestimmte Zeitgeist in die DNA der Musiker aufgenommen wurde?
Dritte Frage: Wären mehr junge Bands, die die beschriebene Kauz-Musik 80er getreu wiedergeben können überhaupt wünschenswert oder gar notwendig?
Bonus Frage: Brauchen wir zur Diskussion zu diesem Thema einen eigenen Faden? "Kauz Metal Attacks (Again)" (oder so ähnlich...:))
to be continued...

Ich bin zwar nicht Robert, finde das Thema aber spannend (obwohl ich nur einen Bruchteil der NWoTHM Bands kenne und höre).

1) Vor allem die technischen Möglichkeiten sind andere, so klingen Enforcer für mich sehr modern, was nicht an den Songs an sich liegt, sondern an der Produktion. Mir gefällt der warme 80er (und 90er) Sound wesentlich mehr als moderne Produktionen, egal aus welchem Genre. Und modernes klingt so glatt, hier höre ich keine Rillen und keine Kanten und somit kann die Musik weniger transportieren. Keine Ahnung, wie ich das ausdrücken soll.

2) Gewagte Frage, aber ich glaube schon. Je nach Geburtsjahr und Geburtsort ist die Sozialisierung eine andere und man nimmt auch unglaublich viele Eindrücke unbewusst und ungewollt mit. Selbst verhasste Reize bleiben hängen und können unter Umständen etwas positives auslösen.

3) Je nach dem, wen du fragst. Für den Liebhaber werden die nächsten Jahre hart, wenn die alten Helden abtreten und junge Bands, welche die Tradition fortführen könnten diese Lücke schließen. Für mich kommt es immer auf das Songmaterial an. Einen reinen Klon brauche ich nicht, für mich macht Eigenständigkeit eine gute Band aus - nicht zu verwechseln mit Inspiration. Atlantean Kodex habe ich ihr Manowar- und Bathoryworshipping nur rudimentär angehört und die haben bei allen "jüngeren" Bands die Nase vorn.

4) JA BITTE! Ich finde, hier gibt es viel zu holen. Schau dir mal die Undergroundfestivals an, da gibt es einen Haufen junger Menschen, die die 80er lieben und das zelebrieren. Ich will rein Modemäßig kein Abklatsch dieser glorreichen Zeit sein, aber auch ich habe Gefallen an der alten Spielweise gefunden und es gibt so viele andere jungen Menschen da draußen, denen es auch so geht. Und überhaupt, wie wird sich das alles weiterentwickeln? Das Oldschoolgefühl breitet sich über viele Spielwiesen aus.
 
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