[Top of the Progs - 100 Meisterwerke] - Acrylators Liste

62 - von den Anekdoten kenne ich die ersten beiden Alben sowie die Kompilation "Chapters". Der etwas biedere Gesang und das sehr dominante Mellotron haben mich beide immer etwas gestört. Einzigartig, ja, aber nicht auf eine Weise, die ich dauerhaft hören möchte.
Würde an deiner Stelle trotzdem den drei Nachfolgern, "From Within", "Gravity" und "A Time Of Day" mal eine Chance geben, da die zugänglicher und atmosphärischer als die beiden Erstwerke sind. Aber mit dem Mellotron muss man natürlich klarkommen, ich liebe den Sound! Das mit dem Gesang kann ich verstehen, sehe den auch als Schwachpunkt (am extremsten auf dem Debüt), hab mich aber daran gewöhnt und finde den ab dem dritten Album auch absolut passend.
 
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60. LEPROUS - Bilateral (2011)
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Tolle Band, irre guter Sänger und in diesem Fall ein Album mit einer stilstischen Bandbreite, aus der man auch locker mehrere Alben hätte machen können.
Wobei gerade dieses Ausmaß an stilistischer Vielseitigkeit in der Diskografie der Band zumindest für meine Wahrnehmung ziemlich einmalig ist (allerdings bereits in Ansätzen auf dem Vorgänger vorhanden), deren Alben sich sonst zwar durch rhythmische Komplexität, aber auch durch atmosphärische Kohärenz, und weniger durch verrückte Stilvermischungen auszeichnen.
Aber hier gehört die große Bandbreite von deutlichen Einflüssen aus dem kunstvollen 80er Pop (wie im Refrain von "Forced Entry", noch mehr im epischen "MB Indifferentia" oder im Refrain von "Acquired Taste"), sogar Hip Hop (Strophen von "Mediocrity Wins", in dem mich das Bassspiel teilweise übrigens etwas an ELOY erinnert, aber in etwas "funky") bis hin zu Black-/Death-Metal-artigen Ausbrüchen ("Waste Of Air", welches als Kontrast noch eine ziemlich coole Kanon-Passage hat) noch völlig selbstverständlich zum modernen Prog-Metal der Band und wirklich jeder Song hat seinen ganz eigenen Charakter und hohen Wiedererkennungswert, sodass sich die Stücke wunderbar ergänzen!
Dabei ist das Songwriting hier trotzdem schon enorm ausgereift und nichts wirkt wie sinnlos aneinandergeklatscht (was ich auf "Tall Poppy Syndrome" manchmal noch ein wenig so empfinde, das aber trotzdem schon ein tolles Album ist).
Die Gitarrenmelodie am Anfang vom abschließenden "Painful Detour" erinnert mich übrigens immer total an OPETH, auch wenn der Rest des Songs stilistisch in eine ganz andere Richtung geht!
Großartige Scheibe, zu der das surrealistische Coverartwork sehr gut passt (zu den späteren Alben der Band wäre es nicht mehr so passend gewesen)
Hier mal "Waste Of Air" für Neulinge:


59. PINK FLOYD - Wish You Were Here (1975)
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Kennt ihr alle, daher verliere ich hier jetzt auch nicht allzu viele Worte.
Allein schon die ersten sphärischen Keyboard-Klänge von "Shine On You Crazy Diamond pt. 1" reichen immer, um mir eine Gänsehaut zu bescheren, die dann, bei den ersten mit Bedacht gewählten und vieeeel Gefühl intonierten Tönen der Gitarre den ganzen Rücken rauf und runter läuft! Was für ein mächtiges Intro!
Ich finde immer noch, dass die Band damals (ab "Meddle") einen einzigartigen Stil kreiert hat, der ziemlich neu geklungen haben muss, obwohl er sogar noch deutliche Einflüsse aus dem Blues erkennen lässt. Aber dieses "sich Zeit lassen" für die Entwicklung eines Songs, der wie ein Fluss durch eine abwechslungsreiche Landschaft mäandert, kannte man Anfang/Mitte der 70er ja sonst vor allem von eher frickeligen Prog-Rock-Bands, die dabei selten diese Entspanntheit vermittelten, wie PINK FLOYD es taten. Trotzdem wird es (zumindest auf diesem Album) nie langweilig!
Das folgende "Welcome To The Machine" hat im Grunde die gleichen Trademarks und genauso viel Atmosphäre, ist dabei aber eine Ecke düsterer und war immer mein heimlicher Favorit, einfach mitreißend!
"Have A Cigar" hat dann einen coolen Groove und wieder eine hellere Stimmung, bevor der Titelsong mit ruhigen Klängen und einem emotionalen Thema Ergriffenheit erzeugt.
Natürlich wird das Album dann noch atmosphärisch mit "Shine On You Crazy Diamond pt. 2" abgeschlossen.
Für mich ist und bleibt diese Scheibe die Essenz von PINK FLOYD (auch wenn "Animals" ganz kurz dahinter rangiert, das allerdings düsterer und etwas untypischer für die Band ist).


58. NEKTAR - Remember The Future (1973)
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Für mich eine der besten und am häufigsten übersehenen Prog-Bands der 70er, die das Kunststück fertig brachte, dass bis einschließlich 1980 keines ihrer Alben wie das andere klang, auch wenn man die Handschrift der Band zumindest bis zum 6. Album immer ganz klar und eindeutig erkennen konnte (danach waren Nektar erst durch einen Sängerwechsel und dann mit einer deutlicheren stilistischen Kursänderung etwas weniger klar erkennbar).
Ganz grundsätzlich spielte die Band (die zwar in Hamburg gegründet wurde, aber aus Briten bestand) einen Mix aus Prog Rock, Hard Rock und Psychedelic Rock, sowie gelegentlichen Funk-Elementen, je nach Album in unterschiedlicher Gewichtung. Dies ist eines ihrer Alben, wo all diese Einflüsse recht gleichberechtigt zur Geltung kommen.
Im Grunde handelt es sich bei "Remember The Future" um eine einzige, Suite-artige Komposition, die in zwei Parts unterteilt ist und einen auf eine emotionale Reise mitnimmt, durch fröhliche, melancholische und sehnsüchtige Stimmungen, mal lauter, mal eher zurückhaltend, aber immer mitreißend und durch viele Wechsel nie langweilig werdend, trotzdem immer nachvollziehbar bleibend. Besonders hervorzuheben ist hier übrigens das komplexe, aber immer enorm songdienlich groovende Schlagzeugspiel!
Richtig geil finde ich auch den recht repetitiven, hypnotisierenden Instrumentalpart am Ende von Part 1, bei dem die Gitarre lange improvisiert, teils mit psychedelischen Effekten versehen, teils einfach rockig-verzerrt.
Bei Part 2 kommt nach einem ruhigen, gesangslastigen Anfang ein kurzer, klassik-artiger Instrumentalteil und danach ein Break, auf das ein sehr grooviger, durchaus "funkiger" Part folgt. Danach wird es erst für eine Weile etwas ruhiger, dann kommt ein treibenderer Part mit sehr komplexem Drumming, der aber immer wieder kurz abgebremst wird. Die Stimmung wird nach einer Weile melancholischer und ein simples, aber wunderschönes Gitarrensolo ertönt. Es folgt ein langsamerer Part, der sehr an Pink Floyd erinnert (bis der Gesang einsetzt), woraufhin es erst wieder funky, und im Finale dann auch sehr rockig wird.
Das völlig surreale, fantasievolle und wie im Drogenrausch (wer weiß...) entstandene Coverartwork (auf der Rückseite ist übrigens noch ein ähnlich geniales Bild) rundet das Album für mich perfekt ab und könnte passender nicht sein!
Aufgepasst - Es gibt zwei in der Wirkung extrem unterschiedliche Mixe des Albums: einmal den europäischen Mix, bei dem die Gitarren mehr im Vordergrund sind (die meisten Vinylversionen, die man hier bekommt, enthalten diesen, auch neuere Pressungen) und dann den US-Mix, bei dem die etwas simpler agierende Orgel die Gitarren extrem übertönt, was für mich das Album viel banaler wirken lässt (ich meine, frühere CD-Versionen enthielten teilweise auch in Europa diesen Mix, aber genau weiß ich es nicht).
So muss das klingen:
https://www.youtube.com/watch?v=2ZNUp4vgaDc&list=RD2ZNUp4vgaDc&start_radio=1
 
