Trial (neues Album "Motherless" ab 07. April 2017)

Dieses Thema im Forum "IRON FISTS - Heavy Metal & Doom Metal" wurde erstellt von Deathscent, 14. November 2014.

  1. Atgerdian Kodex

    Atgerdian Kodex Till Deaf Do Us Part

    Nachdem ich das Album nun selbst gehört, kann ich mit Sicherheit sagen, dass ich nicht das geringste Problem mit einer "Sperrigkeit" oder einem "Nicht hängen bleiben" der Songs habe. Ich kann sie mir noch nicht im Kopf vorsingen und das wird wohl auch nach einigen weiteren Durchläufen sicherlich nicht der Fall sein. Aber was ich bei High Spirits oder Night Demon kann und auch gut so finde, möchte ich bei Trial gar nicht können. Die Songs haben natürlich komplizierte Aufbauten, aber das war im Ansatz auch schon bei 'Vessel' so. Und genau wie dort finden sich sehr schöne Gitarrenharmonien und Gesangslinien. Und gerade weil ich die noch nicht verinnerlicht habe, freue ich mich darauf sie wiederzuhören. Das abschließende, insgesamt knapp 23-minütige dreiteilige 'Still the Stars Dismembers the Void' ist für mich der Höhepunkt des Albums. Es hat mich in seiner Gesamtheit gleich beim ersten Mal mit ins Dunkel gerissen.
     
  2. comanche

    comanche Till Deaf Do Us Part

    Lustig ist auch, dass Du bei der - durchaus aussagekräftigen - Bewertung 8/10 gibst. Hast Du Dich möglicherweise verdrückt?
     
  3. comanche

    comanche Till Deaf Do Us Part

    Eine 4. Wohlwollend.
     
    Jan P. gefällt das.
  4. Atgerdian Kodex

    Atgerdian Kodex Till Deaf Do Us Part

    9 (Bisher)!
     
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  5. Acrylator

    Acrylator Till Deaf Do Us Part

    Ich war bei den ersten zwei Durchläufen oder so auch noch nicht so begeistert wie vom Vorgänger, aber inzwischen finde ich das Album ähnlich großartig!
    Die A-Seite ist ja noch etwas typischer, wobei z.b. der zweite Song auch schon teilweise weit über traditionellen Heavy Metal hinausgeht (in den anderen Stücken bereichern ja weiterhin die bereits bekannten Elemente aus altem Melodic Death und Black Metal den sonst eher traditionellen Stil der Band).
    Die Gesangsmelodien der ersten beiden Stücke habe ich auch schnell verinnerlicht, die der folgenden drei (vor allem die Strophen) immer noch nicht so ganz :D
    Aber als gefeierte Neulinge im traditionellen Heavy Metal soetwas zu machen wie auf der B-Seite, ist wirklich extrem mutig! Das geht mindestens so weit über Old School Heavy Metal hinaus wie z.B. die zweite Morbus Chron, die vorletzte Tribulation oder die B-Seite des Venenum-Albums über ursprünglichen Death Metal. Und es ist nicht nur innovativ, sondern dabei auch sehr atmophärisch! Bei den Gesangsmelodien im dritten Teil kriege ich außerdem eine meterdicke Gänsehaut! Wer das nicht emotional findet, den verstehe ich nicht...

    Der Sänger erinnert mich hier von der Stimme her übrigens noch häufiger als auf "Vessel" an Harry Conklin, auch wenn die Gesangsmelodien nicht vergleichbar sind.

    Bisher für mich klar die beste Veröffentichung des Jahres im Heavy Metal (ohne Death Metal etc.)!
     
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  6. Atgerdian Kodex

    Atgerdian Kodex Till Deaf Do Us Part

    Für mich ist es vielleicht nicht die bisher beste Veröffentlichung des Jahres im Heavy Metal, aber ansonsten schließe ich mich deinen Ausführungen uneingeschränkt an. :top:
     
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  7. Lobi

    Lobi Till Deaf Do Us Part

    Seh ich vollkommen wie ihr beiden! Musikalisch ein großer Wurf (leider ohne die Hits des Vorgängers, aber das ist nur ein geringes Makel).
     
    Acrylator und Atgerdian Kodex gefällt das.
  8. rapanzel

    rapanzel Till Deaf Do Us Part

    Musikalisch sehr unkonventionell.
    Ich glaub, die Platte hat sich bei mir noch nicht so entfaltet, wie sie sollte
     
  9. Acrylator

    Acrylator Till Deaf Do Us Part

    Einfach dranbleiben! Bei mir hat's auch so einige Durchläufe gedauert.
     
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  10. Danzig

    Danzig Till Deaf Do Us Part

    Hier mal noch wie vor ein paar Wochen versprochen ein Foto des Trial - Demos...

    WP_20170625_003.jpg
     
    Michael a.T. und zopilote gefällt das.
  11. Dr. Zoid

    Dr. Zoid Till Deaf Do Us Part

    Motherless ist der vertonte Liebesentzug. Keine Wärme, keine ohrschmeichelnden Hooks, kaum befreiende Elemente. Oder wie es in "Birth" heißt: "Barely a reward and no salvation."

    Damit wird das textliche Konzept - soweit ich mir darauf ansatzweise einen Reim machen kann - perfekt umgesetzt: Kalt, abweisend, introvertiert und zunächst vor allem sehr anstrengend. Was Trial hier in schmerzhafter Geburt aus dem Mutterleib gerissen haben, ist das leicht autistisch veranlagte Problemkind, mit dem später niemand sein Pausenbrot tauschen möchte.

