Neues Jahr, (für mich) neues Format. Bei über 2000 LPs und knapp 1000 (verbliebenen) CDs sind dann doch einige Alben darunter, die allgemein und auch bei mir selbst nicht (mehr) so sehr im Fokus stehen. Manchmal bin ich selbst erstaunt, was da so rumsteht in meinen Schränken, deswegen will ich Euch unregelmäßig und ohne Genregrenzen an meinen Wiederentdeckungen teilhaben lassen.
Los geht es mit…

Lizzy Borden - Deal With The Devil (2000, Metal Blade)
Lizzy Borden waren immer eine Band der 2. Reihe, in den 80ern mit tollen Alben, aber kaum jemand hätte sie bei seinen drei Lieblingsbands genannt, für die US-Metal Fans vielleicht ein bisschen zu melodisch, für die Glam-Poser zu wenig partytauglich und definitiv nicht schmalzig. Mit Master Of Disguise haben sie sich 1989 mit einem lauten Knall verabschiedet (den aber kaum einer gehört hat).
Ein gutes Jahrzehnt später dann das Comeback: Lizzy und sein Schlagzeug spielender Bruder Joey wieder mit dem Leadgitarristen der Mit-Achtziger Leadgitarrist Alex Nelson, der 2004 bei einem Autounfall verstarb, was wieder zum zwischenzeitlichen Ende der Band führte.
Deal With The Devil ist wieder geerdeter als einst Master Of Disguise (keine Bläsersätze mehr), kann aber vom Songmaterial nicht mithalten. Ich habe immer wieder das Gefühl, dass sie Songideen und musikalische Einflüsse eines ganzen Jahrzehnts plus ein paar ausgearbeitete Fragmente aus den 80ern zusammengesammelt haben, weswegen das Album nicht rund wirkt, aber es verstecken sich doch einige Kleinode darauf, die es am Ende zu einem guten Album machen.
Der Opener gefällt mit einem tollen Refrain, Zanzibar mit exotischen Klängen, Lovin‘ You Is Murder schließt an die Highlights der Visual Lies an und Believe hätte vom Aufbau her auch auf dem Vorgänger stehen können. Auch die Solos von Alex Nelson veredeln die Platte. Dem Gegenüber stehen das mittlerweile altbacken klingende, aber damals moderne Experiment We Only Come Out At Night und das etwas uninspirierte Alice Cooper Cover Generation Landslide.
2021 wurde das Album von Metal Blade wiederveröffentlicht und da habe ich es mir aus Komplettierungsgründen auch zugelegt, einmal gehört und abgelegt.
Spontan würde ich nach dem heutigen Durchlauf eine gute 7,5/10 ziehen, einzelne Songs sind aber auf 9 Punkte-Niveau.
Wenn jemand Lizzy Borden komplett neu entdecken will, empfehlen sich The Murderess Metal Show (live, für die wildere Frühphase) und Visual Lies (melodischer) besser zum Einstieg, wer aber das Album bisher links liegen gelassen hat, sollte ruhig mal ein Ohr hineinwerfen.
Los geht es mit…

Lizzy Borden - Deal With The Devil (2000, Metal Blade)
Lizzy Borden waren immer eine Band der 2. Reihe, in den 80ern mit tollen Alben, aber kaum jemand hätte sie bei seinen drei Lieblingsbands genannt, für die US-Metal Fans vielleicht ein bisschen zu melodisch, für die Glam-Poser zu wenig partytauglich und definitiv nicht schmalzig. Mit Master Of Disguise haben sie sich 1989 mit einem lauten Knall verabschiedet (den aber kaum einer gehört hat).
Ein gutes Jahrzehnt später dann das Comeback: Lizzy und sein Schlagzeug spielender Bruder Joey wieder mit dem Leadgitarristen der Mit-Achtziger Leadgitarrist Alex Nelson, der 2004 bei einem Autounfall verstarb, was wieder zum zwischenzeitlichen Ende der Band führte.
Deal With The Devil ist wieder geerdeter als einst Master Of Disguise (keine Bläsersätze mehr), kann aber vom Songmaterial nicht mithalten. Ich habe immer wieder das Gefühl, dass sie Songideen und musikalische Einflüsse eines ganzen Jahrzehnts plus ein paar ausgearbeitete Fragmente aus den 80ern zusammengesammelt haben, weswegen das Album nicht rund wirkt, aber es verstecken sich doch einige Kleinode darauf, die es am Ende zu einem guten Album machen.
Der Opener gefällt mit einem tollen Refrain, Zanzibar mit exotischen Klängen, Lovin‘ You Is Murder schließt an die Highlights der Visual Lies an und Believe hätte vom Aufbau her auch auf dem Vorgänger stehen können. Auch die Solos von Alex Nelson veredeln die Platte. Dem Gegenüber stehen das mittlerweile altbacken klingende, aber damals moderne Experiment We Only Come Out At Night und das etwas uninspirierte Alice Cooper Cover Generation Landslide.
2021 wurde das Album von Metal Blade wiederveröffentlicht und da habe ich es mir aus Komplettierungsgründen auch zugelegt, einmal gehört und abgelegt.
Spontan würde ich nach dem heutigen Durchlauf eine gute 7,5/10 ziehen, einzelne Songs sind aber auf 9 Punkte-Niveau.
Wenn jemand Lizzy Borden komplett neu entdecken will, empfehlen sich The Murderess Metal Show (live, für die wildere Frühphase) und Visual Lies (melodischer) besser zum Einstieg, wer aber das Album bisher links liegen gelassen hat, sollte ruhig mal ein Ohr hineinwerfen.
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