Party.San 2024 (08.-10.08.24)

Ganz so wie man es plant, kommt es dann doch nicht: Licht und Schatten auf dem Party.San:

Mittwoch großes Hallo im Camp, das Bier war noch kalt, es gab Eiswürfel für die Mischgetränke und weitere Bekannte auch bei der Eröffnungsparty.

Donnerstag leider etwas weniger Musik als gedacht, da mir gleich bei der Ankunft zwei aus unserem Muskelrock-Camp überraschend über den Weg liefen. Konsequenz: Eimerweise Cuba vor und bei Eternal Champion (super Einstieg), deswegen Wilt verpasst, aber noch etwas Vltimas (ok) und vor allem Imha Tarikat (sehr gut, aber nicht vergleichbar mit dem letzten HoH-Abriß) gesehen, bevor es wieder ins Camp ging. Gerade noch rechtzeitig zum Tageshighlight Left To Die wieder vorne, danach noch von DNS enttäuscht worden und gut abgefüllt wieder zurück.

Der Freitag begann entspannt, lieferte das Tageshighlight aber schon recht früh mit Afsky, danach fand ich Sacramentum und Bewitched ok, aber mehr auch nicht. Beim großen Regenschauer war ich gerade bei den überdachten Biergartenplätzen, die leider gar keinen Schutz boten als der Regen fast seitlich reinkam. Vollkommen durchnässt zurück, Klamotten gewechselt und beim Vorgehen meinte ich noch, dass es jetzt nicht mehr regnen darf, da ich sonst keinen Hoody und keine Hose mehr zum Wechseln habe. Dann noch Batushka gesehen (besser als gedacht), auf Solstafir gefreut und als es mit deren Show losging noch ein paar Getränke geholt. Es war vorne ordentlich voll, ich balanciere mit drei Bechern zu unserem Platz durch die Menschenmenge, als es mich volle Kanne auf dem Asphalt längs legt. Die Folge: komplett naß mit Bier und Cider, Knie, Ellbogen und Lippe aufgeschürft und schmerzhaft die Schulter geprellt. Der Grund: so ein Vollhorst musste unbedingt auf dem Asphalt vor der Bühne beim Co-Headliner auf dem Boden sitzen, mitten in der Menge auf dem direkten Weg von Irish Pub und Brutz & Brakel. Keine Chance den da in der Dunkelheit zu sehen. Den Rest von Solstafir durfte ich bei den Sanis verbringen und auch die Nacht war ziemlich schmerzhaft.

Gestern ging es mir dann so lala, aber gut genug, um gechillt ein paar Bands zu sehen. Zuerst natürlich die, die sich nach meinem Unfall vom Vortag benannt haben und Regarde Les Hommes Tomber waren richtig gut, danach mit Necrot eine weitere positive Überraschung, bevor sich Ultha auf großer Bühne wacker geschlagen haben. Danach musste ich wieder am Camp pausieren, wodurch ich Unto Others verpasst habe, aber pünktlich zum Tageshighlight Sulphur Aeon wieder vorne war. Die würde ich lieber als Headliner in einem Club sehen, aber die 45min waren trotz leichter Soundprobleme eine Offenbarung. Zur Abendsession dann noch Legion Of The Damned (live okayer als auf Konserve), Anaal Nathrakh (was für ein Scheiß), Akhlys (klangen richtig gut, aber eben ein mehr als fragwürdiger Typ) und Paradise Lost (zu Beginn ok, dann kam aber Langeweile auf) gesehen.

Cool war‘s wie immer in unserem Camp, dazu war es schön, kurz beim Foristencamp rund um @Blackwhitesun , @Albi , @Musti , @Vampirella und @Escobar Hallo gesagt zu haben, einige, aber in Summe zu wenige Bandhighlights, aber auch negativ mein Unfall und permanente Musikbeschallung vom Rollfeld und Nebencamps in den Nächten. Schön war‘s, aber meine Tendenz geht zu einer Pause nächstes Jahr.
 
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Ganz so wie man es plant, kommt es dann doch nicht: Licht und Schatten auf dem Party.San:

Mittwoch großes Hallo im Camp, das Bier war noch kalt, es gab Eiswürfel für die Mischgetränke und weitere Bekannte auch bei der Eröffnungsparty.

