Steel Held High Festival 28.02.2026 in Braunschweig mit Sortilège, Mega Colossus, The Riven, Writhen Hilt, Æternia

Danke für eine rundum schöne Veranstaltung!

Æternia aus Siegen sind vielversprechend. Mir gefällt ihr Pendeln zwischen leicht epischem Heavy/Power Metal und oldschooligeren Speed Metal-Stücken im Stile früher Blind Guardian. Dazu gibt es gute Tolkien-Lyrics und ihre Verarbeitung des Hildebrandsliedes ist die beste mir bekannte Vertonung, da sie den originalen Text ernst genommen und es trotzdem Metal-typisch umgesetzt haben.

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Writhen Hilt haben sich mittlerweile als professionelle und zugleich passionierte Band einen Namen gemacht und bereiten auch mir richtig viel Spaß, auf der Scheibe wie auf der Bühne. Das Publikum weiß das zu würdigen. Alle sind sehr auf das neue Album gespannt.

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Mega Colossus holt mich auf Platte eher selten ab, live umso mehr. Es macht einfach so viel Spaß die verrückten Nerds auf der Bühne abrocken zu sehen. So funktionieren die Lieder tatsächlich auch am besten.
Notiz an mich selbst: Das nächste Mal ein Fläschchen… Wasser… für "Halls of Mystikos" mitbringen.

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Sortilège hatten ja keine ihrer Oldschool-Shows angekündigt; davon wird es nur zwei hierzulande dieses Jahr geben und perspektivisch werden die Klassiker weniger im Set werden, da sie auch zu ihrem neuen Material stehen. Dieses ist ja auch nicht schlecht, aber gefreut habe ich mich trotzdem, dass doch mit zehn Liedern die Hälfte des Sets Hymnen der ersten drei Scheiben waren. Mit einer professionell, aber gut aufgelegten Band und dem richtigen Publikum hat es in diesem familiären Rahmen wunderbar funktioniert.

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Familiär ist das richtige Wort: Das Steel Held High ist genau das; dazu liebevoll und gleichzeitig kompetent organisiert. Soweit man als Zuschauer beobachten konnte, hat alles wie am Schnürchen geklappt. Wenn der Sound mal nicht ganz perfekt war, war das im normalen Rahmen. Die Umgebung an einem ehemaligen Bahnhofsgelände, mit Graffiti und Skatepark, passt perfekt.

Großartig war auch, dass bereits ab dem Opener die Halle fast voll war. Fünf Bands genügt vollkommen, wenn man vier davon unbedingt sehen muss. Dazu ein fairer Preis, ebenso für Getränke und selbstgemachte Verpflegung.
Das Wolters im Ausschank lässt sich trinken; interessanter ist die lokale Craftbierschmiede Crabs, von denen es zwei Sorten aus der Flasche gab. Wer mehr Zeit hat, kann am Freitag deren Ausschank in der ehemaligen National Jürgens Brauerei besuchen; der Doppelbock hat es mir angetan.

Es ist bedauerlich, dass ich es nicht früher zum Steel Held High geschafft zu habe. Im März liegen leider immer so viele andere Festivals, die sich auch noch besser mit größeren Reisen verbinden lassen.

Es war auch der erste Besuch in Braunschweig überhaupt und es gibt durchaus einiges zu sehen. Nächstes Jahr haben dann hoffentlich auch einige der derzeit geschlossenen Museen wieder geöffnet.

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