Omen - (inkl. Hammer Damage 27.05.2016)

Finde ich nach wie vor interessant und faszinierend, diese blinde Nibelungentreue.
Ich glaube mit Blindheit hat das mal rein gar nichts zu tun. Ich sehe und höre sehr wohl, was da zu hören und zu sehen ist. Wenn schon, dann ist das sehende Nibelungentreue. Letzteres aber ganz bestimmt.

Für mich wäre das Hören verschwendete Lebenszeit, habe es wieder vorgestern versucht und musste nach einem Song die Segel streichen. Was müsste der von sich geben, dass ein Hugin es NICHT freiwillig hört. Gibt's nicht, oder?
Ich gehe nicht davon aus, dass es das gibt. Ich kann mir auch "Reopening" gut anhören, die gefällt mir aber deutlich weniger als "Hammer Damage".

Das Interview zeigt für mich jemanden, der sich eher selbst demontiert. Finde ich eher traurig denn unterhaltend.
Die Frage nach der Unterhaltsamkeit habe ich mir jetzt gar nicht gestellt. Ich mag den Mann einfach, und ich nehm ihm ab, was er sagt, auch wenn mir das gar nicht so wichtig ist. Ich freu mich einfach, dass er die Scheibe gemacht hat.
 
soll nicht wieder vorkommen, sagt der gute kenny:
Ah, the dreaded drum machine rumour, what’s the truth there?
I can only use my Roland V Drums in my studio, because I have very close neighbours that would not tolerate the noise of a big drum set being pounded on every night and I don’t have the right type of room or necessary mics to record that way. The V-drums are real drums you hit with sticks, play with a double kick pedal! But I can plug them directly into the ProTools and play with headphones. One thing I did do was record live cymbals and snare hits and mix them in with the V-drums. It took me about three months each song to get the drums down. It was the hardest I have ever worked on anything in my life. If there would have been a drum machine that could play all of the complicated – at least for me – patterns, maybe I would have thought about using it. I constantly ran what I was playing by Steve for advice on what he would play and not play. Someone said a thousand different drummers would have killed to play on the record. Maybe so, but Steve is the only drummer that I wanted to play on the record and I did not have the money to fly him back and forth from California to Texas several times, so I did the best that I could. I guess I could have laid off of the ’80s reverse gate reverb on the snare and toms, which tends to make things a bit mechanical sounding but I always loved that sound. Maybe I am stupid or biased, I thought I did a pretty good job for a first time drummer. I don’t want to do it again anytime soon, too much stress on my 61-year-old ass.

hier das ganze interview: http://www.ironfistzine.com/2016/07...ll-puts-the-record-straight-on-hammer-damage/
Einfach nur schlimm, das tut weh zu lesen, das ist so allumfassend schade. Ein 61-jähriger Musiker, der Studios kennt. Unfassbar.
 
So habe nun auch endlich mal in ein paar Songs vom Album reingehört.

Der Hauptgrund warum jetzt erst, war vor allem die vorhanden Kritik über den Sound und da mich nur die Omen Alben bis einschließlich zur "Escape To Nowhere" interessieren, hielt sich mein Interesse etwas zurück.

Gut hab nun also in "Era Of Crises" & "Hellas" reingehört und bin leider total zwiegespalten:
Die Songs wissen eigentlich total zu gefallen aber der Sound finde ich leider auch wirklich total katastrophal (und das obwohl ich über sowas sonst immer gut wegsehen kann). Das schmälert für mich das Ganze eigentlich schon, was ich wirklich schade finde denn wie gesagt die beiden Songs gefallen mir eigentlich schon.:hmmja:
 
Wenn ich im direkten Vergleich die programmierten Dums von Kenn Nardi höre, ein Unterschied wie Tag und Nacht. Und ich wette, Kenn hatte ein zehntel der Arbeit.
 
Das wirklich einzige Omen Album was ich toll finde ist Warning of Danger. Trotzdem hoffe ich auf ein Live-Album, um mal hören zu können wie die neuen Sachen richtig klingen.
 
Das wirklich einzige Omen Album was ich toll finde ist Warning of Danger. Trotzdem hoffe ich auf ein Live-Album, um mal hören zu können wie die neuen Sachen richtig klingen.
'Warning of Danger' fand ich auf andere Weise geil als 'Battle Cry'. Die war - auch textlich - erwachsener. Aber bei 'Battle Cry' trafen die Refrains und Melodien mehr meinen Nerv und sie klang frischer. Daher finde sie einen Tick besser. Klasse fand ich auch noch 'The Curse'.
 
So, hab die Scheibe seit gestern und bis jetzt mal grob durchgeskippt (zu ner Komplettlauschung hatte ich danach erst mal keine Lust mehr).

Erster Eindruck: interessant (und interessant ist bekanntlich der kleine Bruder von sch...)
Frühere "Götteralben" hin oder her, seit der "reopening..." , naja.
Ob es mir gelingt, dat Ding schön zu hören?
Keine Ahnung, jedenfalls werde ich das wahrscheinlich wohl nicht all zu lange versuchen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Also der Song "Era Of Crises" hat sich bei mir (trotz des miesen Sounds) zu einem ziemlichen Ohrwurm entwickelt.
Scheint so als ob ich mir die Scheibe die nächste Zeit noch holen werden.

Zuerst werden aber noch endlich mal die "Battle Cry" & "The Curse (inkl. der EP)" eingetütet. Erstere ist zum Glück schon bestellt.
 
Hab mir die Scheibe jetzt einige Male gegeben.

Songwriting: soweit OK(also quasi dass, was nach den letzten Scheiben zu erwarten war/haut mich aber auch nicht aus den Puschen).
Produktion/Mix oder wie auch immer: ähem tja naja... ziemlich interessant ne!
Gesang: für mich der Knackpunkt der Scheibe, so nicht meine Baustelle (vorsichtig formuliert).

Fazit: kann man sich gelegentlich mal geben, kommt aber an die "frühen Glanztaten" nicht ran.
 
Zuletzt bearbeitet:
Hab ja bisher einen Bogen um das neue Album gemacht und eben aus Interesse dann doch die "neuen" Stücke angehört und kann mich den Meinungen der meisten Leute nur anschließen - die Songs sind größtenteils echt gut, noch besser als ich es erwartet hätte und sogar besser als alles, was die Band nach "The Curse", bzw. der "Nightmares" EP noch gemacht hat (einschließlich "Escape To Nowhere"), aber die Produktion ist so einer Band wirklich unwürdig, insbesondere natürlich das Schlagzeug - vor allem die immer gleich klingenden Becken sind dermaßen aufdringlich und nervig, dass es weh tut (meist klingt das Schlagzeug, als käme es von irgendnem billigen Keyboard). Wären Schlagzeug und Gesang nicht so weit in den Vordergrund gemischt, könnte ich mir das vielleicht sogar noch schönhören (das Schlagzeug müsste dafür aber so leise sein, dass es gerade so noch wahrnehmbar ist), aber so definitiv nicht.
Wirklich unglaublich schade, da einige Momente durchaus die alte Magie erkennen lassen, die dann aber vom sterilen Schlagzeugsound wieder zunichte gemacht wird.

Live kämen die Songs bestimmt gut und würden sich nahtlos in ein Set mit Klassikern einfügen. Warum man die Stücke in so billiger Form veröffentlichen musste, erschließt sich mir auch nach Lektüre der Interviews nicht, da hätte es viele bessere Möglichkeiten gegeben.
 
Zuletzt bearbeitet:
Zurück
Oben Unten