Bin ein wenig enttäuscht vom Buch. Schön aufgemacht ist es, schöne Bilder, auch farbig. Aber der Text ist einfach ein abgetipptes, mehrteiliges Interview. Das gefällt mir als "Biographie" dann doch nicht so sehr, auch wenn natürlich trotzdem einiges an Informationen weitergetragen wird.
Das Buch stand bei mir lange im Regal, bin jetzt aber durch (englische Version).
Ich fand es gut, mit vielen mir noch unbekannten Infos, wie z.B. die häufigen Studiowechsel, die Schwierigkeiten mit den ersten Livekonzerten 2009, wie die einzelnen neuen Mitglieder in das Kollektiv kamen, usw...
Was mich irritiert hat, ist dass es offenbar immer noch viele Fans und auch Veranstalter gibt, die nicht checken, dass Ulver ein für alle Male keine Metal Band mehr ist.
Beim Hellfest wurden sie ja mal gebucht, und anscheinend hat Wacken unverschämt hohe Summen angeboten für eine Nattens Madrigal Show- wurde natürlich abgelehnt.
Im letzten Kapitel wurde auch schön gesagt, dass auch künftig alles möglich sein wird, aber das einzige, das die Band ganz sicher nie mehr machen wird, Black Metal ist.
Das Buch geht bis zur Entstehung von Flowers of Evil, zu dem Garm sagte, dass es keine 2 zwei ähnlicheren Alben in der Diskographie gibt als dieses und den Vorgänger (Caesar). Mit der Arbeit an Caesar ist Sander auch engültig aus Paperboys ausgestiegen um sich voll auf Ulver konzentrieren zu können, was man auch an der Ausrichtung zu "grande Pop" merken kann.
Das Buch war mir auch Anlass, meine Sammlung zu vervollständigen - Vorige Woche sind Hexahedron, Scary Muzak, Grieghallen 2018 und Liminal Animals angekommen.
Bin gespannt wie es dauerhaft dann ohne Tore weitergehen wird.