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57. BLOTTED SCIENCE - The Animation of Entomology (2011)
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Eigentlich müsste man hier von Allstar-Projekt sprechen: Ron Jarzombek (WATCHTOWER), Alex Webster (CANNIBAL CORPSE) und Hannes Grossmann (Ex-NECROPHAGIST, zu der Zeit noch OBSCURA und später gefühlt noch tausend andere Bands) liefern hier eine wirklich extreme Version von rein instrumentalem Progressive Metal ab.
Dabei gefällt mir diese EP noch etwas besser als das ca. vier Jahre vorher veröffentlichte Debüt-Album (beide inzwischen schwer zu bekommen), was vielleicht auch an der für diese fordernde Musik angenehmeren Länge von knapp 25 Minuten liegt.
Der Einstieg mit "Ingesting Blattaria" hat schon mächtig Dampf und die Gehirnwindungen verdrehende Rhythmuswechsel, "Cretaceous Chasm" beginnt dann erstmal atmosphärischer und ist im Tempo auch gemäßigter, hat aber ebenfalls einiges an komplexen Rhythmen und Tonfolgen zu bieten.
Mit "Vermicular Asphyxiation" kommt wohl mein Highlight, absolut nervenaufreibende Läufe in wahnsinniger Geschwindigkeit, dabei absolut nicht beliebig klingend, sondern spannend wie eine irre Verfolgungsjagd, bis das Finale dann für eine Verschnaufpause sorgt, die vor dem abschließenden, rhythmisch extrem komplexen, in vier Parts unterteilten und knapp 9-minütigen "Sting Operation" auch dringend nötig ist, wovon mich vor allem "Human Barbequed" und "Cessation Sanitation" ziemlich häufig an SPASTIC INK denken lassen (die ich genauso hier hätte nennen können). Aber das ist ja eigentlich auch kein Wunder, da hinter beiden Projekten Ron Jarzombek steht. Hier ist das Tempo nämlich auch öfter mal gedrosselt und schnelle Blastbeats nur sehr sparsam eingesetzt, daher klingt es wohl mehr nach Rons älterem Projekt. Die irren Blastbeats hat man dann aber in "Seeing Dead People" und "Omitting Eyes" wieder deutlich häufiger, auch wenn es gegen Ende dann auch teilweise mal wieder ruhiger wird, allerdings abwechselnd mit schnellen Ausbrüchen.
Eine wahnsinnige Abfahrt, was ich hier offenbar nicht als einziger so sehe, denn die Scheibe hatte ja auch @GrafWettervomStrahl schon aufgelistet (ich vermisse seine Beiträge)!
Hier mal "Vermicular Asphyxiation":


56. WATCHTOWER - Control And Resistance (1989)
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Und noch mal was mit dem Gitarrenvirtuosen Ron, hier nach seinem Ausstieg bei S.A. SLAYER und seinem Einstieg bei WATCHTOWER.
1995 - ich war im Vorjahr (bzw. ab Ende 1993) durch Fates Warning, Psychotic Waltz und Dream Theater auf den Geschmack gekommen, was Progressive Metal anging, und hatte in Matthias Herrs Metal Lexikon von dieser Band gelesen - hatte ich endlich ein US-CD-Exemplar dieses Albums bei Hellion Records (sogar als Cut-Out für nur 10,- DM) ergattern können!
Ich hab damals oft etliches nur nach Reviews ungehört gekauft und so war ich zuhause auch wahnsinnig gespannt, was mich erwarten würde - und wurde absolut nicht enttäuscht! Die Musik unterschied sich deutlich von den anderen Prog-Metal-Bands, die ich kannte (die untereinander allerdings auch schon ziemlich verschieden klangen), teilweise thrashiger und gleichzeitig jazziger - was für eine abgefahrene Mischung!
Da war es auch schon fast egal, ob nun gerade das schnelle "Instruments of random Murder", das hochkomplexe, fusion-lastige "Mayday in Kiev" (das den Reaktorunfall in Tschernobyl behandelt, nach dem ich als 9-Jähriger eine zeitlang Weltuntergangsstimmung und höllische Angst hatte, bei Regen draußen zu sein), "The Fall of Reason" (was für eine abgefahrene Einleitung!) oder der Titelsong liefen, die Stücke sind alle weltklasse und haben bei aller Schrägheit dennoch den einen oder anderen eingängigeren Part, auch wenn sich mir teilweise gerade einige der abgedrehteren Momente ins Gedächtnis gefräst haben, auch solche, die mir beim ersten Hören schon fast zu fremdartig klangen.
Warum das Album bei mir so relativ weit hinten liegt? Nun, ich finde den Gesang manchmal anstrengend, ab und an auch mal nervig, aber die musikalische Klasse und Innovationskraft dieses Albums schmälert das natürlich nicht, ist nur persönlichen Vorlieben geschuldet...
Ich denke, ihr kennt die Scheibe alle, hier mal "The Fall of Reason":


