Queensryche - Von Queen of the Reich zu The Verdict

Dieses Thema im Forum "METROPOLIS - Progressive Rock & Metal" wurde erstellt von The Metallian, 28. Februar 2015.

  1. GrafWettervomStrahl

    GrafWettervomStrahl Deaf Dealer

    Das ist vollkommen korrekt, und deshalb ein wenig Off-Topic, nämlich nochmal was zu Queensryche. :D Die nunmehr korrekte Liste. Meine Sekretärin hat da wohl was durcheinandergebracht:

    1. Rage For Order
    2. The Warning
    3. Empire
    4. Promised Land
    5. Occupation: Kindrhyme

    "Warning" kannte ich bislang nur vom Rechner, und wenn das so ist, mit allen Ablenkungen und dem Schrottsound, sollte man am besten die Hände still halten, bis eine CD oder LP eintrifft, was kürzlich beides glücklich der Fall war. "The Warning" ist nichts weniger als ein Meisterwerk - mit kleinen, aber umso liebenswerteren Unvollkommenheiten. Für ein Debutalbum überirdisch. Visionär. Jede Menge Zeitgeist und trotzdem absolut eigenständig.

    Wie konnte sich Zoff Tate eigentlich so lange so gut verstellen? :acute:
     
  2. Mystic Melissa

    Mystic Melissa Deaf Dealer

    Ich möchte euch auf 'The Illusion' von Psyco Drama aufmerksam machen. Klar, von Queensryche beeinflusste Bands gibt es jede Menge. Aber im Zusammenspiel von anspruchsvollem Songwriting und eingängigen klasse Gesangsmelodien kam diese Formation aus Colorado Springs sehr dicht an das Quintett aus Seattle heran. Wenn man die Augen schließt, könnte man meinen, 'The Illusion' wäre das Bindeglied zwischen 'The Warning' und 'Rage For Order'. Das dieses Werk so unbekannt ist, muss wohl am Erscheinungsjahr 1995 liegen. Das Songwriting ist auf kontinuierlich hohem Niveau, vom Opener bis zum letzten Stück.

    [​IMG]

    Leider ist dieses Album noch immer ein vergessenes Juwel. Beim 90er-Battle-Vorentscheid hatte nur ich es auf meiner Liste. Aber ‘The Illusion‘ ist mindestens genauso gut wie ‘Programmed‘ von Lethal und verdient viel mehr Beachtung. Lasst euch nicht vom Cover abschrecken und hört mal rein. Am besten gefallen mir die Stücke "Flames Of Freedom", "Longtime Forgotten'' und die Gänsehaut Ballade ''Castle In The Sky''.

    https://www.youtube.com/results?search_query=psychodrama+the+illusion+ ( das Komplette Album)

    https://www.youtube.com/embed/qbOP2MTtewI Castle In The Sky
     
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  3. Stormrider

    Stormrider Till Deaf Do Us Part


    Platte ist in der Tat sehr gut, und das Cover find ich so schlecht nicht. Da gibt's schlimmeres.

    War Jahrelang eines dieser bemittleidenswerten Alben die man immer in den 5 - 10 DM Kisten auf Plattenbörsen etc. gefunden hat. Für die etwas früher veröffentlichte Stranger Than Fiction von Forté habe ich sowohl als CD als auch auf Vinyl damals auch soviel bezahlt. Oder auch die erste Mystik. Es lohnte sich halt schon immer auch mal bei den Cheapos zu schauen.
     
    Zuletzt bearbeitet: 8. Juni 2020
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  4. Hugin

    Hugin Till Deaf Do Us Part

    Ja, so ging mir das mit besagten Alben auch. Auch mit der Psÿco Drama. Massacre hatte ja gerne mal solche Overstocks geschichten; ähnlich auch Attika, Havoc Mass usw... Die erste Psÿco Drama ist deutlich das beste Album der Band, aber ich mag auch den Nachfolger und das Comeback durchaus gerne.
     
  5. Acrylator

    Acrylator Till Deaf Do Us Part

    Großartig, kann man aber kaum als QR-Klon bezeichnen, dafür ist auch zuviel Fates Warning, Psychotic Waltz und ne Menge Eigenständigkeit drin!
     
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  6. Assaulter

    Assaulter Deaf Dealer

    Stimmt schon. Ich wollte die Band aber einfach mal wieder erwähnen.:cool:
     
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  7. GrafWettervomStrahl

    GrafWettervomStrahl Deaf Dealer

    Ich bin offenbar ein Freund der populäreren Musik. Ja, diese Nachricht wird für viele unerwartet kommen, ich war selber ganz verdutzt, als ich´s an mir bemerkte. Aber ich kann´s nicht ändern, ich liebe "Silent lucidity".

    Es stimmt, der Song hat schon produktionstechnisch, aber auch von der Instrumentierung heikle Passagen, ist aber dennoch ein absolutes Meisterwerk der anspruchsvollen Eingängigkeit geworden. Er ist handwerklich extrem gut gemacht. Und er hat verdammtnochmal Seele. Haufenweise Seele. Die zeigte sich zumindest mir erst nach ziemlich einigen Hördurchgängen, nicht schon direkt zu Beginn. Keine Ahnung, woran das lag, aber jetzt liebe ich den Song sehr.

    Erster Kritikpunkt gleichwohl: Das rezitativ gehaltene Intro. Etwas zu schmierig geraten vielleicht, man befürchtet zunächst, der Typ wolle einem eine Heizdecke andrehen. Dann die Erleichterung, die Kapelle setzt ein und es wird richtig gesungen. Zweite Problemstelle: Das "Solo", welches allerdings kein richtiges Solo wird, sondern in sich emporschwingenden Keyboardstreicherkaskaden verliert, unter die wiederum somnambules Hypno-Gequassel gelegt wurde. Also, da hätte ich lieber ein gescheites Jahrhundertsolo gehabt, so in der Tradition von "Comfortably numb" oder so. Dazu dann natürlich auch eine etwas veränderte Chord-Progression, obwohl z.B. Dan und Brian von Psychotic Waltz auch aus dieser Wendeltreppe an Akkorden noch Gänsehaut hätten rausholen können.

    Der Refrain hingegen erscheint mir makellos und hat mich irgendwie sogleich an "Goldilox" von King´s X erinnert. Von fern erstmal natürlich nur. Irgendwann habe ich sogar geschnallt, warum: Das langgezogene "I----" (northumbrisch für das gemeinfrz. "je", das am britischen Hof noch zur Zeit König Arthurs stärker en vogue war) ist natürlich ganz, ganz eng an denselben bedeutungstragenden Laut im King´s X-Song angelehnt, auch die Tatsache, daß er von der Gang ausgestossen wird und nicht etwa vom Anführer, macht mir immer wahrscheinlicher, daß sich DeGarmo da stark von seinen südnordamerikanischen Kollegen inspiriert haben lassen dürfte. Oder lassen haben dürfte. Was weiß ich.

    Und das ist m.M.n. gar nicht weit hergeholt, King´s X waren ´89/´90 der ganz, ganz heiße Scheiß innerhalb der härteren und progressiveren Musikerszene, und hier, im Refrain von "Silent lucidity", quillt uns reinster "Goldilox"-Geist entgegen. Und das ist höchst erfreulich, wenn ich das mal festhalten darf.

    Auf der insgesamt eher kühlen, kalkuliert klingenden "Empire" ist "Silent lucidity" mithin eine Oase der interessierten Mitmenschlichkeit, auch wenn das mokante "I´m smiling next to you..." gelegentlich immer noch ein bißchen bedrohlich auf mich wirkt.
     
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