[Top of the Progs - 100 Meisterwerke] Die gräfliche Liste

Ich auch. Aber den Gesang muss etwas ersetzen. Dann muss mir ein Instrument oder ein Soundteppich eine Geschichte erzählen. Gefrickel nahe am „Wahnsinn“ gibt mir nichts.
Ja, sehe ich ähnlich, auch wenn einiges, was ich gerne höre, für manche vielleicht genau das ist, was du im letzten Satz beschreibst. :D
Die erste ANIMALS AS LEADERS ist für mich locker genauso gut darin, mich auf eine emotionale Reise mitzunehmen, wie guter Post Rock. Es wird zwar ordentilch gefrickelt, aber für mich auf eine mitreißende, manchmal fast schon eingängige (und vor allem auch innovative, also nicht so ausgelutschte) Art.
 
Dann wollen wir mal sehen, ob der nächste Dreier auch auf so viel Verständnis trifft. ;)

Platz 84:

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Communic - Conspiracy In Mind (2005)

Offen gesagt kenne ich nur diese eine Scheibe der Band, aber ich liebe sie sehr. Hört man den Titeltrack, denkt man sofort: So könnten Nevermore im Proberaum geklungen haben, wenn sie alle schön recht müde und abgekämpft waren. Es gibt aber auch ganz andere Songs auf dem Album. Softere. Vielleicht ist @Vauxdvihl der bessere Ansprechpartner für Norweger-Prog. Einfach mal kurz reinhören, wenn Zeit und Bock... sehr abwechslungsreich und viele schöne Ideen, finde ich.

https://www.youtube.com/watch?v=agQJ3CcIysY

Platz 83:

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The Jelly Jam - Prophet Profit (2016)

Als ich damals Ty Tabor, John Myung und Rod Morgenstein zu Promo-Zwecken in schwarzen Hoodies durch die Heide habe stromern sehen, wußte ich schon, das wird was. :) Ein ganz, ganz feines Album ist das, wundervolle Melodien, sehr hübsche Band-Arrangements, dabei alles sehr unprätentios und bescheiden vorgetragen. Understatement mit was dahinter. Ich staune immer wieder, wie einfach und eingängig Myung Bass spielen kann. Die Drum-Parts oft trickreicher, als man beim ersten Lauschen meinen möchte. Ty in Bestform, seinen Gesang muß man halt mögen (Portnoy hat ihn mal mit Lennon verglichen), aber seine Gitarrenarbeit und sein Songwriting - da gibt´s keine 2 Meinungen, sage ich mal. Bitte unbedingt wenigstens kurz mal antesten, auch und gerade die, die bisher nicht King´s X gehört haben!

https://www.youtube.com/watch?v=PoJWqgdguFo
https://www.youtube.com/watch?v=8H1lGJWRncs

Platz 82:

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Canvas Solaris - The Atomized Dream (2008)

Jetzt mache ich mal was ganz Verpöntes, hier einfach der Wikipedia-Artikel. Wißt Ihr, wie ich auf diese zunächst relativ kurzlebige, dann reaktivierte Band gekommen bin? Lest mal nach, mit welchen Prog-Größen ihr Stil da von den unbekannten Wiki-Autoren verglichen wird: Cynic, Rush, King Crimson, Death (!!!), Watchtower und Mars Volta. Was für eine irre Aufzählung, dachte ich, und hörte rein. Hat mich geflasht. Besonders die Namen "Cynic" und "Crimson" möchte ich dick unterstreichen. Und Pearts Schlagzeugspiel wird man auch bequem als Vorbild erkennen können. Für Freude des etwas ruhigeren Fahrwassers ist viell. ihr Album "Atomized Dream" etwas. Ausgetüftelt, aber souverän und stilsicher dargeboten. Findet man wahrlich nicht so häufig. Zum Reinhören das gesamte Album. Wen der erste Track ein bißchen nerven sollte (bei mir hat er diesen Effekt), einfach zum zweiten übergehen:

https://en.wikipedia.org/wiki/Canvas_Solaris
https://www.youtube.com/watch?v=uax0HXcg09w
 
Zuletzt bearbeitet:
84: Phantastisches Album! Der Nachfolger "Waves of Visual Decay" ist sogar noch ein Iota stärker, und auch das aktuelle Werk "Hiding from the World" ist famos!

82 und 83 komplett unbekannt, und ich dachte, ich hätte Ahnung, ey...
 
