[Wichtig] Statement zur aktuellen Entwicklung

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Mein Herzblut ist quer über verschiedenste Genres verteilt. Da hab ich aber ganz schön gekleckert, ich altes Ferkel. Kommt mit dem Alter, da werden die Hände tattrig. :D
Kenne ich, geht mir ähnlich. :D
Kann dennoch auch die Vertreter irgendwelcher "Reinen Lehren" (klingt blöde, aber ihr wisst was ich meine) voll verstehen.
Bin z.B. extrem pingelig wenn es um "richtigen" Black Metal geht. Intoleranter als ...... (bitte selbst ergänzen).
 
Ich schrieb es schon an anderer Stelle in diesem Internet: Es ist befremdlich zu sehen, wie sich Leute, die teilweise älter sind als ich, in ihrer metallischen Existenz bedroht fühlen, weil irgendeine Verwässerung oder sonstetwas "ihren" Metal kaputt macht, den sie für sich selbst definieren. Mensch, der Metall existiert schon jahrzehntelang und ist noch nicht kaputt. Strömungen kamen und gingen. Bands, die einen auf Metal machten, als er gerade Trend war, sind wieder weg oder machen etwas anderes. Das schrumpft sich alles irgendwie wieder gesund. Da kommen Strömungen und "Auswüchse" und verschwinden wieder. Metal noch immer heile, Metal nix kaputt. Is hart. Kann was ab.

Dieses Beanspruchen einer Szene und sich das Recht herauszunehmen, was in die "eigene" Szene gehört und was nicht (vom musikalischen Kosmos des Einzelnen wollen wir erst gar nicht reden), ist zudem auch eine egoistische Denkweise. Ich dachte, dieses "meine Szene/deine Szene" hört irgendwann ein paar Jahre nach der Pubertät auf, wenn man es nicht mehr nötig hat, derart plakativ zu rebellieren. Offenbar nicht...

Rebellion geht auch ohne Metal. Indem man einfach sagt, was man denkt, tut, was man mag, sich nicht verbiegt (auch nicht zugunsten einer "individualistischen" Szene wie dem Metal), ja, einfach sein Ding durchzieht, ohne erst darüber nachzudenken, ob man damit gegen irgend einen Kodex verstößt. Und von unnötigen Threads sind noch nie so wirklich Foren untergegangen. Auch die verschwinden irgendwann. Glaubt mir.

Ich baumel jetzt erst mal wieder 'ne Runde. Hihi. Sieht das lustig aus.

Ach, und:



Da bin ich schon lang drüber. Meine Sammlung ist ein einziges Chaos, die Genres wild durcheinander, und Genres sind für mich mittlerweile nur noch Schubladen, die ich nicht mehr benutze. Da grenze ich schon seit über einem Jahrzehnt nichts mehr voneinander ab, und "zu erfüllende Grundvoraussetzungen" halte ich gar für absoluten Unsinn. Ja nee, nöö.

Ich weiß nicht, wie oft jetzt seit gestern jemand geschrieben hat, dass Gedanken, die (unter anderem) in mir wohnen, nach der Pubertät auf keinen Fall mehr in den Kopf gehören. Nun, ich habe meine Ideale nicht verkauft und lebe sie einfach weiter, dafür brauche ich nicht zu pubertieren. An etwas glauben und dafür einstehen darf man auch als Erwachsener. Jeder kann meinetwegen natürlich gut finden, was er möchte, ist doch überhaupt kein Ding. Das ist eine Toleranz, die - zu Recht - eingefordert wird. Aber ich fordere auch die Toleranz der "Scheuklappenfreien" ein, dass ich mir meinen Metal so definieren darf, wie mir das passt. Gegen Engstirnigkeit zu wettern ist nämlich nicht weniger intolerant, denn auch das macht die Meinung anderer Menschen schlecht.