55. MOTORPSYCHO & STÅLLE STORLØKKEN - The Death Defying Unicorn (2012)
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(Das Cover ist natürlich langweilig, aber bei meiner Doppel-LP ist wenigstens im Klappcover ein ganz cooles Gemälde zu sehen, hab nur kein Bild davon)
Obwohl ich vorher weder von Motorpsycho noch von Ståle Storløkken einen Ton kannte, wurde dieses Album 2012 überraschenderweise mein Jahreshighlight!
Woran das liegt?
Nun, wer es schafft, anspruchsvolle/komplexe Musik (noch dazu ein Konzept-Doppelalbum) so emotional und songdienlich klingen zu lassen, der hat schon mal grundsätzlich meine Hochachtung!
Und auch wenn der bisher ziemlich einmalige Stilmix (Psychedelic, Progressive und Stoner Rock treffen auf Jazz und Klassik) für mich anfangs noch an einigen wenigen Stellen (vor allem beim Intro) etwas gewöhnungsbedürftig klang, wirkt doch alles äußerst homogen und fließend, und es gibt viele atmosphärische und auch richtig mitreißende Momente, was bei "progressiver" Musik ja auch keine Selbstverständlichkeit ist. Hier wird Progressivität also nicht zum technikverliebten Selbstzweck. "Death Defying Unicorn" muss man als Gesamtkunstwerk verstehen. Obwohl die meisten Stücke (bis auf die kurzen Instrumentale) auch durchaus für sich stehen können, offenbart sich dem Hörer das Album erst bei Genuss am Stück in seiner vollen Pracht, da viele Songs ineinander übergehen, bzw. durch Interludes miteinander verbunden sind und sich manche Themen auch in Variationen wiederholen, sodass man das Gefühl hat, eine aufregende Reise mitzumachen, von positiver Aufbruchstimmung am Anfang über alle erdenklichen Höhen und Tiefen (auch recht düstere Momente gibt es hier zu hören wie z.B. in "Oh Proteus - A Prayer") bis hin zum grandiosen Finale inklusive Rekapitulieren der Reise (Im Abschließenden "Into The Mystic" werden unter anderem noch mal Themen aus "The Hollow Lands" aufgegriffen).
Wer auch nur in irgendeiner Weise etwas mit Progressive Rock (besonders dem der frühen 70er), Progressive Metal oder einfach anspruchsvoller (und doch irgendwie eingängiger) Musik anfangen kann, sollte sich diese Kollaboration auf jeden Fall mal anhören (und die nötige Zeit dafür mitbringen) - es lohnt sich!
 
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57. BLOTTED SCIENCE - The Animation of Entomology (2011)
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Eigentlich müsste man hier von Allstar-Projekt sprechen: Ron Jarzombek (WATCHTOWER), Alex Webster (CANNIBAL CORPSE) und Hannes Grossmann (Ex-NECROPHAGIST, zu der Zeit noch OBSCURA und später gefühlt noch tausend andere Bands) liefern hier eine wirklich extreme Version von rein instrumentalem Progressive Metal ab.
Dabei gefällt mir diese EP noch etwas besser als das ca. vier Jahre vorher veröffentlichte Debüt-Album (beide inzwischen schwer zu bekommen), was vielleicht auch an der für diese fordernde Musik angenehmeren Länge von knapp 25 Minuten liegt.
Der Einstieg mit "Ingesting Blattaria" hat schon mächtig Dampf und die Gehirnwindungen verdrehende Rhythmuswechsel, "Cretaceous Chasm" beginnt dann erstmal atmosphärischer und ist im Tempo auch gemäßigter, hat aber ebenfalls einiges an komplexen Rhythmen und Tonfolgen zu bieten.
Mit "Vermicular Asphyxiation" kommt wohl mein Highlight, absolut nervenaufreibende Läufe in wahnsinniger Geschwindigkeit, dabei absolut nicht beliebig klingend, sondern spannend wie eine irre Verfolgungsjagd, bis das Finale dann für eine Verschnaufpause sorgt, die vor dem abschließenden, rhythmisch extrem komplexen, in vier Parts unterteilten und knapp 9-minütigen "Sting Operation" auch dringend nötig ist, wovon mich vor allem "Human Barbequed" und "Cessation Sanitation" ziemlich häufig an SPASTIC INK denken lassen (die ich genauso hier hätte nennen können), was ja eigentlich kein Wunder ist, da hinter beiden Projekten Ron Jarzombek steht. Hier ist das Tempo nämlich auch öfter mal gedrosselt und schnelle Blastbeats nur sehr sparsam eingesetzt, daher klingt es wohl mehr nach Rons älterem Projekt. Die irren Blastbeats hat man dann aber in "Seeing Dead People" und "Omitting Eyes" wieder deutlich häufiger, auch wenn es gegen Ende dann auch teilweise mal wieder ruhiger wird, allerdings abwechselnd mit schnellen Ausbrüchen.
Eine wahnsinnige Abfahrt, was ich hier offenbar nicht als einziger so sehe, denn die Scheibe hatte ja auch @GrafWettervomStrahl schon aufgelistet (ich vermisse seine Beiträge)!
Hier mal "Vermicular Asphyxiation":


56. WATCHTOWER - Control And Resistance (1989)
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Und noch mal was mit dem Gitarrenvirtuosen Ron, hier nach seinem Ausstieg bei S.A. SLAYER und seinem Einstieg bei WATCHTOWER.
1995 - ich war im Vorjahr (bzw. ab Ende 1993) durch Fates Warning, Psychotic Waltz und Dream Theater auf den Geschmack gekommen, was Progressive Metal anging, und hatte in Matthias Herrs Metal Lexikon von dieser Band gelesen und nun endlich ein US-CD-Exemplar bei Hellion Records (sogar als Cut-Out für nur 10,- DM) ergattern können!
Ich hab damals oft etliches nur nach Reviews ungehört gekauft und so war ich zuhause auch wahnsinnig gespannt, was mich erwarten würde - und wurde absolut nicht enttäuscht! Die Musik unterschied sich deutlich von den anderen Prog-Metal-Bands, die ich kannte (die untereinander allerdings auch schon ziemlich verschieden klangen), teilweise thrashiger und gleichzeitig jazziger - was für eine abgefahrene Mischung!
Da war es auch schon fast egal, ob nun gerade das schnelle "Instruments of random Murder", das hochkomplexe, fusion-lastige "Mayday in Kiev" (das den Reaktorunfall in Tschernobyl behandelt, nach dem ich als 9-Jähriger eine zeitlang Weltuntergangsstimmung und höllische Angst hatte, bei Regen draußen zu sein), "The Fall of Reason" (was für eine abgefahrene Einleitung!) oder der Titelsong liefen, die Stücke sind alle weltklasse und haben bei aller Schrägheit dennoch den einen oder anderen eingängigeren Part, auch wenn sich mir teilweise gerade einige der abgedrehteren Momente ins Gedächtnis gefräst haben, auch solche, die mir beim ersten Hören schon fast zu fremdartig klangen.
Warum das Album bei mir so relativ weit hinten liegt? Nun, ich finde den Gesang manchmal anstrengend, ab und an auch mal nervig, aber die musikalische Klasse und Innovationskraft dieses Albums schmälert das natürlich nicht, ist nur persönlichen Vorlieben geschuldet...
Ich denke, ihr kennt die Scheibe alle, hier mal "The Fall of Reason":


