SABATON

Was wäre ein "Ich finde Sabaton scheiße!"?
Formell gesehen wäre das eine subjektive Meinungsäußerung mit unangemessener Wortwahl.
:D

Aber mal ehrlich. In einem Forum unter seinem Namen oder von Antlitz zu Antlitz spricht doch jeder von SEINER Meinung und nicht von objektiven Eindrücken. Sorry Rüdiger, diese "meiner Meinung nach", "für mich" ist so übertrieben korrekt,
Mir geht's gar nicht um sprachliche (politische) Korrektheit, sondern für mich sind's einfach zwei völlig verschiedene Dinge, ob etwas irgendwie "ist", oder ob ich etwas irgendwie "finde", was dann logischerweise auch eine unterschiedliche Wortwahl nahe legt. Bei so klar subjektiven Äußerungen komme ich in der Regel gar nicht erst auf die Idee, das anders zu schreiben und hierfür die Formulierungsform einer Tatsachenbehauptung herzunehmen. Das ist, wie wenn ich sage "(he-)raus" oder "(hi-)naus" (eins ist vom Sprecher weg, das andere zum Sprecher hin; drum krampft's mi äwwe, wenn ebbr schreibt "rausschmeißen"; das heißt "nausschmeißen" - mir soll mal eine vormachen, wie man einen Menschen zu sich selbst her schmeißt). Tut mir sehr leid, wenn das jetzt irgendwie PC klingt, denn nichts liegt mir ferner als PC, aber ich ticke da halt etwas anders. Hab's ja auch - wie du weißt - längst aufgegeben, dies zu "fordern" und nehme das in aller Regel auch als gegeben hin, auch wenn ich's um Grunde genommen immer noch doof finde; gerade weil es so klar ist, dass es nur eine Meinung ist und es mich gerade deshalb immer wundert, warum man dann als Tatsache formuliert.

zudem würde mein ehemaliger Deutschlehrer ein "W" für ständiges Wiederholen derselben Phrasen neben den Aufsatz schreiben.
Nur wenn man einfallslos agiert, maulfaul ist oder eben ein (meist behandelbares) Eloquenzdefizit hat. Es gibt tausende Möglichkeiten, sprachlich eine Meinungskundgabe von einer Tatsachenbehauptung zu trennen und dabei abwechslungsreich und ohne zu viele Wiederholungen zu agieren. Außerdem ist das ja auch nicht anders, wenn du objektivierende Formulierungen wählst. Da heißt's dann halt jedes Mal "ist scheiße" statt "finde ich scheiße"; macht's für den Deutschlehrer im Zweifel "W"-technisch nicht besser, oder?

Sind wir in der Schule, schreiben hier Aufsätze und/oder wissenschaftliche Abhandlungen? Weiß niemand, was gemeint ist, wenn man sagt, Manowar oder sorry, Kiss oder sonstige meiner Lieblingsbands ist/sind Rotz, gern auch mal mit dem Prefix "Voll" verziert? Jesus , Maria und Josef nein, darf das nicht sein?
Wie gesagt: Ich glaube, dass es schon eine ganze Weile her ist, dass ich mich ernsthaft über so etwas beschwert hätte, oder? Davon abgesehen hat's für mich nicht viel mit Schule, Aufsatz und Wissenschaft zu tun, sondern schlicht und ergreifend damit, dass es öffentliche, dauerhaft für jeden Menschen einsehbare Meinungsäußerungen sind (eben halt doch anders als im Zwiegespräch in der Kneipe), und da hab ich an mich selbst den Anspruch, dass der Text sprachlich passt und auch zu mir passt, und ich will eben von mir selbst nicht die Außenwirkung erzeugen, dass ich allein auf Grundlage des persönlichen Geschmacks undifferenziert und mit derben Worten irgendwelche Sachen plattgemacht habe. Das bin ich nicht, und so will ich nicht wahrgenommen werden, drum lass ich es. Ich "finde" ja in der Regel noch nicht einmal ein Album "scheiße", sondern allenfalls "schwach".

Aber nochmal: Auch wenn ich's nicht verstehe, habe ich es längst aufgegeben, dir oder dem Bergmongo oder sonst jemandem, der gerne mal etwas derber grantelt, diese Wortwohl abgewöhnen zu wollen. Hat ja auch seinen Sinn und seine Berechtigung und ist bisweilen auch unterhaltsam. Daher hab ich mich ja auch eingemischt, um zu sagen, dass ich in dem Disput an sich zwar auch wie Seewolf und BavarianPrivateer ticke, es aber doch so ziemlich komplett aufgegeben habe, mich über das Phänomen aufzuregen oder gar jemanden zu einer Änderung seiner Gepflogenheiten zu erziehen. Hat ja keinen Wert.