Egoismus? Meinetwegen. Aber bild dir nicht ein, dass du den persönlichen Kosmos eines Einzelnen - von dem du ja zu Glück "gar nicht reden willst" - beurteilen könntest. Was man hier im Forum an Äußerungen liest, mag für eine grobe Einschätzung des jeweiligen Users ausreichen, für mehr aber auch nicht. Dieses Schwarz-/Weiß-Denken ist doch genau das, was du verurteilst. Du lebst es dennoch genau so, verpackst es nur in eine Brandrede für die musikalische Toleranz. Gleichzeitig sind "zu erfüllende Grundvoraussetzungen" aber deiner Meinung nach "absoluter Unsinn". Das ist deine Meinung, und das ist okay für mich. Da es aber eine Meinung ist, ist sie nicht besser oder schlechter als die jedes anderen Forumsusers.

Manche dieser Argumente (nicht nur deine) erinnern mich auch an Freunde, mit denen ich begonnen habe, Metal zu hören, und die dann wieder damit aufgehört haben. Sprüche wie "ich bin da rausgewachsen" oder "ich wollte halt auch mal ne Freundin haben" (sic!) habe ich diverse Male gehört. Ich bin mittlerweile verheiratet (sogar mit einer Frau, die keinen Metal mag) und glaube in vielen Teilen immer noch an dieselben Ideale wie als Sechzehnjähriger. Machen mich dazu gehörende Werte wie Durchhaltevermögen, Loyalität, Begeisterungsfähigkeit oder Kompromisslosigkeit zu einem schlechteren Menschen? Fun Fact: meinem Arbeitgeber gefallen genau diese "Soft Skills", und mir helfen sie, meine Musiksammlung meinem eigenen Geschmack entsprechend zu gestalten. Ich bin also zufrieden.
 
Matty Shredmaster schrieb:
Aber ich fordere auch die Toleranz der "Scheuklappenfreien" ein, dass ich mir meinen Metal so definieren darf, wie mir das passt.

Ist auch absolut in Ordnung. Was halt überhaupt nicht geht, ist Bevormundung und Zurechtweisung. Ja, doch, da darf ich Toleranz durchaus "fordern". *find*
 
Mal eine, wie ich glaube konstruktive, Anmerkung an all die Sabaton/Twilight Force/Alestorm-whatever Verteidiger und um zu zeigen, dass es auch einen "middle ground" bzw. echte Alternativen im (meinetwegen Melodic- oder "Power"-) Metal Sektor gibt. Ich hoffe, ihr unterstützt auch kleine Bands wie z.B. Terminus, die letztes Jahr ein wirklich fantastisches Album namens "The Reaper's Spiral" veröffentlicht haben.

Diese Band fiel mir grad spontan ein, weil z.B. der Twilight Force-Thread mit dem Verweis startete, dass es sich bei Twilight Force um eine "Power"-Metal Band handeln würde. Ähnliche Genrebezeichnungen werden auch öfters mal auf z.B. Sabaton angewendet.

Eine Band wie Terminus (es gibt aber noch genug andere Alternativen) ist melodisch, kraftvoll, episch und eingängig. Spielt aber trotzdem echten POWER-Metal. Und das ganz ohne Käsefuss. Soll es geben. Ihr müsstet euch also gar nicht in irgendwelche Schlagerniederungen begeben, wenn euch nach eingängiger, melodischer Musik im Metalgenre ist. Ich liebe ebenfalls gute Melodien. Auch im Metalgenre. Um mal den Mythos vom "harten" Typen zu entfkräften, die nur Gerumpel hören "dürfen", um ein "echter" Metalhead zu sein. IMO ist es eine echte Schande, dass echte Könner wie die genannten ein Schattendasein fristen, während solcher....die Charts von hinten aufrollt. Aber wie schonmal erwähnt: Die Schwerkraft ist manchmal übermächtig. Wir leben in einer verkehrten Welt. Seit ich das begriffen habe, habe ich auch ein wenig meinen Frieden gefunden. Aufregen tut mich der Käse (...) trotzdem manchmal immer noch.

kann ich voll und ganz so unterschreiben. Das deckt sich 100% mit meiner Einstellung. Wenn es Terminus, Dark Forest, Wytch Hazel, Monument, usw. weiter gibt, warum muss man dann diesen unsäglichen Schlagermetal gut finden? Doch nur, wenn man den Nuclear Blast Newsletter abonniert hat und sich nicht die Mühe machen möchte ordentlich zu recherchieren.
 
