Pantera

Ich unterschreibe nicht. PANTERA waren keine Thrash Band. Sie waren eine Neo Thrash Band. Also kein richtiger Thrash, sondern eine pervertierte Abart dessen. Ja, einer muss es ja schreiben. :D

Sie waren vorallem eine Metal Band die trotz immer größerer Erfolge nicht auf nummer sicher gegangen ist sondern immer härter wurde.
Deshalb waren Sie für mich und viele Kumpels damals Helden in eine Grunge verseuchten Zeit.
 
Sie waren vorallem eine Metal Band die trotz immer größerer Erfolge nicht auf nummer sicher gegangen ist sondern immer härter wurde.
Deshalb waren Sie für mich und viele Kumpels damals Helden in eine Grunge verseuchten Zeit.

Genau so sieht es aus. Außerdem konnte man sich mit ihnen identifizieren, da sie wie die Kumpels von nebenan rüberkamen, die nur Flausen im Kopf hatten. War eine verdammt geile Zeit und den Gottstatus den diese Band bei mir inne hat, werden sie nie verlieren.
Im Gegenteil, denn im heutigen Retrowahn klingt eine Pantera Scheibe wie Musik aus der Zukunft, obwohl sie an die 20 Jahre oder älter ist.
DAS ist irgendwo traurig!
 
Verdammt, wie konnte mir diese geile Scheibe nur durch die Lappen gehen. Höre mir gerade auf YT durch die ersten 4 Alben. Also die ersten 3 zünden bis jetzt noch nicht, aber die Power Metal ist sowas von geil.:verehr::verehr::verehr:

Jetzt hab ich ma ne Frage. Gibts das Ding überhaupt offiziell als CD oder gibts da nur Bootlegs?
Es gab zwar sowohl eine offizielle Vinyl- als auch CD-Version, aber die sind beide kaum aufzutreiben und wenn, dann kosten sie halt schon deutlich mehr als die üblichen Preise für das jeweilige Medium (waren halt Eigenpressungen in begrenzter, wenn auch nicht gerade allzu geringer Auflage). Hätte die auch noch gern offiziell, aber bisher nie zu einem Preis gefunden, den es mir wert gewesen wäre.
 
Zuletzt bearbeitet:
Also ich hab die CD Version erst kürzlich für 12 Euro in einem Plattenladen gesehen.
Es gibt davon unzählige Bootlegs, die wohl teilweise auch nicht so einfach vom Original zu unterscheiden sind.
Ich meine, wie wahrscheinlich ist es denn, eine über 25 Jahre alte Eigenpressung günstig in einem Plattenladen zu finden? Unmöglich ist es aber natürlich nicht.
 
Sie haben den Groove sozusagen panterisiert. (Ich habe mir heute schon den halben Tag lang schlechte Sprüche anhören müssen, jetzt bin ich damit dran.)

Ob Exhorder den Groove panterisiert, oder Pantera den Groove exhorderisiert haben, ist historisch wohl nicht zu klären. Die haben sich damals wohl eher gegenseitig groovisiert.
 
Lieber Herr @Escobar, a) brauchen Geschmacksartikulationen per definitionem kein Argument und keine Sachlichkeit (Bildung), b) ist es infantil, andere wegen ihres Geschmacks zu diffamieren (ich wette, Du würdest am lautesten selbstgerecht schreien und jammern, wenn es Dir geschähe, was Du ja ohnehin implizit machst) (Anstand) und zu guter Letzt c) bin ich kein Troll, nur humorvoll und geschmackssicher und überaus diskussionsfreudig, nur nicht über Geschmacksfragen. Ob Dir das nun passt oder nicht, ist mir jedenfalls ziemlich egal. Pantera gefallen mir nicht, sind Mist. Und jetzt? Nichts.

Diffamieren...Na zumindest hat es dich dazu gebracht,hier noch ein paar lesenswerte Beiträge zu schreiben.

Mal reinzurotzen dass die Band die schlimmste neben Metallica ist,was soll das bringen? Provokation ? o_O Das ist einfach Getrolle .
Das mit der fehlenden Sachlichkeit war auf Origin bezogen,dessen Meinung zu Down und Pantera mir bekannt ist.

Ist für dich Mist,ok. Genau wie Kill em all und Master of puppets ?
 
