Slayer

Sorry, wenn ich jetzt noch mal nachhake, aber diese Nummern sind nichts anderes als aufs Wesentliche zusammengedampfte Listen. Und Listen gehören zu diesem Forum doch seit Anbeginn der Zeit, oder nicht? Was ist passiert, dass die jetzt plötzlich verpönt sein sollen? Nur weil man die Titel nicht mehr ausschreibt?
 
Sorry, wenn ich jetzt noch mal nachhake, aber diese Nummern sind nichts anderes als aufs Wesentliche zusammengedampfte Listen. Und Listen gehören zu diesem Forum doch seit Anbeginn der Zeit, oder nicht? Was ist passiert, dass die jetzt plötzlich verpönt sein sollen? Nur weil man die Titel nicht mehr ausschreibt?
Es liegt daran, dass früher alles besser war. Anständige Listen haben vertikal zu sein. Haben wir immer so gemacht, haben wir nie so gemacht, da könnte ja jeder kommen!
 
Grundsätzlich sind solche Listen Unsinn. Gilt nur für mich. Interessiert mich null, wer was wie gut findet. Wenn Mucker mal erzählen, was sie so hören, ist ja manchmal interessant. Das war's dann auch. Aber jedem das seine.
 
Ich finde so Listen eigentlich ganz witzig, gerade bei so Über- Alben wie die ersten Metallica, Slayer, Megadeth, Maiden etc pp.
Vergleiche dann ganz gerne, wer das so wie ich sieht.

Mag auch die best of first 04 threads.
 
Zuletzt bearbeitet:
Listen finde ich sogar extreeeem interessant - habe ich schon öfter gezielt gesucht, wenn ich mir ne Band neu „erarbeite“.
Nur 32-16-8 bringt nicht so riesig viel, außer vielleicht die Information, dass 32 ständig ganz vorne ist. Aber wo gibt es das schon? Nicht mal bei Slayer mit dem Übermeilenstein RIB.
 
o tempora, o mores!
Wer Listenwahn im DFF anzweifelt hat die Kontrolle über so ziemlich alles verloren.
By the way:
1. 12/10
2. 9/10
3. 8/10
4. 7.5/10
5. 7/10

Den Rest habe ich nicht mehr verfolgt.
 

1. Hell Awaits
2. South Of Heaven
3. Show No Mercy
4. Seasons In The Abyss
5. Reign In Blood

1. Hell Awaits:
Slayer drehen ihren Sound deutlich weiter auf und werden hörbar ambitionierter. Die Songs sind komplexer, wirken aber trotzdem roh und bedrohlich. Vor allem die durchgehend düstere, fast schon unheimliche Atmosphäre macht das Album so stark. Für mich das absolute Highlight ihrer Karriere.

2. South Of Heaven:
Der richtige Schritt. Nach dem Dauerfeuer wird der Druck hier über Atmosphäre, Spannung und weniger Tempo aufgebaut. Unwiderstehlich. Eine. neue Note im Sound, die perfekt funktioniert. Goldschatz.

3. Show No Mercy:
Sehe ich auf einer Stufe mit dem Debüt von METALLICA und EXODUS. Auch hier reizt mich diese jugendliche Unbekümmertheit, die Naivität. Wild, ungeschliffen - aber effektiv bis zum Anschlag. Ich wäre gern dabei gewesen.

4. Seasons In The Abyss:
Das Album bündelt alles, was Slayer bis dahin ausmachten. Schnelle, aggressive Tracks treffen auf schwere, atmosphärische Momente. Vielleicht sogar das abwechslungsreichste Album. Ein heftiges Gesamtpaket ohne große Schwächen. Jeder Song sitzt, die Band hat die volle Kontrolle und weiß was sie will.

5. Reign In Blood:
Nanu? Ja, natürlich ein Meilenstein. Roh, aggressiv, komplett kompromisslos. Für mich trotzdem "nur" Platz fünf, weil mir SLAYER mit mehr Dynamik und Atmosphäre einfach besser gefallen. Das klingt negativer als gemeint - aber ich habe mich irgendwann dabei ertappt, öfter zu anderen Alben zu greifen.

So besser?:)
 
1. Hell Awaits
2. South Of Heaven
3. Show No Mercy
4. Seasons In The Abyss
5. Reign In Blood

1. Hell Awaits:
Slayer drehen ihren Sound deutlich weiter auf und werden hörbar ambitionierter. Die Songs sind komplexer, wirken aber trotzdem roh und bedrohlich. Vor allem die durchgehend düstere, fast schon unheimliche Atmosphäre macht das Album so stark. Für mich das absolute Highlight ihrer Karriere.

2. South Of Heaven:
Der richtige Schritt. Nach dem Dauerfeuer wird der Druck hier über Atmosphäre, Spannung und weniger Tempo aufgebaut. Unwiderstehlich. Eine. neue Note im Sound, die perfekt funktioniert. Goldschatz.

3. Show No Mercy:
Sehe ich auf einer Stufe mit dem Debüt von METALLICA und EXODUS. Auch hier reizt mich diese jugendliche Unbekümmertheit, die Naivität. Wild, ungeschliffen - aber effektiv bis zum Anschlag. Ich wäre gern dabei gewesen.

