[Top of the Progs - 100 Meisterwerke] - Vauxdvihls Liste

Platz 6
Dream Theater - Metropolis, Part 2: Scenes From A Memory, USA, 1999
4829_1572366746_300.jpg

Nachdem "Falling Into Infinity" anno 1997 verhältnismäßig enttäuscht hatte, war schon die Ankündigung, dass das nächste Werk ein Konzeptalbum basierend auf meinem Lieblings-Images-Song 'Metropolis, Part I', sein würde, schuld an einem ersten Euphorieschub. Die Jubelarie im Rock Hard tat ihr übriges und als dann bekannte Takte "Scenes From A Memory" eröffneten, war es ruck zuck um mich geschehen. Das Album wurde von 'Regression' bis 'Finally Free' aufgesogen. Es lief ein halbes Jahr langg quasi kein anderes Album, wobei das Doppel 'Home/The Dance of Eternity' meist sogar noch extra Durchläufe bekam. An der Begeisterung für dieses Wunderwerk hat sich bis heute nichts geändert, es wird sich auch nie ändern. Ohne Wenn und Aber ein Klassiker.
 
So recht habe ich mich ja noch gar nicht zu den Platzierungen ab der 13 geäußert. Nun, gerade kurze Kaffeepause mit Blick auf ganz viel Weiß draußen, da kann ich das ja mal nachholen:

13. Mouse ist toll! Punkt! Ob es bei mir bis zu einer so hohen Platzierung reichen wird, das lasse ich mal offen. Ein völlig "anderes" Prog-Album, das zwar durchaus beim Neo-Prog à la Fish-Marillion anklopft, indes aber weiter geht. Fordernd. Ist man einmal drin, dann ist es nichts anderes als große Liebe.

12. "Into the Everflow" ist und bleibt ein Monument. Von daher darf ein Solches auch ohne Wenn- und Aber auf der 12 vorzufinden sein.

11. Ich hätte "I&W" in der Top Ten vermutet. Naja, knapp vorbei ist bekanntlich auch daneben. Für mich auf ewig ein ganz, ganz besonderes Album, das ich In- und auswendig kenne und das bis heute rein gar nichts von seiner Faszination verloren hat. Den Moment, in dem es erstmals in meinem Player rotierte, den werde ich wohl nie vergessen, obwohl das Drumherum eher unspektakulär war. Ich habe danach versucht, alles von, mit und über Dream Theater aufzusaugen. Aus heutiger Sicht mag das Debut einen höheren Stellenwert haben (R.I.P. Charlie übrigens....so sad), für mich persönlich war es das Tor zur Progmetal-Welt.

10. "Bleeding" auf der 10 und auch noch vor "Everflow" und "I&W" - very suprising. Ich halte sowohl "Mosquito", als auch "Bleeding" für gute Alben, einen derart überragenden Stellenwert kann ich aber beide nicht einräumen. Warum Du es kannst, das hast Du ja schön erklärt - und mir auf jeden Fall mal wieder Appetit auf das Ding gemacht - vor Allem auf "Morbid", das wiederum auf einer Top-Prog-Songs-100 von mir wiederum auftauchen würde. Bockstarkes Teil.

9. Jo, auf eine Top-10-Platzierung hätte ich wetten können, ganz leise hätte ich sogar die "1" vermutet. Natürlich und unwiderruflich eines der wegweisenden Prog-Metal-Epen der Frühzeit, auch, wenn hier Vieles noch gar nicht sooooo proggy gewirkt hat. Matheos hat danach im Übrigen andauernd wegweisende Prog-Metal-Epen veröffentlicht, aber dazu findet sich ja so Einiges im FW-Faden. Was soll man sonst noch zum "Guardian" schreiben? Perfekt von vorn bis hinten.

8. Allein Damians Live-Performance von 2 Stücken dieses - doch - Überwerks neulich rechtfertigen diese Platzierung. "Wounded Land" ist ein Masterpiece und ich habe an anderer Stelle schon so viel dazu geschrieben....wer dieses Album nicht mag, der hat den Prog nie geliebt :D . Manchmal stelle ich mir vor, was wohl geschehen wäre, wenn die Band noch ein wenig mehr Zeit und Erfahrung in dieses Album gesteckt hätte....und dann stelle ich mir die Frage, warum ich mir diese Frage überhaupt stelle...und drehe "Sanity's End" einfach lauter.

