Das Problem ist eben, dass man als offizieller Rezensent möglichst objektiv auf die Dinge schauen sollte. Klar spielt iwo immer das eigene Gefallen mit rein aber 3,5 sind schon mehr als lächerlich. Dafür hat die Platte einfach eine viel zu hohe Qualität was Songwriting, und Atmosphäre angeht. Aber gut ich weis selbst, dass das nur wenige wirklich hinbekommen.
Meiner Meinung nach ist das Review eben auch nicht wirklich gut geschrieben, zu oberflächlich wie ich finde. Sorry.
Wenn man als User sagt "dies und das finde ich blöd" oder "gefällt mir nicht" ist das wieder eine völlig andere Sache und geht selbstrverständlich in Ordnung. Mein oberer Post war auch eher mit nem Augenzwinkern zu betrachten.
Wenn du das Review nicht gut geschrieben findest, damit kann ich gut leben. Ich mache das noch nicht seit Ewigkeiten und lerne das ein Stück weit "by doing". Dass da anfangs nicht alles Gold sein wird, ist klar. Ich möchte mich da qualitativ steigern und gebe mir Mühe, aber ich kann nicht schreiben, als hätte ich 10 Jahre Erfahrung. Daher schreibe ich meist noch über relativ kleine Bands, und das ist auch in Ordnung für mich.
Etwas anders schaut es bei den 3,5 Punkte aus: Bei den Punkten orientiere ich mich rein an unserer Notengebung. Und da habe ich der Band gegenüber ein Auge zugedrückt, denn ab 3,5 Punkten ist das bei uns offiziell "Ein mehr oder weniger langweiliges Album."
Die 3,5 Punkte habe ich eben gegeben, weil ich es als handwerklich so passabel empfunden habe, dass 3 Punkte ("Ein ganz übles Album.") aus meiner Sicht rein von der Technik her zu gemein gewesen wären, obwohl ich mir das beim Anhören ständig dachte (und ich habe das Album immerhin drei Mal gehört - ich bezweifel, dass das Rezensenten bei Print-Magazinen hinkriegen, wenn sie ein Album so mies finden).
Das heißt: In unserem Notensystem ist die Note völlig angemessen, natürlich in Relation zum subjektiven Hörempfinden. Für andere wären bestimmt auch 7, 8 oder 9 Punkte drin. Und das ist in Ordnung. Wir müssen ja nicht den gleichen Geschmack haben.
Ich habe mich auf das Review beworben, weil ich von der Beschreibung dachte, das wäre bestimmt mein Beuteschema. Und da lag ich halt leider falsch. Dafür kann die Band nix. Aber ich will trotzdem versuchen, eine Kritik zu schreiben, in der ich mich ernsthaft mit der Musik befasse. Ich habe die Musik ja nie als "Dreck" oder ähnliches beschrieben (bei Bands wie SABATON, RHAPSODY oder RAMMSTEIN machen das ja viele, obwohl es nur bei den letzten "wahr" ist

). Und dann gibts halt ein Notensystem, darauf haben sich unsere Mitarbeiter festgelegt. Und da orientiere ich mich dran.
Wenn wir überall nur 8 Punkte + x vergeben würden, würde man uns unreflektiertes Gehype vorwerfen. Das will ja auch keiner.
Dann bin ich lieber mutig, gebe ehrlich zu, wenn mir ein Undergroundliebling nichts gibt und gebe eine Note, die ich angemessen finde. Die dann fällige Kritik stecke ich lieber ein als ständig zu hören, ich würde eh alles gut finden.