JustPriest
Till Deaf Do Us Part
Dabei fällt auf, dass mir ab der "Infinite" und vermutlich danach, außer bei der Selbstbetitelten, der Bombast zuviel, es zu tralala-mäßig wird.
Die Infinite selbst finde ich noch stark. Die Elements war sehr durchwachsen. Aus den besten Songs der beiden Platten hätte man ein gutes Album basteln können. Das selbstbetitelte Album ist eine der unterschätztesten Stratovarius Platten die ich mir auch heute noch gerne anhöre. Und mit post-Tolkki Stratovarius bin ich außer einer Handvoll Songs nie wirklich warm geworden.
Ich war seinerzeit von von der Infinite sehr angetan, weil ich von der Destiny aufgrund der melancholischen Grundstimmung und der gleich 3 lahmen Balladen etwas enttäuscht war. Die Infinite war dagegen viel fröhlicher. Aus heutiger Sicht empfinde ich sie doch zu glattpoliert und - wenn man alle Bonustracks auf eine Playlist packt - zuviel vom selben. Dagegen sind die starken Momente auf der Destiny stärker."Nemesis" ist für mich Stratovarius at its best. Quasi da angeknüpft, wo "Destiny" in den 90ern aufgehört hatte.
Ab "Infinite" fand ich damals, dass die Band zuuu stark in melodisch-eingängige Fahrwasser abdriftete und die Kanten an der Musik - die zuvor schon rundgefeilt worden waren - noch weiter geschliffen. Spätestens mit "Elements" ging das dann für meinen Geschmack endgültig zu weit und die Musik hat allein dadurch für mich schon einen Großteil ihres Appeals verloren.
So extrem glattgezogen wie damals klangen Stratovarius auch danach nie wieder.
Die Elements I fand ich auch noch gut, aber mit der Elements II war mir das zusammengenommen zuviel Füllmaterial und zuviel Bombast.
Die Nemesis halte ich auch für die beste Strato des 21. Jahrhunderts. Nach den zuvor für mich anstrengenden Alben eine Wohltat.