@OriginOfStorms
In welchem Zusammenhang? Dein Satz macht ohne absolut keinen Sinn. Ich schreibe auch nicht in einen SYSTEM OF A DOWN Thread, dass PINK FLOYD eine viel bessere Band sind.
Das les ich jetzt erst, sorry.
Den Verweis auf SOAD fand ich insofern nicht unpassend, da beide Bands eine moderne Prägung in ihrem Sound haben, auf ihre Zeit bezogen. Das ist insofern von Interesse, daß man jemandem der auf die eine aber nicht auf die andere Band pauschal eine Ablehnung vorwerfen kann die sich auf moderne Einflüsse beziehen. Denn dann müsste man gezwungener Maßen beide nicht mögen.
1984 erwähnte 80er Puristen, Acrylator widersprach ihm anhand von SOAD. Das war mein Aufhänger.
 
'Cowboys From Hell' war zusammen mit 'Beg To Differ' die Initialzündung für den neuen Groove Metal, für den es damals natürlich noch keinen Namen gab. 'Vulgar Display of Power' war und ist immer noch ein gnadenloses Brett voller Aggressionen. 'Prove You Wrong' war mit Sicherheit nicht so kompromisslos, aber Prong lagen bei mir immer klar vor Pantera und auch heute noch lege ich lieber ein Prong Album als ein Pantera Album auf (was sehr, sehr selten vorkommt), beim Vergleich 'Cleansing' und 'Far Beyond Driven' sowieso.


Mir "laufen" PRONG-Alben auch deutlich besser rein als die letzten drei von PANTERA. Mir liegt einfach die "poppige" Ausrichtung von PRONG, die auch den Groove auch deutlich mehr zur Geltung kommen lässt, mehr als die brachiale Härte von PANETRA.
 
Es gab zwar sowohl eine offizielle Vinyl- als auch CD-Version, aber die sind beide kaum aufzutreiben und wenn, dann kosten sie halt schon deutlich mehr als die üblichen Preise für das jeweilige Medium (waren halt Eigenpressungen in begrenzter, wenn auch nicht gerade allzu geringer Auflage). Hätte die auch noch gern offiziell, aber bisher nie zu einem Preis gefunden, den es mir wert gewesen wäre.

Ich kann nicht ganz verstehen warum Vinnie die nicht wiederveröffentlicht. So haben nur die Bootlegger was davon.:thumbsdown:

Wie wärs denn mit einer Online Petition, vielleicht hilft das.:)
 
Meine unbedeutenden Antworten zu den threadentscheidenden Fragen:

1.
Beste Metalband der Neunziger ist natürlich ganz klar Norwegen.

2.
Die Herren Pantera sind mir nicht gänzlich unsympathisch, da ich zwar saufende Prolls nicht sonderlich mag, aber mit Rednecks soweit kein größeres Problem habe. Mit David Allan Coe zu musizieren ist ja schon mal eine Ansage. Außerdem wirkte Phil beim Down-Gig in Gelsenkirchen (RHF) doch recht cool. Zwar völlig verballert, besoffen, bekifft, was auch immer (kenne mich mit Rauschzuständen und deren Klassifizierung nicht sonderlich aus), aber er wirkte schon auch sympathisch, weil ich den Eindruck hatte, dass er echt Spaß an dem hat, was er tut, und dass er einen positiven Kontakt zu den Fans aufbauen wollte.

3.
In der Sammlung habe ich bisher leider nur die "Cowboys..." und die "Vulgar..."; Erstere mag ich sehr gerne, Letztere nur noch bedingt, weil ich doch ein Stück weit dasselber Problem mit der Band habe, das auch @Dogro und @Black Pearl geschildert haben. Für mich gehören zum harten und/oder extremeren Metal eben auch und vor allem eingängige Melodien und eine gewisse (speziell düstere) Atmosphäre, und sowohl Atmosphäre als auch Melodie finde ich bei jeder rumpeligen Death- und Black-Metal-Combo eben mehr als in weiten Teilen der Pantera-Diskographie ab "Vulgar..." aufwärts. Da ist für mich oft nur Aggression pur, ohne den Ansatz der Eindringlichkeit der Melodie und der Atmosphäre, und da fehlt mir dann was.

4.
Trotzdem ist natürlich geplant, Pantera nach und nach zu komplettieren, wenn sich gute Gelegenheiten bieten. Sprich die Alben nach "Vulgar" mir mal für 3 Kröten über den Weg kriechen, oder es irgendwann mal reguläre Neuauflagen der Alben 1-4 geben sollte. Allerdings interessieren mich die alten Scheiben mehr, und die Wahrscheinlichkeit, die regulär zu bekommen ist ja leider eher gering. Das ist ein weiterer Grund, dass ich bei Pantera noch nie richtig zugeschlagen habe. Ich mag nicht gerne Sammlungen von Bands anfangen, bei denen weite Teile der Diskographie nicht erhältlich sind. Das wurmt mich immer mehr, als mich die Scheiben, die ich habe, erfreuen könnten.
 