Donnerstag leider etwas weniger Musik als gedacht, da mir gleich bei der Ankunft zwei aus unserem Muskelrock-Camp überraschend über den Weg liefen. Konsequenz: Eimerweise Cuba vor und bei Eternal Champion (super Einstieg), deswegen Wilt verpasst, aber noch etwas Vltimas (ok) und vor allem Imha Tarikat (sehr gut, aber nicht vergleichbar mit dem letzten HoH-Abriß) gesehen, bevor es wieder ins Camp ging. Gerade nicht rechtzeitig zum Tageshighlight Left To Die wieder vorne, danach noch von DNS enttäuscht worden und gut abgefüllt wieder zurück.

Der Freitag begann entspannt, lieferte das Tageshighlight aber schon recht früh mit Afsky. danach fand ich Sacramentum und Bewitched ok, aber mehr auch nicht. Beim großen Regenschauer war ich gerade bei den überdachten Biergartenplätzen, die leider gar keinen Schutz boten als der Regen fast seitlich reinkam. Vollkommen durchnässt zurück, Klamotten gewechselt und beim Vorgehen meinte ich noch, dass es jetzt nicht mehr regnen darf, da ich sonst keinen Hoody und keine mehr Hose zum Wechseln habe. Dann noch Batushka gesehen (besser als gedacht), auf Solstafir gefreut und als es mit deren Show losging noch ein Getränke geholt. Es war vorne ordentlich voll, ich balanciere mit drei Bechern zu unserem Platz durch die Menschenmenge, als es mich volle Kanne auf dem Asphalt längs legt. Die Folge: komplett naß mit Bier und Cider, Knie, Ellbogen und Lippe aufgeschürft und schmerzhaft die Schulter geprellt. Der Grund: so ein Vollhorst musste unbedingt auf dem Asphalt vor der Bühne beim Co-Headliner auf dem Boden sitzen, mitten in der Menge auf dem direkten Weg von den Irish Pub und Brutz & Brakel. Keine Chance den da in der Dunkelheit zu sehen. Den Rest von Solstafir durfte ich bei den Sanis verbringen und auch die Nacht war ziemlich schmerzhaft.

Gestern ging es mir dann so lala, aber gut genug, um gechillt ein paar Bands zu sehen. Zuerst natürlich die, die sich nach meinem Unfall vom Vortag benannt haben und Regarde Les Hommes Tomber waren richtig gut, danach mit Necrot eine weitere positive Überraschung, bevor sich Ultha auf großer Bühne wacker geschlagen haben. Danach musste ich wieder am Camp pausieren, wodurch ich Unto Others verpasst habe, aber pünktlich zum Tageshighlight Sulphur Aeon wieder vorne war. Die würde ich lieber als Headliner in einem Club sehen, aber die 45min waren trotz leichter Soundprobleme eine Offenbarung. Zur Abendsession dann noch Legion Of The Damned (live okayer als auf Konserve), Anaal Nathrakh (was für ein Scheiß), Akhlys (klangen richtig gut, aber eben ein mehr als fragwürdiger Typ) und Paradise Lost (zu Beginn ok, dann kam aber Langeweile auf) gesehen.

Cool war‘s wie immer in unserem Camp, dazu war es schön, kurz beim Foristencamp rund um @Blackwhitesun , @Albi , @Musti , @Vampirella und @Escobar Hallo gesagt zu haben, einige, aber in Summe zu wenige Bandhighlights, aber auch negativ mein Unfall und permanente Musikbeschallung vom Rollfeld und Nebencamps in den Nächten. Schön war‘s, aber meine Tendenz geht zu einer Pause nächstes Jahr.
War schön dich wieder getroffen zu haben. Kurier dich aus und komm wieder auf den Damm :top:
 
Sodom haben gerade den Lauf ihres Lebens. Das war für mich echt das Highlight eines an Highlights wahrlich nicht armen Festivals. Danke an alle, die diese geile Sause immer wieder zu einem so wunderbaren Erlebnis machen. Ob vor, auf oder hinter der Bühne - Nix wie Maniacs...!
 
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Zwar hatten sich nur wenige Anwesende zum Forumsfoto begeben, aber ein paar waren wir doch! Und wenn das nicht reicht, wird halt mit Redakteuren aufgefüllt!
 
Mein erstes Party-San und ein echter Knaller!

Danke an @Vampirella @Musti @Albi und @Escobar für drei geile Tage in Eurem Camp! Vor allem die Säulen-Feier am Freitag war der Hammer! "A Rainbow In The Dark"! Anwesende wissen Bescheid!

Musikalischer Wochenendsieger ohne Zweifel Hellripper, die das Zelt am Samstag Abend an allen vier Ecken anzündeten, was für ein Abriss!

