SEPULTURA (incl. "Quadra" / VÖ: 7.2.2020)

Dieses Thema im Forum "FAST AND LOOSE - Speed Metal & Thrash Metal" wurde erstellt von Sandman, 27. April 2015.

  1. Hugin

    Hugin Till Deaf Do Us Part

    @Bexham

    Danke für das Lob. Freut mich, dass dir der Beitrag gefällt. Die "Dante XXI" ist für mich ein leider sehr oft übersehenes oder übergangenes Hammeralbum, das einen sehr würdigen Abschied für Igor markiert und sowohl als Konzept als auch auf Songebene super funktioniert. Außerdem hat es ein tolles Artwork.

    Was wäre deine #1? Die Beneath?



    Doch, unser Tobi hat die Textform als "Diskographie-Check" gemacht:
    http://powermetal.de/content/artike..._SEPULTURA_-_Teil_1___Platz_15_-_9,10015.html
    http://powermetal.de/content/artike...__SEPULTURA_-_Teil_2___Platz_8_-_1,10016.html

    Ein Link bzw. Player fürs Audio findet sich dann auch am Ende des zweiten Teils.
     
    Zuletzt bearbeitet: 9. März 2021
  2. Bexham

    Bexham Till Deaf Do Us Part

    Es ist hier dem ein oder anderen bekannt, dass die ewige No.1 natürlich Chaos A.D. ist.

    Eines der 10 besten Alben aller Zeiten :verehr:
     
  3. Acrylator

    Acrylator Till Deaf Do Us Part

    Ziemlich interessanter Überblick, wobei ich die niedrigen Durchschnittsplatzierungen von "Schizophrenia", "The Mediator..." und "A-Lex" nicht nachvollziehen kann, während ich "Kairos" und natürlich "Roots" als viel zu hoch in der Rangfolge empfinde.
    Von den letzten fünf, vielleicht sechs Alben finde ich "Kairos" tatsächlich am langweiligsten. Es stimmt zwar, dass darauf kaum ein richtiger Ausreißer nach unten zu finden ist, aber für mich auch kein einziges Highlight, von denen die Nachfolger und auch der direkte Vorgänger doch einige hatten. Ich finde auch, dass hier der Stil recht eindimensioinal nach Groove Metal klingt, da fehlen mir richtige Thrash-Granaten ebenso wie interessantere, ungewöhnliche Kompositionen.
    Dass "Quadra" und "Machine Messiah" aber so weit oben gelandet sind, freut mich hingegen, auch wenn ich nicht nachvollziehen kann, dass sich letztere gegenüber "Roots" geschlagen geben musste.
    Aber wo "Raging Void" einen "gigantischen Refrain" haben soll, erschließt sich mir nicht - genau der ist nämlich der Grund, weshalb ich mir das Stück (als einziges vom letzten Album) kaum anhören kann - ich hasse solche dahingegröhlten, simplen "Mitsingparts" wie die Pest.

    Ich selbst müsste für eine endgültige Reihenfolge lange überlegen und richtig festlegen könnte ich mich wohl nie, da z.B. auch die letzten Alben kaum mit der erfolgreichsten Phase der Band vergleichbar sind.
    Die besten Alben der Band wären für mich auf jeden Fall (Reihenfolge ist, wie geschrieben, nicht in Stein gemeißelt):

    - Beneath The Remains
    - Arise
    (B-Seite kann für mich nicht ganz mit der A-Seite mithalten, daher finde ich insgesamt wohl den Vorgänger besser, wohingegen die A-Seite das Beste ist, was die Band in meinen Augen je gemacht hat)
    - Quadra (bis auf den Refrain von "Raging Void" richtig stark und musikalisch enorm vielseitig - wohl das abwechlsungsreichste Album der Bandgeschichte!)
    - The Mediator Between Head And Hands Must Be The Heart (bis auf das etwas spannungsarme abschließende "Da Lama Ao Caos" für mich ein Hammer-Album)
    - Machine Messiah (im Vergleich zum Vorgänger und Nachfolger vielleicht etwas zu "kalt"/technisch im Klangbild, aber gerade rhythmisch enorm kreativ)
    - Schizophrenia (für mich ein richtig großartiges Thrash-Album, das Vergleiche z.B. zu Kreator kaum zu scheuen braucht und dabei auch noch etwas Eigenständigkeit mitbringt)

