[Top of the Progs - 100 Meisterwerke] Zeijas Liste

Allein der Umstand, dass es (mindestens) 56 bessere (!) Platten als ATG gibt, beweist (!) ja, dass es Schwachpunkte geben muss (!).










Objektiv betrachtet.
 
Ich hab nur zwei gefunden :D

Und bei Spectre NULL :)

Ich vertrete folgende These:

Ein Album mit Schwachpunkten kann durchaus besser sein als ein Album ohne Schwachpunkte. Denn für mich kommt es noch darauf an, welche „Glanzpunkte“ es gibt. Und wenn diese trotz Schwachpunkten mehr „glänzen“ als bei einem anderen, dann ist das durchaus möglich. ;)
 
Allein der Umstand, dass es (mindestens) 56 bessere (!) Platten als ATG gibt, beweist (!) ja, dass es Schwachpunkte geben muss (!).
:D
In einer nicht reinen Progliste und ohne Albenbeschränkung pro Band, würden bei mir auch einige davor landen, ob genau 56 weiß ich jetzt nicht, ist aber möglich.

Daher: Teil 1 des Satzes ist nicht grundlegend falsch, Teil 2 des Satzes schlussfolgere ich aufgrund meiner o.g. These nicht unbedingt. ;)
 
10. Psychotic Waltz - Into the everflow (USA,1992)

So ziemlich alle Prog-Größen dieses Forums haben schon was zu dem Album geschrieben. Da ist es wohl kaum nötig, dass ich jetzt auch noch.........äh, doch. Isses wohl, jetzt kommt meine Sichtweise über Psychotic Waltz!!
Die erste Musik von ihnen hab ich 2004 gehört, als ich mir die schicken Doppel CD's mit allen 4 Studioalben gekauft hatte. Gelesen hatte ich wahrlich schon Einiges über die Band und die Erwartungen waren hoch. 3 Alben ließ ich mal ne Zeitlang links liegen und in ein Album war ich schier vernarrt. Rischdisch, Into the everflow.
Ein paar Jahre später habe ich alle Alben lieben gelernt, sogar die Deadsoul Tribe Alben.
Ich höre das Album seit über 20 Jahren regelmäßig und manchmal kommt es mir vor wie wenn es die ersten Durchläufe wären. Winzige Veränderungen im Gemütszustand, Wetterveränderungen, Jahreszeiten, Hass, Liebe, Wut, Essen verändern das Album manchmal komplett für mich.
Der "Gesang" von Buddy ist eigentlich ein Versuch dich zu hypnotisieren. Die Musik ist so dermaßen heavy, zerbrechlich, kraftvoll, zart, frickelig, eingängig, intensiv, schön , erhaben, einfach Alles!
Ashes beginnt die Sitzung beim Therapeuten, Out of mind ist ein Nackenbrecher mit wundervollem Refrain, Tiny Streams erinnert mich am Anfang fatal an Death (natürlich nur die Gitarre), Titelstück ist Gott, Little people hat geile Solos, Hanging on a string verleitet auch mal zum Weinen, Freakshow klingt genauso wie es heißt und Butterfly sollte man nur knieend hören.
Cover hatte ich als Teenie als Poster im Zimmer hängen,,,,,,,,
Was Emotionen angeht ist das Album ganz weit vorne, 10/10 , mit Butterfly gibt es ein 12/10 Punkte Lied, das macht dann eine in Stein gemeißelte 11/10
Danke Psychotic Waltz für die schöne Musik.
 
13. Meine #3. Ja, auch die ist wohl ganz gut.

12. Tolles Album, tolle Band, absoluter Qualitätsgarant. Rang 12 ist natürlich mal 'ne Ansage, aber warum nicht?

11. Bei mir #81. Wie man heute weiß: Viel zu niedrig. Die beste Death ist und bleibt übrigens 'Human', aber der Mensch ist auf der anderen Seite sesshaft geworden.