Da hier an anderer Stelle Rap und Co angesprochen wurden.
Ich habe diese außermetallische Intoleranz noch nie verstanden.
Was Metal angeht, so mag ich ihn in erster Linie authentisch! Bitte kein Plastik.
Aber ich höre auch gerne andere Genres. Da kann sich das genau so verhalten....
Straight Outta Compton von NWA und Illmatic von Nas haben eine Authentizität, die Sabaton und Twilight Force nie erreichen werden.

Also was Metal angeht bin ich durchaus intolerant, was andere Genres angeht eher nicht, in jenen doch im selben Maße.

Und mit No Class hat es ja nun mal auch seinen eigenen Bereich. Das finde ich auch richtig so.
In den Metal Unterforen schön den Metal sauber halten und der Rest geschieht anderswo. Und glaubt mir, in anderen Subkulturen und Genres gibt es dieselben Hardliner und Szenewächter....

Korrekt. Ich kann Künstler jeglicher Coleur respektieren, wenn sie "echt" sind. Dazu muss ich das Genre nicht mal mögen. Und ja, die beiden Platten kenne sogar ich, der Kuttenadolf. :D
 
kann ich voll und ganz so unterschreiben. Das deckt sich 100% mit meiner Einstellung. Wenn es Terminus, Dark Forest, Wytch Hazel, Monument, usw. weiter gibt, warum muss man dann diesen unsäglichen Schlagermetal gut finden? Doch nur, wenn man den Nuclear Blast Newsletter abonniert hat und sich nicht die Mühe machen möchte ordentlich zu recherchieren.

*seufz* Auf die Idee das einem z. B. Nightwish einfach gefallen können mit dem was sie tun, kommst du gar nicht?
 
Ich weiß nicht, wie oft jetzt seit gestern jemand geschrieben hat, dass Gedanken, die (unter anderem) in mir wohnen, nach der Pubertät auf keinen Fall mehr in den Kopf gehören. Nun, ich habe meine Ideale nicht verkauft und lebe sie einfach weiter, dafür brauche ich nicht zu pubertieren. An etwas glauben und dafür einstehen darf man auch als Erwachsener. Jeder kann meinetwegen natürlich gut finden, was er möchte, ist doch überhaupt kein Ding. Das ist eine Toleranz, die - zu Recht - eingefordert wird. Aber ich fordere auch die Toleranz der "Scheuklappenfreien" ein, dass ich mir meinen Metal so definieren darf, wie mir das passt. Gegen Engstirnigkeit zu wettern ist nämlich nicht weniger intolerant, denn auch das macht die Meinung anderer Menschen schlecht.

Egoismus? Meinetwegen. Aber bild dir nicht ein, dass du den persönlichen Kosmos eines Einzelnen - von dem du ja zu Glück "gar nicht reden willst" - beurteilen könntest. Was man hier im Forum an Äußerungen liest, mag für eine grobe Einschätzung des jeweiligen Users ausreichen, für mehr aber auch nicht. Dieses Schwarz-/Weiß-Denken ist doch genau das, was du verurteilst. Du lebst es dennoch genau so, verpackst es nur in eine Brandrede für die musikalische Toleranz. Gleichzeitig sind "zu erfüllende Grundvoraussetzungen" aber deiner Meinung nach "absoluter Unsinn". Das ist deine Meinung, und das ist okay für mich. Da es aber eine Meinung ist, ist sie nicht besser oder schlechter als die jedes anderen Forumsusers.

Manche dieser Argumente (nicht nur deine) erinnern mich auch an Freunde, mit denen ich begonnen habe, Metal zu hören, und die dann wieder damit aufgehört haben. Sprüche wie "ich bin da rausgewachsen" oder "ich wollte halt auch mal ne Freundin haben" (sic!) habe ich diverse Male gehört. Ich bin mittlerweile verheiratet (sogar mit einer Frau, die keinen Metal mag) und glaube in vielen Teilen immer noch an dieselben Ideale wie als Sechzehnjähriger. Machen mich dazu gehörende Werte wie Durchhaltevermögen, Loyalität, Begeisterungsfähigkeit oder Kompromisslosigkeit zu einem schlechteren Menschen? Fun Fact: meinem Arbeitgeber gefallen genau diese "Soft Skills", und mir helfen sie, meine Musiksammlung meinem eigenen Geschmack entsprechend zu gestalten. Ich bin also zufrieden.

