Pallas

Dieses Thema im Forum "METROPOLIS - Progressive Rock & Metal" wurde erstellt von GrafWettervomStrahl, 27. Februar 2020.

  1. GrafWettervomStrahl

    GrafWettervomStrahl Deaf Dealer

    IQ, Marillion, Pendragon... aber Pallas fehlt noch in der Neo-Prog-Riege, glaube ich. Wahrscheinlich wird das seinen Grund haben und dieser Thread womöglich ohne Antworten bleiben. Aber die Band bzw. ihre Musik ist es mir wert, das zu riskieren. ;)

    Die beiden frühen Alben heissen "The Sentinel" (1984) und "The Wedge" (1986). Besonders das Debut genießt einen guten Ruf in den berühmten Kennerkreisen (zu denen ich sicherlich nicht gehöre).

    Mir haben es die Folgealben angetan, die sehr viel später erst erschienen sind, mit dem charakteristischen, aber evtl. gewöhnungsbedürftigen Sänger Alan Reed: "Beat The Drum" (1998/99), "The Cross And The Crucible" (2001) und "The Dreams Of Men" (2005).

    Pallas pflegen vielleicht eines etwas ausladenderen Stil als ihre Kollegen von IQ und Pendragon, welcher gewöhnlich in der Musikpresse mit dem Epitheton "symphonisch" versehen wird. Kann man so sehen, allerdings werden darüber nicht Details vernachlässigt oder zugemalt, wie man befürchten könnte.

    "The Cross And The Crucible" ist imho das vielschichtigste Album der Band. Hier sind sie wirklich auf dem Höhepunkt ihres Schaffens. Sehr abwechslungsreich, sehr einfallsreich und saugut klingend. Dazu mit einem reichlich "philosophischen" Thema, eine Art abstraktes Konzeptalbum, das ich in diesem Eingangspost einfach mal so empfehlen möchte.

    Es gibt allerdings einen Haken: Pallas-CDs sind vielfach kaum noch oder gar nicht zu vernünftigen Preisen zu bekommen. Daß ich für nichtmal 10 € über die total neuwertige "Cross And Crucible" gestolpert bin, war reiner Zufall. Bei YT kann man selbstverständlich reinhören in ihre Werke.

    Momentan beschäftigt mich "The Sentinel" stark, das ich immer wieder mit den Debutalben von Marillion und IQ vergleiche und von denen ich nie sagen kann, welches mir am meisten bedeutet.

    Daher kam ich auf den Gedanken, diesen Pallas-Thread ins Leben zu rufen. Vielleicht gibt es ja doch jemanden, der seine Hörerfahrungen mitteilen kann und möchte.
     
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  2. CimmerianKodex

    CimmerianKodex Till Deaf Do Us Part

    Ach die alten Schotten ;)
    Als alter Leser des Empire Magazin aus Niederkirchen kam man zumindest in den 90er Jahren an PALLAS nicht vorbei.
    Ich finde die Mischung aus symphonischen Prog mit hardrockigen Anteilen immer ziemlich cool.
    Und vor allem recht einzigartig.
    Zu Zeiten der "The dreams of men" habe ich die Band zusammen mit PROTO KAW vor einer zweistelligen Besucherzahl live gesehen.
    Nichtsdestotrotz hat man sich den Arsch abgespielt und kam super sympathisch rüber.
    Nach dem Rauswurf (?) von Reed habe ich PALLAS irgendwie aus den Augen verloren.
    Bei Inside Out ist man auch nicht mehr, oder irre ich mich da?
     
  3. Vauxdvihl

    Vauxdvihl Till Deaf Do Us Part

    Ich kenne nur die "The Cross & The Crucible", die fand ich aber gut, wobei ich die relativ bald nach VÖ auch nicht mehr oft gehört habe.

    Hatte aber eigentlich gedacht, es geht hier um das neue Album "The Edge of Time", das heute erscheint und eine Art Anthology ist:
    https://justforkicks.de/shop/progressive/7154/the-edge-of-time

    Bei InsideOut ist die Band auf jeden Fall schon lange nicht mehr, ich glaube, das Werk erscheint unter Eigenregie.
     
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  4. Pavlos

    Pavlos Till Deaf Do Us Part

    The Sentinel ist ein Klassiker des Genres. Eine spannende Scheibe, die man sich tatsächlich erarbeiten muss. Dazu kommt dann auch noch das Wirrwarr mit den verscheidenen/vertauschten Songreihenfolgen bei jedem (Re)Release. Aber egal, musikalisch ist der Mix aus 70er und 80er, aus eingängig und verspielt, aus straight in your face und majästetisch schon super.
     
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  5. Dogro

    Dogro Till Deaf Do Us Part

    "The Sentinel" ist schon ziemlich toll.

    Ich warte ja noch darauf, dass mal jemand über Twelfth Night abschwärmt.
     
