PAINKILLERS: Wir ermitteln unsere JUDAS PRIEST Top 30!!

"Winter/Deep Freeze/Winter Retreat"
Den Ansatz mag ich durchaus, hier hätte es gut getan, einen Song mit sauberen Übergängen daraus zu machen.
"Run Of The Mill"
Das Highlight der Platte für mich, am Ende aber zu zäh, zu lang.

Nicht zu vergessen: es ist ein Debut. Dafür ist das natürlich schon nicht völlig verkehrt, letztlich reicht es dann aber nicht, um mich so wirklich zu begeistern.

Bei "Sad Wings..." sieht das völlig anders aus, zumal das Ganze auch als Gesamtwerk sehr gut funktioniert.

"Dreamer Deceiver/Deceiver"
Ein wunderbares Stück Musik. Ich weiß nun gar nicht mehr, ob man das nun als einen oder als 2 Songs werten darf (steht hier bestimmt irgendwo, aber der Thread ist ja quasi explodiert in Sachen Posts), Getrennt würde ich sie wohl nicht listen wollen.
 
Den Ansatz mag ich durchaus, hier hätte es gut getan, einen Song mit sauberen Übergängen daraus zu machen.

Das Highlight der Platte für mich, am Ende aber zu zäh, zu lang.
Finde an "Run Of The Mill" wirklich gar nichts zu lang, das ist genau richtig von der Dramaturgie her.
Nicht zu vergessen: es ist ein Debut. Dafür ist das natürlich schon nicht völlig verkehrt, letztlich reicht es dann aber nicht, um mich so wirklich zu begeistern.
Für Begeisterung reicht es für mich tatsächlich bei vielen Priest-Alben (auch aus den 80ern) nicht, eher bei einzelnen Songs. Als Gesamtwerk funktionieren für mich nur "Sad Wings", "Sin After Sin", "Stained Class", "Painkiller" und die letzten beiden (wobei "Firepower" eigentlich auch nicht komplett). Das Debüt kann ich aber auch ohne Zahnschmerzen am Stück hören.
Bei "Sad Wings..." sieht das völlig anders aus, zumal das Ganze auch als Gesamtwerk sehr gut funktioniert.


Ein wunderbares Stück Musik. Ich weiß nun gar nicht mehr, ob man das nun als einen oder als 2 Songs werten darf (steht hier bestimmt irgendwo, aber der Thread ist ja quasi explodiert in Sachen Posts), Getrennt würde ich sie wohl nicht listen wollen.
@Pavlos! Da siehst du, was du angerichtet hast, indem du "Dreamer Deceiver/Deceiver" nicht als Einheit gelten lässt!
 
Ein wunderbares Stück Musik. Ich weiß nun gar nicht mehr, ob man das nun als einen oder als 2 Songs werten darf (steht hier bestimmt irgendwo, aber der Thread ist ja quasi explodiert in Sachen Posts), Getrennt würde ich sie wohl nicht listen wollen.
Lesen Sie hierzu meine Ausführungen zu @Pavlos Fehlentscheidung:
Na, dann lass uns das mal sachlich und fachlich vertiefen....

Ich meine in den 2000er Jahren, auf einer der zahlreichen, supertollen Fanseiten die es damals noch im Netz zu finden gab ein eingescanntes Interview mit Glen Tipton zu dieser Thematik gelesen zu haben... Leider ist es nicht mehr zu finden.

Daher fußt das folgende auf Halbwissen welches irgendwo in meinem Hirn herumfleucht....

Anders als "Victim of Changes" welches Hauptsächlich aus "Whiskey Women" und "Red Light Lady", zwei Demos aus der Al Atkins-Ära, wurde "Dreamer Deceiver/Deceiver" aus altem und neuem Material verschmolzen. Der Anfang ist hauptsächlich noch ein Demo aus der Atkins-Ära "The Dreamer", während das Hauptriff des "Deceiver" später im Songwriting-Prozess für "Sad Wings Of Destiny" von Glen Tipton geschrieben wurde. Das Ziel war hierbei eine kompositorische Einheit zu schaffen und den Bruch vom "Träumer" zum "Täuscher" spürbar zu machen. Diese geschlossene, kompositorische Einheit wurde so auch beim "Old Grey Whistle Test" vor erscheinendes Albums komplett am Stück aufgeführt.
Dass der Song dann später nicht wie geplant als ein Musikstück, sondern als "dreamer deceiver" und "deceiver" veröffentlicht wurde hat so weit ich mich erinnere Gründe bezüglich der Credits, der Tantiemen pro Songtitel und der physischen Sichtbarkeit auf Vinyl um den rockigeren Teil des "deceivers" für die DJs der Radiostationen auf der Schallplatte sichtbar zu machen. Schließlich wurde der "dreamer deceiver/deceiver" unter anderem in Japan als Single veröffentlicht.
Kredits:
Dreamer Deceiver - Al Atkins, Halford, Tipton, Downing
Deceiver - Halford, Tipton, Downing

Natürlich hast du recht, und der Song wurde auf allen "Sad Wings..." Versionen als zwei Songs veröffentlicht. Und soweit ich weiß wird das auch für den 50Jahre-Re-Release so bleiben. (Dort wird nur endlich die A- und B-Seite in die richtige Reihenfolge gebracht).
Das ändert aber nichts daran, dass es für mich (und zumindest kompositorisch für die Band) ein Song ist. Auch wenn dieses ganze Geplänkel für das Endergebnis vermutlich wenig Einfluss hat ist es für mich immens wichtig. Schließlich ist der "Dreamer Deceiver/Deceiver" an machen Tagen für mich der beste Song auf "Sad Wings Of Destiny".
Und "Sad Wings" ist wohl das beste Priest-Album für mich. Manchmal.
Und Priest ist für mich die wichtigste Heavy Metal Band. Immer!