@Matty Shredmaster : Wir müssen mal zusammen ein Bier trinken. You make my day!
 
Allen Bands welche sogenannten "Plüsch"-Metal machen reine kommerzielle Absichten zu unterstellen ist einfach Unsinn. Ich würde sogar behaupten, eine Minderheit dieser Bands verfolgt hauptsächlich kommerzielle Ziele.
Liest man zum Beispiel mal ein Interview mit Luca Turilli sollte man erkennen, dass hier ein leidenschaftlicher Musiker dahinter steht welcher einfach die Musik macht, die ihm am besten gefällt. Das ist für mich viel mehr "Metal" als tausend BM-Kasper die versuchen möglichst böse und true zu sein um sich krampfhaft vom "Mainstream" abzugrenzen.
 
... Ich bin mittlerweile verheiratet (sogar mit einer Frau, die keinen Metal mag)....

Hehe, da muss ich kurz (hoffe, das ist i.O.) mit nem Bulletrider-Fun-Fact dazwischengrätschen ;) Meine Frau jammert seit einigen Jahren desöfteren "Aber, ich hab doch mal nen harten Rocker geheiratet", da sich der Anteil an gehörtem Gedresche Zugunsten von Synthwave, AOR, 80er Pop/Rock und Industrial stark verringert hat. )

... Werte wie Durchhaltevermögen, Loyalität, Begeisterungsfähigkeit oder Kompromisslosigkeit ...

Naja, solche Werte kann man aber doch mit jedem Musikgeschmack haben, auch einen der Freedom Call beinhaltet. Oder nicht?

edit: Im Übrigen finde ich diesen Thread schon irgendwie sehr spannend. Klar kommt man bei solchen Diskussionen selten auf einen gemeinsamen Nenner, aber das diskutieren an sich ist doch eigentlich eine gute Sache und, tja, "erfüllender" als immer nur über neue Scheiben zu quatschen. Anfangs kamen mir zwar diverse Posts schon nach "Toleranz ja, aber nur innerhalb eines vorher festgelegten Rahmens" vor, aber je mehr man hier darüber spricht, umso differenzierter wird es zum Teil bzw. relativiert sich ein vorher sauer aufgestoßener Post. *finf*
 
Das sehe ich auch so: kommerziell bedeutet nicht, dass etwas besser oder schlechter ist. Ich bin auch keiner der in der Vergangenheit hängen geblieben ist und sehe auch, dass unsere Szene sehr gesund ist. Um den Nachwuchs oder die Zukunft mache ich mir auch keine großen Gedanken, aber das bedeutet nicht, dass man gewisse Entwicklungen nicht anprangern darf, weil es aus meiner Sicht eine gewisse Grundhaltung im Metal gibt, die zugegebenermaßen mehr Gefühl als empirische Grundlage ist. Deshalb ist es sehr schwer das zu erklären. Erkläre mal jemandem einen Orgasmus, wenn dieser noch nie einen hatte.

Pherkel.

Du hast aber ABSOLUT Recht.
 
Ich dachte es geht hier um Twilight Force?

Du hast den Terminus "Schlagermetal" benutzt, und ich nur Nightwish als Beispiel eingefügt, und jeden der solche Musik hört generell unterstellt das er zu faul ist um sich vermeintliche bessere Musik zu suchen. Daraufhin meine Frage, ob du dir nicht vorstellen kannst, das jemanden genau diese Musik gefallen kann.
 
Wenn die jugendliche Begeisterung dazu führt, dass man zu Band Xy nen Thread aufmacht is dat glaube ich echt ernüchternd, was man da unter Umständen vorn Latz geballert bekommt. Die Förderung der Jugend sollte auch im musikalischen passieren.
Ich könnt mir z.B. vorstellen, dass viele junge Mitleser echt eingeschüchtert sind, insbesondere dann, wenn es um die Meinung zu "ihrer" Band geht. Eventuell sollte man sowas auch mal im Hinterkopf haben.