Ich bin beim Thema Pantera nicht so dogmatisch. Die ersten drei Alben finde ich zwar kultig, wenn ich ehrlich bin aber nicht besonders gut. "Power Metal" ist wirklich cool, "Cowboys From Hell" super und "Vulgar Display Of Power" sehr gut. Alles danach war man dann mMn zu sehr künstlich auf hart getrimmt - der Willen, härteste Band des Universums zu sein war ja auch in allen Interviews damals die Kernaussage - und hat das Songwriting vernachlässigt.

Man konnte damals sicher geteilter Meinung über die Band sein, aber sie waren in ihrem Bereich sehr originell und passten in die Zeit. Und im Gegensatz zu vielen anderen "modernen" Bands jener Zeit brachten sie - wie weiter oben schon jemand schrieb - eine sympathische Kumpelhaftigkeit mit, die die Band mental von vielen anderen Gruppen mit musikalischer Verwandtschaft unterschied. Prong mag ich zum Beispiel durchaus auch, kann mich aber auch sehr gut an das selbstmitleidige Rumgewinsel in diversen Rock Hard-Interviews erinnern. Der wurde erst viele Jahre später geerdet.

Musikalisch hatten Pantera aber in meinen Ohren alleine auf ihren Trademark-Scheiben "Cowboys..." und "Vulgar..." weitaus mehr zu bieten als Machine Head zwischen "Burn My Eyes" und "Through The Ashes Of Empires", Sepultura nach "Arise" oder Biohazard jemals. Mittlerweile habe ich mit dem "Neo Thrash" sowieso meinen Frieden gemacht. Ich mag zwar das meiste aus dem Bereich nicht, aber erstens ist das Kapitel geschlossen und zweitens gab es später noch wesentlich schlimmere Auswüches (zB "Nu Metal")...
 
in meinen Augen/Ohren haben Pantera der Musikrichtung Metal einen entscheidenen Kick gegeben. gerade wo sich einige Bands (Testament, Exodus, Megadeth) eher der melodiösen Seite des Thrashs hingegeben haben, da waren Pantera doch eher auf Krawall aus. natürlich gab es auch schon zu der Zeit einige andere Bands die das gleiche gemacht haben, nur waren die nicht im Fokus der grossen Plattenfirmen. Pantera hatten zur Zeit von Cowboys das Glück von einer grossen Company gesignt zu werden und haben die Gunst genutzt. für mich hat das damals Sinn ergeben und das tut es heute noch.
 
Für mich war Pantera irgendwie eine Revolution, die für mein Verständnis aus dem Metal hinaus führte und durch ihre Attitüde mit diversen Trad-Metal-Konventionen brach. Das widerstrebte mir damals. Ich sehe folgerichtig auch bis heute die letzte wirklich große inner-metallische Revolution in der zweiten Black Metal Welle. Das ist für mich das ultimative und extremste Destillat des Metals, während ich den Neo-Thrash oder Groove-Thrash irgendwie schon als Crossover sehe. Mag man anders sehen, aber für mich war das damals nicht das, was ich als Metal verstehe, und das ist es heute noch immer nicht. Wo der Death Metal und Black Metal versuchten, mit der ererbten Formensprache des Stahls die Extreme auszuloten und die Essenz zu destillieren (musikalisch wie auch im Image), da strebte für mich die Szene um Pantera, Machine Head u.a. doch ganz deutlich aus dem Metal hinaus, lehnte sich an gewisse Core-Tough-Guy-Stilistik an, kippte die Aspekte Atmosphäre und Melodie über Bord... Ja, ich meine also im Ergebnis nicht, dass diese Szene dem Metal einen entscheidenden Kick gegeben hat, sondern eher, dass sie bereits aus dem Metal ausbrach, und dass daher vieles von dem, was in der Tradition dieser Bands folgte, für mich überhaupt kein Metal mehr ist.

Kann man alles anders sehen, waren nur ein paar persönliche Eindrücke.
 
Pantera sollen kein Metal sein? Interessante Sichtweise. Dazu kann man im Grunde gar nichts mehr sagen, so schlimm und unwissend ist die Aussage. :hmmja:
 
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