10. Meine #7. Ja, auch die ist wohl ganz gut.
 
9. Rush - Moving pictures (Kanada,1981)

Ich weiß, dass es da relativ viele unterschiedliche Meinungen geben wird, aber für mich ist Moving Pictures das beste Album von Rush der 80er. Man könnte bestimmt 15 Alben von Rush auf irgendeinen Platz der Liste setzen und keines der Alben wäre fehl am Platze. Für mich die Mitbegründer der modernen Prog-Musik.
Als ich anfing Musik zu hören war ich ganz wild auf Sampler sämtlicher Sparten des Rock/Metals. Und auf vielen Rock Samplern war ein Lied von Rush vertreten. Meistens Tom Sawyer. Und das Lied stach immer heraus. Der Gesang, die Instrumente, Alles klang besser als die anderen Lieder, egal wer da so noch drauf war.
Und als junger Bub mit wenig Ahnung, aber davon viel, manifestierten sich Rush als "normale" Rockband in meinem Kopf. Als ich dann die ersten Livevideos auf DVD gucken konnte, war mir klar, dass das keine normaler Rock ist.........Ein 8-armiger Schlagzeuger, ein Gitarrist der Klänge aus seinem Instrument holte, die ich bis dato nicht kannte, ein immer grinsender Bassist und Sänger der auch noch Keyboard spielte und wild auf Fußpedalen rumtrat.......ich war gefesselt und hatte eine neue Lieblingsband.
Die genaue chronologische Reihenfolge krieg ich in meinem Kopf leider nicht mehr hin, aber das Ganze sollte alles vor meiner Metal Phase ab 1991 passiert sein. Das war so meine erste große Begeisterungswelle : Deep Purple, Uriah Heep, Black Sabbath und the almighty Rush war so die erste Musik die mich ungefähr mit 10 Jahren begeisterte. (Meine erste Lieblingsband war wohl EAV - über die lass ich auch bis heute nix kommen, solche (ernsten) Texte muß man erst mal schreiben). Aber so richtig ernst wurde es ein paar Jahre später. Erster Knackpunkt war mein erstes Konzert 1994 - Deep Purple - und dann brachen in mir wohl alle Dämme was Musik angeht.
Leider gelang es mir nie ein Konzert dieser Gottband zu besuchen. Konzerttechnisch hab ich leider eine Lücke von 20 Jahren. Aber genug wie und warum......
Moving Pictures steht bei mir auf der 9. Tom Sawyer, Red Barchetta, YYZ, Limelight, The camera eye, Witch hunt (momentan gerade mein Lieblingssong), Vital Signs, noch Fragen? Ich denke nicht. Die Atmosphäre des Albums ist so fesselnd, Alles ist perfekt und auf den Punkt gespielt. Produktion ist so warm und klar.
Während ich hier Buchstaben zu Wörtern versuche zu Formen höre ich das Album über Kopfhörer. Körpertemperatur steigt um einige Grad und es wird warm ums Herz. LIEBE!!!
Keine Diskussion 11/10. Jahrhundertwerk !!
 
8. Opeth - Blackwater Park (Schweden, 2001)

We entered Winter once again , naked, freezing from my breath
Neath the lid of all limbs tucked away , this coffin is your abode from now and onwards
Mit der ersten Strophe von Leper Affinity hatte mich das Album schon. Gänsehaut
Nach vier granatenstarken Alben wirkt Blackwater Park ein bisschen wie wenn sich Mikeal Fesseln abstreifen konnte die ihn bisher in bestimmten Grenzen festhielten. Ich gehe mal davon aus, dass der Einfluß von Steven Wilson (der das Album genial produzierte) kein geringer war. Die unfaßbar epischen und erhabenen Melodien auf diesem Album suchen ihresgleichen. Einmalig gut! Der Cleangesang geht direkt in dein Innerstes und bringt dort Nervenzellen zum Juchzen. Growls von Mikael waren ja schon immer weltklasse. Auf diesem Album gelingt es der Band so harmonisch alles zu vereinen wie es ihnen nie wieder in dieser Genialität gelungen ist.
Das Album ist der absolute Höhepunkt im Schaffen von Opeth. Ich muß gestehen, daß mich die Band in ihrer reinen Prog Phase zwischendurch auch verloren hatte, aber seitdem ich sehr viel mehr Prog höre, habe ich auch diese Alben wieder zu mir gefunden. Das Schaffen von Opeth ist musikalisch einfach zu stark (egal welches Genre man bevorzugt) um es zu Ignorieren zu können. Jedes Album ist mindestens eine 8 - 8,5.
Über Allem thront und regiert aber Blackwater Park. Das Album schwenkt zwischen tonnenschweren Riffs und federleichtem (Prog)Rock innerhalb von Millisekunden hin und her. Trotzdem erkennt man bei jedem Ton, jeder Silbe, jedem Anschlag direkt das es Opeth ist.
Das einzige Album in meiner Top Ten wo ich ad hoc keinen Lieblingssong nennen könnte. Die Monolithen von Longtracks dominieren (regieren) das Album :Leper Affinity, Bleak, The drapery falls, Dirge for November, The funeral portrait und das Titelstück. Nur Harvest mit 6 Minuten und ein Zwischenspiel (Patterns in the ivy) kommen mit weniger Zeit aus.
Die Death Metal Riffs ziehen dich runter in die Hölle wo dich dann Engel mit wunderbaren Tönen wieder hinauf in den Himmel führen.
Für mich das beste, progressive Death Metal Album aller Zeiten! 11/10 sind da das Mindeste...
 
