Ganz Unrecht hat er nicht. Ich weiß es aber nicht wirklich, ich war nicht dabei. Auf jeden Fall ist das inhaltlich aber eine interessante Aussage, über die man nun diskutieren kann. Worauf ich aber hinauswill ist seine herablassende Art, über etwas zu reden, was ihn zum Millionär gemacht hat. Aber gut, so kennen wir ihn.....
Das ist aus einem Buch von Martin Popoff. Leider steht nicht dabei, wann Dickinson diese Aussage getätigt hat. Wahrscheinlich als er weg vom Metal wollte.
Meiner Einschätzung nach liegt er in der Sache nicht wirklich nicht falsch. Was er kritisiert ist ja das Zusammenfassen vieler junger Metalbands, die in Wahrheit größtenteils unabhängig voneinander, zeitgleich das gleiche Ding gemacht hatten, nichts miteinander tun hatten, ja teils nichtmal voneinander wussten. Alles unter dem künstlichen Banner NWOBHM. Die erste Generation dieser Bands entstammt ja nicht einer Wurzel oder Szene sondern die Bands haben alle die gleichen Schlüsse aus den Zeichen der Zeit gezogen.
Das dann ein paar Enthusiasten das ganze stark gepusht haben, sicher aus Idealismus,
und den Begriff NWOBHM als Verkaufsargument vor sich hergehoben haben, um Publikum zu ziehen, würde ich aber nicht negativ sehen und Bruce erklärt es auch.
Es passierte in einer Phase als jede noch so untalentierte Band unter der Vermarktung "Punk" mit Gepöbel und asozialem Gehabe (die subjektive Wahrnehmung der Zeit) mehr Aufmerksamkeit erhält, als die Hardrock Bands, die Wert auf Musikalität legen. Das sorgte natürlich für Frust und Ratlosigkeit unter den Musikern wie Liebhabern.
Neil Kay, der Betreiber des Soundhouse, mit der Unterstützung einflussreicher Musikjournalisten, Radio DJs und dem Neat Records Label haben dem ganzen dann dieses NWOBHM Gewand gegeben, um eine sichtbare Alternative zum Punk zu etablieren.
Der Punk war nicht nur in der Do it youself Attitüde Vorbild, sondern auch darin eine Kategorie zu fingieren, um damit Sichtbarkeit und Aufmerksamkeit zu erzeugen.
Das Iron Maiden davon unmittelbar profitierten, als Flagschiff und mit Rod Smallwood, der das marketingechnisch auf die Spitze trieb, liegt auf der Hand. Dickinson selber konnte mit Samson ja direkt beobachten, was um Iron Maiden passierte.
Da er aber erst später hinzustieß würde ich mal behaupten, Dickinson sieht sich nicht als Teil einer Bewegung, was ich nachvollziehen kann.
Sein Wirken bei Iron Maiden, also ab 1982 hat, wie ich finde, nicht mehr viel mit NWOBHM zu tun. Da hat die Band es geschafft sich von zu lösen, da die eigene Marke alle überstrahlt haben.