Donnerstag ganz weit vorne Imha Tarikat, Left To Rot (überhaupt nicht auf dem Zettel) und vor allem Terrorizer, geil, die Songs von World Downfall mal live zu hören. Gestört hat dabei nur David Vincent, der mit Sonnenbrille und Baseballkappe überhaupt nicht zu dem Gemetzel auf der Bühne passte und besser in dieser Aufmachung bei den Suicidal Tendencies aufgehoben wäre!

Freitag nicht die überragenden Highlights, dafür Afsky, Sacramentum, Vorga, Bewitched, Los Males Del Mundo und Non Est Deus alle absolut stabil! Solstafir dann eine schöne Abwechslung zum allgemeinen Geballer, nur Fjiara hätten sie ausspielen können.

Samstag bot dann mit Blood Fire Death, Ultha (funktionierten auch im Hellen), Phantom Winter, Sulphur Aeon und den grandiosen Sodom neben einigen anderen guten Sachen wieder 'ne Menge Highlights auf, so dass das Festival viel zu schnell vorbei war.

Ob ich es nochmal nach Schlotheim schaffe, wird sich zeigen, Bock nach dem geilen Wochenende ist aber definitiv vorhanden.

Onkel Tom war ja auch da und und zog doch eine Menge Leute zur Autogrammstunde!

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Ein kleines Projekt von mir hat dieses Party.San seinen Anfang genommen.



Bisher Autogramme von sieben Bands (mehr wurden's leider nicht, weil Auftritte schauen dann doch wichtiger war)

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Bislang:

Anaal Nathrakh

Bewitched

Hellripper

Imha Tarikat

Phantom Winter

Stillbirth

Sulphur Aeon



Highlights dabei:

Hellripper, deren Bassist als erstes dran war und sich schon als ich die Flagge ausgepackt habe tierisch drüber gefreut hat und erzählte, dass er selber für ein Unternehmen arbeitet, dass sich auch gegen Rassismus, Sexismus etc. einsetzt. Wollte dann auch ein Foto haben, ums seinen Freunden und Kollegen zu zeigen.



Anaal Nathrakh sich auch drüber gefreut, einer hat gefragt, wofür all die Farben auf der Flagge stehen, und nachdem ich's ihm erklärt hab hat er dann dem nächsten gesagt, dass das das "the greatest thing you'll ever sign" ist :heart:

Wollten dann ebenfalls anschließend Fotos machen.
 
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Zwar hatten sich nur wenige Anwesende zum Forumsfoto begeben, aber ein paar waren wir doch! Und wenn das nicht reicht, wird halt mit Redakteuren aufgefüllt!
So nun endlich alles fertig gemacht und mich selbst in die Zivilisation gebeamt. Vielen Dank an alle, die sich gestern die Zeit zum Kennenlernen genommen haben.

Party San 2024 war (nach zuletzt 2019) wieder eine Offenbarung.
der Bandmarathon (32 habe ich tatsächlich geschafft) hat ordentlich an mir genagt.
Dennoch stehen am Ende neue Bekanntschaften, neues Futter (Phantom Winter, Malphas, Los Malos del mundo, Mephorasch,…)und ein unglaublicher seelischer Frieden.
Es war mir ein Fest!
 
Ich finde es super ,das ihr soviel Spass hattet.
Die Bilder und Geschichten dir ihr niedergeschrieben habt ,machen Lust auf einen Besuch dort.
 
Es war wie immer fürstlich. Dieses Jahr gab es ordentlich Abwechslung mit viel Unerwartetem und viel Black Metal, insofern war der Besuch noch mehr Pflicht als eh schon, trotz suboptimaler Begleitumstände: In Sachsen ist eben die erste Schulwoche angebrochen und unser Großer wurde eingeschult, also viel Aufregung und Erzählbedarf zuhause. Am Ende lief es dann auf den Kompromiss einer verspäteten Anreise raus, so dass mein PSOA 2024 erst Freitagnachmittag mit Enthroned startete, die mich im Clubsetting zuletzt abgeholt hatten, auf einer Festivalbühne gar nicht.
Highlights Hauptbühne Freitag: Afsky, sowie überraschend Batushka. Diese orthodoxen Codes machen eine Tür auf bei mir.
Sonderbar, aber irgendwie cool: Die Schlangenbeschwörungsgestik von dem Sacramentum-Bauchtänzer.
Bei Solstafir und Behemoth schlug die übliche Freitagsschwäche zu und ich hatte Schnarchsolo auf dem Zeltplatz. Jan zeigte mir am nächsten Morgen das Intro von Behemoth auf dem Handy – wow ...
Auch noch denkwürdig: Hunderte Metalheads fotografieren den tollen Regenbogen überm Gelände. Wir natürlich auch.
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Am DF-Stand kurz mit @AlexBM @DeafCow @StephTV geschnackt und wieder den Eindruck gehabt, dass im DFF nur die sympathischsten unter der Metallerzunft zusammenkommen, nächstes Mal gern länger.