7. Überraschend! Auch hier kann ich mich noch exakt daran erinnern, wie ich dieses Werk erstmals gehört habe. Die Band war eine Empfehlung eines Kumpels, der eigentlich im Slayer-Obituary-Exhorder-Kosmos unterwegs war, von daher war ich schon ein klein wenig skeptisch....aber da auch die Empfehlung Death Angel schon gezündet hatte war es ja den Versuch wert. Ich habe die ersten 3 Stücke gehört - und dann bei Hellion sofort mein eigenes Exemplar bestellt. Vielleicht ist die 7 aus meiner Sicht etwas zu hoch dotiert, aber...ach, sei's drum. Im Wesentlichen voll vertretbar, auch an dieser Stelle.

6. Zur 6 hat @Pavlos ja eine perfekte Zusammenfassung geliefert:

Eine unfassbar perfekte Scheibe. Hier stimmt einfach jede Idee, jede Stimmung, jeder Ton.

Am Releasetag des Albums lag ich krank flach und konnte es daher nicht besorgen. Ein Kumpel von mir ist losgefahren und hat es gekauft (für sich und für mich), konnte es mir aber aus Zeitgründen nicht am Erwerbstag überbringen....dafür hat der Sack mich angerufen (abens, so irgendwie um 20:30) und hat mir die aus seiner Sicht besten Passagen durchs Telefon (!) vorgespielt. Ich bin beinahe wahnsinng geworden - ein Zustand, den ich auch heute noch ab und an erreiche, wenn ich dieses Album fein im CD-Sound über meine Anlage laufen lasse....
 
Ich habe die Scenes From A Memory zum ersten Mal tatsächlich in der Badewanne gehört. Zum Zeitpunkt ihres Releases war ich Junggeselle und gönnte mir abends gerne mal ein, zwei Stunden in der Badewanne mit Kaffee/Tee, Schokolade und einem Buch bzw. Musik. Ich kann mich noch ganz genau daran erinnern, dass ich nach dem ersten Durchgang over the top begeistert war, nochmal heisses Wasser nachlaufen ließ, mir mit einem Lächeln im Gesicht eine Marzipan-Praline in den Mund stopfte.....und nochmal auf Play drückte. Golden times.
 
Junggeselle war ich auch, aber in der Badewanne habe ich es dennoch nicht gehört, sondern ganz handelsüblich im Wohnzimmer auf der Couch, mit Booklet in der Hand und einer für die Nachbarn gerade noch akzeptabler Lautstärke. Und in den Tagen, Wochen und Monaten danach vor allem viel auf Dienstreisen, von denen es damals viele, viele, viele gab.
 
Zum Zeitpunkt des Release von SFAM war ich 18 und was Prog anbetrifft noch völlig grün hinter den Ohren, die DT-Diskographie bis inklusive "Falling into Infinity" kannte ich wohl, viel mehr jedoch nicht. Der erste Durchgang des Albums blies mich dann völlig weg, was zur Folge hatte, dass ich in den Wochen danach mehr Zeit mit meinem Discman (der Herr habe ihn selig...) als mit Freunden oder potentiellen Freundinnen verbrachte, welche musikgeschmacklich ohnehin vollkommen verdorben waren, muss man leider so sagen. Egal, jedenfalls war SFAM neben seiner unbestreitbaren Großartigkeit in der Retrospektive auch ein echter Türöffner für mich, denn auf der zugehörigen Tour erfolgte der Erstkontakt mit Spock's Beard und die daraus resultierende Erkenntnis, dass eine "Metal-Only"-Attitüde letztlich nicht zielführend, weil unnötig selbsteinschränkend ist. Ein Felsbrocken von Dominostein!
 
Platz 5
Vauxdvihl - To Dimension Logic, Australien, 1994
134_300.jpg

"To Dimension Logic" hat mich anno 1994 von Anfang an in seinen Bann gezogen. Mein hier schon mehrfach erwähnter Haus-und-Hof-CD-Verleih hatte das Album, welches ich nach einer euphorischen Rezension von Michael Rensen im Rock Hard gleich eingepackt & auf Tape überspielt habe. Und schon der erste Spin zu Hause ließ die Kinnlade zu Boden knallen. Perfekt arrangierte, aber vor allem extrem atmosphärische Sci-Fi-Prog-Perlen, die von einer beschwörenden Stimme gesungen werden. Und dann dieses Wachstumspotential. Mit jedem Durchgang wurde man tiefer in den Emotionsstrudel gezogen. Auch heute noch, nach knapp 30 Jahren läuft "To Dimension Logic" extrem regelmäßig und lässt mich immer in eine andere Welt eintauchen. Als ich die zwischenzeitlich extrem selten gewordene CD dann endlich in meinen Händen hielt, führte ich auf der Metalbörse des 2000er Wacken ein exquisites Freudentänzchen auf, welches auf meine Mitmetaller wohl ein wenig skuril wirkte. Anyway, "To Dimension Logic" ist perfekt, zeitlos, fesselnd, faszinierend, atmosphärisch, schön.

