Ich schrieb es schon an anderer Stelle in diesem Internet: Es ist befremdlich zu sehen, wie sich Leute, die teilweise älter sind als ich, in ihrer metallischen Existenz bedroht fühlen, weil irgendeine Verwässerung oder sonstetwas "ihren" Metal kaputt macht, den sie für sich selbst definieren. Mensch, der Metall existiert schon jahrzehntelang und ist noch nicht kaputt. Strömungen kamen und gingen. Bands, die einen auf Metal machten, als er gerade Trend war, sind wieder weg oder machen etwas anderes. Das schrumpft sich alles irgendwie wieder gesund. Da kommen Strömungen und "Auswüchse" und verschwinden wieder. Metal noch immer heile, Metal nix kaputt. Is hart. Kann was ab.
Dieses Beanspruchen einer Szene und sich das Recht herauszunehmen, was in die "eigene" Szene gehört und was nicht (vom musikalischen Kosmos des Einzelnen wollen wir erst gar nicht reden), ist zudem auch eine egoistische Denkweise. Ich dachte, dieses "meine Szene/deine Szene" hört irgendwann ein paar Jahre nach der Pubertät auf, wenn man es nicht mehr nötig hat, derart plakativ zu rebellieren. Offenbar nicht...
Rebellion geht auch ohne Metal. Indem man einfach sagt, was man denkt, tut, was man mag, sich nicht verbiegt (auch nicht zugunsten einer "individualistischen" Szene wie dem Metal), ja, einfach sein Ding durchzieht, ohne erst darüber nachzudenken, ob man damit gegen irgend einen Kodex verstößt. Und von unnötigen Threads sind noch nie so wirklich Foren untergegangen. Auch die verschwinden irgendwann. Glaubt mir.
Ich baumel jetzt erst mal wieder 'ne Runde. Hihi. Sieht das lustig aus.
Ach, und:
Da bin ich schon lang drüber. Meine Sammlung ist ein einziges Chaos, die Genres wild durcheinander, und Genres sind für mich mittlerweile nur noch Schubladen, die ich nicht mehr benutze. Da grenze ich schon seit über einem Jahrzehnt nichts mehr voneinander ab, und "zu erfüllende Grundvoraussetzungen" halte ich gar für absoluten Unsinn. Ja nee, nöö.