4. Seasons In The Abyss:
Das Album bündelt alles, was Slayer bis dahin ausmachten. Schnelle, aggressive Tracks treffen auf schwere, atmosphärische Momente. Vielleicht sogar das abwechslungsreichste Album. Ein heftiges Gesamtpaket ohne große Schwächen. Jeder Song sitzt, die Band hat die volle Kontrolle und weiß was sie will.

5. Reign In Blood:
Nanu? Ja, natürlich ein Meilenstein. Roh, aggressiv, komplett kompromisslos. Für mich trotzdem "nur" Platz fünf, weil mir SLAYER mit mehr Dynamik und Atmosphäre einfach besser gefallen. Das klingt negativer als gemeint - aber ich habe mich irgendwann dabei ertappt, öfter zu anderen Alben zu greifen.

So besser?:)
Naja, da fehlt über die Hälfte der Diskographie. Bei einer Band wie Slayer, die immer Platten auf hohen Niveau veröffentlich haben, ist es schon unglaublich, sie nur auf ihre ersten 5 Alben zu reduzieren, nur, und dass ist meine Vermutung aufgrund des hohen Altersdurschnitt hier im Forum, weil man mit diesen Alben den Einstieg in die härtere, was auch immer das bedeuten mag, Musikrichtung gemacht hat. Die Alben danach sind mindestens alle sehr gut.

Der Kommentar richtet sich natürlich auch an den Rest, der Slayer nur auf 5 Alben reduziert.
 
Naja, da fehlt über die Hälfte der Diskographie. Bei einer Band wie Slayer, die immer Platten auf hohen Niveau veröffentlich haben, ist es schon unglaublich, sie nur auf ihre ersten 5 Alben zu reduzieren, nur, und dass ist meine Vermutung aufgrund des hohen Altersdurschnitt hier im Forum, weil man mit diesen Alben den Einstieg in die härtere, was auch immer das bedeuten mag, Musikrichtung gemacht hat. Die Alben danach sind mindestens alle sehr gut.

Der Kommentar richtet sich natürlich auch an den Rest, der Slayer nur auf 5 Alben reduziert.
Lombardos Ausstieg könnte auch etwas damit zu tun haben. Das hatte damals schon etwas von 'nem Ende einer Ära. 10 Jahre Slayer, gefeiert mit dem Release von Decade Of Aggression, dann bricht die Originalbesetzung endgültig auseinander, man hört jahrelang nix mehr von der Band bis sie vier Jahre nach dem letzten Studioalbum mit gerade einmal einem Halbstünder in suboptimalem Sound um die Ecke kommt, der es den dürstenden Fans mit seinem eher sperrigen Einstieg dann auch noch unnötig schwer macht und ehrlich gesagt an keinen der Vorgänger heranreicht. Das hatte schon etwas von einem Bruch und ist in meinen Augen auch der Hauptgrund, warum Seasons... überbewertet wird - Weil es in der Wahrnehmung noch zur "großen Ära" dazuzählt.
 
Zuletzt bearbeitet:
Aha, nun...
...ich habe das so nicht gesehen. Fakt ist aber auch, dass sich alles danach dahinter anstellen muss. Und das ich bei weitem nicht alles danach mindestens als gut ansehe.

Aber hier dann Part 2:

06. Divine Intervention:
Das letzte Mal auf Hohem Niveau. Anders, auch durch den Wechsel am Schlagzeug - hört man einfach. Immer noch roh und aggressiv, aber zur Wahrheit gehört auch, dass es weniger zwingender ist.

07. World Painted Blood:
Mieser Sound. Und dabei wollte sich die Band ja immer von METALLICA abgrenzen - und zumindest Kerry King war sich ja nie zu schade, die anderen als sinkendes Schiff zu bezeichnen. Im Sound gelingt das nicht ganz. Wer böses denken mag...

Musikalisch für meinen Geschmack trotzdem das letzte späte Aufbäumen der Band. Funktioniert deutlich besser als zuvor.

08. Christ Illusion:
Bissiger und fokussierter. Nicht alles bleibt hängen, aber die Energie stimmt. Ein solides Lombardo-Comeback-Album.

09. God Hates Us All:
Ich muss aufpassen wie ich es verpacke: Es setzt stark auf die rohe Wut im Mantel der Moderne - alles innerhalb ihrer Grenzen. Ähnlich wie SODOM in den 90ern bleibt SLAYER ihrem Stil treu zu lotet trotzdem ihre Grenzen aus. Mal gelingt es mehr, mal weniger. Insgesamt intensiv, aber etwas eindimensional und holprig.

10. Repentless:
Solides Album, ohne große Widerhaken. Läuft so durch ohne wehzutun. Kein überragender Abschluss.

11. Diabolus In Musica:
Ich bin kein Fan des klaustrophobischen Sounds. Wirkt alles sehr erdrückend. Der Versuch etwas angepasster zu klingen, ist interessant, und einige Ansätze gefallen mir. Aber insgesamt bleibt es doch ein Fremdkörper.

Jetz aber. Zumidest zur Komplettheit dürfte es jetzt keine Kritik mehr geben, dass ich zunächst nur den allgemeinen Echi gefolgt bin und den Kern der Band gerankt habe. Inhaltlich, lässt sich das bestimmt gut diskutieren.
 
Zurück
Oben Unten