Mein Tag war der Samstag. Da stapelten sich die Bands, die ich gern sehen wollte, so dass wir fast den ganzen Tag auf dem Konzertgelände zubrachten.
Highlights Hauptbühne: Regarde … mit Partyshow, Sulphur Aeon, Anaal N. mit tiefenentspanntem Dave Hunt und einem supercoolen Sam Loynes an der rechten Gitarre – schwarze Brille, Instrument hängt drei Zentimeter unterm Kinn, Geschredder vom Feinsten
Highlight Zelt: Malphas
Kollateralschaden 2024: Meine Sonnenbrille im Pit bei Anaal N.; natürlich verkraftbar und geht schlimmer (gute Besserung @Prodigal Son )

Wat sonst noch? Die Knobibrote neben dem Afghanen waren das kulinarische Highlight, Jan aß allein am Samstag fünf davon.
Spontan war mein Cousin dabei, sonst auf Hip-Hop- und Elektro-Festivals unterwegs, und der meinte, er habe noch nie ein derart entspanntes Festival besucht, bei dem alles so konsequent ohne Zoff, Diebstahl und Rumgepose ablief.
 
Zurück im heimischen Zoo, frisch geduscht und irgendwie noch nicht müde (Biorhythmus zerschossen), dann halt noch ein paar Worte hier.

Wir sind wieder sehr gern nach Schlotheim gefahren. Diesmal bereits Mittwoch angereist, Campkumpanen waren schon vor Ort und hatten unsere Wagenburg vorbereitet. Blieb nur noch Shelter aufbauen und das erste Kaltgetränk konnte geöffnet werden. Große Hallo-Runde und für den Rest des Abends im Partyzelt versumpfen. Hat zu gut geklappt, mein letztes Schwarzbier war irgendwie nicht mehr so gut. Naja, bin dann die folgenden Tage auf Radler und Gin Tonic umgestiegen, was dann wunderbar funktionierte (trotz dieser fiesen kleinen Gefäße mit buntem Zeug, die man, sobald man bei Brutz&Brakel jemanden mit Namen kennt, dauernd kommentarlos vor die Nase gestellt bekommt).

Musikalisch war das ein ganz spannendes Festival diesmal. Hatte mir diese App geholt und mir vorher schonmal anständig Gedanken gemacht, damit man nicht all zu viel verpasst. Hab ich natürlich trotzdem. Aber der Reihe nach.

Donnerstag.
Wir hatten da ein Stromkabelproblem und mussten spontan nach Mühlhausen ne neue Kabeltrommel im Baummarkt holen, hat dann mit Kaffeepause und Puddingteilchen doch länger gedauert als geplant. Also SINISTER nur am Camp vor Abfahrt vernommen und mit Neuverkabelung und Klarkommen es doch pünktlich zu IMHA TARIKAT ins Zelt geschafft. Großartig, aber die Luft im Zelt hat uns dann doch wieder vertrieben. Muss ich mir in Ruhe zu Hause näher anhören.
SADUS betreten, warum auch immer, 25min zu spät die Bühne und zu allem Überfluss zündet es dann auch noch so gar nicht bei mir. Wir gehen Shoppen.
Und schwupp, kommen wir zu den letzten zwei Takten von ROPE SECT ins Zelt, dabei wollte ich mir die so gern ansehen, also auch das später zu Hause. Derweil ballern THE BLACK DAHLIA MURDER bereits auf der Hauptbühne. Ich kann ja mit etwas moderneren Klängen ganz gut, von daher hat mir das durchaus gefallen ohne mich jedoch aus den Socken zu hauen. Abendessen stand an, Afghane war die Wahl (bei mir), Mixed Teller geil. War so von meinem Essen fasziniert, dass ich von der musikalischen Untermalung um mich herum so gar nix mitbekommen habe. Pünktlich zu LEFT TO DIE stehen wir mittig rechts vor der Bühne. Ikonische Gitarrenläufe und dynamische Songs verpassen mir eine Gänsehaut nach der Nächsten, nur der Gesang is halt watt anders. Egal, Tagessieger.
Wir versacken bei Brutz&Brakel, treffen viel zu lang nicht mehr gesehene Freunde, verteufeln die ersten Mexicaner-Shots.
TERRORIZER rütteln uns nochmal schön wach und dann aber auch müde. Ganz kurz Krabben-ABBATH begutachten, ja Immortal haben schon geile Songs gemacht, aber ey echt jetzt, Panda und Glamfön. Ja nee Nachti Kinnas.