 
Platz 5
Vauxdvihl - To Dimension Logic, Australien, 1994
134_300.jpg

"To Dimension Logic" hat mich anno 1994 von Anfang an in seinen Bann gezogen. Mein hier schon mehrfach erwähnter Haus-und-Hof-CD-Verleih hatte das Album, welches ich nach einer euphorischen Rezension von Michael Rensen im Rock Hard gleich eingepackt & auf Tape überspielt habe. Und schon der erste Spin zu Hause ließ die Kinnlade zu Boden knallen. Perfekt arrangierte, aber vor allem extrem atmosphärische Sci-Fi-Prog-Perlen, die von einer beschwörenden Stimme gesungen werden. Und dann dieses Wachstumspotential. Mit jedem Durchgang wurde man tiefer in den Emotionsstrudel gezogen. Auch heute noch, nach knapp 30 Jahren läuft "To Dimension Logic" extrem regelmäßig und lässt mich immer in eine andere Welt eintauchen. Als ich die zwischenzeitlich extrem selten gewordene CD dann endlich in meinen Händen hielt, führte ich auf der Metalbörse des 2000er Wacken ein exquisites Freudentänzchen auf, welches auf meine Mitmetaller wohl ein wenig skuril wirkte. Anyway, "To Dimension Logic" ist perfekt, zeitlos, fesselnd, faszinierend, atmosphärisch, schön.


Nicht ganz überraschend! ;)
Tolles Album, mit dem Du auf die Zielgerade biegst...
 
Mist, das war mein Tipp für deine Nummer 1, aber das wäre vielleicht auch zu offensichtlich gewesen. Ja, ist schon ganz okay, die Scheibe...
 
Platz 4
Saviour Machine - II, USA, 1994
85388_300.jpg

Um aufzuzeigen, wie besonders diese CD ist, werde ich euch eine Geschichte erzählen. Es dürfte irgendwann 1998 oder 1999 gewesen sein und SAVIOUR MACHINE gehörten schon lange zu meinen absoluten Favoriten. In dieser Zeit pendelte ich viel zwischen Berlin (Kunde), Hannover (Firma) und Mettmann (Heimat). Da der ICE gerne sehr voll war, habe ich häufiger mal ins Kleinkindabteil gesetzt. Das war der Geheimtipp unter den Vielfahrern. Auf einer Fahrt teilte ich mir dieses Abteil mit zwei Damen und ihren beiden Kindern. Ein ganz Kleines und der etwa 8-jährige Ronny. Ronny war geistig etwas zurückgeblieben und dazu hyperaktiv. Er war daher sehr neugierig und wollte dann unbedingt die Musik hören, die auf meinem CD-Player lief. Ich packte ihm also meinen Kopfhörer auf seine Ohren und Ronny saß für eine Viertelstunde(!) völlig gebannt, absolut regungslos und mit verträumten Blick einfach nur da. Und Ronny saß sonst nie still. Es lief gerade das phänomenale Ende 'Love Never Dies' und 'Saviour Machine II' und die Mutter hatte das erste Mal auf einer Bahnfahrt einfach mal ein paar Minuten Ruhe.

Das zeigt gut die beeindruckende Wirkung, die dieses episch-theatrale Album hat. Die Stimme von Eric Clayton ist einmalig, sehr berührend und dabei auf eigentümliche Weise beruhigend. Die Kompositionen sind allesamt eher orchestral, dabei durchaus komplex und haben eine enorme Ausstrahlung, was in Summe für mich - im Gegensatz zum nicht minder fantastischen Debüt, das heavier und etwas geradliniger ist - Prog genug ist. Ein unglaubliches Album, das bei mir nur nicht auf Platz1 steht, weil die folgenden drei Werke mein Musikleben noch mehr geprägt haben.

