Subjektiver Reviewthread für aktuelle und vergangene mehr oder weniger kleine Ode

Doldrum - The Knocking, or The Story of the Sound that Preceded their Disappearance
a2245019816_2.jpg

https://doldrumbm.bandcamp.com/albu...f-the-sound-that-preceded-their-disappearance

Über dieses Album bin ich irgendwann letztes oder vorletztes Jahr mal gestolpert, aber hab es kürzlich erst in einer irgendwie gearteten Eingebung aus meiner Wishlist wieder hervorgepult. Dabei ist das total großartig. Doldrum ist ein Projekt aus Colorado, das sich auf diesem Debut dem okkultistischen/ Folk Horror Ast des Black Metals widmet. Da kommt zwgsl. die Frage auf, ob die Musik mit Krolok/Malokarpatan vergleichbar ist. Vom Besoffenheitslevel nicht unbedingt, aber die verbreitete Stimmung aus urig-knorrigem Defa-Märchen-Black Metal und leichtfüßiger Beschwingtheit passt schon, finde ich. Hier wird auf knackigen 37 Minuten eine wunderbare Melange aus gleichsam random wie schmissigen Rhythmen und psychedelischem Gitarrenspiel zusammen mit giftigem Gesang und stimmungsunterstützenden dezenten Samples aufgefahren. Die Gitarrenriffs haben eine ordentliche VBE/Virus-Schlagseite, auch ein bisschen Stilla/Bergraven zusammen mit einem leichten Americana-Einschlag á la Cobalt/Wayfarer, sowie stimmungstechnische Parallelen zu Negative Plane, würden diese das gniedelige Gitarrenspiel mit einem atmosphärischeren austauschen, und Kringa in Bezug auf die rumpligen Rhythmen, meine ich auszumachen. Obwohl die Gitarren naheliegenderweise ordentlich herumholpern, hat die Platte - auch durch die immer wieder auftauchenden schrägmelodiösen Blast- und Midtempoparts - einen ausgezeichneten Fluss.
 
Zuletzt bearbeitet:
Altari - Kröflueldar
a0367235917_2.jpg

https://altariiceland.bandcamp.com/album/kr-flueldar

Da ich das gerade höre, ist mir eingefallen, dass ich damit mal die Islandtrilogie vollenden könnte (nicht, dass das mit den Dreiern ein Konzept gewesen wäre, es hat sich halt so ergeben). Auch hier handelt es sich um ein Album, was bei den üblichen Islandklassikerlisten immer unter dem Radar fliegt, möglicherweise deswegen, weil es auch wieder eher unisländisch klingt. Durch die allgemeine Ausrichtung, die eher weniger rasend und mehr rockig-schmissig bis psychedelisch-midtempoig vorangeht, und auch im Instrumentarium etwas lofi-lastig ist und mit weniger Verzerrung arbeitet, rückt sich das Album mehr in österreichische oder schwedisch-finnische Gefilde, von den rockig-postpunkigen Rhythmen von Kringa/Hagzissa/Peace Vaults über die verspulte Gitarrenarbeit von div. Nordvisbands bis hin zum entrückt-schiefen Vibe von Circle of Ouroboros. Am Ende ist das Album zwar ziemlich schnell wieder vorbei und man mag es mglw etwas höhepunktarm finden, aber ich habe für den Stil ja immer was übrig, und auch das ein oder andere betont kitschige Element in Form von weiblichen Vocals und angedeuteten Stadionrocksoli fügt sich nahtlos in die aufgezogene Soundkulisse ein.
 