Freitag.
Ich komm nicht so richtig aus den Puschen, Frühstück kann man halt gut über ein paar Stunden ziehen, duschen war auch ganz geil, 12.30 Uhr am DF-Stand aber keiner da, kurz OBSCURITY geschaut. Die hatten wir in Protzen ja auch da. Und so anders ist es jetzt in den paar Wochen auch nicht geworden, zurück zum Camp. Ein paar unserer Mädels waren am Radio-BOB Stand zum Glücksrad drehen und redeten darüber, dass sie gern die schwarze Badeente hätten. Ein paar Herren vor ihnen gewinnen sie, und schenken sie den Damen. Stellte sich heraus, das es halb-STILLBIRTH war. Nette Aktion.
Musikalisch beginnt mein Tag mit BEWITCHED, stilvoller BlackThrash mit hübschem Bart und einer guten Prise Rock'n Roll. KRAANIUM enttäuschen mich dann ein wenig. Schauen wir mal ins Zelt. Dort racken sich grad NERVO CHAOS im stickigen Rektangel einen ab. Jo, das hat irgendwie was. Nicht meine Baustelle, aber meinem Mann zuckt es im Fuss. Beeindruckende Bühnenpräsens. Ich möchte zu INCANTATION, wie bereits vor 15 oder so Jahren schonmal, und wieder steht ich da und denke: Jo, kann man machen, muss man aber auch nicht. Rechtzeitig vorm Regen retten wir uns ans Camp, bestaunen den doppelten Regenbogen und den darauf folgenden Sonnenuntergang.
Abendbrotzeit, Wahl diesmal Laibziger Handbrot mit Käse und Schinken. Dachte mir nimmste was Kleines, hattest ja heute schon ne Pommes mit Käsesauce. Kann ja keiner ahnen, dass so ein Ding satt für drei Tage macht. Also Handbrot mampfend zu BATUSHKA, völlig unwissend was uns erwarten wird. Das ist mal beeindruckend. Ich habe eine Schwäche für Chöre und dieses Gesamtkonzept reizt so viele Sinne gleichzeitig. Optisch und akustisch gefesselt ringe ich weiter mit meinem gustatorisch wertvollen Handbrot (es gewinnt und ein Freund darf aufessen). Erster ganz großer Moment des Festivals.
Auf SOLSTAFIR freue ich mich schon den ganzen Tag und genieße mit geschlossenen Augen jede Melodie und jeden Ausbruch. Wunderbar. Und nach dem ganzen Geschreie und Gekeife des Tages so erholsam anders. Ein Rudelmitglied will uns unbedingt zu KONVENT ins Zelt lotsen, machen wir auch kurz, sind aber nicht aufnahmefähig. Der hallige Höhlengesang mit wummerndem Geballer bricht zu sehr mit der vorher erlangten Emotionslage (sorry die Damen).
Kurze Sitzpause im Backstage, bevor es zum Show-Highlight des Wochenendes geht. BEHEMOTH sind mir musikalisch entwachsen. Aber ich achte und respektiere wohin sie sich gearbeitet haben. Und sie präsentieren eine wahnsinnige Show. Perfektes Licht, auf die Sekunde tight passend zur Musik, Action auf der gesamten Bühne, oben, unten, rechts, links, immer was los. Ich schaue mich jedoch an der Lichtshow fest. Habe ich selten so toll gesehen. Mein Applaus geht vor allem an den Lichtmenschen.
Zähne putzen, Pullern und ab ins Bett.

