6. Sacred Hour: Da hätten wir meine "5". Herrlich intensiver Song, der live noch einmal gehörig dazu gewinnt und zu den Songs gehört, die auch heute noch (nach gefühlt 250 Durchläufen über all die Jahre) immer noch zündet und berührt. Vielleicht neben "When the Crowds are gone" die wohl schönsten Lyrics, die sich der Thematik des umtriebigen Musikers mit seinem Publikum widmen. Herrlich intensiv, ich verweise auf den Post von
@Prog on!, den ich ohne Wenn- und Aber unterschreibe, auch sonst ist all das hier bislang zu diesem Titel ausgeschüttete Lob grundsätzlich richtig.
5. Kingdom of Madness: Da ist sie, meine Nummer 1. Ich kann nicht umhin, diesen Titel eher von der Livebetrachtung aus zu werten, obgleich schon die Studiofassung einfach ein unfassbar starkes Stück Musik ist, aber speziell die mit Improvisationen versehene Liverversion auf "The last Dance" ist schon noch mal eine Offenbarung und zeigt, wie sich Songs im Laufe der Jahre speziell im Live-Kontext häuten. Wie auch schon in einem vorangegangenen Post erwähnt gibt es da diese Livefassung auf der "Spirit", die sich eher an der (produktionstechnisch betrachtet) polierteren Seite positioniert, dann aber diese Urgewalt auf eben "The last Dance". Alles in Allem war dies auch der Song, der endgültig meine Liebe zu Magnum besiegelte.
In der Regel handhabe ich es auch so, dass ich in erster Linie versuche, die Studiofassungen eines Titels zu werten - letztlich aber ist es eben die Energie im Rahmen eines Konzerts, die noch einmal ganz andere Qualitäten hervorzaubert und Erlebnisse, die man nicht selten auch mit den Konzerten verbindet. Ich habe zahlreiche Magnum-Konzerte gesehen seit der "Goodnight L.A."-Tour und ich muss sagen, live waren die Briten schon eine Bank, die auch immer authentisch und stets mit viel Liebe zum Publikum rüber kam - Bobs Ansagen manchmal ein wenig ungelenk vielleicht, aber "straight from the Heart". Ich ziehe ja ungern Vergleiche, aber so beeindruckend eine Multi-Media-Show mit Comedy-Einschüben von Helloween am vergangenen Freitag auch gewesen sein mag, polierten Gesang (oder gar Gesang vom Band wie bei Hansen), den hätte es bei Magnum live niemals gegeben - auch eine Form von Größe.