Zuletzt bearbeitet:
Whirling - Faceless Phenomena
a1155772037_2.jpg

https://whirling.bandcamp.com/album/faceless-phenomena

Mal wieder etwas "Leben" in die Bude bringen. Nachdem ich weiter vorn den VBE-Vergleich gebracht habe, fiel mir etwas später folgendes steinalte Kleinod wieder ein, was neben Virus (obvsly) das Erbe von Ved Buens Ende wunderbar weiterführt. Ich habe das bestimmt fast 10 Jahre nicht mehr aufgelegt, aber kürzlich festgestellt, dass das zu Unrecht geschehen ist. Whirling ist ein Projekt von 4 schwedischen Musikern, die aus diversen Nordvisbands stammen, u.a. Stilla, Bergraven, Lönndom, Sorgeldom und Armagedda. Neben der unverkennbaren VBE-Kante, besonders transportiert durch den albenfüllend eingesetzten Cleangesang, hört man die ersteren drei Bands und auch etwas alte Code (was am Ende jetzt auch nicht so verwundert) raus und damit bietet die Scheibe für mich ordentlich Allstar-Potenzial. Wer das Schaffen der genannten Bands nicht so schätzt, mag sie aber eventuell auch langweilig finden, zudem das Tempo auch weitestgehend im Midtempobereich angesiedelt ist und die Riffs sich etwas sehr in sich selbst suhlen. Gerade dadurch ergibt sich aber die wunderbare schief-psychedelische Aura, die eben VBE und einem Großteil der Nordvisbands zwischen 2010 und 2015 innewohnt. Das Album ist mittlerweile über 15 Jahre alt, die Aufnahmen dazu teilweise noch sehr viel älter, läuft hier aber immer noch hervorragend rein und stellt zudem interessante stilistische Querverweise zu dem ein oder anderen bereits weiter vorn genannten Album her.
 
Zuletzt bearbeitet:
Nero di Marte - Derivae
a1073997737_2.png

https://nerodimarte.bandcamp.com/album/derivae

Hier nur mal ein kurzer Empfehlungseinschub. Wmgl. sind Band/Album aber dem geneigten Forianer aus den entsprechenden musikalischen Nischen schon bekannt. Irgendwann letztens in einer verkorksten-Biorhythmus-bedingten wochentäglichen Sofanachtschicht stieß ich auf das Rabbithole namens rateyourmusic und verbrachte die folgenden Stunden damit, mich (anzufangen) durch die umfangreiche Voidgazer-Liste [1] eines offensichtlich sehr beschlagenen und geschmackvollen Users zu graben und mir dreihundertsiebenundachtzig neue Links in meiner ohnehin schon heillos überquellenden Bandcampwishlist anzulegen. Bis zum Renteneintritt schaffe ich dann vielleicht auch mal, mir das alles anzuhören :D
Einen der Ankerpunkte zum Reinhören setzte zunächst dieses Album, vmtl aufgrund des Covers, welches zwar auch schon etwas nach generischem Post Rock, sehr shoegazigem Atmo-BM oder einer Voidsphere-Oddities-Sammlung aussieht, aber eine Ästhetik hat, die mich immer aufblicken lässt. Musikalisch bewegt man sich im ersten Teil des Albums stark in ulceratigen Gefilden, um dann zur Mitte hin plötzlich einen Schwenk zu The Ocean, insbesondere von Seiten der Cleanvocals, zu machen, diese Mischung hab ich ja auch noch nicht erlebt, aber funktioniert erstaunlich geschmeidig, stark! Nach hinten raus werden auch mal ein paar subtile psychedelische Elemente eingeflochten und die Musik schwenkt wieder etwas um - auch wieder hin zu etwas, was mir irgendwie bekannt vorkommt, ich komm aber nicht drauf -, bevor kurz vorm Ende nochmal die Ulceratesignatures hervorgeholt werden. Trotz der starken stilistischen Referenzen hat das Album aber keinen Copycat-Abfall zu verzeichnen.

[1]https://rateyourmusic.com/list/Cletus77/►-voidgazer-extreme-angular-atonal-cavernous-discordant-dissonant-labyrinthine-unorthodox-technical-post-prog-◄/
 
