Klingt normal für ein Event dieser Größe.
Gestern in Hannover saßen (!) wir auf einer unteren Tribüne direkt hinter einem Bierstand. Es war faszinierend zu beobachten, was dort passierte. Bargeldlos flogen die Getränke tief, dass es nur so eine Wonne war. Und das ist ja das Schöne für die Betreiber: Das Merkmal "ist das Portmonee alle, kann ich mir nichts mehr kaufen" entfällt bei diesem ganzen bargeldlosen Krams natürlich. Die Karte/das Phone gibt´s her, das böse Erwachen kommt für einige dann später, wenn man atemlos Tage später die Abbuchungen auf dem Konto verfolgt. Egal, was das Zeug kostet, egal, dass hier und dort mal volle Becher runterfliegen, Ersatz ist schnell da, der nächste Becher muss sofort kommen. Bezeichnend, als ich meinen Sitznachbarn (der gerade versuchte, zwei Brezel auf einmal in seiner Backentasche zu parken) fragte, was denn so ein Bierchen kostet. Wusste der gar nicht, war auch egal, Nachschub kam stets und reichlich, ein Becher nach dem anderen. Apropos Becher: Die Masche, möglichst viele unterscheidliche Motive auf den Gefäßen zu platzieren, animiert natürlich noch mehr zum Kaufen und zum Horten.
Der Alte Sack-Antikapitalist in mir kam voll auf seine Kosten. Ich holte mein Tetrapack Multisaft (75 Cent beim Edeka) aus der Tasche, beobachtete fröhlich am Strohhalm nuckelnd das alles und freute mich wie doof, als endlich "Doctor, Doctor" begann.