84: Phantastisches Album! Der Nachfolger "Waves of Visual Decay" ist sogar noch ein Iota stärker, und auch das aktuelle Werk "Hiding from the World" ist famos!

82 und 83 komplett unbekannt, und ich dachte, ich hätte Ahnung, ey...
Hast Du doch, auf jeden Fall mehr als ich. Ist doch schön, daß wir alle in jedem Thread immer wieder was neues kennenlernen... (ach, und danke für die Communic-Empfehlung!)
 
Dann wollen wir mal sehen, ob der nächste Dreier auch auf so viel Verständnis trifft. ;)

Platz 84:

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Communic - Conspiracy In Mind (2005)

Offen gesagt kenne ich nur diese eine Scheibe der Band, aber ich liebe sie sehr. Hört man den Titeltrack, denkt man sofort: So könnten Nevermore im Proberaum geklungen haben, wenn sie alle schön recht müde und abgekämpft waren. Es gibt aber auch ganz andere Songs auf dem Album. Softere. Vielleicht ist @Vauxdvihl der bessere Ansprechpartner für Norweger-Prog. Einfach mal kurz reinhören, wenn Zeit und Bock... sehr abwechslungsreich und viele schöne Ideen, finde ich.

https://www.youtube.com/watch?v=agQJ3CcIysY

Platz 83:

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The Jelly Jam - Prophet Profit (2016)

Als ich damals Ty Tbor, John Myung und Rod Morgenstein zu Promo-Zwecken in schwarzen Hoodies durch die Heide habe stromern sehen, wußte ich schon, das wird was. :) Ein ganz, ganz feines Album ist das, wundervolle Melodien, sehr hübsche Band-Arrangements, dabei alles sehr unprätentios und bescheiden vorgetragen. Understatement mit was dahinter. Ich staune immer wieder, wie einfach und eingängig Myung Bass spielen kann. Die Drum-Parts oft trickreicher, als man beim ersten Lauschen meinen möchte. Ty in Bestform, seinen Gesang muß man halt mögen (Portnoy hat ihn mal mit Lennon verglichen), aber seine Gitarrenarbeit und sein Songwriting - da gibt´s keine 2 Meinungen, sage ich mal. Bitte unbedingt wenigstens kurz mal antesten, auch und gerade die, die bisher nicht King´s X gehört haben!

https://www.youtube.com/watch?v=PoJWqgdguFo
https://www.youtube.com/watch?v=8H1lGJWRncs

Platz 82:

61utUWiisrL._SX522_.jpg


Canvas Solaris - The Atomized Dream (2008)

Jetzt mache ich mal was ganz Verpöntes, hier einfach der Wikipedia-Artikel. Wißt Ihr, wie ich auf diese zunächst relativ kurzlebige, dann reaktivierte Band gekommen bin? Lest mal nach, mit welchen Prog-Größen ihr Stil da von den unbekannten Wiki-Autoren verglichen wird: Cynic, Rush, King Crimson, Death (!!!), Watchtower und Mars Volta. Was für eine irre Aufzählung, dachte ich, und hörte rein. Hat mich geflasht. Besonders die Namen "Cynic" und "Crimson" möchte ich dick unterstreichen. Und Pearts Schlagzeugspiel wird man auch bequem ls Vorbild erkennen können. Für Freude des etwas ruhigeren Fahrwassers ist viell. ihr Album "Atomized Dream" etwas. Ausgetüftelt, aber souverän und stilsicher dargeboten. FIndet man wahrlich nicht so häufig. Zum Reinhören das gesamte Album. Wen der erste Track ein bißchen nerven sollte (bei mir hat er diesen Effekt), einfach zum zweiten übergehen:

https://en.wikipedia.org/wiki/Canvas_Solaris
https://www.youtube.com/watch?v=uax0HXcg09w
Das COMMUNIC-Debüt ist toll, ich liebe gerade diese verträumte Atmosphäre ab dem zweiten Stück. Der Opener hingegen klingt mir wirklich zu sehr bei Nevermore abgekupfert (ohne deren emotionale Tiefe zu erreichen), das hast du schon gut beschrieben! Wenn man vom ersten Stück absieht, haben sie dieses Album für mich auch nie wieder erreicht, was die Emotionalität angeht (das letzte Album und "The Bottom Deep" waren immerhin wieder nahe dran - und technisch sicher ne Ecke ausgefuchster).

