(Non-Metal-) Jahresrückblick 2025

Der böse Och

Till Deaf Do Us Part
Zeit für den inzwischen traditionellen Jahresrückblick.

Ich denke, ihr wisst, was zu tun ist: Alben aus dem Jahr 2025 sind gefragt.
Überlegt nicht zu lange, welche Genres ihr hier posten „dürft“, einfach machen.
Gerne auch Metal, außer Black und Death, für die es erfahrungsgemäß eigene Threads geben wird.

Los geht‘s, bin gespannt auf euren Input.
Ich selbst werde die für mich erwähnenswerten Alben wie üblich langsam, sehr langsam im Laufe der nächsten Wochen und Monate hier einhacken.

@Iron Ulf
Ich bitte wie immer um Anpinnung des Threads.
 
Mütterlein - „Amidst The Flames, May Our Organs Resound“

a2437909562_16.jpg


Mütterlein habe ich hier im Forum schon mehrfach gepriesen und Wiederholung widerstrebt mir eigentlich, aber es führt wohl kein Weg daran vorbei. Mütterlein ist das Solo-Projekt der Französin Marion Leclercq, die früher auch bei der Band Overmars mitgewirkt hat. Mütterlein brachte 2016 ihr Debüt „Orphans Of The Black Sun“ heraus, 2021 dann das zweite Album „Bring Down The Flags“. Beide Alben fand ich schon cool, aber ich muss sagen, dass sie sich jetzt mit ihrem aktuellen Album nochmal deutlich gesteigert hat. Das ist in meinem Buch der Alben-Highlights 2025 jedenfalls ein Ausrufezeichen. Musikalisch bekommt man hier äußerst düsteren Stoff zwischen Drone- und Industrialsounds, garniert mit Marion Leclercqs massiven Growls. Kein Metal, aber heavy as fuck. Ebenso heavy as fuck und definitiv auch Metal ist übrigens ihr Black-Metal-Projekt Eitrin von 2023 zusammen mit Dehn Sora (Throane, Treha Sektori) und Vindsval (Blut Aus Nord).

Komplettes Album: https://mutterlein.bandcamp.com/album/amidst-the-flames-may-our-organs-resound

Live (2023): https://www.youtube.com/watch?v=xY87ZDwm9xY&list=RDxY87ZDwm9xY&start_radio=1



Auch hören:

Eitrin – „Eitrin“ (2023)




Overmars – „Born Again“ (2007)

 
Clipping. - „Dead Channel Sky“

a3843558528_16.jpg


Rap hat bei mir eine relativ niedrige Trefferquote, allerdings kenne und teste ich auch nur vergleichsweise wenige Alben. Clipping aus L.A. und ihr mit Elektronik und Noise gewürzter Rap taugt mir aber zweifellos sehr gut. Einen gewissen Wert legen Clipping auch darauf, nicht gängige Hip-Hop-Klischees zu bedienen. „Dead Channel Sky“ ist jetzt ihr fünftes Album seit 2014. Ich muss da echt diskografiemäßig noch ein wenig aufstocken, denn bisher besitze ich außer dem aktuellen Album nur noch das Debüt.
Fun Fact: Bei ihrer Tour jetzt im Herbst 2025 benutzten Oranssi Pazuzu einen Clipping-Track als Intro-Musik. Hätte ich nicht erwartet, sind ja schon zwei stilistisch völlig unterschiedliche Baustellen – OK, beides ist nicht 08/15.

Video zu „Change The Channel“: https://www.youtube.com/watch?v=fwI1FqU_qk0&list=RDfwI1FqU_qk0&start_radio=1

Komplettes Album: https://clppng.bandcamp.com/album/dead-channel-sky
 
Heartworms - „Glutton For Punishment“

156469.webp


„Glutton For Punishment“ ist das Debütalbum der Londonerin Jojo Orme und die Songs bewegen sich irgendwo zwischen Post-Punk und Goth-Rock. Von der Spielzeit einigermaßen kurz und knackig, aber dafür ziemlich abwechslungsreich.

Video zu „Jacked“: https://www.youtube.com/watch?v=mkXKgRtYp2U&list=RDmkXKgRtYp2U&start_radio=1

Video zu „Warplane“: https://www.youtube.com/watch?v=pFmc1vqCyGQ&list=RDmkXKgRtYp2U&index=7
Ich hör grad rein, schöne Platte!
 