    Dann kommen noch die wirklich guten Alben:

    - Chaos A.D.
    (eigentlich sehr stark und hätte auch bei mir unter den besten landen können, schwächelt für mich aber gegen Ende, nach dem achten Stück immer mehr)
    - Morbid Visions (geiles, hektisches und düsteres Geprügel, war für damals auch nicht so unoriginell, wie es im Review dargestellt wird, wenn auch natürlich untight eingespielt und schlecht abgemischt)
    - Bestial Devastation (noch nicht ganz so stark, wie das nachfolgende Album aber für 1985 eine ziemlich extreme und damit Metal-historisch wichtige Veröffentlichung)
    - A-Lex (nicht gerade eingängig, aber zumindest auch nicht langweilig und mit ordentlich Energie)
    - Kairos (wie oben geschrieben, kaum Schwachpunkte aber auch keinerlei Highlights, die mich wirklich mitreißen könnten)

    Die restlichen Alben kenne ich nicht gut genug, aber davon dürfte auch höchstens "Dante XI" noch etwas für mich sein (wobei mich bisher die Produktion abgeschreckt hat). Reihenfolge nach noch nicht so gefestigten Eindrücken wohl ungefähr so:

    - Dante XI
    - Roorback
    - Roots
    - Nation
    - Against


    Bin damit also erstaunlicherweise fast am nähesten an der Liste von Marcel Rapp, mit dem ich sonst musikalisch oft weit auseinanderliege (nur "Schizophrenia" ist mir bei ihm viel zu weit unten).
    Mit den Listen von Jonathan Walzer und dir kann ich mich auch weitestgehend anfreunden (auch wenn du mir die "Mediator..." viel zu weit unten hast und Jonathan die "Machine Messiah").
     
    Zuletzt bearbeitet: 10. März 2021
  4. Hugin

    Hugin Till Deaf Do Us Part

    Ja, kann ich gut nachvollziehen. Ich bin, oder eher war, immer doch zu sehr der "True Metaller", um das Album vor "BTR" und "Arise" sehen zu können, will sagen, es hat mich damals schon ein bisschen erschreckt. Dass ich es aber trotzdem auf meinem dritten Platz habe, zeigt, wie gut es ist, wenn es trotz seiner unverkennbaren Hardcore-Schlagseite, auch einen Traditionalisten nachhaltig beeindrucken kann.


    Mit meiner Platzierung der "Mediator" bin ich selber retrospektiv nicht ganz glücklich, aber bei diesem Album fiel mir das Einordnen am schwersten. Dafür sind die Gründe sehr ähnlich wie etwa bei Maidens AMOLAD oder bei der "Death Magnetic" von Metallica. Es ist ein Album, das mir sehr gut gefällt, wenn es läuft, das aber bei mir keine wirklichen Anker geworfen hat, dessen Hooks mich bisher nicht erwischt haben. Es mag daran liegen, dass Derrick hier für mein Empfinden abwechslungsärmer singt als auf den letzten beiden Alben. Hätten die einzelnen Songs sich mehr in meinem Hirn festgesetzt, könnte die "Mediator" bei mir auch drei oder vier Plätze höher stehen. Platz 9 wäre drin gewesen. Am Debüt wäre sie aber nicht vorbei gekommen.
     
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  5. Bexham

    Bexham Till Deaf Do Us Part

    Das ist mir bewusst. Und ich habe schon positiv wahrgenommen, wo du es hast.

    Dafür lese ich dich gern. Du hast eine "subjektive Objektivität", die mir extrem gefällt. :top:
     
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  6. Hugin

    Hugin Till Deaf Do Us Part

    Freut mich, wenn du das so siehst, und das Schlagwort finde ich durchaus passend für das, was ich erreichen will. Dankeschön!
     
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  7. Fonzy

    Fonzy Till Deaf Do Us Part

    Das Stockerl bei SEP bildet für mich btr- arise- chaos a.d.!:jubel:
    Mit roots konnte ich nie etwas anfangen und hab sie dann komplett aus den Augen verloren, bis im letzten Jahr quadra erschien! War für mich ein Highlight in 2020 und ist Grund genug, mich beizeiten mit den Unbekannren in der Disko zu beschäftigen, sind ja einige! Werde mich beizeiten einfach von Quadra gegen die Zeit hören, hab auch schon mal ein Ohr in machine messiah riskiert, reicht aber noch nicht für ein Urteil, gefällt aber auf jeden Fall!
     