Aber warum soll dass denn hier passieren? Erstens glaube ich nicht, dass die Usergruppe der Leute die noch groß metalisch sozialisiert werden müssen hier besonders hoch ist. Zweitens sehe ich auch keinen Grund warum so etwas ausgerechnet hier geschehen soll. Es ist meiner Meinung nach weder die Prämisse des Heftes, noch des Großeils der Forenuserschaft, hier Leute durch solche Bands in die Szene zu holen. Ist aus meiner Sicht ganz simpel eine Frage der Zielgruppe. Für solche Sachen gibt es bestimmt andere/geeignetere Formate. Das Deaf Forever hat ja nun eben gerade nicht den Anspruch die komplette Szene zu bedienen.
 
Hehe, da muss ich kurz (hoffe, das ist i.O.) mit nem Bulletrider-Fun-Fact dazwischengrätschen ;) Meine Frau jammert seit einigen Jahren desöfteren "Aber, ich hab doch mal nen harten Rocker geheiratet", da sich der Anteil an gehörtem Gedresche Zugunsten von Synthwave, AOR, 80er Pop/Rock und Industrial stark verringert hat. )

Hehehe...sehr lustig. Das gönne ich dir alles. Meine Frau hätte dann aber die Scheidung eingereicht. hehehe...
 
Hehe, da muss ich kurz (hoffe, das ist i.O.) mit nem Bulletrider-Fun-Fact dazwischengrätschen ;) Meine Frau jammert seit einigen Jahren desöfteren "Aber, ich hab doch mal nen harten Rocker geheiratet", da sich der Anteil an gehörtem Gedresche Zugunsten von Synthwave, AOR, 80er Pop/Rock und Industrial stark verringert hat. )



Naja, solche Werte kann man aber doch mit jedem Musikgeschmack haben, auch einen der Freedom Call beinhaltet. Oder nicht?

Sicher kann man die haben. Genau diese Werte sind es aber in meinem Fall, die unterbewusst immer kritisiert werden, wenn meine Einstellung zur Musik diskutiert wird.
 
Hehehe...sehr lustig. Das gönne ich dir alles. Meine Frau hätte dann aber die Scheidung eingereicht. hehehe...

Sie ist zwar vorher mit dem gang derben Geknüppel (so BM Zeugs) nie warm geworden (sie ist eher so Paradise Lost/Amorphis/Spiritual Baggers mäßig unterwegs), aber das war ihr immer noch lieber als das, was mittlerweile häufig läuft. Prinzipiell kotzt sie bei Freedom Call oder AOR im Strahl, aber liebt es halt, wenn ihr Mann sich über was freut - und sei es schlimme Musik ;)
 
Es ist völlig legitim, eine Band scheisse zu finden, wenn sie substanzlosen Kommerz ohne ein Mindestmaß an künstlerischem Anspruch macht.

Aber wer entscheidet darüber, was Kommerz ist und was nicht? Wer darf für sich in Anspruch nehmen, zu wissen wo künstlerischer Anspruch ist oder nicht? Den Ausdruck "Kommerz" (per Definition 'ein allein auf Gewinnerzielung gerichtetes Interesse') finde ich im Zusammenhang mit jeglicher Form von Musik eh völlig Banane. Jede Band möchte Gewinn machen ... sei es Kohle, sei es Anerkennung. Hat sie dann - nach oft langen Jahren harter Arbeit - heftet man ihnen umgehend Etiketten wie 'Kommerz' oder 'Ausverkauf' an.
Ich kann Bands wie "Twilight Force" kacke finden, aber wer bin ich, ihnen das Fehlen jeglichen künstlerischen Anspruchs zu unterstellen? Meiner Meinung nach gibt es keine so genannte Trennlinie zwischen Kunst und Kommerz, jeder kann nur für sich selbst entscheiden, was er gut findet und was nicht.
 
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