L.S. Dunes - „Violet“

a1366969534_16.jpg


Wenn sich Leute aus verschiedenen Bands zusammentun, dann sind Kommentatoren schnell mit Begriffen wie „Supergroup“ oder „Allstar-Band“ bei der Hand. Eigentlich mag ich das nicht, wobei die Beteiligten (bzw. eher ihre Bands) hier zugegebenermaßen zumindest innerhalb ihres Genres schon einigermaßen bekannt sind. Um das Personal kommen wir also nicht herum: prägnante Stimme am Mikro von Anthony Green (Circa Survive, Saosin), Gitarrist Frank Iero (My Chemical Romance), Gitarrist Travis Stever (Coheed & Cambria) und schließlich Bassist Tim Payne und Schlagzeuger Tucker Rule von Thursday. Von den genannten Bands bedeuteten mir lediglich Thursday und Coheed & Cambria etwas, allerdings nur deren Frühwerk, das dafür umso mehr. Falls jemand trotz der ganzen genannten Bands immer noch keinen Schimmer haben sollte, wie L.S. Dunes klingen: Post-Hardcore / Emo / Screamo sind hier die stilistischen Leitplanken. Solcherlei Stoff höre ich heutzutage weniger als noch vor über 20 Jahren und auch der teils wirklich hohe Klargesang ist normalerweise eher nicht so meins. Aber L.S. Dunes sind einfach zu gut, um sie nicht zu hören. "Violet" ist ihr zweites Album.

Video zu „Forgiveness“:https://www.youtube.com/watch?v=jyNOYQPbRAc&list=RDjyNOYQPbRAc&start_radio=1

Komplettes Album: https://lsdunes.bandcamp.com/album/violet


Auch hören:

Thursday


Coheed & Cambria
 
L.S. Dunes - „Violet“

a1366969534_16.jpg


Wenn sich Leute aus verschiedenen Bands zusammentun, dann sind Kommentatoren schnell mit Begriffen wie „Supergroup“ oder „Allstar-Band“ bei der Hand. Eigentlich mag ich das nicht, wobei die Beteiligten (bzw. eher ihre Bands) hier zugegebenermaßen zumindest innerhalb ihres Genres schon einigermaßen bekannt sind. Um das Personal kommen wir also nicht herum: prägnante Stimme am Mikro von Anthony Green (Circa Survive, Saosin), Gitarrist Frank Iero (My Chemical Romance), Gitarrist Travis Stever (Coheed & Cambria) und schließlich Bassist Tim Payne und Schlagzeuger Tucker Rule von Thursday. Von den genannten Bands bedeuteten mir lediglich Thursday und Coheed & Cambria etwas, allerdings nur deren Frühwerk, das dafür umso mehr. Falls jemand trotz der ganzen genannten Bands immer noch keinen Schimmer haben sollte, wie L.S. Dunes klingen: Post-Hardcore / Emo / Screamo sind hier die stilistischen Leitplanken. Solcherlei Stoff höre ich heutzutage weniger als noch vor über 20 Jahren und auch der teils wirklich hohe Klargesang ist normalerweise eher nicht so meins. Aber L.S. Dunes sind einfach zu gut, um sie nicht zu hören. "Violet" ist ihr zweites Album.

Video zu „Forgiveness“:https://www.youtube.com/watch?v=jyNOYQPbRAc&list=RDjyNOYQPbRAc&start_radio=1

Komplettes Album: https://lsdunes.bandcamp.com/album/violet


Auch hören:

Thursday


Coheed & Cambria
Top Album :top:
 
Rufige Kru - „Alpha/Omega“

a1877406238_16.jpg


Goldie produziert Kunst verschiedener Art, neben Musik zum Beispiel noch in den Bereichen Graffiti und Film. Einen Teil seines musikalischen Outputs veröffentlicht er unter dem Pseudonym Rufige Kru. Vor allem gilt der Brite wohl als Pionier im Drum‘n‘Bass. Ich bin an elektronischer Musik interessiert, aber meine Bildungslücken sind riesig (meine Wurzeln sind halt schon in der Gitarrenmusik), daher war ich mir nicht sicher, ob ich von Goldie vorher überhaupt schon gehört hatte. Meine allererste verwirrte Assoziation war Blondie, das konnte ich aber sofort als Quatsch und völlig andere Baustelle identifizieren. Als zweites dachte ich kurz, ich hätte von Goldie vor Jahren schon mal kurz bei einem Festival ein paar DJ-Takte gehört, aber auch hier lag ich falsch, denn das war Gold Panda gewesen (und sowieso unspektakulär). Goldies aktuelles Album als Rufige Kru jedenfalls liefert für meinen Geschmack sehr gute frische und leicht düstere Drum‘n‘Bass-Sounds. Überwiegend instrumental, aber das ist in dem Genre eh meistens so, glaube ich. Das verlinkte Video ist allerdings mit Vocals.