Beste Opeth, auch völlig zurecht so weit oben platziert. Zudem Heimat des besten Rausschmeißers aller Zeiten. Wenn nach dem gefühlt ewig andauernden Akustikteil schließlich die Hölle los bricht, richten sich alle Nackenhaare umgehend in einem perfekten rechten Winkel zur Hautoberfläche aus. Und das hält dann so lange an, bis die Sonne endgültig über dem Blackwater Park versunken ist.
 
7. Rush - 2112 (Kanada, 1976)


Das beste Prog-Rock Album aller Zeiten!!! meiner bescheidenen persönlichen Meinung

Das Titelstück und damit die komplette A-Seite ist der tollste progressive Rocksong den ich bis heute kennenlernen durfte. Entdeckte hatte ich ja Rush auf irgendeinem Sampler und ich bin auf meiner Entdeckungsreise relative schnell bei diesem Album und besonders bei diesem Lied gelandet. Overture und Temples of Syrinx sind die bezaubernsten, tollsten, wunderschönsten 5 Minuten Musik dieses Universums. Das Trio klingt hier wie eine 10 Mann Band mit Orchester. Wenn 2112 losgeht könnt ich immer wieder sabbernd vor der Anlage knieen. Wir sind unwürdig.
Das gesamte Lied mit seinen Samples, Sprachpassagen, immer wieder hochkomplex gespielten, harten, progressiven Rock ist so ziemlich das Geilste was im Progrock so geschaffen wurde.........Die Band hat sich mit diesem Lied ein Denkmal gesetzt und durfte sich im goldenen Buch der Rockgötter eintragen.
Natürlich wirkt die B-Seite im Schatten dieser Göttergabe fast schon irdisch. Aber ich finde die Lieder immer noch sehr, sehr gut.
A passage to bangkok startet mit einem ikonischen Lick von Alex. Dieses Lied steht in meiner Gunst fast so hoch wie 2112. Ein toller (Hard) Rocksong. Twilight zone hat trotz na na na na na Stellen einen göttlichen Refrain, Lesson geht manchmal etwas unter, ist aber immer noch ein fantastischer Rocker, Tears find ich traumhaft schön, bei Something for nothing (heavy as fuck) dürfen sich alle drei nochmal so richtig austoben, inklusive Hitrefrain.
Ich weiß nicht genau wie oft ich das Album schon gehört habe in meinem Leben, aber ich hoffe das ich es noch lange hören darf.........
Selbstverständlich 11/10
 
Darf ich mal was ganz böses Schreiben? :D
2112 (der Song) ist eine 10/10 und das Album besser als 98% der restlichen Musikwelt, aber in der Welt von Rush empfinde ich beides als deutlich überschätzt.

Longtracks hat die Band für mich mindestens 2 bessere in den 70er aufgenommen und die B-Seite ist (wie gesagt für Rush Verhältnisse) ziemlich schwach. Wenn ich z.B. die beiden kurzen Songs von Hemisphers daneben stelle ist das eine ganz andere Liga.

Ich liebe das Album aber die Ausnahmestellung die es oft einnimmt konnte ich nie verstehen.

Jetzt dürft ihr werfen womit ihr wollt ;)
 
Darf ich mal was ganz böses Schreiben? :D
2112 (der Song) ist eine 10/10 und das Album besser als 98% der restlichen Musikwelt, aber in der Welt von Rush empfinde ich beides als deutlich überschätzt.