 
Platz 4
Saviour Machine - II, USA, 1994
85388_300.jpg

Um aufzuzeigen, wie besonders diese CD ist, werde ich euch eine Geschichte erzählen. Es dürfte irgendwann 1998 oder 1999 gewesen sein und SAVIOUR MACHINE gehörten schon lange zu meinen absoluten Favoriten. In dieser Zeit pendelte ich viel zwischen Berlin (Kunde), Hannover (Firma) und Mettmann (Heimat). Da der ICE gerne sehr voll war, habe ich häufiger mal ins Kleinkindabteil gesetzt. Das war der Geheimtipp unter den Vielfahrern. Auf einer Fahrt teilte ich mir dieses Abteil mit zwei Damen und ihren beiden Kindern. Ein ganz Kleines und der etwa 8-jährige Ronny. Ronny war geistig etwas zurückgeblieben und dazu hyperaktiv. Er war daher sehr neugierig und wollte dann unbedingt die Musik hören, die auf meinem CD-Player lief. Ich packte ihm also meinen Kopfhörer auf seine Ohren und Ronny saß für eine Viertelstunde(!) völlig gebannt, absolut regungslos und mit verträumten Blick einfach nur da. Und Ronny saß sonst nie still. Es lief gerade das phänomenale Ende 'Love Never Dies' und 'Saviour Machine II' und die Mutter hatte das erste Mal auf einer Bahnfahrt einfach mal ein paar Minuten Ruhe.

Das zeigt gut die beeindruckende Wirkung, die dieses episch-theatrale Album hat. Die Stimme von Eric Clayton ist einmalig, sehr berührend und dabei auf eigentümliche Weise beruhigend. Die Kompositionen sind allesamt eher orchestral, dabei durchaus komplex und haben eine enorme Ausstrahlung, was in Summe für mich - im Gegensatz zum nicht minder fantastischen Debüt, das heavier und etwas geradliniger ist - Prog genug ist. Ein unglaubliches Album, das bei mir nur nicht auf Platz1 steht, weil die folgenden drei Werke mein Musikleben noch mehr geprägt haben.


Hach, schöne Geschichte, fantastisches Album.... :)
 
Platz 4
Saviour Machine - II, USA, 1994
85388_300.jpg

Um aufzuzeigen, wie besonders diese CD ist, werde ich euch eine Geschichte erzählen. Es dürfte irgendwann 1998 oder 1999 gewesen sein und SAVIOUR MACHINE gehörten schon lange zu meinen absoluten Favoriten. In dieser Zeit pendelte ich viel zwischen Berlin (Kunde), Hannover (Firma) und Mettmann (Heimat). Da der ICE gerne sehr voll war, habe ich häufiger mal ins Kleinkindabteil gesetzt. Das war der Geheimtipp unter den Vielfahrern. Auf einer Fahrt teilte ich mir dieses Abteil mit zwei Damen und ihren beiden Kindern. Ein ganz Kleines und der etwa 8-jährige Ronny. Ronny war geistig etwas zurückgeblieben und dazu hyperaktiv. Er war daher sehr neugierig und wollte dann unbedingt die Musik hören, die auf meinem CD-Player lief. Ich packte ihm also meinen Kopfhörer auf seine Ohren und Ronny saß für eine Viertelstunde(!) völlig gebannt, absolut regungslos und mit verträumten Blick einfach nur da. Und Ronny saß sonst nie still. Es lief gerade das phänomenale Ende 'Love Never Dies' und 'Saviour Machine II' und die Mutter hatte das erste Mal auf einer Bahnfahrt einfach mal ein paar Minuten Ruhe.

Das zeigt gut die beeindruckende Wirkung, die dieses episch-theatrale Album hat. Die Stimme von Eric Clayton ist einmalig, sehr berührend und dabei auf eigentümliche Weise beruhigend. Die Kompositionen sind allesamt eher orchestral, dabei durchaus komplex und haben eine enorme Ausstrahlung, was in Summe für mich - im Gegensatz zum nicht minder fantastischen Debüt, das heavier und etwas geradliniger ist - Prog genug ist. Ein unglaubliches Album, das bei mir nur nicht auf Platz1 steht, weil die folgenden drei Werke mein Musikleben noch mehr geprägt haben.

Ich bin begeistert, wie gut Saviour Machine hier wegkommen :verehr:Und in der Tat eine schöne Geschichte!
 