Von deinem Platz 83 habe ich noch nie was gehört, klingt interessant!

CANVAS SOLARIS kenne und liebe ich (hab alles von denen, inklusive der EP und der Split-Single), bester Instrumental-Prog-Metal! Und mit "The Atomized Dream" hast du hier wirklich ihr zugänglichstes/am wenigsten stressiges Werk gewählt (neben "Penumbra Diffuse" vielleicht). Finde ich übrigens interessant, dass du das erste Stück als nervig empfindest. Für mich ist das ein schön atmosphärischer Einstieg - und diese Twin-Leads gegen Ende! (Gut, einen Tick kürzer hätte es ruhig sein können, da hätten 3:30 Minuten wohl locker gereicht)
 
Zuletzt bearbeitet:
Communic früher ab und zu (mit)gehört, live war's cool, für mehr hat es aber nie gereicht.

TJJ klingen auf Anhieb sehr frisch und für meine Gewohnheiten mal nicht ganz gewöhnlich, wird verfolgt, danke.

CS kenne ich nur von dem großartigen Coroner Tribut mit Pharaoh. Vollzeit Instrumental ist aber eher Ausnahme bei mir.
 
84. Ich liebe dieses Album, von vorne bis hinten gelungen. Bis heute auch meine Pole-Position im bisherigen Schaffen der Band, obgleich die Nachfolger allesamt qualitativ hochwertig sind.
85. Eine weitere Prog-Supergroup - dieses Mal eine, die ich komplett ignoriert habe seinerzeit und die mir ohne die Erwähnung hier auch ganz sicher nicht wieder eingefallen wäre. Da ich momentan ja ein wenig im Kings-X-Entdeckermodus bin (es erscheint in Kürze übrigens eine Box mit den ersten Alben der Band, was mich dann doch sehr gefreut hat) passt das eigentlich ganz gut. Wird nun nicht wieder in der Versenkung verschwinden.
86. Ist mir völlig unbekannt, schreit aber anhand der Wikipedia-Definition nach "Anhören!", obgleich auch bei mir gilt

Vollzeit Instrumental ist aber eher Ausnahme bei mir.

Da bin ich aber auch schon bei Long Distance Calling drauf reingefallen...
 
...und gleich die nächsten, sehr schön.
Communic: eine Band, für die ich bisher noch keine Zeit gefunden hatte, mich mit ihr zu beschäftigen. Sollte ich aber tun.
The Jelly Jam: klingt für mich doch etwas King's X-ig und das passt momentan gar nicht in meinen Geschmack, obwohl ich die früher sehr gerne mochte.
Canvas Solaris: wie schon bei den beiden aus dem letzten Dreier - mir zu frickelig.

Schöne Vielfalt...und gleich komme ich wieder mit was ganz anderem ums Eck.
 
84. die Band habe ich für mich "auf der anderen Seite" einsortiert, wie Nevermore/Sanctuary auch. Das ist natürlich ein tolles Album, aber tatsächlich war ich anno 2005 davon erst mal ein bisschen "enttäuscht", weil ich nach all den Vergleichen in den Jubelarien mit "Awaken The Guaridan", "Nightfall" oder "Into The Mirror Black" wohl eine zu hohe Erwartungshaltung hatte. Mein Favorit der Band ist wohl tatäschlich das aktuelle Album.
83. das finde ich - wie auch vieles von King's X - gut, aber ohne jeggliche Euphorie. Meine liebste Scheibe aus dem King's X-Umfeld bleibt wohl die JUGHEAD.
82. das ist mal notiert. Sagt mir überhaupt nix.
 
Weil Du gerade nochmal Sanctuary/Nevermore erwähnst: Kann ich sehr gut verstehen, wenn man die knapp (?) jenseits der Prog-Demarkationslinie verortet. Bei mir sind sie halt knapp diesseits, wobei sich "knapp" nur auf offensichtliche Genrezugehörigkeit bezieht, musikinterne Gründe, z.B. "Into The Mirror Black" AUCH als Prog zu klassifizieren, gibt es meiner Meinung nach genügend, ich habe das Album gestern erst wieder ganz gehört und darauf besonders achtgegeben.