Zuletzt bearbeitet:
Yaotl Mictlán - Sagrada Tierra del Jaguar
a1307237209_2.png

https://yaotlmictlan.bandcamp.com/album/sagrada-tierra-del-jaguar

Zentralamerikanischer Folk-n-Flöten-Black Metal wurde ja ne ganze Zeit lang ausreichend durch Volahn und Aliasse bespielt, dennoch ist es nur zu begrüßen, dass es da mittlerweile auch noch ein paar andere Akteure gibt, die nicht nur musikalisch was drauf haben, sondern auch in anderer Hinsicht eine bessere (oder zumindest unauffälligere) Figur machen. Deswegen hier mal ein Shoutout an folgendes Kleinod, welches ordentlich unter dem Radar zu fliegen scheint, obwohl es die Band schon mindestens so lange wie die Black Twilight Zirklerei gibt (wenn nicht gar noch länger, MA listet ein mittlerweile über 25-jähriges Bestehen auf).
Ursprünglich aus Mexiko, und in der Zapatisten- und RABM-Szene zuhause, siedelten die drei Bandmitglieder später nach Utah um und widmen sich nunmehr lyrisch ausschließlich unpolitisch der mittelamerikanischen Geschichte und Folklore. Die Lyrics sind naheliegenderweise ausschließlich auf Spanisch gehalten und es werden diverse aztekische(?) Begriffe und Eigennamen eingestreut. Musikalisch ist der Folk Black Metal sehr hymnisch und midtempolastig, aber dennoch mit einem ausreichenden Level an Garstigkeit versehen, was sicher auch der ungeschliffenen Produktion zu verdanken ist. Neben den immer mal hie und da eingeflochtenen Flöten und indigenen Percussions gibt es auch hymnische Gesänge und Augh-Schlachtenrufe, was auf dem Papier immer ein bisschen peinlich klingt, sich aber im Kontext des Albums gut einfügt. Allgemein werden die Lyrics eher rhythmisch und etwas martialisch-kämpferisch vorgetragen. Eine bei aller dezenten Kitschigkeit und trotz recht unspektakulärer musikalischer Zutaten ungewöhnlich kurzweilige, epische und mitreißende Platte!
 
Zuletzt bearbeitet:
Thantifaxath - s/t + Sacred White Noise
a4029937265_2.png
a3878740261_2.png

https://darkdescentrecords.bandcamp.com/album/thantifaxath
https://darkdescentrecords.bandcamp.com/album/sacred-white-noise

Letztens auch mal wieder ein steinaltes Kleinod auf kuriosem Wege ausgegraben.
Über den Songbattlethread las ich mich durch den inspirationsgebenden Thread in einem anderen Forum und kam auf die Idee, diesen Last.fm-Sammlungs-Player mal auszuprobieren, ein Knopf, der mir zwar beim Besuch der Seite ständig angezeigt wird, aber ich aus welchen Gründen auch immer nie betätigt habe. Ist nur zu empfehlen, da spült's einem nämlich uralte Sammlungselemente wieder ins Bewusstsein!
Die Debut-EP bzw. -Album der Kanadier hat auch bereits 12-15 Jahre auf dem Buckel und wurde mir afair bei Veröffentlichung seinerzeit von ein paar geschmackvollen Exilianern nahegelegt (eine Gruppe Leute, die ursprünglich aus dem Metal Hammer Forum kam, sich dann aber in ein eigenes (mittlerweile längst nicht mehr existierendes) Forum abspaltete, nachdem das MHF nicht nur layout- und umgangstechnisch, sondern zunehmend auch inhaltlich nicht mehr mit deren sich immer breiter und untergründiger aufstellenden Geschmack mithalten konnte - schade eigentlich, dass es die Seite nicht mehr zu geben scheint, da ballte sich wirklich eine außerordentliche Kompetenz insb. in den Bereichen Dissoblackdeath, Industrial/Noise und abgelegener Hip Hop). Das dürfte irgendwann so zu der Zeit passiert sein, als DSO der heißeste Scheiß war und sich davon ausgehend sehr intensiv sowohl von Band- als auch von Fanseite dem orthodoxen und dissonanten Black Metal gewidmet wurde. Youtuber wie Odium Nostrum veröffentlichten quasi täglich Shit aus dem Bereich und in den Fankreisen, in denen ich so im Internet verkehrte, ging man kollektiv zu Kram wie Dodecahedron, Plebeian Grandstand oder Funeral Mist steil.