Video zu „Still The Same“: https://www.youtube.com/watch?v=mxuA4Xmvuw8&list=RDmxuA4Xmvuw8&start_radio=1

Komplettes Album: https://goldiemusic.bandcamp.com/album/alpha-omega-2

Und so klang z. B. sein Frühwerk, hier die Single „Darkrider“ von 1992: https://www.youtube.com/watch?v=bR3LJUQMF30&list=RDbR3LJUQMF30&start_radio=1

Ha! Ganz zum Schluss beim Verfassen des Beitrags kam mir dann doch noch eine richtige Assoziation in den Sinn, wann ich früher schon von Goldie gehört hatte. Auf dem – übrigens sehr empfehlenswerten – „Spawn“-Soundtrack von 1997 gab es einen Kollaborationstrack von Henry Rollins & Goldie „T-4 Strain“: https://www.youtube.com/watch?v=9iR6RLV0q5s&list=RD9iR6RLV0q5s&start_radio=1
 
Zuletzt bearbeitet:
Die Wilde Jagd & Metropole Orkest - „Lux Tenera – A Rite To Joy“

a2367079289_16.jpg


Die Wilde Jagd bezeichnet eine Volkssage, in der eine Art Geisterheer vor allem in den Raunächten zwischen den Jahren über den Himmel zieht und Vorbote allerlei Unheils sein soll.
In seiner aktuellen irdischen Inkarnation ist Die Wilde Jagd aber das Projekt des Berliner Musikers Sebastian Lee Philipp. Seine Solo-Releases vor diesem Kollaborationsalbum waren mir nur ganz oberflächlich geläufig, stilistisch in den Bereichen Elektronik und Krautrock. Auf „Lux Tenera“ kommt noch das niederländische Metropole Orkest hinzu. Auch ohne Niederländisch-Kenntnisse ahnt man: Elektronik meets Orchestermusik, wobei die Orchestermusik im Vordergrund steht, angereichert durch „nicht-klassische“ Elemente wie zum Beispiel Drone-Sounds oder Tribal-Drumming. Die Bläserfraktion ist einigermaßen präsent und enthält auch Exotisches wie eine Carnyx, eine hornartig gebogene Bronze-Trompete mit Wildschweinkopf, die vor ca. 2000 Jahren von den Kelten bei Kriegszügen eingesetzt wurde, um den Feind zu demoralisieren (also irgendwie auch gewisse Metal-Vibes). Ich empfehle, nicht nur wegen der Carnyx (nach ca. 8 Minuten), das verlinkte Orchester-Video zu "Kabura-ya" anzusehen, das ist ein richtig starker, atmosphärischer Track, von dem man einen guten Eindruck dieses Kollaborationsalbums bekommt.

„Kabura-ya“ (Live im Studio): https://www.youtube.com/watch?v=NxCVkC7Ay7E&list=RDNxCVkC7Ay7E&start_radio=1

Komplettes Album: https://diewildejagd.bandcamp.com/album/lux-tenera-a-rite-to-joy
 
Noch ein kleiner Nachtrag zum zuvor erwähnten Album. Bei dem Stichwort "Geisterheer" kam mir gleich eine Assoziation, aber ich wollte die ernsthafte Vorstellung eines wirklich guten Albums nicht mir grobem Unfug kontaminieren.
Aber jetzt im Nachhinein kann ich es mir doch nicht verkneifen, ein klein wenig Offtopic-Unsinn zu schreiben. Und hier ist ja sonst gerade eh nichts los ...
Aaaaalso, als großer Fan der Pumuckl-Hörspiele, hatte ich als Kind natürlich ebenfalls Hui Buh auf dem Schirm, der ja auch von Hans Clarin gesprochen wurde. Und eine der Hui-Buh-Folgen war offensichtlich von der Volkssage der Wilden Jagd inspiriert.
Daher, quasi auch hören:


Hui Buh, das Schlossgespenst
und das wilde Geisterheer


Inhalt:
In einer Raunacht verdunkeln sich aus heiterem Himmel die Wolken und mit gewaltigem Brausen erscheint das wilde Geisterheer. Um all das Unheil erblicken zu können, verdreht das Gespenst so rasant sein Haupt, dass es jählings nur noch nach hinten schauen kann. Verzweifelt wehren sich die Schlossbewohner gegen die fremden Unwesen. Indes die tobenden Ungeheuer erobern tosend das ganze Schloss, bis HUI BUH nach einem kräftigen Schluck Geisterbalsam völlig seinen Kopf verliert...