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  8. Bexham

    Bexham Till Deaf Do Us Part

    Ich habe mal meine Liste gemacht.

    Werde die aber ggf. nochmal anpassen, da ich zur Zeit eine Intensivbehörung des Katalogs vornehme

    1. Chaos A.D.
    2. Arise
    3. Beneath the Remains
    4. Dante XXI
    5. Schizophrenia
    6. Quadra
    7. Machine Messiah
    8. Nation
    9. Bestial Devastation/Morbid Visions
    10. Roots
    11. Roorback
    12. Mediator
    13. Kairos
    14. Against
    15. A-Lex
     
  9. Acrylator

    Acrylator Till Deaf Do Us Part

    Ich finde es ja immer interessant, dass du Alben nicht so gut bewertest, die dir beim Hören sehr gut gefallen, nur weil du hinterher davon kaum etwas im Ohr hast - da müssten ja im Umkehrschluss Ohrwürmer immer besser abschneiden, egal, ob man die mag oder nicht...:D
    Wenn ich ein Album beim Hören richtig gut finde, ist es mir egal, wieviel ich davon hinterher behalten habe (mag ja auch tendenziell am ehesten komplexe Musik, von der man nicht so schnell viel behält), während mich oft gerade die Scheiben/Songs am schnellsten langweilen, die sofort im Ohr bleiben.
    Wirklich viel hängengeblieben ist bei mir von "Mediator..." (im Gegensatz zu "Quadra") nach wohl noch unter zehn Durchläufen auch noch nicht, aber es packt mich beim Hören immer, daher ist das für mich ein super Album!
    Vieles auf der "Roots" geht ja z.B. auch viel schneller ins Ohr, aber ich mag das Album überhaupt nicht.
     
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  10. Bexham

    Bexham Till Deaf Do Us Part

    Ich kann den Ansatz - auch wenn ich ihn bewusst so zum ersten Mal von @Hugin gehört habe durchaus was abgewinnen.

    Ist ja schon lustig wenn man gefragt wird, wie ist die Mediator und man antwortet:

    "ziemlich cool"

    "Und was genau ist ziemlich cool?"

    "Keine Ahnung, ich kann mich an nix erinnern"

    :D:D:D

    Aber ich weiß was du meinst. Beide Sichtweisen sind für mich sehr gut nachvollziehbar :top:
     
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  11. Angelraper

    Angelraper Till Deaf Do Us Part

    1. Bestial Devastation
    2. Schizophrenia
    3. Arise
    4. Beneath the Remains
    5. Morbid Visions
    6. Chaos A.D.
    7. Machine Messiah
    8. Quadra
    9. Dante
    10. Nation
    11. Roots
    12. Roorback
    13. Mediator
    14. Kairos
    15. Against
    16. A-Lex
    Die letzten acht Plätze sind im Grunde irgendwie zusammengewürfelt. Außer 15 und 16, die gehören hinten hin.
     
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  12. Hugin

    Hugin Till Deaf Do Us Part

    Es ist ja auch nicht so, dass ich exklusiv die eine oder die andere Philosophie habe, sondern die können sich wahlweise auch ergänzen oder abwechseln.

    Natürlich gibt es (jetzt außerhalb des Sepultura-Kontexts) auch Alben, die mich wegen ihrer plakativen Eingängigkeit langweilen. Die schneiden dann auch nicht gut ab, weil ich mir alle Songs merken kann, sondern die schneiden schlecht ab, weil sie halt nerven und dir irgendwann zum Hals heraus hängen. Und ebenso natürlich gibt es Alben, die sperrig sind, die nicht eingängig sind, die fordern, und eben deswegen gut abschneiden.

    Was aber immer notwendig ist, das ist der eine Aspekt, der eine Punkt, der mich knackt, der mir aufzeigt - wie Bexham treffend sagt - "was genau an diesem Album ziemlich gut ist" - und der Aspekt muss einen Anker ins Hirn werfen, der muss da bleiben. Das haben besagte Alben halt noch nicht geschafft, außer mir ein diffuses Wohlfühlerlebnis bereiten zu können, während sie laufen. Wenn ich aber ein Album wirklich oft gehört habe, und das dennoch alles ist, was sich mir eingeprägt hat, dann ist das für mich doch etwas wenig, um es zu den "großen Werken" des betreffenden Künstlers zu zählen.