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  6. Pavlos

    Pavlos Till Deaf Do Us Part

    *über Twelfth Night abschwärm*

    Gut so?

    Und ja, Fact & Fiction ist auch so'ne sahnig cremig beerige Inselplatte....ich glaub, ich leg die jetzt mal ein!!
     
  7. Dogro

    Dogro Till Deaf Do Us Part

    Ich stehe ja total auf die Livescheibe.
     
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  8. Pavlos

    Pavlos Till Deaf Do Us Part

    Yes, Sir!!

    Pallas ist ja eine Band, bei der man schön nerdig ganz, ganz tief in der begleitenden Diskografie (sprich: B-Seiten, Remixes, Rough Mixes, Compilations, unreleased songs, etc.) rumwühlen kann. Ich liebe sowas ja total.
     
  9. Dogro

    Dogro Till Deaf Do Us Part

    Diese begleitenden Diskografien finde ich ja meist eher abtörnend. Eine Box, alles druff und fertig. Wenn ich ein Chili con carne möchte, esse ich ja auch nicht die Bohnen am Dienstage und am Mittwoch Tomatenmark.
     
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  10. Pavlos

    Pavlos Till Deaf Do Us Part

  11. Dogro

    Dogro Till Deaf Do Us Part

    Das war natürlich auch nicht ganz ernst gemeint. Bin unterbeert.
     
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  12. Pavlos

    Pavlos Till Deaf Do Us Part

  13. Dogro

    Dogro Till Deaf Do Us Part

     
  14. RageXX

    RageXX Till Deaf Do Us Part

    Nun liegst Du denn falsch - sind ja schon ein paar Antworten zu finden.

    Ich gebe zu: bis auf "The Cross..." und "Beat the Drum" ist diese Band bislang eher an mir vorbeigelaufen. Da hat allerdings nichts mit der Qualität der beiden Werke zu tun, die ich durchaus so zwischen 8 - 8,5 Punkte einsortieren würde - und trotzdem viel zu lange nicht aufgelegt habe.

    Die Bedeutung der ersten beiden, auch von Dir benannten Werke, ist mir indes auch bekannt, speziell "The Sentinel" hat einen guten Ruf, auch weit über die "pure" Prog-Szene hinaus.

    Leider habe ich es versäumt, meine Sammlung hier zu erweitern, als die Chance dazu da war und die CD's noch zu ordentlichen Kursen zu bekommen waren - und seither läuft es so an mir vorbei, das Thema Pallas....
     
  15. GrafWettervomStrahl

    GrafWettervomStrahl Deaf Dealer

    @RageXX : Ich hippe mich ja gerade in die "Sentinel" und bin bisher extrem begeistert. Leider komme ich vor Arbeit nicht in zufriedenstellendem Maße zum Hören, aber nach zweieinhalb Durchläufen liegt sie ganz klar vor "Jester" und "Lush Attic". Das ist schon guter Stoff, ist das, und weitaus proggiger als der Nachfolger "The Wegde". Der geht eher in Richtung "Nomzamo", wenn Du bei YT mal reinhören willst, also mich hat das überzeugt, daß ich dieses Album nicht werden haben müssen.

    Aber "Sentinel" ist eigentlich ein Muß für Dich. Jede Menge Frühphasen-Neoprog-Nostalgie inbegriffen. :) Ach, ich liebe sie ja, diese wunderbaren Unvollkommenheiten, diese leicht schiefen Töne und immer ist irgendwas zu laut oder zu leise. Das war noch Musik mit Herz und nicht sterile Perfektion. Das Album ist nicht völlig im Mond, ich habe die ja auch erst vor zwei Wochen oder so bestellt, für noch unter 20 €, also den Preis einer herkömmlichen Neuveröffentlichung etwa. Kann man machen.

    "The Sentinel", das ist für mich schlicht die "Atlantis-Suite". Also auf der Edition von 1992, der, so weit ich sehe, alle nachfolgenden gefolgt sind, die ersten drei Songs geskippt, es geht für mich erst ab "Rise and fall (Part 1)" los. "Shock Treatment", "Cut and run" und besonders "Arrive alive" sind deutlich kommerzieller ausgerichtete Kompositionen und enthalten teils alberne Kopien seinerzeit angesagter Keyboardhooklines oder Gesangsmelodien.

    Aber die "Atlantis-Suite" ist großartig. Da ist viel Abwechslung drin, viel Dynamik zwischen bombastischeren Stellen und recht zarten, in sich gekehrten.

    "Beat The Drum", da bin ich zwiegespalten. Herrliche Momente, aber auch ein bißchen Anbiederung an den New Artrock oder wie das damals hieß. "Cross" ist da weitaus besser "gealtert". Deine Punkteanpeilung würde ich genauso teilen.
     
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