Fun Fact: Die Single wurde 1976 in Spanien als "Deceiber" veröffentlicht...
 
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Übrigens war für mich "Dreamer Deceiver"/"Deceiver" immer eindeutig das Finale des Albums (und dass "Prelude" an den Anfang gehört, ist doch eigentlich auch nur logisch - zusammen mit "Tyrant" bildet das auch einen typischeren/passenderen Album-Einstieg als "Victim Of Changes"). Auf meiner alten LP-Version ist das auf der Coverrückseite auch so angegeben, wenngleich auf den Label-Aufklebern dann wiederum die Songs von "Victim Of Changes" bis "Deceiver" als A-Seite und "Prelude" bis "Island Of Domination" als B-Seite gekennzeichnet sind. Ich höre das Album aber immer in der Reihenfolge, die auf der Coverrückseite angegeben ist, weil sich das für mich immer runder angefühlt hat.
Danke jedenfalls für diese interessanten Infos aus der Frühgeschichte der Band!

Und dann gibt es noch Nachpressungen wie die von Back On Black, die nicht nur offiziell mit Victim of Changes beginnen, sondern die Prelude noch auf die A-Seite nach Deceiver packen und somit von Tyrant trennen, dann hilft auch das vertauschte (also richtige) Anhören der Seiten nicht, weil dann Prelude ganz am Ende kommt.
 
Und dann gibt es noch Nachpressungen wie die von Back On Black, die nicht nur offiziell mit Victim of Changes beginnen, sondern die Prelude noch auf die A-Seite nach Deceiver packen und somit von Tyrant trennen, dann hilft auch das vertauschte (also richtige) Anhören der Seiten nicht, weil dann Prelude ganz am Ende kommt.
Krass, das wusste ich gar nicht, Wie unsinnig, ein Intro an den Schluss der Seite zu packen...
 
Und dann gibt es noch Nachpressungen wie die von Back On Black, die nicht nur offiziell mit Victim of Changes beginnen, sondern die Prelude noch auf die A-Seite nach Deceiver packen und somit von Tyrant trennen, dann hilft auch das vertauschte (also richtige) Anhören der Seiten nicht, weil dann Prelude ganz am Ende kommt.
Das ist nun wirklich Pfui bah. :acute:
 
Ungewöhnliche Wahl, aber nachvollziehbar. So ein bunter Strauß von tollen Songs, genial zusammengefügt, ohne Längen. Und nutzt sich nie ab.
Da kann man wieder sehen, was Zeitzeugenerlebnisse manchmal für Folgen haben, denn mit Sad Wings Of Destiny habe ich Priest 1976 kennengelernt und Killing Machine ist bei meiner Bundeswehrzeit 1978 erschienen, wo ich das Album quasi nicht mehr vom Plattenteller bekommen habe, da kann man im Nachhinein auch Songs wie Take On The World oder Evil Fantasies verschmerzen, obwohl mir die seinerzeit auch gut gefallen haben.
 
So meine Liste mit 40 Songs steht. Und sie ist auch zu 90% in Reihenfolge.
Aber irgendwie schiebe ich immer noch einzelne Plätze hin und her.

Und wenn ich dann denke ich bin fertig, fallen mir jedesmal mindestens 2 Songs auf, die eigentlich nicht hinter die 20 fallen dürfen.

Aaarrrrghggh kacke wenn man soviel geile Songs hat
 
...und wo ich vorhin noch mal kurz an dieses Thema dachte, da fiel mir noch vage ein: Hatte nicht Götz in irgendeinem seiner Vorworte ziemlich zu Anfang des DF auch mal die tatsächlich auch explizit als solche bezeichnete These geäußert, Priest seien für den Metal eventuell sogar wichtiger als Maiden? Das müsste ich auch noch mal nachsuchen, aber vielleicht fällt's ja sonst noch jemandem ein.

Iron Maiden hatten irgendwann ihren Sound gefunden und danach nie wieder groß geändert, Judas Priest hingegen waren immer auf der Suche mit dem Risiko des Irrtums. Kathedralenbaumeister vs. Globetrotter.
 
Mir ist beim Hören durch die Diskografie übrigens unter anderem (wieder) aufgefallen, was für ein verdammt unterbewerteter Song "Here Come The Tears" von der "Sin After Sin" doch ist!
Für mich darf der sich trotz der kurzen Spielzeit inzwischen neben "Run Of The Mill", "Dreamer Deceiver/Deceiver" und "Beyond The Realms Of Death" einreihen, weil er genauso dramatisch-mitreißend ist!
 
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