Natürlich können wir uns subcommandantisch eloquent wortgewandt über unsere Lieblinge und Streitobjekte austauschen, aber das wäre, meiner Meinung nach (hihi), langweiliger Nillenkäse.
Wenn's nur Grantler gäb, wär's doof und ungemütlich; wenn's nur eloquente Schönredner gäb, wär's doof und langweilig. Ich glaub, dass die rechte Mischung es ausmacht, und wenn man sich gegenseitig so respektiert, wie man ist, dann passt das im Wesentlichen doch ganz gut.
:feierei:
 
Danke Rüdiger, aber ich bin da over and out, auch wenn ich jede Art auf dem Jargonparkett beherrsche und alles ausser persönliches Beleidigen, Verschwörungstheorien und Lügen schätze.
Memo an mich: Warum frage ich eigentlich immer, hatten wir ja erst 532-mal. :D
 
Danke Rüdiger, aber ich bin da over and out, auch wenn ich jede Art auf dem Jargonparkett beherrsche und alles ausser persönliches Beleidigen, Verschwörungstheorien und Lügen schätze.
Memo an mich: Warum frage ich eigentlich immer, hatten wir ja erst 532-mal. :D
Du hast zu lange am Nillenkäse geschnüffelt.
 
Mir geht's gar nicht um sprachliche (politische) Korrektheit, sondern für mich sind's einfach zwei völlig verschiedene Dinge, ob etwas irgendwie "ist", oder ob ich etwas irgendwie "finde", was dann logischerweise auch eine unterschiedliche Wortwahl nahe legt. Bei so klar subjektiven Äußerungen komme ich in der Regel gar nicht erst auf die Idee, das anders zu schreiben und hierfür die Formulierungsform einer Tatsachenbehauptung herzunehmen.

Hier bin ich - was selten genug der Fall ist - zu 100% deiner Meinung, Rüdiger.

Zu schreiben, dass man etwas soundso "findet" statt dass es soundso "ist", hat in meinem Sprachgebrauch rein gar nichts mit PC zu tun, sondern basiert ausschließlich darauf, dass ich eine subjektive Bewertung kenntlich machen möchte.
 
Danke Rüdiger, aber ich bin da over and out, auch wenn ich jede Art auf dem Jargonparkett beherrsche und alles ausser persönliches Beleidigen, Verschwörungstheorien und Lügen schätze.
Memo an mich: Warum frage ich eigentlich immer, hatten wir ja erst 532-mal. :D
Siebi, falls es in der Wortflut untergegangen sein sollte: Im Prinzip hab ich dir ja zugestimmt, dass man damit in Forendiskussionen klar kommen sollte. Obwohl ich es selber trotzdem mit großer Leidenschaft anders mache, hab ich das - u.a. aus unseren 532 Diskussionen - gelernt.
 
Ihr beiden hattet erst 532 Diskussionen dazu? Das halte ich für maßlos untertrieben...
 
Siebi, falls es in der Wortflut untergegangen sein sollte: Im Prinzip hab ich dir ja zugestimmt, dass man damit in Forendiskussionen klar kommen sollte, obwohl ich es selber trotzdem mit großer Leidenschaft anders mache.
Formaljuristisch bin ich bei Dir, aber ich finde das hier halt alles so over and beyond, verstehe diese Aufregung nicht, denn @bergmongo hat mehrmals erklärt, wie er es meint. Naja, Internetz.
 
Jetzt ist "Sabaton" in meinem präfrontalen Cortex mit "Nüllenkäse" verknüpft.

Andere Gedanken!!
 
Was sich mir aber immer noch nicht erschliesst ist, wenn man ne Band nu wirklich dermassen Scheisse findet, wieso macht man sich dann die Mühe und spammt damit den kompletten Thread zu. Ich meine, wenn mir ne Band wirklich dermassen auf den Kranz geht dann mach ich mir doch nicht die Mühe und verschwende in diese Richtung auch nur ein Wort. Warum kann man die Leute, die sich wirklich für die Band interessieren nicht in Ruhe und produktiv ihre Gedanken austauschen lassen? Ist dieses STÄNDIGE gebashe denn so befriedigend....hehehe, dann sollten such wirklich einige Leute, so wie einer meiner Vorredner bereits sagte, ne Frau suchen!
 
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