55. MOTORPSYCHO & STÅLLE STORLØKKEN - The Death Defying Unicorn (2012)
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(Das Cover ist natürlich langweilig, aber bei meiner Doppel-LP ist wenigstens im Klappcover ein ganz cooles Gemälde zu sehen, hab nur kein Bild davon)
Obwohl ich vorher weder von Motorpsycho noch von Ståle Storløkken einen Ton kannte, wurde dieses Album 2012 überraschenderweise mein Jahreshighlight!
Woran das liegt?
Nun, wer es schafft, anspruchsvolle/komplexe Musik (noch dazu ein Konzept-Doppelalbum) so emotional und songdienlich klingen zu lassen, der hat schon mal grundsätzlich meine Hochachtung!
Und auch wenn der bisher ziemlich einmalige Stilmix (Psychedelic, Progressive und Stoner Rock treffen auf Jazz und Klassik) für mich anfangs noch an einigen wenigen Stellen (vor allem beim Intro) etwas gewöhnungsbedürftig klang, wirkt doch alles äußerst homogen und fließend, und es gibt viele atmosphärische und auch richtig mitreißende Momente, was bei "progressiver" Musik ja auch keine Selbstverständlichkeit ist. Hier wird Progressivität also nicht zum technikverliebten Selbstzweck. "Death Defying Unicorn" muss man als Gesamtkunstwerk verstehen. Obwohl die meisten Stücke (bis auf die kurzen Instrumentale) auch durchaus für sich stehen können, offenbart sich dem Hörer das Album erst bei Genuss am Stück in seiner vollen Pracht, da viele Songs ineinander übergehen, bzw. durch Interludes miteinander verbunden sind und sich manche Themen auch in Variationen wiederholen, sodass man das Gefühl hat, eine aufregende Reise mitzumachen, von positiver Aufbruchstimmung am Anfang über alle erdenklichen Höhen und Tiefen (auch recht düstere Momente gibt es hier zu hören wie z.B. in "Oh Proteus - A Prayer") bis hin zum grandiosen Finale inklusive Rekapitulieren der Reise (Im Abschließenden "Into The Mystic" werden unter anderem noch mal Themen aus "The Hollow Lands" aufgegriffen).
Wer auch nur in irgendeiner Weise etwas mit Progressive Rock (besonders dem der frühen 70er), Progressive Metal oder einfach anspruchsvoller (und doch irgendwie eingängiger) Musik anfangen kann, sollte sich diese Kollaboration auf jeden Fall mal anhören (und die nötige Zeit dafür mitbringen) - es lohnt sich!
3mal absolute Weltklasse :verehr: :verehr::verehr:
 
Beste Motorpsycho (gut, ich kenne nicht alle aber wer kann das schon von sich behaupten...) und verdammt nah an der 10/10

Die anderen beiden fehlen mir leider noch
 
54. FATES WARNING - Perfect Symmetry (1989)
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Bei mir hatte dieses Album nie den Stellenwert, den es wohl bei einem Großteil der Fans hat. Zu unterkühlt (bis auf das mir dafür anfangs zu "mainstreamige" "Through Different Eyes") klang mir das alles, und vor allem zu wenig nach Metal (ich hatte die Band Ende 1993 mit den ersten vier Alben kennen- und lieben gelernt), als ich mir ca. 1995 dann auch dieses Album zulegte (ich hatte bis dahin nur die ersten vier und kannte über einen Freund noch "Inside Out" seit seiner Veröffentlichung, sowie die Best-Of-Scheibe).
Aber inzwischen muss ich rückblickend doch sehr anerkennend nicken, wenn ich diese damals ziemlich innovative Scheibe höre. Inzwischen mag ich sogar "Through Different Eyes" sehr gerne.
Ich muss allerdings sagen, dass mir Ray Alders Gesang auf späteren Werken um einiges besser gefällt. Hier (und vor allem auf dem trotzdem großartigen Vorgänger) ist er mir noch etwas zu oft in höchsten Tonlagen unterwegs (besonders in "The Arena"). Trotzdem natürlich ein echt toller Sänger! Aber in den höheren Lagen gefällt mir die Melodieführung seines Vorgängers Jon Arch einfach um ein Vielfaches besser, während mich Ray Alder eher in den (für seine Verhältnisse) tieferen bis mittleren oder mittelhohen Lagen mit gefühlvollen Melodien berührt. Aber das Album besteht ja nicht nur aus Gesang...
Witzigerweise erinnert mich die zweistimmige Gitarrenmelodie kurz nach dem Anfang von "Static Acts" übrigens immer total an "Keeper"-HELLOWEEN. Hammer-Song sowieso mit interessanter Dynamik! Heute gefällt mir eh an dem Album, dass so verhälntnismäßig viele ruhige Momente die trotzdem ziemlich komplexe Musik durchziehen und das Ganze enorm abwechslungsreich und emotional machen. Mein Highlight (soweit ich mich erinnere, schon von Beginn an) auf "Perfect Symmetry" ist wohl das mit Piano, Akustikgitarre und Violine beginnende "At Fates Hands", das sich erst Zeit nimmt, Atmosphäre aufzubauen und dann auf einmal deutlich unruhiger und komplexer wird (nicht nur durch Gastkeyboarder Kevin Moore werden hier natürlich Assoziationen mit DREAM THEATER geweckt, die ich beim Kennenlernen dieses Albums auch bereits kannte und liebte. Allerdings klingt der Instrumentalpart sogar schon viel mehr nach dem, was DT erst knapp 3 Jahre später auf ihrem Zweitwerk machten, als nach ihrem im selben Jahr veröffentlichten Debüt)!
Beim abschließenden "Nothing Left To Say" hab ich übrigens erst kürzlich bemerkt, dass der etwas härtere Teil, wenn der Song fahrt aufnimmt, einen gewissen Folk-Vibe (Gitarrenmelodien und Rhythmus) hat! War mir bisher gar nicht aufgefallen!
Tolles Finale auf jeden Fall!
Übrigens hatte ich ursprünglich statt dieses Albums noch geplant, "The Spectre Within" hier zu listen, das früher eh viel weiter oben in meiner Gunst stand. Aber da ich das stilistisch recht ähnliche andere Album (ihr wisst bescheid) hier auch erwähnen werde und eine möglichst große Bandbreite abdecken wollte, ist das leider rausgeflogen (auch wenn ich "Epitaph" jedem Song auf "Perfect Symmetry" jederzeit sehr deutlich vorziehe, das sei hier zumindest erwähnt)!
"At Fates Hands": https://www.youtube.com/watch?v=kIUxX0Mh3C0


53. KANSAS - Kansas (1974)
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So, nun also zum Debüt der wohl besten Prog-Rock-Band der USA mit den schönsten Gesangslinien in dem Bereich!
Früher sangen neben Leadsänger Steve Walsh ja sogar noch drei weitere Bandmitglieder, und alle hatten tolle Stimmen! Bei welcher Band gab es das sonst noch?
Weiteres, stilprägendes Merkmal der Band war die von Anfang an in sehr vielen Stücken recht dominante Geige, was damals meines Wissens ein Novum in der Rockmusik (abseits von Folkrock zumindest) war! Ein Song wie "Bringing It Back" hat außerdem einen in diesem Genre ungewöhnlichen Groove, den man so von einer britischen Band wohl niemals gehört hätte, hier hört man auf jeden Fall die Herkunft und Prägung der Band raus. In "Loneley Night" könnte man (von der Geige mal abgesehen) außerdem schon fast soetwas wie einen Vorläufer späterer AOR-Balladen ausmachen.
Die absoluten Highlights auf diesem Album bilden für mich aber die drei epischen und mitreißenden Longtracks, "Journey From Mariabronn" (in dem die Geige teils sogar eher klassisch als folkig klingt), "Death Of Mother Nature Suite" und "Apercu" - besser war die Band nie!
Was soll ich noch mehr zu diesem euch wohl eh längst bekannten Meisterwerk sagen, ich lasse einfach die Musik sprechen:


52. MAHAVISHNU ORCHESTRA - Apocalypse (1974)
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Bandkopf John McLaughlin hatte Ende der 60er/Anfang der 70er auf zwei Alben von Miles DAVIS Gitarre gespielt und bereits vorher (mit Ginger Baker und Jack Bruce zusammen) bei der GRAHAM BOND ORGANIZATION, und somit zu ersten Vermischungen von Jazz und Rock (bzw. anfangs Jazz und Blues) beigetragen. Nach drei, bzw. vier größtenteils (bis aufs Debüt) auch schon dem Fusion zuzuordnenden Solo-Alben fing er dann 1971 an, unter dem Namen MAHAVISHNU ORCHESTRA Alben zu veröffentlichen, mit denen er eine innovative und (vor allem auf den ersten Alben) sehr aggressive Form von Jazzrock ins Leben rief, bei der neben der E-Gitarre auch eine elektrisch verstärkte und verzerrte Geige zum Einsatz kam.
Auf dem vorliegenden vierten Album wurde sogar noch das London Symphony Orchestra mit eingebunden, so dass wir hier eine Mischung aus Jazz Rock, Progressive Rock und moderner klassischer Musik zu hören bekommen.
Hier nehmen Orchester und Band etwa gleichberechtigte Positionen ein, spielen häufig abwechselnd, aber auch mal einander ergänzend zusammen (oder nur Orchester mit Schlagzeug, oder mit E-, bzw. am Anfang Akustik-Gitarre oder E-Geige zusammen).
Die Orchester-Parts muten dabei oft wie ein dramatischer Filmsoundtrack an, die Band-Momente sind häufig (oft irre schnelle) Improvisationen mit teils komplexer, aber auch ziemlich geil groovender Rhythmussektion. Dabei ist das ganze Album bis auf zwei Ausnahmen rein instrumental (die Ausnahmen bilden dann einmal eine Sängerin und einmal ein Gospel-artiger Chor).
Ich möchte hier gar keine einzelnen Stücke hervorheben, da die Scheibe als Ganzes am Stück am besten funktioniert und nach wie vor stilistisch ziemlich einzigartig in meiner Sammlung ist.
Hier mal das längste und abwechslungsreichste Stück:
 
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51. VAN DER GRAAF GENERATOR - Still Life (1976)
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VAN DER GRAAF GENERATOR bieten Prog Rock, der häufig ohne (dominante) E-Gitarre auskommt (dafür gibt‘s neben Bass, Gesang und Schlagzeug viel Orgel und Saxophon, gelegentlich auch Mellotron und Flöte, die Gitarre ist - wo vorhanden - sehr zurückhaltend) und dabei dennoch häufig ziemlich düster und „heavy“ klingt.
Schon „Pilgrims“ verströmt eine gewisse Melancholie, im ersten Part des Titelsongs (der im Finale noch einmal wiederkehrt) wird diese noch eindringlicher und dramatischer, eines der für mich ergreifendsten Stücke des Prog Rocks, dessen Stimmung perfekt den existenzialistischen Text transportiert. Ich kann diesen Song nicht ohne Gänsehaut und Tränen in den Augen hören!
Das fast 10-minütige „La Rossa“ klingt dann etwas expressiver und weniger hoffnungslos.
„My Room (Waiting For Wonderland)“ danach ist etwas unauffälliger und zurückhaltender, aber schön atmosphärisch.
im über 12-minütigen „Childlike Faith In Childhood‘s End“ geht es dann wieder sehr viel expressiver und teils dramatischer zu, vor allem der teils jazzige, instrumentale Mittelteil, sowie das Finale wissen zu begeistern!
Dennoch packt mich die B-Seite insgesamt nicht ganz so sehr, wie die A-Seite, sonst hätte ich „Still Life“ noch eine ganze Ecke höher positioniert.
Ein außergewöhnliches Stück Musik ist dieses Album aber allemal!
Hier gibt's den Titelsong:


50. KANSAS - Song For America (1975)
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Für nicht wenige ist ja neben dem Debüt "Leftoverture" oder "Point Of Know Return" das beste Album der Band, aber für mich geht einfach nichts über die ersten drei Alben!
Ich bin mir nie so ganz sicher, ob ich nun das Debüt oder dieses, das zweite Album, vorziehe, aber für so eine Liste muss man sich ja entscheiden. Hab trotzdem ein wenig Abstand zwischen den Alben gewählt, um die Liste bandmäßig mehr zu durchmischen.
Hier gibt es nur 6 Stücke, weniger sind auf keinem Album der Band, dabei ist es nicht einmal das kürzeste ihrer Diskografie (von den Alben bis Mitte der 80er sogar das längste)! Entsprechend haben wir ganze drei ziemlich komplexe Longtracks, von denen zwei sogar jeweils um die 13 Minuten gehen. Eigentlich ist es auch schon egal, welchen davon man besonders hervorhebt, sie sind alle grandios, egal ob sie nun auf den Titel "Song For America", "Lamplight Symphony" oder "Incomundro - Hymn For Atman" hören. Einen interessanten, mitreißenden Aufbau, viel Abwechslung und jede Menge Gänshautmelodien haben sie alle!
Auch erwähnenswert finde ich, dass das kürzere "The Devil Game" ohne die Orgel schon sehr nach Proto-Metal klingen würde.
Die insgesamt etwas größeren "Hits" hat wohl das Debüt, aber mehr Prog als auf diesem Album war die Band meiner Meinung nach nie! Meisterwerk!
Mehr Worte will ich dann auch gar nicht darüber verlieren, die meisten von euch kennen es eh, ansonsten hier reinhören:


49. BETWEEN THE BURIED AND ME - Automata I + II (2018)
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Kommen wir endlich zu meiner Lieblingsband der "neueren" Prog-Riege (immerhin existiert die Band auch schon knapp 25 Jahre).
Hierbei handelt es sich "eigentlich" um zwei EPs, die in einem Jahr veröffentlicht wurden, allerdings ursprünglich tatsächlich als ein Album geplant waren und aus einer einzigen Aufnahmesession stammen. Auf Vinyl gab es dann auch verschiedene Doppel-LPs mit beiden Teilen.
Die Band vermischt alle möglichen Stile, während das Debüt von 2002 noch recht viel Metalcore/Deathcore enthielt (wenn auch recht unvorhersehbar und mit Death Metal, Melodic Death und vielleicht noch ein klein wenig Grindcore angereichert), wurde die Band während der folgenden 6 Alben immer progressiver, wobei der direkte Vorgänger, "Coma Ecliptic" wohl den größten Anteil sowohl an “typischem” Prog Metal, als auch an klassischen Prog-Rock-Elementen enthielt.
Auf "Automata" geht es nun wieder etwas wilder zu, mit wieder erhöhtem Death-Metal-Anteil, ohne dabei aber Melodien (auch im Gesang) und ruhigere Momente zu vernachlässigen. Und extrem komplex ist das ganze dabei, mit ständigen Rhyhtmus- und gelegentlichen, unerwarteten Stil-Wechseln.
Wobei "Part I" für Band-Verhältnisse stilistisch relativ einheitlich wirkt. Von gelegentlichen elektronischen Spielereien abgesehen, könnte man hier die meiste Zeit von einer Mischung aus Prog Metal und Progressive Death reden, dargeboten von absolut virtuosen Musikern.
Das letzte Stück auf "Part I" hört auf den Namen "Blot" und ist auf dem Teil wohl das abgedrehteste. Nach kurzem Intro folgt eine ziemlich lange und völlig verrückte Tonfolge, (die später noch mal wiederholt wird), die man sich auch erstmal ausdenken muss (übrigens auch noch unisono von Gitarre und Keyboard gespielt), danach wird der Song immer wieder beschleunigt und abgebremst, melodischer Gesang und Growls wechseln sich ab, orientalisch anmutende Klänge finden genauso selbstverständlich statt wie ruhige, atmosphärische Momente und gelegentliche Blastbeats. Dabei ist die Komposition immer im Fluss, nichts wirkt bruchstückhaft oder aufgesetzt (zumindest für mich nicht).
Das über 13-minütige erste Stück von "Part II" ist dann z.T. fast schon klassischer Prog Metal in Dream Theater-manier, ohne deren mittlerweile große Vorhersehbarkeit allerdings, dafür gibt's dann doch zu viele völlig unerwartetee Wendungen, mal mit Blastbeats, mal mit Orgel oder Banjo (zumindest klingt da etwas für mich sehr nach letzterem)! In dem ganzen scheinbaren Chaos gibt es immer wieder auch schöne Melodien.
Richtig abgefahren wird's dann aber danach mit "Glide", dass mit Akkordeon, Klavier, Orgel, Percussion und Gesang teils wie ein surrealer Filmsoundtrack wirkt und perfekt zum folgenden, teils jazzigen "Voice Of Trespass" überleitet, dass tatsächlich erstmal mit einem Swing-Rhythmus und Bläsern überrascht! Ziemlich cool groovende Mischung mit den Growls und ausreichend Härte. Ab ca. 3:48 wird's dann völlig verrückt: ein kurzes Marimba- oder Xylophon-Solo leitet über in einen komplexen, hektischen Extrem-Metal-Part, im Finale wird's dann auch noch richtig episch (inklusive Tubular-Bells), Hammer!
Auch das abschließende "The Grid" ist großartig, wie alles auf "Automata"!
Hier mal "Glide" und "Voice Of Trespass":
 
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49. BETWEEN THE BURIED AND ME - Automata I + II (2018)
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Kommen wir endlich zu meiner Lieblingsband der "neueren" Prog-Riege (immerhin existiert die Band auch schon knapp 25 Jahre).
Nach den "Colors Live" - Konzerten wohl meine aktuelle Lieblingsband über alle Genres hinweg!
:verehr:❤️

Glide - > Voice Of Trespass

Einer der perfektesten Songübergänge wo gibt!
 
Yeah 2 absolute Top Alben. Bei Kansas sogar das Beste der Band. Leg ich auch gleich mal auf.

Bei BTBAM kenne ich bisher nur die Coma Ecliptic. Wenn das neue Album dieses Jahr erscheint will ich da mal tiefer einsteigen
 
BTB ist bekanntlich eine Lücke bei mir, ich gedenke allerdings, diese kurzfristig zu schließen, was wohl vollumfänglich ein wenig dauern wird. Das in Kürze erscheinende, neue Album nehme ich dann da mal als Anlass.

"Still Life" habe ich auf der 57. (und erst heute wieder gehört), die Kansas ist natürlich phantastisch und bei mir nur sehr knapp gescheitert.

Zum vorausgegangenen Dreier sei anzumerken, dass ich mich mit dem Mahavishnu Orchestra bisher nie befasst habe, weil das Nachholen der 70er eben sehr zeitintensiv ist. Das Kansas-Debut belegt bei mir die 66 und ist - wie alle 70er Kansas und wie auch schon zu "Song of America" angemerkt - ganz große Klasse. Und über "Perfect Symmetry" braucht man sicherlich keine weiteren Worte verlieren.

Watchtower ist natürlich zu weit hinten ;.) - und ich glaube, in die die Discographie von Motorpsycho, da komme ich schlicht nicht mehr rein, die ist einfach zu umfangreich - glaube ich....

Ansonsten finde ich die Liste in Summe total cool und überaus abwechslungsreich, zwischen die "üblichen Verdächtigen" mogelt sich dann immer mal recht Außergewöhnliches oder Unerwartetes - natürlich aus meinem Sichtfenster heraus betrachtet. Ein Beleg dafür, wie bunt und vielfältig die Prog-Rock- und Metal-Welt ist.
 
So, endlich geht's weiter!

48. HAKEN - The Mountain (2013)
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Mit „The Path“ ist der Einstieg ins Album verhalten und atmosphärisch, bereits „Atlas Stone“ zeigt dann aber, wohin die Reise geht. Melodie und Härte halten sich die Wage in einem recht komplexen aber sehr nachvollziehbaren Siebeneinhalbminüter. „Cockroach King“ ist noch einmal ca. 40 Skunden länger und überrascht mit an GENTLE GIANT erinnernden Satzgesängen, hat aber ebenfalls einiges an Abwechslung (inklusive Metal-Riffs) zu bieten, großartig! Das anfangs vom Klavier getragene, aber dennoch eher harte „In Memoriam“ ist dann mit nicht einmal viereinhalb Minuten deutlich kürzer, aber auch perfekt, so wie es ist.
„Because It‘s Here“ ist a capella und wirkt wie ein langes, stimmungsvolles Intro für das ohnehin schon längste Stück der Scheibe, das fast 12-minütige „Falling Back To Earth“. Der Verlauf ist atemberaubend, in der zweiten Hälfte wird es für eine Weile dann atmosphärisch-ruhig (erinnert mich ein wenig an OPETH), bevor sich bei weiterhin getragenem Tempo gegen Ende wieder sehr harte Gitarren hinzugesellen.
„Pareidola“ hat eine orientalisch anmutende Melodieführung und ist ein weiterer, abwechslungsreicher Longtrack der Spitzenklasse.
Das ruhig beginnende „Somebody“ hat dann gemessen an 9 Minuten Länge relativ wenige Parts, aber die Gesangslinien gehen mir nicht mehr aus dem Kopf und das Finale (bevor es ganz zum Schluss noch mal kurz ruhiger wird) ist einfach wie ein absolut mächtiger Filmsoundtrack!


47. GENESIS - Nursery Crime (1971)
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Das hier kennt ihr wohl alle.
„Musical Box“ ist ein absolut furioser Einstieg in das Album - übrigens das erste der Band mit Phil Collins als Schlagzeuger und Background-Sänger (bzw. beim ruhigen „For Absent Friends“ sogar Lead-Sänger). Wie die Spannung im Verlauf der knapp zehneinhalb Minuten immer wieder auf- und abschwellt, bis zum ekstatischen Finale, ist auch heute noch absolut mitreißend, im Erscheinungsjahr war das fast schon beispiellos!
Nach dem in klammern erwähnten, kurzen zweiten Stück geht es bei „The Return Of The Giant Hogweed“ wieder ausufernder zu, etwas geordneter allerdings als beim Opener (und gut eineinhalb Minuten kürzer), aber ebenfalls eingroßartiger Longtrack!
„Seven Stones“ beginnt dann erstmal ruhiger, entwickelt sich aber auch noch rockiger - diese krassen Dynamiken ziehen sich eigentlich durch das ganze Album, wobei hier die ruhigeren Momente dominieren (und das Stück mit gut 5 Minuten eher kurz ist). Das noch kürerze „Harold The Barrel“ wird interessanterweise von Klavier und Gesang dominiert, hier fällt mir heute übrigens gerade zum ersten Mal auch das Bassspiel auf, das mich zum Teil ein klein wenig an Magma erinnert.
Auch „Harlequin“ geht nicht einmal 3 Minuten, ist aber im Gegensatz zum fast schon hektischen „Harold...“ eher ruhig und atmosphärisch.
Danach wird es ja mit dem tollen Finale „The Fountain Of Salmacis“ auch wieder epischer und ausufernder.
Klassiker!