Longtracks hat die Band für mich mindestens 2 bessere in den 70er aufgenommen und die B-Seite ist (wie gesagt für Rush Verhältnisse) ziemlich schwach. Wenn ich z.B. die beiden kurzen Songs von Hemisphers daneben stelle ist das eine ganz andere Liga.

Ich liebe das Album aber die Ausnahmestellung die es oft einnimmt konnte ich nie verstehen.

Jetzt dürft ihr werfen womit ihr wollt ;)
Natürlich darf jeder seine eigene Meinung haben. Iss doch koin Problem. Admin.......
 
12 - ich hatte es bei irgendeiner Diskussion um die Band mal erwähnt, aber ich kenne nur die "Riddles..." und die "Beholden to Nothing" und beide fand ich sehr unterwätligend. Mal sehen, ob ich da noch mal einsteige.
11 - Meine drittliebste Death, hat nicht ganz für die Liste gereicht. Aber natürlich locker 9.5+ Punkte.
10 - Überschneidung natürlich. Meine #12.
9 - Überschneidung natürlich. Meine #48.
8 - Zweitbeste Opeth, zusammen mit "Watershed", aber eine in der Liste reicht. 9.5+
7 - Klassiker, klar. Aber in der Rush-Rangliste bei mir nur auf #5 oder #6. Also 10/10.
 
...ich kenne nur die "Riddles..." und die "Beholden to Nothing" und beide fand ich sehr unterwätligend. Mal sehen, ob ich da noch mal einsteige.
Du brauchst die beiden Tonträger davor, die EP und das Debüt "Deepest Secrets Beneath". Das sind die stärksten Scheiben der Band. Gab es beide 2010 zusammen auf einer CD von Corrosive Records. Oder halt einzeln zulegen. Aber zulegen. Das wird dir beides gefallen, da bin ich mir sicher!!

Zum Lauschen:

 
6. Queensryche - Operation mindcrime (USA,1988)


Das wichtigste und einflußreichste Prog-Metalalbum aller Zeiten imo........

Ich weiß gar nicht mehr sooo genau wann ich mir das Album zugelegt habe. Das müsste so Anfang der 90er passiert sein. Ich denke es war auch wieder ein Bericht im RockHard daran schuld. Thinking man's Metal wurde das dort genannt. Als junger Puper wußte ich zu dem Zeitpunkt noch nicht mal was "Prog" ist. Vielleicht weiß ich das heute auch noch nicht :D. Auf jeden Fall zündete das Album direkt bei mir. Zuerst störten mich die Zwischenstücke enorm und ich brannte mir ein CD nur mit den "Liedern". Das war für mich als Teenie ausreichend und ich hörte das Teil rauf und runter. Auf jeder selbstgebrannten CD hatte ich immer drei OM Songs. Alle paar Monate wurde gewechselt.
Was mir als erstes an dem Album auffiel, war das die Refrains sich allesamt direkt ins Hirn brannten und nie wieder dort weg gingen. Allesamt der absolute Wahnsinn.
Dann die Gitarren!! So heavy und so melodisch gleichzeitig. Das hat mich als jungen Menschen schon schwer beeindruckt und ich merkte zum ersten mal was in der Musik so Alles möglich war.
Ein komplettes Album voller Ohrwürmer. Geil! Meine persönlichen Favoriten sind Eyes of a stranger ( harte Riffs, Bass groovt wie Sau, perfekter Mitgröhlrefrain (wenn man so hoch kommt........) und Suite Sister Mary ( Gottgesang von Geoff und Debbie Wheeler!!)
Eine paar Jahre später wurde mir das mit dem Konzept klarer und ich hörte dann das Album nur noch am Stück und die Zwischenspiele machten dann auch Sinn.
Revolution Calling, Operation Mindcrime, Suite Sister Mary, Speak, I don't believe in love, Eyes of a stranger sind immer noch astreine Hits in der Metalwelt und brachten der Band auch den weltweiten Durchbruch. Ich war 1988 noch zu klein, aber ich kann mir gut vorstellen, das Queensryche damals neben Maiden den Status der erfolgreichsten und "größten" Metalband der Welt inne hatten.
Perfekte Produktion, perfekte Story, perfekte Songs.
Eine perfekte 11/10
 
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