    Eine gewisse Prägnanz erwarte ich dann schon, um sie im oberen Bereich einer Diskographie anzusiedeln. Das muss nicht heißen, dass ich die Songs komplett mitsingen kann oder jeden Refrain immer im Ohr habe. Das kann auch so etwas sein, wie: "Wow, auf der 'Machine Messiah' singt der Green unheimlich vielseitig.", oder "Die 'Dante XXI' hat einen brachialen Drive, eine mitreißende Perkussion und viele knackig kurze Songs, die schnell auf den Punkt kommen." -
     
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  13. Bexham

    Bexham Till Deaf Do Us Part

    Ich glaube ich verstehe deinen Ansatz sehr gut und genau. Und mir geht es da ähnlich. Wenn wir uns mal in echt und Farbe sehen, gibt es ein Bier. :feierei: von mir;)
     
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  14. Acrylator

    Acrylator Till Deaf Do Us Part

    Davon bin ich natürlich auch ausgegangen, daher auch mein Smiley, für meine etwas arg plakative Schwarz-/Weiß-Äußerung dazu.

    Ja, verständlich.
    Ich hab von der "Mediator" immerhin so viel "behalten", dass es dort im Schnitt deutlich schneller und komplexer zugeht, als auf dem Vorgänger (der mir irgendwie zu "geordnet" und arm an Höhepunkten oder irgendwie gearteten Extremen klingt) und der Sound recht rauh aber trotzdem noch einigermaßen transparent wirkt. Die Scheibe hat für mich mehr Energie als die meisten anderen "neueren" von Sepultura. Gesanglich hat Derrick auf den beiden Nachfolgern aber wirklich facettenreicher agiert.
     
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  15. Black Snake

    Black Snake Deaf Dealer

    Ich mache jetzt nur mal eine Top Ten:

    1. Arise
    2. Chaos AD
    3. Beneath The Remains
    4. Machine Messiah
    5. Quadra
    6. Against
    7. Shizophrenia
    9. Morbid Visions
    10. Dante XXI
     
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  16. c0nn0r

    c0nn0r Deaf Dealer

    1.) Arise
    2.) Beneath The Remains
    3.) Quadra
     
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  17. unholy-force

    unholy-force Till Deaf Do Us Part

    Ich heb vorhin die Chaos A.D. gehört.
    Ja, die ist nicht schlecht und hat auch wieder Spaß gemacht die zu hören.
    Aber von meinen dreien Sepultura Alben die schlechteste.;)

    1. Beneath the Remains
    2. Arise
    3. Chaos A.D.
     
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  18. Hansenfaxe

    Hansenfaxe Till Deaf Do Us Part

    Meine Top 5 Alben:

    1. Arise
    2. Schizophrenia
    3. Beneath The Remains
    4. Morbid Visions
    5. Chaos A.D.

    Obwohl ich die Jungs, auch ausdrücklich Derrick immer grundsympathisch finde, kann ich weiterhin leider überhaupt keinen Zugang zu den Nachfolgealben finden. Insbesondere der für mich persönlich krasse Stilwechsel mit Chaos AD hat mich von meinen einstigen absoluten Favoriten entfernt. Die 3 Alben Schizo, Beneath u Arise werden für mich immer das Ultimative bleiben. Was hab ich die damal verehrt...
     
  19. DeadRabbit

    DeadRabbit Till Deaf Do Us Part

    Leute, ich hab mir die Tage die 'Under...' gebraucht via eBay kommen lassen.
    Die kannte ich ehrlicherweise noch gar nicht.
    Meine Fresse, was fetzt die!!
    Grandiose Live-Platte, leck mich doch!!!
     
  20. Buzztee

    Buzztee Deaf Dealer

    gerade bei der sonntäglichen Laufrunde auch mal den Pommesgabel-Diskographie-Soundcheck gehört. Sehr cool gemacht, sehr interessant. Und ich muss wohl auch mal wieder mehr Sepultura hören. Und in meiner abgestumpften und ignoranten Art und Weise der männlichen Weißen im mittleren Alter wohl auch den neueren Sachen mehr Gehör schenken. Jetzt aber erst mal ganz fromm zum Sonntag....under a pale grey sky...we shall arise!
     
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