Aber bevor ich hier noch länger wie der Opa vom Kriech erzähle:
Die EP beginnt nach dem obligatorischen Introchor mit sehr usbm-igen Sound (so ganz grob: Krallice in nicht anstrengend meets Yellow Eyes in nicht verspult) und fährt zunächst ein paar eher straighte Blastriffs auf, bevor dann ganz langsam die ein oder andere Dissonanz hervorgeholt wird. Man ist sich trotz der grds. als sperrig ausgelegten Marschrichtung aber auch nicht für kleine psychedelische Spielereien und geradezu epische Zwischensoli zu schade. Dadurch schafft man wunderbar den Spagat zwischen atmosphärisch, mitreißend, vertraut und trotzdem subtil unangenehm, spannend und nachhaltig zu führen.
Auch das folgende Album knüpft einwandfrei an den Sound an und erweitert diesen um noch ein paar mehr avantgardistisch-progressive Elemente. Seien es Orgelintros und Weißes-Rauschen-Outros, ungerade Takte und random Nichtrhythmen, ausgiebigere Dissonanzen in der Gitarrenfraktion, oder Orchesterprobeninterludes mit verstimmten Saxophonen(?). Auch die hin und wieder ins psychedelische abgleitenden Figuren sind dem Fluss des Albums sehr zuträglich.
Danach gab es mittlerweile noch zwei Alben, die habe ich aber übersehen, sollte ich mir bei Gelegenheit auch mal vornehmen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Danach gab es mittlerweile noch zwei Alben, die habe ich aber übersehen, sollte ich mir bei Gelegenheit auch mal vornehmen.
Speziell das letzte Album "Hive Mind Narcosis" würde ich dir eher schnell als spät empfehlen. Vielleicht sogar ihr bisher bestes Material und eins der besten BM releases der letzten Jahre. Typisch Thantifaxath, wunderbar versponnen und immer kurz vorm Schlaganfall.
 
  • Like
Reaktionen: avi
Magick Howl - Congregation IV
a2597131294_2.png

https://magickhowl.bandcamp.com/music

Hin und wieder stöbere ich mich durch die Instagramsammlungen von diversen Plattensammlern, v.a. mit Fokus auf Black Metal und stoße darüber immer mal auf mehr oder weniger obskure wie spannende Kleinode. Magick Howl ist das Soloprojekt eines Spaniers, der es in den Jahren 2022-24 auf ne knappe Handvoll EPs gebracht hat, die zu großen Teilen auf der obigen Veröffentlichung kompiliert und von Ixiol Productions auf LP gepresst wurden. Musikalisch könnte man das ganze wohl als eine Mischung aus Doom, Death und Black Metal beschreiben, der seine Fühler in die Funeral und Depressive Schiene ausstreckt. Viele Passagen sind getragen und trotz der rumpligen Abmischung ungewöhnlich episch. Die Tonfolgen unterliegen einer subtilen Dissonanz, was durch schummrige Ambientintros und -einsprengsel gekonnt unterstrichen wird. Der Sound und die Vocals sind sehr Höhlen-Death-Metal-like, es gibt auch den ein oder anderen Blastbeat, in dem die (programmierten?) Drums wunderbar durch die Gegend poltern. Mehrheitlich bleibt man aber im schlurfigen, gemäßigten bis Midtempo, baut über die Dauer der großzügigen Spielzeit der einzelnen Songs gehörig Atmosphäre auf und lässt einen Film am Kopf vorbeiziehen. Auch die nicht auf der Congregation enthaltene EP Sulphurnaut ist sehr empfehlenswert und außerdem steht lt. Instagram das zweite Album Caligine in den Startlöchern. Bin gespannt!
 
Zuletzt bearbeitet:
Da sind einige spannende Dinge dazugekommen, seit dem ich das letzte Mal neben dem Lesen auch Zeit zum Reinhören fand - werd mir erstmal Vindorn, Afskræmi, Doldrum, Altrari und Yaotl Mictlán vornehmen :top:
Grundsätzlich mir alles unbekannte Namen, die du hier auffährst, sehr gut.
 