Samstag.
Der schwierige Tag, weil viel zu viel auf dem Zettel steht. Aber App sei Dank, alles im Blick und Luftinternet gibt's hier ja glücklicherweise auch.
IRON WALRUS und BLOOD FIRE DEATH beschallen unser Frühstück. Ich mag Gorilla Monsoon lieber und habe Bathory noch nie verstanden.
Ab NECROT sind wir im Infield. Ich finde die aktuelle Scheibe ja fürchterlich langweilig, aber live fetzen die drei Herren ganz anständig. Netter Drive, kurzweilig beschwingt. Kann man so machen.
Ab zum DF-Stand. Vielleicht ist ja heute jemand da. Jo, da sind ein paar Forumler. Das war sehr nett. Ja @progge gern mal länger plauschen. Und @StephTV cooles Patch. Mein Mann (Toningenieur) musste schmunzeln, als ich ihm die Geschichte erzählt habe. Ich winke nochmal kurz und wir alle verteilen uns zu ULTHA (mit ohne R). Is halt grundsätzlich nich so meins.
HATE fühlt sich ein bisschen wie BEHEMOTH auf Wish bestellt an. Aber da bin ich etwas garstig. Das war durchaus vorzeigbar.
PHANTOM WINTER möchte ich gern ansehen. Aber Zelt ist halt immer entweder miese Luft oder beschissener Sound oder beides. Diesmal beides und zudem der vortragende Künstler, weit von meinen Genrevorlieben entfernt, leider nicht in der Lage, die beiden vorliegenden Probleme durch besonders herausragenden Auftritt zu überstrahlen. Also Flucht.
UNTO OTHERS habe ich irgendwie anders erwartet. Ich weiß nicht mal so genau was ich erwartet habe, aber es hält uns nicht vor der Bühne. Ganz kurz Camp und für den Abend vorbereiten, denn gleich ALKALOID im Zelt. Das hätte mir gefallen können, wenn nicht wieder die üblichen Zeltprobleme aufgetreten wären. Diesmal, besonders problematisch bei dieser Art von Musik, war der Sound schlicht und ergreifend mehr als katastrophal. Aber ich hab den @Albi ganz kurz rein und ebenso schnell wieder raus flitzen sehen.
SULPHUR AEON bespielen die große Bühne souverän, ich genieße verträumt die ab und an vom Wind verwehten Töne. Das war schön, sehr schön.
OBSCURA waren vor der Bühne so laut, dass es mir physikalisch weh tat. Ich musste fliehen, obwohl ich es mir gern angesehen hätte. Am Camp (direkt gegenüber der großen Bühne) klang es gut, mit tollem Bassspiel.
In der App las ich, dass HERETOIR Ähnlichkeiten zu Alcest aufweisen sollen. Das weckte mein Interesse, aber ich war unschlüssig ob der erwähnten Zeltprobleme. Ein Rudelmitglied erzählte dann, dass unser guter Soundman jetzt den Sound macht und die Entscheidung HERETOIR anzusehen stand. Es folgte der zweite besondere Moment des Festivals. Zu Beginn bin ich unschlüssig ob diese Art Musik auf einem solchen Festival funktioniert, bin aber quasi instant vom Vortrag gefesselt. Der Sound ist großartig fürs Zelt und die Musik zieht mich förmlich in eine Trance. Das scheint vielen um uns herum so zu gehen. Am Ende reicht der Applaus bin kurz vor den Tresen und die Band wirkt völlig überwältigt und dankbar für diese Resonanz. Das war ganz groß und wunderschön miterlebt zu haben.
Etwas emotional taumelnd verlassen wir das Zelt wieder und schauen kurz bei LEGION OF THE DAMNED vorbei. Ich mochte sie lieber, als sie noch NL Death mit Thrash-Anleihen gemacht haben, anstatt Thrash mit einer kleinen Prise Death Metal.
Abendbrot, ich wieder Afghane, aber diesmal mit Spieß (das ist so geil).
ANAAL NATHRAKH ist mir dann in Summe zu viel von Allem. Vor allem, zu viel Ego am Gesang. Das andere A wird eh boykottiert. Kurz Camp, bevor ich meinen Mann zu PARADISE LOST begleite. Die Engländer haben mir im Rahmen meiner Möglichkeiten auf dem R.U.D.E. deutlich besser gefallen. Diesmal spinnt die Technik (Mikroeffekte vor allem), das Licht ist fast rudimentär, die Stunde aber dennoch erträglich schnell vorbei und der Mann halbwegs glücklich.
Abschlussabsacker bei Brutz&Brakel zu Altherrenthrash von SODOM. Ich glaube, wer sie mag hatte eine gute Zeit. Ich fand es hüftsteif und fast altbacken. Egal, die Getränke wurden immer gefährlicher und die Geschichten ausm Krieg immer spannender.

Gute Nacht Party.San, das war wieder sehr schön. Bis nächstes Jahr!
 
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