17huibuhds.jpeg



 
  • Like
Reaktionen: Hel
Idle Heirs - „Life Is Violence“

a3390278411_16.jpg


Als ich auf dieses Debüt-Album aufmerksam wurde, stach mir natürlich gleich der Name des Mannes am Mikro ins Auge: Sean Ingram, langjähriger Sänger der Hardcore-Band Coalesce. Coalesce spiel(t)en metallischen Mathcore, also eher sperrigeres Terrain. Zusätzlich war Ingrams Gebrüll etwas speziell, denn es klang irgendwie besonders kaputt – so als hätte er seine Stimmbänder lange mit Sprit und Kippen malträtiert. Allerdings ziemlich unwahrscheinlich, denn er hat starke Wurzeln in der Straight-Edge-Szene.
Wir spulen vor in die Gegenwart. Nachdem Sean Ingram längere Zeit outputmäßig unauffällig war, kehrt er jetzt mit Idle Heirs auf die Bühne zurück. Im Vergleich zu früherem Mathcore mit Coalesce geht man hier gemäßigter zu Werke, aber immer noch ziemlich heavy: Slo-Mo-Post-Metal, bei dem jenseits des Gebrülls auch immer wieder einmal Klargesang eingesetzt wird.
Coalesce sind übrigens anscheinend auch wieder aktiv und werden nächstes Frühjahr außer beim Roadburn noch einige weitere Termine auf europäischem Boden absolvieren.

Video zu „Pillow Talk“: https://www.youtube.com/watch?v=_IloJu0K598&list=RD_IloJu0K598&start_radio=1

Komplettes Album:https://idleheirs.bandcamp.com/album/life-is-violence

Auch hören:
Coalesce
 
2025 hatte für mich eine Menge fantastischer non Metal Alben. Noch ziemlich frisch in diesem Jahe, aber dennoch sofort in meine Jahresliste gelandet ist das neue Album von Health. Wer etwas mit Industrial / Elektro mit Gitarren anfangen kann, sollte hier unbedingt reinhören! Vergleichbar mit IAMX :verehr:

Health-Conflict-DLC-album-artwork-ghostcultmag.jpg


 
Zuletzt bearbeitet:
PANIC SHACK - s/t

Female Punk / Indie Band aus Wales mit ihrem Debut Album. Kurzweilig und sehr unterhaltsam. Sehr stark gefällt mir noch einen ticken besser als das schon sehr gute Lambrini Girls Album.

a1978874780_16.jpg


 
mclusky - „the world is still here and so are we“

a1087993591_16.jpg


Auf dieses Comeback-Album der walisischen Noise-Rocker haben wohl einige gewartet. Die Band hat zwischen 2000 und 2004 drei Alben veröffentlicht und damals schon für eine gewisse Aufmerksamkeit gesorgt. 2005 folgte der Split und die Leute waren anschließend in anderen Bands aktiv. Soweit ich das mitbekommen habe, spielten mclusky schon seit einigen Jahren wieder live zusammen, aber erst dieses Jahr kam dann das Full-Length-Comeback-Album nach gut 20 Jahren.
Und man muss feststellen: Sie können es noch! Auch live. Konzerttechnisch galt es da für mich, eine kleine Scharte auszuwetzen, denn 2002 hatte ich leider nur einen halben Auftritt von ihnen gesehen. Kennt wohl jeder regelmäßige Konzertgänger: Man kommt in der Location an und stellt fest „fuck, die Band, die ich dringend sehen wollte, ist schon mitten im Set“. So war das damals bei mir und mclusky, da machten sie so ein Co-Headliner-Ding mit anderen Bands und wechselten die Auftrittsreihenfolge durch und an diesem Abend spielten sie eben schon als erstes. Blöd für mich, der sich an einem vollgepackten Tag ein Bein ausgerissen hatte, um zur Show zu kommen … Egal, jedenfalls konnte ich jetzt im November endlich entspannt (na ja, Abreise per Zug) einen ganzen Auftritt von mclusky sehen. Und obwohl sie inzwischen auch keine Jungspunde mehr sind, hatten sie noch ordentlich Biss auf der Bühne.