46. RUSH - Farewell To Kings (1977)
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Muss ich hier wirklich Eulen nach Athen tragen?
Waren die ersten drei Alben noch eindeutig (ab „Fly By Night“ immer progressiver werdender) Hard Rock, gab es bereits auf dem Vorgänger dieses Albums mit der A-Seite eine grandiose Prog-Rock-Suite, die es eigentlich zwingend verdient hätte, hier in der Liste durchaus weit oben aufzutauchen. Die B-Seite jenes Albums ging aber wieder ein paar Schritte zurück ("A Passage To Bangkok" hatte die Band ja sogar bereits vorm ersten Album geschrieben und gespielt), da fand ich vieles auf den Alben Nr. 2 und 3 besser, was den Schnitt für mich dann doch runterzieht und „Farewell To Kings“ insgesamt das eindeutig bessere Album werden ließ.
Der einleitende Titelsong ist schon toll und bietet in nicht einmal 6 Minuten mehr Abwechslung, als so manche Band auf einer ganzen LP-Seite...
„Xanadu“ ist dann allerdings wirklich ein absolutes Meisterwerk, dass eigentlich alle, die auch nur im Entferntesten etwas mit Prog Rock und Hard Rock anfangen können, kennen sollten!
Das experimentelle, aber durchaus Atmosphäre aufbauende Intro lässt schon Großes erwarten, als dann aber die (inzwischen) bekannte, mitreißende Gitarrenmelodie ertönt, ist nichts anderes als Euphorie angebracht (ich frage mich bei der übrigens immer, ob die GUNS‘n‘ROSES zu „Sweet Child O‘ Mine“ inspiriert hat)!
Ich finde es immer wieder beeindruckend, wie Geddy und Alex sich hier mal unisono, mal vollkommen eigenen Läufen folgend durch den komplexen Song spielen und Neil oft so unglaublich kreativ den Takt angibt!
Und der Song ist dabei stets nachvollziehbar und mitreißend!
Das kurze „Closer To The Heart“ ist dann fast sowas wie die erste Ballade der Bandgeschichte. Schöner Song, der mir aber in Live-Versionen wegen des verlängerten, ekstatischen Schlussparts immer nochmal eine Ecke besser gefällt!
„Cinderella Man“ macht mit seinen Rhythmuswechseln, sowie dem Hin-und Herpendeln zwischen ruhigen Momenten und rockigen Ausbrüchen auch einfach Spaß und bietet in 4:20 auch schon mehr rhythmische/strukturelle Komplexität als so mancher 7-Minüter bei anderen Bands.
Und dieser Groove im Instrumentalteil!
Das wieder ruhigere, kurze „Madrigal“ bietet dann noch mal eine Verschnaufpause vorm großartigen Finale, das auf den Namen „Cygnus X-1“ hört, und sowohl mit krasser Komplexität, als auch mit (teilweise) für Progressive Rock außergewöhnlicher Härte begeistert! Hier hört man nicht nur die Hard-Rock-Wurzeln der Band raus, bei einigen Riffs empfinde ich sogar immer so eine punkige Wildheit, die zu der Zeit im anspruchsvollen Rock ohne Beispiel war!
Unglaubliche Scheibe und im Jahr 1977 (mein Geburtsjahr übrigens) für mich tatsächlich absolut konkurrenzlos!
 
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45. MYSTIC FORCE - The Eternal Quest (1993)
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Diese Band um Bassist Keith Menser (später auch mal bei Iced Earth), die sich stilistisch zwischen US Power Metal und Progressive Metal bewegte, hat wirklich eine äußerst merkwürdige Veröffentlichungsgeschichte. Gegründet bereits 1983, dann erst 1987 und 88 Veröffentlichung von 2 Demos, 1989 dann eine EP und wieder ein Demo. Die ersten beiden (!) Full-Length Veröffentlichungen im Jahr 1990 („Shipwrecked With The Wicked“ und „Take Command - The Demo Years“) waren dann Compilations mit den bisherigen Aufnahmen, wobei komischerweise beide die Songs des ersten Demos komplett enthielten, während man den Song „Blind Vision“ vom zweiten Demo nirgends unterbrachte. Der wiederum tauchte dann 1992 endlich auf einer CD-Single (die Vorab-Single zum ersten richtigen Album) auf. Wer kommt auf solche Ideen?
Erst 10 Jahre nach Bandgründung erschien dann das eigentliche Debüt-Album (auf dem "Blind Vision" übrigens nicht enthalten war), von dem man nun als Fan, der die Band bereits verfolgt hatte, bereits 4 der 12 Songs kannte. (Für mich war dieses Album allerdings der Erstkontakt mit der Band.)
Manchmal kommt mir das Album übrigens so vor, als hätte es zwei verschiedene Stile - auf der einen Seite zwar anspruchsvollen, aber tendenziell eher geradlinigen, eingängigen Heavy-/Power-Metal, wie in „Shipwrecked With The Wicked“ und „Vicious Obsessions“ (die allerdings auch mehrere verschiedene und teils komplexere Parts haben), der Ballade „Reach For Tomorrow“, sowie vor allem in „Broken Heroes“. Auf der anderen Seite dann rhythmisch komplexe Frickel-Monster wie „Divinity Within“, „Premonitions“, „Structure Of Uncertainties„ oder „Dimensions“. Der Rest der Songs liegt irgendwo zwischen diesen beiden Polen.
Erwähnen möchte ich noch das ruhig beginnende, dann härter werdende „Another World“, das atmosphärische, in den ruhigen Momenten an Arch-FATES WARNING erinnernde „Answers Of The Mystery“ und das für mich immer sehr nach DEADLY BLESSINGs Debüt klingende „Temples In Exile“.
Bei allem Gefrickel hat das Album auch fast immer eingängige, mitreißende Refrains und eine unnachahmliche Atmosphäre!
Je länger ich drüber nachdenke, desto mehr müsste ich dieses Album eigentlich in eine Stilschublade mit Spät-80er HELSTAR und eben DEADLY BLESSING stecken, also doch nicht so richtig Prog-Metal, aber die Grenzen sind hier ja fließend. Und zumindest entwickelten MYSTIC FORCE sich danach noch deutlicher in die Prog-Richtung, vor allem auf „Man Vs. Machine“.
Und es ist auf jeden Fall ein Alltime-Fave von mir!
Hier mal das atmosphärische "Answers Of The Mystery":