    Doch der Reihe nach: Die A-Seite entfaltet nach etlichen Durchläufen mit dem Titelsong und vor allem "Cold Comes The Night" durchaus so etwas wie Hits, bei denen die eine oder andere Melodie hängen bleibt. Die restlichen Songs glänzen mit teils sehr gewöhnungsbedürftigen Gesangslinien ("In Empyrean Labour"), ungewohnter Langsamkeit (der triste Todeswalzer "Juxtaposed") und den schon vom Vorgänger bekannten Black Metal-mäßigen Riffs und Harmonien ("Aligerous Architect").

    Vom Aufbau durchaus mit Venenum's Trance of Death vergleichbar, nimmt der Wahnsinn aber erst auf der B-Seite mit einer 23-minütigen Drei-Song-Suite so richtig an Fahrt auf: "Birth" beginnt passenderweise mit einem stoischen Herzschlag-Rhythmus, darüber eine leicht schräge Gitarrenfigur. Das ganze wird gekrönt von unerhörten Gesangslinien, die in harmonisch unbestimmte Gefilde wegkippen - grandios! Nahtlos geht's weiter mit "Embodiment", was sich unheilvoll hin- und herschlängelt, um dann in einem in sich gekehrten Moment der Ruhe auszuklingen (dieser kurze Part erinnert mich frappierend an die fragilen Passagen von Kayo Dot's Choirs of the Eye). "Rebirth" nimmt den anfänglichen Herzschlag wieder auf und überführt die verwinkelten Gesangslinien von "Birth" in eine dafür jetzt maßgeschneiderte Umgebung - scheinbar wächst am Ende doch zusammen, was zusammen gehört.

    Das Album braucht tatsächlich Zeit, um zu wachsen und all seine Facetten zu zeigen. Viel Zeit und viel Geduld. Dieser Umstand passt wiederum erstaunlich gut zum Thema "Geburt / Heranwachsen / Selbstfindung".

    Motherless
    dürfte eines der mutigsten Alben der letzten Jahre im traditionellen Bereich sein. Und mittlerweile hätte ich richtig Bock, mir diesen Brocken auch einmal live zu geben. Eine Tour zum Album würde ich jedenfalls sehr begrüßen!
     
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  12. Negoroth

    Negoroth Deaf Dealer

    Habe die Tage über wieder vermehrt Trial gehört (weil wegen dem Konzert morgen) und ich muss ehrlich gestehen, dass ich die Band zwar immer gut fande, aber ich mir nie die nötige Zeit genommen habe um wirklich intensiv das ganze zu "konsumieren".
    Das hat sich nun geändert und ich muss sagen, dass "Vessel" ein großartiges Album ist und insbesondere der Endtrack "Restless Blood" einfach mal völlig überragend ist. Da passt alles!
     
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  13. perkele

    perkele Till Deaf Do Us Part

    STATEMENT!

    Due to personal differences we have parted ways with Linus, our singer of 10 years. However, this does not mark the end of Trial. To ensure our longevity, we are now in search of a new singer suitable for the band.

    Are you the right one for Trial? Do you know someone who is? Contact us at trialheavymetal@gmail.com for further information.
    Now is the time!

    This has unfortunately led us to cancel our upcoming show at the Metalheadz Open Air Festival. We want to express our gratitude towards the organizer for the opportunity and hopefully we will be back soon to play at the festival.

    Thank you for your support!

    /A.E. M.S. A.J. A.O

    #trialswe #trialheavymetal #metalbladerecords #metalheadzopenair
     
  14. zopilote

    zopilote Till Deaf Do Us Part

    Oh no. Nach Mausoleum Gate und Satan's Hallow schon die nächste Band dieser goldenen Generation, die ihr Traumlineup verliert.
     
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  15. Dr. Zoid

    Dr. Zoid Till Deaf Do Us Part

    Das ist echt schade. Wenn ich‘s richtig im Kopf habe, war Linus zwar nicht am Songwriting beteiligt (bin mir noch nicht mal sicher, ob er großartig am Ausarbeiten der Gesangslinien involviert war). Aber ich war richtig gespannt, in welche Richtung sich dieses Lineup nach Motherless (wie hätte man das noch toppen wollen?) entwickelt hätte.
     
  16. TragicIdol

    TragicIdol Till Deaf Do Us Part

    Dies. Und vor allem hätte ich mal ganz gerne gehört wie der "Motherless"-Kram live funktioniert. Mit der Absage am Metalheadz hat sich das (zumindest vorerst) jetzt auch erledigt. Schad.
     
  17. Atgerdian Kodex

    Atgerdian Kodex Till Deaf Do Us Part

    Mist! Als ich die Threadbenachrichtigung bekam, dachte ich, es geht um ein neues Album.
     
  18. Rotfuchs

    Rotfuchs Till Deaf Do Us Part

    Ja, sehr schade.
    Dabei hab ich die letzte Scheibe nichtmal - die "Vessel" fand ich allerdings super.
     
  19. Acrylator

    Acrylator Till Deaf Do Us Part

    Der Sänger war wirklich richtig gut und passte auch wunderbar. Hoffe, die werden passenden Ersatz für ihn finden, wäre sonst schade um die Band!
     
    Winterwolf gefällt das.
  20. Wolf City

    Wolf City Till Deaf Do Us Part

    Der hat mir die Band beim HoH versaut. Ich mag wohl der einzige sein, aber ich freu mich über einen neuen Sänger :D
     
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