Video zu „way of the exploding dickhead“: https://www.youtube.com/watch?v=NYHPDBWhhGQ&list=RDNYHPDBWhhGQ&start_radio=1

Komplettes Album: https://mcluskymclusky.bandcamp.com/album/the-world-is-still-here-and-so-are-we

Für mclusky-Einsteiger noch der vermutlich größte Hit von damals, mit dem auch ich die Band kennen lernte, „To Hell With Good Intentions“ (2002): https://www.youtube.com/watch?v=oqOp70ZQdkk&list=RDoqOp70ZQdkk&start_radio=1
 
2025 hatte für mich eine Menge fantastischer non Metal Alben. Noch ziemlich frisch in diesem Jahe, aber dennoch sofort in meine Jahresliste gelandet ist das neue Album von Health. Wer etwas mit Industrial / Elektro mit Gitarren anfangen kann, sollte hier unbedingt reinhören! Vergleichbar mit IAMX :verehr:

Health-Conflict-DLC-album-artwork-ghostcultmag.jpg


Das Teil hat heute auch via spotify den Weg in meine Gehörgänge gefunden und hat mich auch sofort gecatcht. Geiles Teil!:jubel:
 
Street Sects - „Dry Drunk

a3270261425_16.jpg


Ich hätte das Album bzw. die Band eigentlich erst etwas später empfohlen, aber da es stilistisch gerade passt: Wenn einem Health gefällt, dann könnte man auch ein Ohr bei Street Sects riskieren, denn die sind quasi Health auf Steroiden. Auch Industrial-Rock-/Metal, teils deutlich härter, aber auch immer wieder mit herausgenommener Fahrt und melodischer. 2019 live gesehen und das war ein kurzes, aber heftiges Feuerwerk mit sehr viel Nebel und Strobo – ab Ende Januar werden sie wieder in Europa (auch Deutschland) unterwegs sein.

Video zu „Spitting Images“ (plus Street Sex „Turn Blue“): https://www.youtube.com/watch?v=HXUX3J0eXJA&list=RDHXUX3J0eXJA&start_radio=1

Komplettes Album: https://streetsects.bandcamp.com/album/dry-drunk
 
Youth Code - „Yours, With Malice“

a2683752368_16.jpg


Youth Code waren 2022 mit Health in Deutschland unterwegs, jetzt im Januar werden sie mit Street Sects als Support einige Shows spielen. Youth Code sind ein cooles Duo aus L.A. - Ryan George sorgt für treibende Industrial-EBM-Sounds und Sara Taylor am Mikro steuert fieses Gebrüll bei. Das letzte Full-Length-Album ist „Commitment To Complications“ von 2016, ansonsten haben Youth Code hauptsächlich Kleinformate veröffentlicht, das aktuelle Release „Yours, With Malice“ ist ebenfalls nur eine EP. Auch live kann ich die beiden wärmstens empfehlen, da kommt jede Menge Energie auf die Bühne.

Video zu „No Consequence“: https://www.youtube.com/watch?v=oqRh-tRkKu0&list=RDoqRh-tRkKu0&start_radio=1

Live (NYC, 2025): https://www.youtube.com/watch?v=14wPQfewuBk&list=RD14wPQfewuBk&start_radio=1

Komplette EP: https://sumerianrecords.bandcamp.com/album/yours-with-malice
 
Ben Kweller: Cover The Mirrors

Keine Ahnung, ob man den kennen muss, der Typ ist 44 und hat mit Anfang 20 sein Debüt veröffentlicht. Ich fürchte, das wird so ein richtig finsteres Rabbithole, in das ich immer mal wieder außerhalb meiner sonstigen Hörgewohnheiten reingezogen werde. Manchester Orchestra zu entdecken war richtig "schlimm" vor ein paar Jahren, da ging monatelang nichts anderes mehr in meinen Player. Mal schauen, wie sich das hier entwickelt.
"Dollar Store" ist aber klar mein Song des Jahres. Leicht nöliger Gesang, wie man ihn so in der zweiten Hälfte der Neunziger gerne in diversen Emobands hören durfte. Dazu so leicht noisige Gitarren, trotzdem mutet es von der Machart eher wie Singer/ Songwriter auf mich.
Schönere Gitarren durfte ich dieses Jahr jedenfalls nicht hören. Ein Traum!

5053760141891.jpg


 
Zurück
Oben Unten