The Fifth Alliance - Stenahoria
a1039291717_2.jpg

https://thefifthalliance.bandcamp.com/album/stenahoria

In letzter Zeit wurde es ja etwas ruhiger hier. Das lag jedoch nicht mal daran, dass ich keine Ideen hatte, was man hier behandeln könnte, sondern dass ich diese dann immer wieder verworfen hatte, sei es, weil ich sie für zu uninteressant für eine Empfehlung hielt, oder mir ganz profan die Inspiration zu einem Text fehlte. Aber ich schreibe jetzt hier einfach mal los und gucke, wo ich lande (so wie sonst auch lel). Das aktuelle Jahr hat nach etwas über der Hälfte der Laufzeit schon wieder unzählige Großartigkeiten zu bieten, viele davon unter der Oberfläche. Deswegen hier mal eine Empfehlung an folgendes Album, was sich nach einer kleinen Pause zwischen Releaseeuphorie und jetzt wieder sehr meine Gunst erspielt hat. The Fifth Alliance ist eine Blackened Sludge/Post Metal Band aus den Niederlanden, die mit dem aktuellen Album einen Sängerinnenwechsel vollzogen haben. Besagte neue Sängerin nimmt mit ihrem Organ zwischen typisch heiseren Post Hardcore Vocals und eindringlichem Cleangesang, letzterer sehr üppig eingesetzt, dann auch den größten Raum der Songs und des Albums ein. Aber auch der Instrumentalfraktion mangelt es nicht an einnehmenden Riffs und wunderbar mäandernden Schlaufen, sowie einer guten Portion Wumms aus der Rhythmusfraktion. Trotz der atmosphärischen Blastbeats bleibt die Scheibe vom Gefühl her schwer und zähfließend, was bei dem Genre aber nur ein Plus darstellt und zudem einwandfrei als Bühne für den Gesang taugt. Die vorigen Alben sind noch mehr Post Black Metal, etwas dynamischer, weniger drückend produziert und zudem mit einer weitaus anderen und etwas dezenteren weiblichen Stimme versehen, aber genauso empfehlenswert!
 
Druma - Dawning
a830287197_2.png


Wenn ich gerade dabei bin, kommt dieses Album als Nachfolger auf das vordere genretechnisch gerade recht. Auch wenn nicht mein Hauptgenre, lasse ich mich phasenweise gern mal in den Strudel des Blackened Sludge ziehen und versinke für ein paar Monate in großartigen Referenzdiskografien wie denen von Celeste, Hexis, oder auch YAITW (RIP). Nach einer längeren Pause diesbzgl. bin ich im letzten Jahr u.a. durch den Katalog des empfehlenswerten Labels Moment of Collapse [1] oder den großartigen Auftritt von This Gift is a Curse auf dem HoH, eine Band, die bis dato ein blinder Fleck in meiner Wahrnehmung war, wieder ein bisschen in dem Game drin gelandet. Von ersterem stammt auch die Ausgrabung dieser Hamburger Band, deren aktuelles Album Sores of our Time mich im letzten Jahr sehr in den Bann und die Tiefe gezogen hat (im positiven Sinne). Auf vier überlangen Tracks gibt es sehr guten atmosphärischen Blackened Sludge, mit großartigen Riffflächen, zermalmenden Blastbeats, abgründig walzenden Midtempopassagen und dem ein oder anderen besänftigenden Solo, was aber durch seine Länge und bedrohliche Aszendenz der Platte nichts von ihrer Schwerfälligkeit nimmt. Der heisere Gesang ist sehr gleichförmig und hintergründig eingesetzt und fungiert eher nur wie ein weiteres Instrument. Jetzt habe ich am Ende doch mehr über ein anderes Album als das oben betitelte geschrieben, aber das nimmt sich in der Diskografie nichts, die drei Veröffentlichungen sind alle gleichermaßen sehr gut und wie es dem Genre so innewohnt, auch stilistisch nur in Nuancen auseinander.

[1]https://momentofcollapserecords.bandcamp.com/music
 
Zurück
Oben Unten