44. UNIVERS ZÉRO - Ceux Du Dehors (1981)
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kommen wir nun zum dritten und somit (wegen meiner selbstauferlegten „maximal 3 Alben“ Regel) für mich besten Album dieser ungewöhnlichen Band in meiner Liste!
Im Gegensatz zu anderen Prog-Bands aus den 70ern wurden Univers Zéro in den 80ern nicht wirklich nennenswert zugänglicher oder gar massentauglicher. Allenfalls etwas schneller als auf den ersten beiden Alben ging die Band hier teilweise zu Werke, aber dennoch kaum weniger düster.
Auch die Instrumentierung ist hier nicht dem Zeitgeist angepasst, die manchmal soundtrackartig avant-gardistischen Klänge werden unter anderem von Schlagzeug, Klavier, E-Bass, Oboe, Violine, Fagott, Mellotron erzeugt.
Gleich zum Einstieg bekommt man mit „Dense“ ein echtes Meisterwerk an instrumentaler Musik, die sowohl hektische, nervenaufreibende, als auch langsamere, düstere Momente bietet und immerhin fast zwölfeinhalb Minuten geht, aber nicht eine langweilige Sekunde enthält!
Das zweite Stück ist mit gut achteinhalb Minuten kürzer und enthält sogar einen Männerchor und ein Hurdy Gurdy, ist außerdem deutlich disharmonischer und sperriger als der komplexe aber direkt mitreißende Einstieg. Aber auch dies könnte man sich gut als Soundtrack zu einem (schräg-düsteren) Film vorstellen.
„Bonjour Chez Vous“ ist deutlich kürzer und wirkt auch noch mal ein wenig chaotischer, bzw. ähnlich schräg wie das Stück davor. Mit „Combat“ kommt dann aber wieder ein fast 13-minütiges Stück, durch das sich (bis auf einen experimentellen, improvisiert wirkenden Part) fast die ganze Zeit ein Thema/eine Melodie zieht, die allerdings so variiert und im Verlauf intensiviert wird, dass sich unglaubliche Spannung aufbaut! Auch das hat wieder sehr deutlichen Soundtrack-Charakter. Diese Art des Aufbaus und auch das Bassspiel erinnern mich stark an MAGMA, auch wenn wir hier eine ganz andere Instrumentierung haben. Allerdings gibt es hier gegen Ende noch eine kurze Passage mit lautmalerischem weiblichen Gesang, die ebenfalls an MAGMA erinnert. Das Finale ist auch nervenaufreibend wie eine Verfolgungsjagd durch enge Gassen einer chaotischen Stadt!
Danach brauche ich erstmal eine Verschnaufpause, die dann zwar mit dem ruhigen Intro vom kurzen „La Musique d‘Erich Zann“ auch kommt. Das improvisierte Stück ist allerdings passend zum Titel auch alles andere als harmonisch und entspannend, es baut vielmehr eine unheilvolle Stimmung auf.
Auch das abschließende „La Tête Du Corbeau“ geht nur etwas über 3 Minuten und erzeugt eine düstere Atmosphäre.
Ich könnte mir vieles auf diesem Album (oder überhaupt von dieser Band) richtig gut als Soundtrack für düstere Schwarz-/Weiß-Stummfilme vorstellen (wie z.B. den „The Call Of Cthulhu“ von 2005)!


43. WALLENSTEIN - Blitzkrieg (1972)
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Den Einstieg in dieses bereits 1971 aufgenommene Album bildet das fast 12-minütige Instrumental "Lunetic", das mit überwiegend furiosem Tempo und einem Keyboard Arpeggio nach dem anderen begeistert. Einen schönen, atmosphärischen, im Rhythmus leicht jazzigen Mittelteil gibt es als Verschnaufpause, hier spielt sich die Band dann allerdings langsam in Extase, bis sie wieder in das rasante Tempo des ersten Teils (nach dem Intro) verfällt! Ich glaube, das könnte (vom Mittelteil abgesehen) der schnellste Song des Progrocks der frühen 70er sein! Wahnsinn! Der schräge, selten gehörte Sound des Keyboards macht es noch einzigartiger!
Es folgt das immerhin noch fast 10-minütige "The Theme", das mit seinen harmonischen Klavierklängen einen deutlichen Kontrast dazu bildet. Nach einer Weile wird es noch ruhiger und das Klavier (plus Schlagzeug) bekommt Gesellschaft in Form von atmosphärischen Mellotronklängen, einer solierenden Gitarre und dann auch Gesang. Danach nimmt auch dieser Song wieder Fahrt auf, nur etwas weniger nervenaufreibend als der Opener, allerdings ähnlich entfesselt. Der Song endet dann wieder mit dem Anfangsthema.
Mit "Manhatten Project" wird auch die B-Seite von einem Instrumental eingeleitet, diesmal sogar fast 14 Minuten lang! Das Stück ist entsprechend auch noch abwechslungsreicher aufgebaut und von der Stimmung her epischer, hier ebenfalls mit teilweise recht dominantem Klavier, wie schon bei "The Theme". Ein Wechselbad der Gefühle mit melancholischen und fast schon fröhlichen Momenten, langsamen und schnellen, leisen und lauten Passagen!
Als Abschluss gibt es noch mal einen Song mit Gesang - der mit gut siebeneinhalb Minuten kürzeste und insgesamt vielleicht auch ruhigste, auf jeden Fall melancholischste auf diesem Album (allerdings ebenfalls mit einer gewissen Dramatik im Aufbau - auch hier wird die relative Ruhe zumindest in der Mitte von einem eindringlicheren, flotteren Teil abgelöst, bevor es gegen Ende wieder ruhig und melancholisch wird).
Meiner Meinung nach eine extrem unterbewertete, bzw. häufig zu Unrecht übersehene Scheibe im klassischen Prog Rock!
(Die Nachfolger dieses Albums bis maximal 1977 sind übrigens auch noch empfehlenswert, aber meiner Meinung nach ist die Band leider tatsächlich stückweise mit jedem Album ein wenig schwächer geworden.)
Hier der rasante Opener:
 
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Die Mystic Force ist natürlich legendär, die Univers Zero ein Traum (wie eigentlich alles von den Belgiern, die haben tatsächlich elf starke Scheiben am Stück fabriziert!), diese Wallenstein jedoch, die kenne ich noch nicht. Die höre ich mir jetzt mal online an. Von denen kenne ich nur die "Mother Universe", und die ist spitze.
 
Die Mystic Force ist natürlich legendär, die Univers Zero ein Traum (wie eigentlich alles von den Belgiern, die haben tatsächlich elf starke Scheiben am Stück fabriziert!), diese Wallenstein jedoch, die kenne ich noch nicht. Die höre ich mir jetzt mal online an. Von denen kenne ich nur die "Mother Universe", und die ist spitze.
Ich finde das Debüt tatsächlich noch besser als "Mother Universe", nur die Produktion ist deutlich dünner/schwächer.
 
die Univers Zero ein Traum (wie eigentlich alles von den Belgiern, die haben tatsächlich elf starke Scheiben am Stück fabriziert!).
Wobei ich das letzte definitiv schwächer finde und das hat auch fast nichts Düsteres mehr. Auch "Rhythmix" und "Implosion" gefallen mir etwas weniger, aber insgesamt schon eine beeindruckende Diskografie für so eine alte Band!
 
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