Ich habe ein paar Grenzfälle in der revidierten Liste, evtl. auch sehr wenige "Ach du liebe Güte"-Alben (hier geht es dann vornehmlich um "normalen" Metal, der aber eben m.E. genügend Prog-Anteile mit sich führt). Da handelt es sich dann um Bands, die man im Gesamtschaffen niemals Prog nennen würde, die aber einzelne Alben veröffentlicht haben, bei denen das mit ein bißchen gutem Willen durchaus geht. Grundsätzlich habe ich mich aber natürlich redlich bemüht, den allgemeinen Vorgaben allergroßenteils gerecht zu werden. So habe ich z.B. auch Kate Bush oder Lisa Dal Bello rausgenommen, einfach weil ich weiß, daß die meisten da die Nase rümpfen werden.

Ersatz gab´s genug, denn ich habe in letzter Zeit etliches an für mich neuem Prog kennenlernen dürfen. Einiges habe ich sofort so sehr ins Herz geschlossen, daß keine Inkubationszeit nötig ist, um diese Platten sogar höher als Platz 80 einzuordnen. Bin froh, daß ich @RageXX noch keine Liste geschickt habe, der Arme würde sonst aus dem Kopfschütteln wohl nicht mehr herauskommen. :)
 
Weil Du gerade nochmal Sanctuary/Nevermore erwähnst: Kann ich sehr gut verstehen, wenn man die knapp (?) jenseits der Prog-Demarkationslinie verortet. Bei mir sind sie halt knapp diesseits, wobei sich "knapp" nur auf offensichtliche Genrezugehörigkeit bezieht, musikinterne Gründe, z.B. "Into The Mirror Black" AUCH als Prog zu klassifizieren, gibt es meiner Meinung nach genügend, ich habe das Album gestern erst wieder ganz gehört und darauf besonders achtgegeben.

Ja, das kann man ganz sicher, aber in meiner Welt habe ich tatsächlich weder Sanctuary noch Nevermore je als Prog wahrgenommen, auch wenn es bei Nevermore zumindest bei "The Politics of Ecstasy"eigentlich gar keiner Diskussion bedarf. Lag womöglich auch daran, dass sich die Band selbst und die Presse sie auch nie als Prog vermarktet hat.
 
Ja, das kann man ganz sicher, aber in meiner Welt habe ich tatsächlich weder Sanctuary noch Nevermore je als Prog wahrgenommen, auch wenn es bei Nevermore zumindest bei "The Politics of Ecstasy"eigentlich gar keiner Diskussion bedarf. Lag womöglich auch daran, dass sich die Band selbst und die Presse sie auch nie als Prog vermarktet hat.
Das ist auch ein wichtiger Punkt und bestimmt ganz gewiß die Außenwahrnehmung einer Band mit. Ich merke das auch an mir selbst, wenn ich überlege, was ich hören sollte, wonach mir "gerade ist". Dabei zeichnet sich doch sehr viel aus dem Bereich Prog dadurch aus, daß ungemein viele Dinge in einem Song gleichzeitig passieren, so daß selten nur eine Stimmung bedient wird.

Bei Nevermore wird natürlich vorwiegend gekesselt."Politics", wo Du das Album nennst, ist evtl. auch genau deswegen mein liebstes von Nevermore. Früher war es für mich konkurrenzlos vorn im Bandkatalog, dann hat es sich länger ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit "Dreaming" geliefert. Ich bin durch "Politics" auch auf die Band aufmerksam geworden, in einem englischsprachigen Gitarrenbuch nannte der Autor zwei Alben als Beleg dafür, wie Rhythmus-und Solospiel miteinander verschwimmen, eine Einheit bilden können. "DTs "Awake" und eben "Politics".

Habe es kürzlich erst wieder gehört und festgestellt, wie ich es liebe. Übrigens wird bei mir auch eine Band vorkommen, die von den regelmäßigen Beiträgern in diesem Unterforum evtl. nur wir beide hören. ;) Das ist so ein Fall, Band total unprogressiv, diese zwei Alben... mit liebenden Ohren gehört evtl. doch. Bin mal gespannt, ob Du das wenigstens zu Teilen nachvollziehen können wirst.
 
Schön, dass es doch weitergeht :top:

Das ist doch gerade das Interessante, das andere Menschen ganz andere Platten im Fokus haben als man selbst.
87 und 85 kannte ich nicht, sind aber beide bei Apple Music, so dass ich mal reinhören konnte. Für mich ist das beides nichts, weil zu viel Gefrickel. Wahrscheinlich können Leute, die ein Instrument spielen, damit viel mehr anfangen.

Die 86 hingegen finde ich großartig.
 
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