Platz 4
Saviour Machine - II, USA, 1994
85388_300.jpg

Um aufzuzeigen, wie besonders diese CD ist, werde ich euch eine Geschichte erzählen. Es dürfte irgendwann 1998 oder 1999 gewesen sein und SAVIOUR MACHINE gehörten schon lange zu meinen absoluten Favoriten. In dieser Zeit pendelte ich viel zwischen Berlin (Kunde), Hannover (Firma) und Mettmann (Heimat). Da der ICE gerne sehr voll war, habe ich häufiger mal ins Kleinkindabteil gesetzt. Das war der Geheimtipp unter den Vielfahrern. Auf einer Fahrt teilte ich mir dieses Abteil mit zwei Damen und ihren beiden Kindern. Ein ganz Kleines und der etwa 8-jährige Ronny. Ronny war geistig etwas zurückgeblieben und dazu hyperaktiv. Er war daher sehr neugierig und wollte dann unbedingt die Musik hören, die auf meinem CD-Player lief. Ich packte ihm also meinen Kopfhörer auf seine Ohren und Ronny saß für eine Viertelstunde(!) völlig gebannt, absolut regungslos und mit verträumten Blick einfach nur da. Und Ronny saß sonst nie still. Es lief gerade das phänomenale Ende 'Love Never Dies' und 'Saviour Machine II' und die Mutter hatte das erste Mal auf einer Bahnfahrt einfach mal ein paar Minuten Ruhe.

Das zeigt gut die beeindruckende Wirkung, die dieses episch-theatrale Album hat. Die Stimme von Eric Clayton ist einmalig, sehr berührend und dabei auf eigentümliche Weise beruhigend. Die Kompositionen sind allesamt eher orchestral, dabei durchaus komplex und haben eine enorme Ausstrahlung, was in Summe für mich - im Gegensatz zum nicht minder fantastischen Debüt, das heavier und etwas geradliniger ist - Prog genug ist. Ein unglaubliches Album, das bei mir nur nicht auf Platz1 steht, weil die folgenden drei Werke mein Musikleben noch mehr geprägt haben.


Geschichte, Platzierung und eigenes Empfinden :jubel: :jubel: :jubel: :jubel: :jubel:

Mehr demnächst auf einem anderen Kanal/Thread...
 
Platz 4
Saviour Machine - II, USA, 1994
85388_300.jpg

Um aufzuzeigen, wie besonders diese CD ist, werde ich euch eine Geschichte erzählen. Es dürfte irgendwann 1998 oder 1999 gewesen sein und SAVIOUR MACHINE gehörten schon lange zu meinen absoluten Favoriten. In dieser Zeit pendelte ich viel zwischen Berlin (Kunde), Hannover (Firma) und Mettmann (Heimat). Da der ICE gerne sehr voll war, habe ich häufiger mal ins Kleinkindabteil gesetzt. Das war der Geheimtipp unter den Vielfahrern. Auf einer Fahrt teilte ich mir dieses Abteil mit zwei Damen und ihren beiden Kindern. Ein ganz Kleines und der etwa 8-jährige Ronny. Ronny war geistig etwas zurückgeblieben und dazu hyperaktiv. Er war daher sehr neugierig und wollte dann unbedingt die Musik hören, die auf meinem CD-Player lief. Ich packte ihm also meinen Kopfhörer auf seine Ohren und Ronny saß für eine Viertelstunde(!) völlig gebannt, absolut regungslos und mit verträumten Blick einfach nur da. Und Ronny saß sonst nie still. Es lief gerade das phänomenale Ende 'Love Never Dies' und 'Saviour Machine II' und die Mutter hatte das erste Mal auf einer Bahnfahrt einfach mal ein paar Minuten Ruhe.

Das zeigt gut die beeindruckende Wirkung, die dieses episch-theatrale Album hat. Die Stimme von Eric Clayton ist einmalig, sehr berührend und dabei auf eigentümliche Weise beruhigend. Die Kompositionen sind allesamt eher orchestral, dabei durchaus komplex und haben eine enorme Ausstrahlung, was in Summe für mich - im Gegensatz zum nicht minder fantastischen Debüt, das heavier und etwas geradliniger ist - Prog genug ist. Ein unglaubliches Album, das bei mir nur nicht auf Platz1 steht, weil die folgenden drei Werke mein Musikleben noch mehr geprägt haben.


Für mich überraschend, da ich mit denen so gar nicht warm werde (habe Saviour Machine aber erst im Vorfeld des HoD vor ein paar Jahren kennengelernt). Aber die Geschichte ist sehr gut.
 
Für mich überraschend, da ich mit denen so gar nicht warm werde (habe Saviour Machine aber erst im Vorfeld des HoD vor ein paar Jahren kennengelernt). Aber die Geschichte ist sehr gut.
Ja, Saviour Machine ist keine Band, wo ich jemals sagen würde "das muss dir doch gefallen, wenn du A, B & C magst" - Claytons Stimme ist schon sehr theatralisch, die Musik kommt mit viel Pathos, ab dem dritten Album ist es dann sogar orchestraler Overkill. Dass das nicht jederfans Sache ist, ist absolut klar.
 
Zurück
Oben Unten